Friseur Borgmann in Ascheberg: Ein Vorreiter in Sachen Sicherheit

In der malerischen Stadt Ascheberg befindet sich der Friseursalon Stefan Borgmann, ein Ort, an dem nicht nur Wert auf professionelle Haarschnitte und trendige Stylings gelegt wird, sondern auch auf die Gesundheit und Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter. Inhaber Stefan Borgmann hat sich nämlich dazu entschieden, in seinem Salon eine freiwillige 2G-Regel einzuführen und geht damit einen Schritt weiter, als es die aktuell gültige Coronaschutzordnung in Nordrhein-Westfalen vorschreibt.

Die 2G-Regel im Friseursalon Borgmann

Für Friseure sieht die Coronaschutzordnung lediglich die 3G-Regel vor. Das bedeutet, dass neben geimpften und genesenen Personen auch getestete Personen die Dienstleistungen in Anspruch nehmen dürfen. Stefan Borgmann und sein Team können diese Ausnahme jedoch nicht nachvollziehen, da sie im direkten Kontakt mit ihren Kunden stehen.

"Wenn ich mir ein Paar Schuhe kaufen will, gilt 2G, und hier, wo wir doch viel enger am Kunden arbeiten, nicht? Was macht das denn für einen Sinn?", fragt sich Mitarbeiterin Frauke Wegener.

Wegener selbst habe zwei Familienangehörige, die zur Risikogruppe gehören, erzählt sie. „Um deren Schutz geht es mir noch mehr als um meinen eigenen.“ Darum sei sie ihrem Chef sehr dankbar, dass er sich für die strengere Zugangsregelung entschieden habe.

Allerdings - und das ist Borgmann sehr wichtig - alle Kunden, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, dürfen nach Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attestes und mit einem aktuellen negativen Test auch weiter zu ihm kommen. „Diese Menschen können ja nichts dafür, die möchten wir auf gar keinen Fall ausgrenzen.“

Kundenreaktionen auf die strengere Regelung

Die Kundschaft selbst sieht die strengere Zugangsregel positiv. "Ich unterstütze das auf jeden Fall. Ich finde es gut, dass man in dieser Situation lieber auf Nummer sicher geht", sagt Verena Schulte, der gerade unter einem Berg Alufolie die Haarpracht frisch gefärbt wird.

Und auch Uta Schulte-Kalthoff aus Werne, deren frischer Kurzhaarschnitt nebenan gerade in Form geföhnt wird, unterstützt den Sonderweg ihres Friseurs. "Obwohl ich geimpft bin, mache ich sogar zusätzlich noch freiwillig einen Test, bevor ich zur Arbeit fahre. Schließlich wollen wir alle doch gesund bleiben."

Dass der ein oder andere ungeimpfte Kunde durch die Maßnahme womöglich künftig zur Konkurrenz geht, bedauert Borgmann als Geschäftsmann natürlich.

Der Lockdown und die Wiedereröffnung

Für Stefan Borgmann gab es keinen Grund, den Zugang komplett von den Winterspuren zu beseitigen, denn die Türen waren geschlossen. An der Steinfurter Straße war hinter den Glastüren einer der „Lost Places“, der wegen des Lockdowns verlassenen Orte, zu finden.

Am 1. März durfte er wieder öffnen und hatte deswegen gerade viel zu tun.„Die Mitarbeiterinnen sind natürlich nicht glücklich, haben auch Verständnis dafür, dass sie in Kurzarbeit sind. Wir sind weiter per WhatsApp verbunden oder telefonieren“, berichtet Borgmann.

Gab es im ersten Lockdown vor einem Jahr sechs Wochen lang keine Einnahmen, laufen die Kosten jetzt schon fast zwei Monate weiter - ohne dass ein Cent in die Kasse gekommen ist. In der Ruhephase hat Borgmann gerade zusammengestellt, was für die Corona-Hilfen des ersten Lockdowns verlangt wurde: „Da wird man gläsern. Aber das ist auch in Ordnung“, musste der Friseurmeister seine Finanzen offen legen.

Seit Mittwoch weiß Borgmann, dass es für ihn und die Berufskollegen am 1. März wieder losgeht. Das Team ist bereit. Das Telefon durchbricht die Stille im Salon immer wieder. „Ich habe in den vergangenen Tagen zwei Mal am Tag die Telefonliste abgearbeitet und zurückgerufen“, berichtet Borgmann. Gestern kam er nicht mehr vom Telefon weg, denn die Menschen möchten ihre Corona-Frisuren schnellstmöglich los werden.

Immerhin: Pflegeprodukte und chemische Helfer sind nicht schlecht geworden, als der Salon verlassen war. „Ich muss jetzt nur den Warenbestand wieder hochfahren“, beschreibt Borgmann eine Aufgabe für die nächsten Tage.

Erfahrungen aus dem ersten Re-Start helfen

Gedanklich krempelt der Friseurmeister schon die Ärmel auf: „Vor uns liegt ein Berg an Arbeit. Man darf ja nicht vergessen, dass wir vier Wochen vor Ostern zurück kommen. Das ist die umsatzstärkste Zeit im ersten Halbjahr.“ In der zweiten Jahreshälfte ist es die Zeit vor Weihnachten. Mitten im Adventsgeschäft wurde geschlossen: „Die Kunden, die da nicht mehr dran gekommen sind, warten besonders sehnsüchtig auf einen Termin“, weiß Borgmann.

Borgmann geht von Hygienevorschriften aus, die noch einmal verschärft werden. Mit den Erfahrungen, die Familie und Team nach dem ersten Lockdown gesammelt haben, ist er aber zuversichtlich, den Ansturm in die richtigen Bahnen lenken zu können: „Wir werden sicher weniger chemische Behandlungen gleichzeitig terminieren“, nennt er ein Beispiel. Sechs bis acht Wochen werde es dauern, bis sich der normale Alltag wieder einstelle.

Dass ihn mit der Rückkehr der Arbeit ein Muskelkater in Fingern und Händen befällt, glaubt Borgmann nicht: „Der Rücken wird sich dann melden.

CORONA-SCHWARZMARKT: Seehofer für Öffnung der Friseursalons

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tags: #friseur #borgmann #ascheberg

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