Kokosöl ist längst nicht mehr nur zum Kochen und Co. geeignet. Es duftet nicht nur exotisch, sondern ist auch ein wahrer Beauty-Allrounder. Wieso Kokosöl einen Platz in Ihrer Haar-Routine finden sollte und wie Sie es optimal anwenden, erfahren Sie hier.
Kokosöl - auch Kokosnussöl, Kokosfett, Coconut Oil oder Kokosbutter genannt - ist ein pflanzliches Öl, dem vielseitige positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Wie der Name bereits vermuten lässt, wird es aus dem getrockneten Fleisch der Kokosnuss gewonnen, der sogenannten Kopra.
Dass Kokosöl gut für die Haare ist, liegt vor allem an den wertvollen Inhaltsstoffen. Das Öl enthält wertvolle gesättigten Fettsäuren, Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium und Phosphor. Die wichtigen Spurenelemente Eisen, Zink, Mangan und Kupfer sowie die Vitamine B und E und Aminosäuren machen Kokosöl zu dem, was es ist - eine Wunderwaffe für die äußere und innere Schönheit. Vitamin E ist ein Antioxidans, welches gegen Haarschäden durch freie Radikale wirkt und so sprödes, brüchiges Haar verbessern kann.
Tatsächlich kann Kokosnussöl für die Haare vorteilhaft sein. Es gibt unzählige Produkte für verschiedene Haartypen, die mit Kokosöl formuliert sind. Am besten wirkt es bei widerspenstigem, strapaziertem und trockenem Haar. Das Öl legt sich wie ein Film um das Haar und schützt es vor schädlichen Umwelteinflüssen. Es enthält wertvolles Vitamin E, ein natürliches Antioxidans, das die Haarstruktur stärkt. Die enthaltene Laurinsäure hat außerdem antibakterielle Eigenschaften gegen Bakterien, Pilze und Entzündungen. Durch die gesättigten Fettsäuren wird das Haar mit Feuchtigkeit versorgt.
Kokosöl soll eines der besten Mittel aus der Naturkosmetik sein, um die Haare kräftig, glänzend und geschmeidig zu machen.
Damit Sie das Öl optimal für sich nutzen können, sollten Sie zuerst Ihren Haartyp bestimmen:
Reines Kokosnussöl lässt sich vielfältig für die Haarpflege anwenden.
Sie können während der Haarwäsche das Öl in Ihren Handflächen erwärmen, es dann ins feuchte Haar und auf der Kopfhaut einmassieren, kurz einwirken lassen und anschließend mit Shampoo ausspülen. Oder ein gebrauchsfertiges Kokosöl aus der Drogerie direkt nach der Haarwäsche als Spülung benutzen. Dafür sollten Sie eine etwa haselnussgroße Menge in den Längen und Spitzen verteilen, und es zwei bis drei Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser auswaschen.
Für eine Maske für gesunde Haare mischen Sie zunächst etwa 1 bis 2 Teelöffel geschmolzenes Kokosöl mit 1 bis 2 Esslöffeln Olivenöl, 1 Eigelb und 1 Teelöffel Honig. Je nachdem wie reichhaltig die Maske sein soll, nehmen Sie mehr oder weniger Öl.
Oder Sie können sich eine Haarmaske ganz einfach selbst machen, für eine natürliche Pflege:Falls das Kokosöl fest ist (unter ca. 25 Grad) in eine kleine Schüssel geben und vorsichtig erwärmen - entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle für 10-15 Sekunden. Ein bis zwei Teelöffel reichen bei kurzem bis mittellangem Haar.Beginnen Sie am Haaransatz oder fokussieren Sie sich auf die Längen und Spitzen (besonders bei fettiger Kopfhaut).Massieren Sie das Öl mit den Fingern sanft ein.Decken Sie Ihr Haar dann mit einer Duschhaube oder einem warmen Handtuch ab. Das hält die Wärme und verbessert die Wirkung. Mindestens 30 Minuten einwirken lassen.Geben Sie dann zum Auswaschen das Shampoo auf das trockene Haar, um das Öl bereits etwas zu lösen. Anschließend mit warmem Wasser ausspülen und nochmals shampoonieren.
Grundsätzlich können Sie Kokosöl für Ihre Haare so oft verwenden, wie Sie wollen. Je nachdem was Sie für einen Haartyp haben, empfiehlt sich die Anwendung einmal pro Monat (bei dünnem/fettigem Haar) oder einmal pro Woche (bei trockenem/dickem/strapazierten Haar). Übrigens: Locken brauchen tendenziell mehr Feuchtigkeit als glatte Haare.
