Kino Haar Review: Ein Blick hinter die Leinwand

Das Kino Haar, ehemals Museum Lichtspiele, ist ein traditionsreiches Kino mit einer über einhundertjährigen Geschichte. Gegründet im Jahr 1910, ist es das älteste noch betriebene Filmtheater in München. Im Jahr 2019 zog das Kino an den neuen Standort in Haar.

Ein Kino mit Tradition und Vielfalt

Seit 1977 zeigt das Kino am Wochenende in den Spätvorstellungen die Rocky Horror Picture Show. Seit mehr als 35 Jahren hat sich das Kino auf Filme in ihrer Originalversion spezialisiert. Der Schwerpunkt liegt bei Filmen im englischen Original, aber auch Filme in anderen Sprachen sind darunter.

Das Team hinter den Kulissen

Das Team des Kinos kommt aus verschiedenen Berufsfeldern:

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Psychologie
  • Psychotherapie (Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, systemische Therapie)
  • Kinder- und Jugendmedizin
  • Sozial- und Sonderpädagogik
  • Pflege und Pädagogik (Pflege- und Erziehungsdienst)
  • Sprachtherapie
  • Ergotherapie
  • Motopädie
  • Musiktherapie
  • Tanztherapie
  • Tiergestützte Therapie
  • Heilpädagogik
  • Verwaltungs- und Hausdienst
  • Patientenservice

Behandlungsschwerpunkte

Das Kino bietet schwerpunktmäßig die diagnostische Einschätzung und die Behandlung von Entwicklungsstörungen im Sinne von Autismus und Störungen der sprachlichen und geistigen Entwicklung an. Patienten mit allen anderen psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter wie Depression, Angst- und Zwangsstörung, ADHS, Psychose, Essstörung usw. werden ebenfalls behandelt. In der Arbeit wird Wert auf ein individualisiertes und multiprofessionelles Vorgehen gelegt. Die Fachkräfte aus allen Bereichen orientieren sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und beziehen alle gängigen (psycho-) therapeutischen Richtungen ein.

Die Carl-August-Heckscher-Schule

Die Carl-August-Heckscher-Schule hat auch einen Standort in Haar.

SAUNA: Queeres Kino im Fokus

SAUNA ist ein Beitrag zum Queer Cinema vom dänischen Regisseur Mathias Broe. Der Film handelt von Johan, einem homosexuellen Mann, der in Kopenhagen in einer Gay-Sauna arbeitet und auf der Datingplattform Grindr nach Kontakten sucht. Eine Besonderheit von SAUNA ist, dass die Rolle des trans*Mannes William von dem trans*Masc Schauspieler Nina Terese Rask gespielt wird.

Der Film zeigt die Vorbereitung auf Gay-Sex und thematisiert die Problematik von reinen Sex-Dates in der Gay-Community. Allerdings wirft der Film auch Fragen auf, da er trans*spezifische Themen anspricht, ohne diese ausreichend zu erklären. Zudem wird kritisiert, dass cis*Menschen in eine Opferrolle gesteckt werden, die so nicht existiert. Über die Charaktere von SAUNA erfährt man wenig über ihre Wünsche, Ziele oder Träume.

Trotz der Kritik ist SAUNA ein Film, der Konflikte realistisch darstellt. Es wird jedoch bemängelt, dass cis*Menschen im Publikum nicht ausreichend erklärt wird, warum es zu diesen Konflikten kommt. In einer Welt, in der die Gesellschaft immer rechtere Standpunkte vertritt, sollte der Film aufklären und nicht nur ein oberflächlicher Spiegel der Problematik queerer Datingkultur sein.

In die Sonne schauen: Ein außergewöhnlicher Film

In die Sonne schauen ist ein Film von Mascha Schilinski, der in Cannes gefeiert und als deutscher Oscar­kan­didat nominiert wurde. Der Film erzählt zwischen vier Zeit­ebenen von einem Haus und seinen Bewohnern zwischen 1900 und 2025. Es ist ein poeti­scher Essay über Tod und Todes­sehn­sucht, über deutsche Gespenster und German Angst, dabei voller Trost und gar nicht morbide.

Film Regisseur Jahr Genre
In die Sonne schauen Mascha Schilinski [Jahr einfügen] Drama
SAUNA Mathias Broe [Jahr einfügen] Queer Cinema

Schi­linski sagt über ihren Film: »Wir hatten so eine Sehnsucht danach, andere Filme zu sehen, dabei gibt es die ja auch, nur landen sie selten bei uns im Kino. So ein Film ist In die Sonne schauen.« Der Film zeichnet sich durch eine geheim­nis­volle, sehr subjek­tiven Kamera und ein frag­men­ta­ri­schen, achro­no­lo­gi­schen Erzählen aus. Schi­linski erklärt: »Unsere Frage ist: Wie können wir Erin­ne­rungen erzählen?«

Trotz anfänglicher Zweifel und Ablehnungen wurde der Film von einigen Unter­s­tützern gefördert. In die Sonne schauen ist ein Glücks­fall für das deutsche Kino.

Weitere Filme im Programm

Neben den genannten Filmen zeigt das Kino Haar auch eine Vielzahl anderer Filme, darunter:

  • Zoomania
  • Hurra, hurra, der Pumuckl ist bald wieder da!
  • Bullyparade - Der Film
  • Amrum
  • Die Gangster Gang
  • Was ist Liebe wert

Das Ende von Atlantis (Film)

tags: #kino #haar #review

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen