Die Werbung für Haarshampoos verspricht oft wahre Wunder - aber was ist dran an den Behauptungen? Dieser Artikel beleuchtet die Wirkung von Koffein-Shampoos bei Haarausfall und gibt Aufschluss darüber, ob diese Produkte halten, was sie versprechen.
Shampoos, die kaputte Haare reparieren oder sogar vor Haarausfall schützen sollen, gibt es inzwischen viele. Schönes Haar scheint heute weniger eine Gabe der Natur als eine Frage der richtigen Kaufentscheidung zu sein. Tatsächlich sind Shampoos mittlerweile hoch entwickelte Hightech-Produkte mit patentierten Wirkstoffen. Der Shampoo-Markt wächst stetig, die Hersteller werben mit vollmundigen Produktversprechen: Manche Shampoos sollen für ein stärkeres Wachstum sorgen, andere die brüchige Haarstruktur reparieren oder sogar erblich bedingten Haarausfall stoppen.
Viele der Haarausfall-Shampoos enthalten Koffein. Die anregende Wirkung soll das Haarwachstum stimulieren. Doch funktioniert das?
Um Haarausfall entgegenzuwirken, werden vielerorts koffeinhaltige Shampoos angeboten.
Das Haarwachstum beschleunigen können sie nicht. Eines können Shampoos im Allgemeinen: für ein gutes Haargefühl, leichte Kämmbarkeit, einen verbesserten Glanz und weniger Haarbruch und Spliss sorgen.
Laut Hautarzt Timm Golüke sollte man die Haare regelmäßig mit Koffein-Shampoo waschen, um den Haarwurzeln seine durchblutungsfördernde Wirkung sukzessive zuzuführen. Lassen Sie das Shampoo dafür mindestens zwei Minuten einwirken.
Koffein-Shampoos finden reissenden Absatz, weil sie gegen Haarausfall wirken sollen und angeblich vor Glatzenbildung schützen.
Koffein steigert die Durchblutung der Kopfhaut und der Haarwurzel - und zwar bei allen Menschen gleich. Grund dafür ist, dass Koffein Gefäße, die sich abseits des Körperzentrums befinden „weiterstellt“. In der Folge wird die Kopfhaut besser durchblutet - und, das ist entscheidend - auch die Haarwurzel (Radix pili) wird besser durchblutet und damit gestärkt.
Koffein wirkt anregend auf die Haarwurzeln, beugt der Erschöpfung der Haarproduktion vor und kann die Wachstumsphasen der Haare verlängern. Dies kann bei regelmäßiger Anwendung zu einer Verbesserung des Haarwachstums führen.
Das Coffein muss dafür allerdings direkt auf die Kopfhaut aufgetragen werden und dort lokal mindestens zwei Minuten einwirken. Hier wird es bis zu 24 Stunden gespeichert, bevor die Haarwurzeln erneut mit Coffein versorgt werden müssen.
Studien belegen die Wirksamkeit von Coffein bei erblich bedingtem oder menopausalem Haarausfall.
Die Forschung hat gezeigt, dass hohe Konzentrationen von Koffein im Körper die Konzentration von Dihydrotestosteron (DHT) verringern. Diese DHT-hemmende Wirkung ist die Grundlage für die Behauptung, dass Koffein eine haarwuchsfördernde Wirkung hat.
Die erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber dem männlichen Hormon Testosteron gilt als die häufigste Ursache für Haarausfall bei Männern (etwa 95 Prozent) und bei Frauen (80 Prozent) (androgenetischer Haarausfall). Koffein kann dieses Hormon blockieren, um Haarausfall zu verhindern und das Haarwachstum zu fördern, indem es die Haarwachstumsphase verlängert.
Im Gehirn wirkt Koffein entgegengesetzt: Es verengt dort die Blutgefäße, vermindert damit ihre Durchblutung und damit die Versorgung des Gehirns mit Glucose; die Fähigkeit des Koffeins, wachzuhalten, beruht hingegen auf der Bindung an den Adenosinrezeptor. Dort gaukelt es dem Gehirn vor, das müde machende Stoffwechselprodukt Adenosin zu erkennen - und entfaltet dann die gegenteilige Wirkung.
Laut Haarmediziner Timm Golüke sollte man sich die Mühe machen, die Inhaltsstoffe der Produkte zu checken: „Achten Sie darauf, dass das Koffein kombiniert ist mit anderen Inhaltsstoffen. Etwa pflanzliches Kreatin, das die Haarstruktur verbessert oder Antioxidantien, die gut sind für die Kopfhaut.“
Der Stoff Kreatin, wichtig ist für den Aufbau und die Gesamtqualität der Haare, ist etwa enthalten in den Koffein-Shampoos von Alpecin, Plantur, Balea oder sebamed.
Laut Hautarzt Timm Golüke sollte man die Haare regelmäßig mit Koffein-Shampoo waschen, um den Haarwurzeln seine durchblutungsfördernde Wirkung sukzessive zuzuführen. Lassen Sie das Shampoo dafür mindestens zwei Minuten einwirken.
Die Einwirkzeit von zwei Minuten ist dabei essenziell, damit das Coffein seine Wirkung entfalten kann. Es bleibt bis zu 24 Stunden in den Haarwurzeln nachweisbar, danach müssen Sie mit den Shampoos wieder Coffein zuführen.
Falls Sie sich nicht täglich die Haare waschen, gibt es eine Alternative: Das Plantur 39 Phyto-Coffein-Tonikum einfach an den Tagen ohne Haarwäsche in die Kopfhaut einmassieren. Die tägliche Anwendung eines der Plantur 39 Phyto-Coffein-Shampoos aktiviert so die Haarwurzeln nachhaltig.
Dermatologe Dr. Stephan Grabbe sagt: "Völlig abwegig ist die Idee mit dem Koffein gegen Haarausfall nicht", sagt Stephan Grabbe, Direktor der Universitäts-Hautklinik in Mainz. Zumindest auf manche Zellen hat der Stoff einen Einfluss.
Ob Koffein die Wirkung des DHT auf die Haarfollikel unterdrücken kann, prüften 2014 zuletzt Forscher um Tobias Fischer, Oberarzt der Klinik für Dermatologie an der Uniklinik Schleswig-Holstein. Sie weichten Kopfhautproben in einer Testosteron- oder einer Testosteron-Koffein-Lösung ein . Tatsächlich ließ die Koffein-Mischung das Haar trotz Testosteron wieder sprießen.
Allerdings konnte man in der Praxis bislang nicht nachweisen, dass es das Haarwachstum wirklich anregt. Hinzu kommt: Viele Shampoos, die mit Koffein werben, enthalten kaum Koffein. Das ist vor allem bei günstigeren Produkten der Fall.
Es gibt eine Reihe verschiedener Shampoos auf dem Markt, welche laut den Herstellern das Haarwachstum anregen sollen. Diese Shampoos enthalten verschiedene Wirkstoffe, darunter Koffein, das bereits in Kaffee durch seine aktivierende und anregende Wirkung bekannt ist.
In einer In-vitro-Studie werden Zellkulturen in eine Nährlösung gelegt und dann mit einer Substanz wie zum Beispiel Koffein über eine längere Zeit zusammengebracht. Tatsächlich ist es so, dass diese Zellen durch Koffein in ihrem Wachstum angeregt werden.
Dabei sei die Wirksamkeit von Koffein wissenschaftlich nicht ausreichend erwiesen, sagt Dr. Thomas Koppmann, Projektleiter Ernährung, Kosmetik und Gesundheit bei der Stiftung Warentest. Zumindest ist nicht belegt, dass der Wirkstoff genetischen Haarausfall stoppen könnte.
