Weiße Zähne, geschmeidige Haut und kräftiges Haar: Das alles verspricht Kokosöl zu bewirken. Das Öl ist ein echter Allrounder und unter Beauty-Nerds, Blogger*innen und Celebs ein besonders beliebtes Wundermittel für geschmeidiges und glänzendes Haar. Nicht nur Models und Stars nutzen diese Pflegeformel, auch Haarexperten sind von der Anwendung überzeugt. Wir verraten dir, ob Kokosöl für die Haare wirklich so gut ist und wie du es richtig anwendest.
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Models wie Joan Smalls oder Gigi Hadid schwören auf die Haarpflege mit dem Öl. Doch was ist dran, ist Kokosöl wirklich so gut für die Haare? Haarexperte Dejan Garz hat sich als Hairstylist und Friseurmeister auf Social Media einen Namen gemacht. Lange Zeit sah er die Kombination von Kokosöl und Haaren kritisch, heute revidiert er seine Vorbehalte: „Kokosöl ummantelt nicht nur die Haare, sondern hat wissenschaftlich bewiesen auch die Eigenschaft, den Haarschopf zu penetrieren, also ins Haar einzudringen.“ Weiter erklärt er auf Instagram: „Die wichtigen Moleküle im Kokosöl sind tatsächlich so klein, dass sie ins Haar eindringen, dort die Lipide auffüllen können und das Haar wesentlich gesünder erscheinen lassen oder sogar gesünder machen.“
Kokosöl lässt sich vielseitig einsetzen: beim Kochen, als Mundspülung zum Ölziehen, oder auch zur Hautpflege. Aber auch zur Haarpflege kann Kokosöl benutzt werden - wenn man ein paar Dinge bei der Anwendung beachtet. Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gepresst. Das Öl ist fest und weiß, ab einer bestimmten Temperatur wird es dann flüssig und klar.
Für die Anwendung von Kokosöl im Haar gibt es verschiedene Varianten und Rezepte. Wir haben die drei besten Kokosöl-Haarkuren für dich - für vor, während und nach der Haarwäsche.
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Mit Kokosöl die Haare pflegen? So lässt sich Kokosöl als Haarkur anwenden
Übrigens: Wenn du deine Haare mit Kokosöl pflegen möchtest, solltest du auf die gleichzeitige Verwendung von Haarpflegeprodukten mit Silikonen verzichten. Der Grund: Silikone umhüllen jedes Haar, sodass das Kokosnussöl nicht mehr in das Haar eindringen kann. Das gilt übrigens auch, wenn du deine Haare mit Olivenöl pflegst.
Bei dieser Haarkur-Variante werden die noch trockenen Haare vor der Wäsche mit Kokosöl versorgt. Ein Tipp von Dejan: „Das sorgt vor allem dafür, dass beim Haarewaschen nicht so viel Wasser in die Haare eindringen kann.“ Das Ergebnis: Das Haar quillt weniger. Und so geht’s:
So schnell und einfach funktioniert die Spülung mit Kokosöl:
Die Leave-in-Kur ist super unkompliziert, weil sie im Haar bleibt und nicht ausgewaschen werden muss. Wichtig ist, dass du nicht zu viel Öl verwendest, sonst sieht das Haar schnell fettig aus. So klappt’s:
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Auch Supermodel Gigi Hadid ist großer Fan von Kokosöl für die Haare
Es kommt ein wenig darauf an, für welches Kokosöl-Treatment du dich entscheidest, zu welchem Haartyp du gehörst und welche Haarpflege-Routine du hast. Bei den meisten Haartypen reicht eine Anwendung einmal pro Woche aus. Achte am besten auf die Reaktion deiner Haare und passe entsprechend die Häufigkeit an.
Laut Haarexperte Dejan reichen bereits zehn Minuten, um die Wirkung von Kokosöl in den Haaren zu entfalten. Um das Haar noch intensiver zu pflegen, kann das Kokosöl als Haarkur aber auch zwei, drei Stunden einwirken - wobei du darauf achten solltest, dass der Kopf warm gehalten wird, damit das Öl nicht zu stark aushärtet. So kann eventuellem Haarbruch vorgebeugt werden - auch ein Grund, warum Experte Dejan von einer Kokosöl-Haarmaske über Nacht abrät.
Es ist nicht jedes Kokosnussöl für die Haarpflege geeignet. Es werden viele Öle angeboten, die industriell verarbeitet wurden und nicht mehr so reich an essentiellen Aminosäuren und Nährstoffen sind. Daher solltest du unbedingt auf hochwertiges natives Bio-Kokosöl setzen, das …
Oftmals sind solche Bio-Kokosöle auch in der Drogerie zu finden.
Immer wieder taucht die Frage „Warum trocknet Kokosöl mein Haar aus?“ auf. Tatsächlich ist Kokosöl für viele, aber eben nicht alle Haartypen geeignet. Sind die Haare sehr porös - sei es durch Überbeanspruchung oder von nur Natur aus - kann das Öl den Feuchtigkeitshaushalt stören.
Bei der Frage, ob Kokosöl gut für die Haare ist, gehen die Meinungen auseinander. Wir zeigen hier auf, welche Vor- und welche Nachteile Kokosöl für die Haare haben kann.
Kokosöl für die Haare sollte qualitativ hochwertig sein. Am besten verwendet man kalt gepresstes, nicht raffiniertes, ungebleichtes Öl aus biologischem Anbau. Bei einem schonenden Herstellungsverfahren gehen die Vitamine und Mineralien nicht verloren. Durch Hitze hingegen werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.
