Kokosöl für die Haare: Anwendung, Vorteile und Tipps für gesundes Haar

Kokosöl ist längst nicht mehr nur zum Kochen und Co. geeignet. Es duftet nicht nur exotisch, sondern ist auch ein wahrer Beauty-Allrounder. Wieso Kokosöl einen Platz in Ihrer Haar-Routine finden sollte und wie Sie es optimal anwenden, erfahren Sie hier.

Was ist Kokosöl?

Kokosöl - auch Kokosnussöl, Kokosfett, Coconut Oil oder Kokosbutter genannt - ist ein pflanzliches Öl, dem vielseitige positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Wie der Name bereits vermuten lässt, wird es aus dem getrockneten Fleisch der Kokosnuss gewonnen, der sogenannten Kopra.

Warum Kokosöl für die Haare?

Dass Kokosöl gut für die Haare ist, liegt vor allem an den wertvollen Inhaltsstoffen. Das Öl enthält wertvolle gesättigten Fettsäuren, Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium und Phosphor. Die wichtigen Spurenelemente Eisen, Zink, Mangan und Kupfer sowie die Vitamine B und E und Aminosäuren machen Kokosöl zu dem, was es ist - eine Wunderwaffe für die äußere und innere Schönheit. Vitamin E ist ein Antioxidans, welches gegen Haarschäden durch freie Radikale wirkt und so sprödes, brüchiges Haar verbessern kann.
Tatsächlich kann Kokosnussöl für die Haare vorteilhaft sein. Es gibt unzählige Produkte für verschiedene Haartypen, die mit Kokosöl formuliert sind. Am besten wirkt es bei widerspenstigem, strapaziertem und trockenem Haar. Das Öl legt sich wie ein Film um das Haar und schützt es vor schädlichen Umwelteinflüssen. Es enthält wertvolles Vitamin E, ein natürliches Antioxidans, das die Haarstruktur stärkt. Die enthaltene Laurinsäure hat außerdem antibakterielle Eigenschaften gegen Bakterien, Pilze und Entzündungen. Durch die gesättigten Fettsäuren wird das Haar mit Feuchtigkeit versorgt.

Kokosöl soll eines der besten Mittel aus der Naturkosmetik sein, um die Haare kräftig, glänzend und geschmeidig zu machen.

Für welchen Haartyp ist Kokosöl geeignet?

Damit Sie das Öl optimal für sich nutzen können, sollten Sie zuerst Ihren Haartyp bestimmen:

  • Vor allem geeignet für trockenes Haar: Für diesen Haartyp ist Kokosöl besonders gut geeignet. Die enthaltenen gesättigten Fettsäuren spenden dem Haar Feuchtigkeit, ohne es unnötig zu beschweren. So werden trockene Haare optimal gepflegt.
  • Nachteile bei dünnem und/oder fettigem Haar: Kokosöl ist für fettiges Haar schlichtweg zu reichhaltig. Dasselbe gilt für feines und dünnes Haar. Das Öl lässt die Haare schnell noch fettiger erscheinen.
  • Dickes und/oder strapaziertes Haar profitiert von Kokosöl: Kokosöl eignet sich besonders gut zur Pflege von sprödem, dickem Haar und trockenen Spitzen. Nach der Anwendung fühlen sich die Haare sofort weicher an. Zudem kann Kokosöl dazu beitragen, Spliss vorzubeugen. Die enthaltenen Inhaltsstoffe wirken als eine Art Schutzschild und können die Haare vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen.

Anwendung von Kokosöl für die Haare

Reines Kokosnussöl lässt sich vielfältig für die Haarpflege anwenden.

  1. Abhängig von der Länge der Haare empfiehlt es sich, 1 bis 2 Esslöffel geschmolzenes Kokosöl in das nasse Haar zu geben und es gründlich in die Längen einzuarbeiten.
  2. Für bessere Kämmbarkeit, einen schönen Glanz, springende Locken und gesunde Haarspitzen kneten Sie nach dem Haare waschen eine haselnussgroße Menge Kokosöl vorsichtig in die bereits trockenen Längen und Spitzen.
  3. Um die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen, massieren Sie Kokosöl mit den Fingerspitzen ein und lassen das Fett über Nacht einwirken. Kokosöl wirkt gegen gereizte und trockene Kopfhaut, die vermehrt zu Schuppenbildung neigt. Am nächsten Morgen einfach die Haare wie gewohnt waschen.
  4. Die Längen und Spitzen der Haare werden gleichmäßig mit Kokosöl (ca. 1 bis 2 EL) in Wuchsrichtung eingerieben und zum Einwirken kompakt am Kopf befestigt. Danach binden Sie sich ein Tuch um den Kopf, damit das Fett durch die entstehende Wärme bis tief in die Haarstruktur eindringen kann.

Sie können während der Haarwäsche das Öl in Ihren Handflächen erwärmen, es dann ins feuchte Haar und auf der Kopfhaut einmassieren, kurz einwirken lassen und anschließend mit Shampoo ausspülen. Oder ein gebrauchsfertiges Kokosöl aus der Drogerie direkt nach der Haarwäsche als Spülung benutzen. Dafür sollten Sie eine etwa haselnussgroße Menge in den Längen und Spitzen verteilen, und es zwei bis drei Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser auswaschen.