Die Einwirkzeit einer Kokosöl-Kur hängt vom gewünschten Pflegeeffekt und dem Haartyp ab. Für eine schnelle Pflege reicht es aus, das Öl 30 bis 60 Minuten einwirken zu lassen - ideal für normales oder leicht trockenes Haar. Wer eine intensivere Wirkung erzielen möchte, lässt die Kur ein bis zwei Stunden im Haar. Bei stark strapaziertem, krausem oder sehr trockenem Haar kann Kokosöl auch über Nacht einwirken, um die maximale Pflegewirkung zu entfalten. Dabei sollte man das Öl jedoch nur in die Längen und Spitzen geben und das Kopfkissen schützen.
Kokosöl lässt sich vielseitig einsetzen: beim Kochen, als Mundspülung zum Ölziehen, oder auch zur Hautpflege. Aber auch zur Haarpflege kann Kokosöl benutzt werden - wenn man ein paar Dinge bei der Anwendung beachtet.
Kokosöl für die Haare sollte qualitativ hochwertig sein. Am besten verwendet man kalt gepresstes, nicht raffiniertes, ungebleichtes Öl aus biologischem Anbau. Bei einem schonenden Herstellungsverfahren gehen die Vitamine und Mineralien nicht verloren. Durch Hitze hingegen werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.
Anwendungs-Tipps für Ihre Pflege-Routine:
Kann man Kokosöl auch in trockene Haare geben? Durchaus, denn das Öl eignet sich auch als Leave-In-Produkt für die Spitzen. Dazu einfach eine kleine Menge in den Händen erwärmen, in den trockenen Haarspitzen verteilen und nicht auswaschen. Wichtig ist, nicht zu viel Öl zu verwenden, weil die Haare sonst fettig wirken.
Bei der Frage, ob Kokosöl gut für die Haare ist, gehen die Meinungen auseinander. Hier sind die Vor- und Nachteile:
Warum kann Kokosöl bei porösem Haar austrocknen?
Klingt erstmal nach einem Widerspruch, kann aber passieren - Kokosöl kann bei porösem Haar austrocknend wirken, weil es die Feuchtigkeit im Haar zwar einschließt, aber selbst keine Feuchtigkeit spendet. Hochporöses Haar hat geöffnete Schuppenschichten und verliert schnell Feuchtigkeit. Wenn Kokosöl auf trockenes Haar aufgetragen wird, versiegelt es diese Trockenheit und verhindert, dass pflegende Feuchtigkeit von außen eindringen kann - das Haar wirkt danach oft noch spröder. Zusätzlich kann Kokosöl den Proteinverlust im Haar reduzieren, was bei proteinempfindlichem oder bereits proteinreichem Haar zu einem Ungleichgewicht führen kann: Das Haar fühlt sich dann hart, stumpf oder strohig an. Besonders bei geschädigtem oder chemisch behandeltem Haar ist es deshalb wichtig, zuerst Feuchtigkeit zuzuführen und dann nur sparsam ein Öl wie Kokosöl zu verwenden - oder auf leichtere Öle wie Argan- oder Jojobaöl auszuweichen.
Nicht nur Kokosöl ist gut für die Haare. Auch andere Öle wie Olivenöl, Arganöl oder Rizinusöl eignen sich zur Haarpflege. Welches Öl am besten ist, hängt von der individuellen Haarstruktur ab. Bei sehr feinen Haaren ist Kokosöl eher kontraproduktiv. Jojobaöl oder Arganöl pflegen feines und dünnes Haar besonders gut und verleihen ihm sogar zusätzlich Volumen. Oft werden Oliven- und Kokosöl auch gemischt. Welches Öl dem eigenen Haar am meisten nutzt, lässt sich pauschal nicht beantworten.
Es gibt unzählige Produkte für verschiedene Haartypen, die mit Kokosöl formuliert sind.Hier sind einige Beispiele:
Beispiele für Produkte mit Kokosöl:
Die Erfahrungen nach der Anwendung von Kokosöl für die Haare sind durchwegs positiv. Trockene Haare fühlen sich nach einer Behandlung mit Kokosnussöl weich und geschmeidig an. Auch übermäßige Schuppenproduktion und Haarausfall können mit dem Öl vermindert werden. Jedoch kann Kokosöl für die Haare auch Nachteile bringen. Feine und schnell fettende Haare werden dadurch nämlich unnötig beschwert.
| Haartyp | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Trockenes Haar | Spendet Feuchtigkeit, macht das Haar weich und geschmeidig | Keine |
| Fettiges Haar | Keine | Kann das Haar unnötig beschweren und fettig aussehen lassen |
| Dickes und strapaziertes Haar | Pflegt sprödes Haar, beugt Spliss vor, schützt vor Umwelteinflüssen | Keine |
| Feines Haar | Keine | Kann das Haar beschweren und platt wirken lassen |
Ein weiteres beliebtes Pflanzenöl für die Haare ist Arganöl.
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