Die Wirksamkeit von Koffein in einem Shampoo ist daher in der Praxis etwas anders als in der kontrollierten Umgebung eines Reagenzglases.
Ob das Koffein bei der sehr kurzen Einwirkzeit von Shampoos weit genug in die Haut vordringt, ist fraglich", sagt Grabbe, der selbst bislang von starken Geheimratsecken verschont geblieben ist.
Ob das Koffein, die Kopfmassage oder der Placeboeffekt, also der Glaube an die Therapie, für die vermutete Wirkung sorgt, ist allerdings unklar. Wissenschaftlich nachgewiesen ist die Wirksamkeit nicht.
Das Haar könne außerdem durch ein Shampoo oder eine Spülung nicht zum Wachstum angeregt werden, da es aus seiner Wurzel herauswächst, die unter der Hautoberfläche liegt. An diese Stelle kommt so ein Präparat gar nicht heran," erklärt die Dermatologin.
Bei Shampoos und ähnlichen Produkten wird zwischen aktiven und unterstützenden Inhaltsstoffen unterschieden. In einem Koffein-Shampoo ist natürlich Koffein der Wirkstoff, der in anderen Substanzen wie Ethanol und Propylenglycol aufgelöst wird, um das richtige Verhältnis zu erreichen. Das Shampoo enthält auch Natriumlaurethsulfat. Dadurch entsteht Schaum. Aber diese drei Stoffe haben eine reizende Wirkung auf die Haut.
Auch Basilikum-Extrakt sowie Lösungen, die Ginko enthalten, können bei Haarausfall eine gewisse Wirkung zeigen, wie der Hautarzt im Gespräch mit FITBOOK bestätigte. Ferner gibt es chemische Mittel bzw. Arzneimittel, die im Off-Label-Use (also nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch) gegen Haarausfall eingesetzt werden. Etwa blutdrucksenkende Medikamente oder solche, die bei einer gutartigen Prostatavergrößerung eingesetzt werden.
Laut Behandlungsleitlinie kommen zur wirksamen Behandlung des androgenetischen Haarausfalls nicht Koffein, sondern nur die teuren Arzneistoffe Minoxidil und Finasterid infrage.
Wer auf Arzneimittel verzichten möchte, dem bleibt, sich auf andere Qualitäten als volle Haare zu verlassen.
Plantur 39 ist auf die speziellen Bedürfnisse für das Haar ab 40 abgestimmt. Es gibt drei Phyto-Coffein-Shampoos von Plantur 39 bei Haarausfall in und nach den Wechseljahren, die das Haar ab 40 bestmöglich unterstützen. Durch den in den drei Shampoos enthaltenen Phyto-Coffein-Complex wird die Haarwurzel schon beim Waschen aktiviert und so menopausalem Haarausfall vorgebeugt.
Dieser Phyto-Coffein-Complex besteht neben Coffein, Zink und Niacin zusätzlich aus Phytoflavonen, die die Widerstandskraft der Kopfhaut und des Haars stärken und die Haarwurzeln schützen. Sie können zudem zu einem Ausgleich des Hormonwechsels auf der Kopfhaut beitragen, der bei Frauen in den Wechseljahren stattfindet. Der Phyto-Coffein-Complex dringt schon bei der Haarwäsche bis in den Haarfollikel vor.
| Produkt | Hauptwirkstoffe | Anwendung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Plantur 39 Phyto-Coffein-Shampoo | Coffein, Zink, Niacin, Phytoflavone | Tägliche Haarwäsche, 2 Minuten Einwirkzeit | Speziell für Frauen ab 40 in den Wechseljahren |
| Plantur 39 Phyto-Coffein-Tonikum | Coffein, Zink, Niacin, Phytoflavone | An Tagen ohne Haarwäsche in die Kopfhaut einmassieren | Ergänzung zum Shampoo für tägliche Coffeinzufuhr |
tags: #koffein #shampoo #wirkung #haarausfall
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