Haarkur selber machen - ein kleines DIY-Rezept:

Für eine Maske für gesunde Haare mischen Sie zunächst etwa 1 bis 2 Teelöffel geschmolzenes Kokosöl mit 1 bis 2 Esslöffeln Olivenöl, 1 Eigelb und 1 Teelöffel Honig. Je nachdem wie reichhaltig die Maske sein soll, nehmen Sie mehr oder weniger Öl.

Oder Sie können sich eine Haarmaske ganz einfach selbst machen, für eine natürliche Pflege:Falls das Kokosöl fest ist (unter ca. 25 Grad) in eine kleine Schüssel geben und vorsichtig erwärmen - entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle für 10-15 Sekunden. Ein bis zwei Teelöffel reichen bei kurzem bis mittellangem Haar.Beginnen Sie am Haaransatz oder fokussieren Sie sich auf die Längen und Spitzen (besonders bei fettiger Kopfhaut).Massieren Sie das Öl mit den Fingern sanft ein.Decken Sie Ihr Haar dann mit einer Duschhaube oder einem warmen Handtuch ab. Das hält die Wärme und verbessert die Wirkung. Mindestens 30 Minuten einwirken lassen.Geben Sie dann zum Auswaschen das Shampoo auf das trockene Haar, um das Öl bereits etwas zu lösen. Anschließend mit warmem Wasser ausspülen und nochmals shampoonieren.

Grundsätzlich können Sie Kokosöl für Ihre Haare so oft verwenden, wie Sie wollen. Je nachdem was Sie für einen Haartyp haben, empfiehlt sich die Anwendung einmal pro Monat (bei dünnem/fettigem Haar) oder einmal pro Woche (bei trockenem/dickem/strapazierten Haar). Übrigens: Locken brauchen tendenziell mehr Feuchtigkeit als glatte Haare.

Die Einwirkzeit einer Kokosöl-Kur hängt vom gewünschten Pflegeeffekt und dem Haartyp ab. Für eine schnelle Pflege reicht es aus, das Öl 30 bis 60 Minuten einwirken zu lassen - ideal für normales oder leicht trockenes Haar. Wer eine intensivere Wirkung erzielen möchte, lässt die Kur ein bis zwei Stunden im Haar. Bei stark strapaziertem, krausem oder sehr trockenem Haar kann Kokosöl auch über Nacht einwirken, um die maximale Pflegewirkung zu entfalten. Dabei sollte man das Öl jedoch nur in die Längen und Spitzen geben und das Kopfkissen schützen.

Kokosöl lässt sich vielseitig einsetzen: beim Kochen, als Mundspülung zum Ölziehen, oder auch zur Hautpflege. Aber auch zur Haarpflege kann Kokosöl benutzt werden - wenn man ein paar Dinge bei der Anwendung beachtet.

Kokosöl für die Haare sollte qualitativ hochwertig sein. Am besten verwendet man kalt gepresstes, nicht raffiniertes, ungebleichtes Öl aus biologischem Anbau. Bei einem schonenden Herstellungsverfahren gehen die Vitamine und Mineralien nicht verloren. Durch Hitze hingegen werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.

Anwendungs-Tipps für Ihre Pflege-Routine:

Kann man Kokosöl auch in trockene Haare geben? Durchaus, denn das Öl eignet sich auch als Leave-In-Produkt für die Spitzen. Dazu einfach eine kleine Menge in den Händen erwärmen, in den trockenen Haarspitzen verteilen und nicht auswaschen. Wichtig ist, nicht zu viel Öl zu verwenden, weil die Haare sonst fettig wirken.

Vorteile und Nachteile von Kokosöl für die Haare

Bei der Frage, ob Kokosöl gut für die Haare ist, gehen die Meinungen auseinander. Hier sind die Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Es kann gut in das Haar eindringen und so helfen, Feuchtigkeit zu speichern - besonders bei trockenem oder sprödem Haar kann das hilfreich sein.
  • Kokosöl kann die Haarstruktur stärken, da es Laurinsäure enthält, die dem Öl hilft, tief in die Haarfaser einzudringen, was das Haar geschmeidiger und kräftiger machen kann.
  • Kokosöl kann das Haar vor Proteinverlust schützen, besonders bei chemisch behandeltem oder häufig gewaschenem Haar, was Haarbruch vorbeugen kann.
  • Hilft gegen Schuppen und beruhigt die Kopfhaut dank antibakterieller Eigenschaften.
  • Kokosöl ist natürlich und frei von Chemikalien und daher ideal für Menschen, die eine natürliche Haarpflege ohne Silikone bevorzugen.

Nachteile:

  • Kokosöl kann das Haar beschweren, besonders bei feinem oder dünnem Haar kann es zu fettig werden und beschwerend wirken.
  • Es kann schwer auszuwaschen sein und Rückstände hinterlassen, wenn zu viel verwendet wurde. Dann wird mehrfaches Shampoonieren nötig, was wiederum austrocknend wirken kann.
  • Bei fettiger Kopfhaut kann es zu verstopften Poren führen.
  • Es kann zwar bei Feuchtigkeit und Glanz helfen, heilt aber keine strukturellen Schäden wie Spliss dauerhaft.