In Bio- oder Drogeriemärkten gibt es passendes Kokosöl für die Haare. Dort lassen sich zahlreiche vorgefertigte Produkte finden. Der Vorteil ist einerseits die einfache und unkomplizierte Anwendung.
So können sie sich eine Haarmaske ganz einfach selbst machen, für eine natürliche Pflege:
Weil Kokosöl der Kopfhaut aufgrund der antibakteriellen Laurinsäure guttut, profitieren Menschen mit juckender oder schuppender Kopfhaut. Wer zu spröden Haaren neigt, dem verleiht Kokosöl frische und gesunde Spitzen. Das Öl wirkt aufgrund der Antioxidantien wie Vitamin E wie eine Schutzschicht und macht das Haar widerstandsfähiger.
Wer unter Haarausfall leidet, dem kann das Öl ebenfalls helfen. Denn durch die enthaltenen Vitamine und Mineralien kann das Haarwachstum angeregt werden. Nicht zu Kokosöl für die Haare greifen sollte, wer feines Haar hat. Das Öl beschwert nämlich. Hier gibt es bessere Öl-Alternativen für die Haarpflege. Aber auch lockige, sehr poröse oder proteinempfindliche Haare können durch Kokosöl eher trocken und spröde werden.
Die Einwirkzeit einer Kokosöl-Kur hängt vom gewünschten Pflegeeffekt und dem Haartyp ab. Für eine schnelle Pflege reicht es aus, das Öl 30 bis 60 Minuten einwirken zu lassen - ideal für normales oder leicht trockenes Haar. Wer eine intensivere Wirkung erzielen möchte, lässt die Kur ein bis zwei Stunden im Haar. Bei stark strapaziertem, krausem oder sehr trockenem Haar kann Kokosöl auch über Nacht einwirken, um die maximale Pflegewirkung zu entfalten. Dabei sollte man das Öl jedoch nur in die Längen und Spitzen geben und das Kopfkissen schützen.
Aber: Kann man Kokosöl auch in trockene Haare geben? Durchaus, denn das Öl eignet sich auch als Leave-In-Produkt für die Spitzen. Dazu einfach eine kleine Menge in den Händen erwärmen, in den trockenen Haarspitzen verteilen und nicht auswaschen. Wichtig ist, nicht zu viel Öl zu verwenden, weil die Haare sonst fettig wirken.
Klingt erstmal nach einem Widerspruch, kann aber passieren - Kokosöl kann bei porösem Haar austrocknend wirken, weil es die Feuchtigkeit im Haar zwar einschließt, aber selbst keine Feuchtigkeit spendet. Hochporöses Haar hat geöffnete Schuppenschichten und verliert schnell Feuchtigkeit. Wenn Kokosöl auf trockenes Haar aufgetragen wird, versiegelt es diese Trockenheit und verhindert, dass pflegende Feuchtigkeit von außen eindringen kann - das Haar wirkt danach oft noch spröder. Zusätzlich kann Kokosöl den Proteinverlust im Haar reduzieren, was bei proteinempfindlichem oder bereits proteinreichem Haar zu einem Ungleichgewicht führen kann: Das Haar fühlt sich dann hart, stumpf oder strohig an. Besonders bei geschädigtem oder chemisch behandeltem Haar ist es deshalb wichtig, zuerst Feuchtigkeit zuzuführen und dann nur sparsam ein Öl wie Kokosöl zu verwenden - oder auf leichtere Öle wie Argan- oder Jojobaöl auszuweichen.
Nicht nur Kokosöl ist gut für die Haare. Auch andere Öle wie Olivenöl, Arganöl oder Rizinusöl eignen sich zur Haarpflege. Welches Öl am besten ist, hängt von der individuellen Haarstruktur ab. Bei sehr feinen Haaren ist Kokosöl eher kontraproduktiv. Jojobaöl oder Arganöl pflegen feines und dünnes Haar besonders gut und verleihen ihm sogar zusätzlich Volumen. Oft werden Oliven- und Kokosöl auch gemischt. Welches Öl dem eigenen Haar am meisten nutzt, lässt sich pauschal nicht beantworten.
Hier ist eine Tabelle, die die Vor- und Nachteile von Kokosöl zusammenfasst, sowie Alternativen aufzeigt:
| Eigenschaft | Kokosöl | Arganöl | Jojobaöl | Olivenöl |
|---|---|---|---|---|
| Vorteile | Spendet Feuchtigkeit, stärkt das Haar, schützt vor Proteinverlust, antibakteriell | Reich an Vitamin E, spendet Feuchtigkeit, macht das Haar geschmeidig | Ähnelt dem natürlichen Sebum der Kopfhaut, verstopft Poren nicht, gut für feines Haar | Spendet intensive Feuchtigkeit, macht das Haar weich, kann bei trockener Kopfhaut helfen |
| Nachteile | Kann das Haar beschweren, schwer auszuwaschen, kann bei porösem Haar austrocknen | Kann bei manchen Haartypen zu reichhaltig sein | Kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen | Kann das Haar beschweren, starker Eigengeruch |
| Geeignet für | Trockenes, strapaziertes Haar, juckende Kopfhaut | Trockenes, normales Haar | Feines, normales Haar, empfindliche Kopfhaut | Sehr trockenes, krauses Haar |
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