Warum kann Kokosöl bei porösem Haar austrocknen?

Klingt erstmal nach einem Widerspruch, kann aber passieren - Kokosöl kann bei porösem Haar austrocknend wirken, weil es die Feuchtigkeit im Haar zwar einschließt, aber selbst keine Feuchtigkeit spendet. Hochporöses Haar hat geöffnete Schuppenschichten und verliert schnell Feuchtigkeit. Wenn Kokosöl auf trockenes Haar aufgetragen wird, versiegelt es diese Trockenheit und verhindert, dass pflegende Feuchtigkeit von außen eindringen kann - das Haar wirkt danach oft noch spröder. Zusätzlich kann Kokosöl den Proteinverlust im Haar reduzieren, was bei proteinempfindlichem oder bereits proteinreichem Haar zu einem Ungleichgewicht führen kann: Das Haar fühlt sich dann hart, stumpf oder strohig an. Besonders bei geschädigtem oder chemisch behandeltem Haar ist es deshalb wichtig, zuerst Feuchtigkeit zuzuführen und dann nur sparsam ein Öl wie Kokosöl zu verwenden - oder auf leichtere Öle wie Argan- oder Jojobaöl auszuweichen.

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Kokosöl-Alternativen: Welche Öle für die Haare?

Nicht nur Kokosöl ist gut für die Haare. Auch andere Öle wie Olivenöl, Arganöl oder Rizinusöl eignen sich zur Haarpflege. Welches Öl am besten ist, hängt von der individuellen Haarstruktur ab. Bei sehr feinen Haaren ist Kokosöl eher kontraproduktiv. Jojobaöl oder Arganöl pflegen feines und dünnes Haar besonders gut und verleihen ihm sogar zusätzlich Volumen. Oft werden Oliven- und Kokosöl auch gemischt. Welches Öl dem eigenen Haar am meisten nutzt, lässt sich pauschal nicht beantworten.

Haarpflege-Produkte mit Kokosöl

Es gibt unzählige Produkte für verschiedene Haartypen, die mit Kokosöl formuliert sind.Hier sind einige Beispiele:

  • Shampoo mit Kokosöl: Shampoos mit Kokosöl reinigen sanft und lassen dem Haar bereits während der Wäsche wertvolle Pflege zukommen.
  • Feuchtigkeitsspendende Conditioner und Haarkuren mit Kokosöl: Für die Pflege nach der Haarwäsche ist eine Kokosöl-Haarkur oder ein Conditioner bestens geeignet. Besonders bei trockenem, strapaziertem Haar tut eine Haarmaske mit Kokosöl wahre Wunder.
  • Kokosöl als Leave-In Pflege: Das Haar schnell und unkompliziert mit Kokosöl pflegen? Es gibt verschiedene Sprays, die eine Rundumpflege für trockene Haare bieten und das Haar vor der Sonne schützen.
  • Produkte mit Kokosöl gegen Haarausfall: Verwenden Sie Produkte mit Kokosöl, um das Haarwachstum zu verbessern und den Haarausfall zu stoppen!

Beispiele für Produkte mit Kokosöl:

  • Aveda Nutriplenish Hydrating Shampoo Deep Moisture
  • Shu Uemura Ultimate Reset Shampoo
  • Kevin.Murphy Scalp.Spa Wash
  • Aveda Sun Care Hair and Body Cleanser
  • Nu Skin ReNu Smoothing Conditioner
  • Aveda Botanical Repair Intensive Strengthening Maske Rich
  • Alterna My Hair My Canvas Cool Hydrations Masque
  • Moroccanoil Locken Conditioner
  • Biolage All In One Spray
  • Aveda Sun Care Protective Hair Veil
  • Redken One United Elixir Sprühpflege
  • Aveda Invati Advanced Thickening Conditioner und Hair & Scalp Masque

Kokosöl für die Haare: Erfahrungen

Die Erfahrungen nach der Anwendung von Kokosöl für die Haare sind durchwegs positiv. Trockene Haare fühlen sich nach einer Behandlung mit Kokosnussöl weich und geschmeidig an. Auch übermäßige Schuppenproduktion und Haarausfall können mit dem Öl vermindert werden. Jedoch kann Kokosöl für die Haare auch Nachteile bringen. Feine und schnell fettende Haare werden dadurch nämlich unnötig beschwert.

Haartyp Vorteile Nachteile
Trockenes Haar Spendet Feuchtigkeit, macht das Haar weich und geschmeidig Keine
Fettiges Haar Keine Kann das Haar unnötig beschweren und fettig aussehen lassen
Dickes und strapaziertes Haar Pflegt sprödes Haar, beugt Spliss vor, schützt vor Umwelteinflüssen Keine
Feines Haar Keine Kann das Haar beschweren und platt wirken lassen

Ein weiteres beliebtes Pflanzenöl für die Haare ist Arganöl.

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