Kopfhaut-Psoriasis ist mehr als nur „ein paar Schuppen“. Es ist der prüfende Blick auf den dunklen Pullover und der quälende Juckreiz, der einen nachts wachhält. Es gibt zwar nicht das eine Wundershampoo für alle, aber es gibt die richtige Strategie für dich. Ob du gerade einen akuten Schub mit dicken Plaques hast oder eine milde Pflege für jeden Tag suchst, dieser Artikel soll dir helfen, den Markt besser zu verstehen und die richtige Wahl zu treffen.
In diesem Einkaufsführer werden die Marketing-Versprechen von den medizinischen Fakten getrennt. Denn die Strategie ist wichtiger als die Marke. Betrachte dein Badezimmerregal wie einen Werkzeugkasten.
Wichtig: Bitte glaubt Vergleichs-Seiten nicht, die die besten Shampoos bei Schuppenflechte ermittelt haben wollen. Verglichen wird dort nur, was sich gut verkaufen lässt und wofür es Provision gibt. Diese "Vergleiche" werden an Portale wie Amazon, BILD, n-tv u.ä. weitergeleitet.
Es gibt verschiedene Arten von Shampoos, die bei Psoriasis der Kopfhaut guttun können. Dabei ist es wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten und auch die Werbung der Anbieter kritisch zu hinterfragen. Werden überzogene Erwartungen geweckt, wird ein Produkt entweder gar nicht erst in die Liste aufgenommen oder später entfernt.
Diese Shampoos helfen, Schuppen zu lösen und die Kopfhaut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Hier sind einige Empfehlungen:
Aufgepasst: Pflanzlich bedeutet nicht automatisch allergiefrei.
Neben diesen Empfehlungen gibt es weitere bewährte Produkte in der Apotheke.
⚠️ Warnsignal Alkohol: Steht "Alcohol" oder "Alcohol denat." an einer der ersten 3 Stellen der Inhaltsstoffe? Vorsicht!
⛔ No-Go: Aggressive Peeling-Körnchen.
Ein medizinisches Shampoo ist kein "Wash & Go". Hier sind einige Tipps für die richtige Anwendung:
„Öko-Test“ hat 50 verschiedene Anti-Schuppen-Shampoos auf ihre Verträglichkeit getestet. Insgesamt schnitt die Hälfte mit „sehr gut“ oder „gut“ ab. Lediglich zwölf erhielten die Bestnote - darunter alle Naturkosmetikprodukte. 13 der Shampoos fielen aufgrund problematischer Inhaltsstoffe durch, darunter befanden sich auch bekannte Apothekenvertreter sowie Klassiker aus der Drogerie.
Schuppen entstehen oft, wenn die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht gerät: Pilze breiten sich auf der Kopfhaut aus und sorgen für die klassischen Beschwerden. Der in vielen Shampoos enthaltene Wirkstoff Piroctonolamin soll dabei helfen die Pilze „in Schach zu halten“. Für Öko-Test ist er die beste Wahl, neben verschiedenen Pflanzenextrakten, die helfen können. Die Substanz gilt als mild und gut verträglich, außerdem konnte sie sich in Studien behaupten und das Pilzwachstum einschränken.
In Naturkosmetika ist der synthetische Wirkstoff jedoch nicht erlaubt - diese setzen daher auf pflanzliche Substanzen wie Rosmarin, Brennnessel oder Wacholder. Sie alle sollen antimikrobiell wirken oder die Talgproduktion regulieren. Auch diese Extrakte werden von Öko-Test grundsätzlich als empfehlenswert bewertet.
Kritisch werden hingegen andere Wirkstoffe gesehen: Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid seien zwar wirksam, hätten jedoch Nachteile. „Climbazol gehört zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen und reichert sich in Gewässern und Sedimenten an.“ Auch die anderen beiden Verbindungen ernten Kritik: „Zinkpyrithion und Selendisulfid gelten als hautirritierend und gehören deshalb aus unserer Sicht nicht auf eine gereizte Kopfhaut.“ Weitere Problemstoffe sind beispielsweise Formaldehydabspalter, PEG-Verbindungen, das Tensid Natriumlaurylsulfat und Duftstoffe wie Lilial und künstlicher Moschusduft.
Neben den Inhaltsstoffen wurde auch die Verpackung bewertet: „Etliche Anbieter setzen nach eigener Aussage bereits wiederaufbereitete Kunststoffe - in der Fachsprache Rezyklate - ein.“ Weit verbreitet seien sie jedoch noch nicht. „Einige Anbieter gehen hier bereits mit gutem Beispiel voran.“
Zu den Testsiegern zählt unter anderem die Naturkosmetikmarke von Dm: Das Alverde Anti-Schuppen-Shampoo Bio Paranuss/Bio-Rosmarin schnitt neben dem Weleda Weizen Schuppen-Shampoo und verschiedenen anderen Naturkosmetik-Produkten mit „sehr gut“ ab. Zu den mit „gut“ bewerteten Produkten zählen die Drogerie- und Supermarkt-Vertreter von Müller (Aveo), Dm (Balea), Norma (Elcurina), Edeka (Elkos), Netto (Hairwell), Rossmann (Isana), Rewe/Penny (Today) und Aldi (Kür). Auch Sebapharma schneidet mit dem Sebamed Antischuppen Shampoo mit „gut“ ab. Ein „befriedigend“ erntet unter anderem Dr. Wolff für das Alpecin Anti-Schuppen Shampoo A3, ebenso wie Beiersdorf für das Nivea Men Anti-Schuppen und Rausch für sein Huflattich-Shampoo.
Mit der Apotheken-Marke Eucerin schneidet Beiersdorf sogar noch schlechter ab: Eucerin Dermo Capillaire Anti-Schuppen Creme Shampoo wird nur mit „mangelhaft“ bewertet, da es halogenorganische Verbindungen, PEG-Derivate und Parfum enthält. Auch in Bezug auf den Rezyklatanteil kann der Hersteller nicht punkten. Schlecht sieht es auch für La Roche-Posay aus: Das Kerium Anti-Schuppen Creme-Shampoo erhält aus gleichen Gründen ebenfalls ein „mangelhaft“.
Noch härter trifft es einen weit verbreiteten Klassiker. Procter & Gamble (P&G) erhält für seine Produkte nur die Note „ungenügend“: Sowohl das Head & Shoulders Classic Clean Anti-Schuppen Shampoo wie auch das Head & Shoulders For Men Anti-Schuppen Shampoo fallen durch. Beide enthalten künstlichen Moschusduft, PEG-Derivate und Natriumlaurylsulfat. Die Variante für Männer enthält außerdem noch Formaldehydabspalter.
Die Shampoos sollten allesamt gründlich auf der Kopfhaut einmassiert werden.
Wichtig für die Anwendung: Lassen die Schuppen nach, reicht es das Anti-Schuppen-Shampoo nur ein bis drei Mal die Woche zu nutzen und dazwischen eine milde Haarpflege zu wählen. Tritt keine Besserung ein sollte der Gang zum Dermatologen erfolgen, da auch Erkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte dahinterstecken können.
Die Rezensenten des La Roche-Posay Kerium Anti-Schuppen-Shampoos schwören auf das Produkt. Bislang sind alle Meinungen über das Shampoo positiver Natur. Drei Viertel vergeben sogar die Bestnote von fünf Sternen. Glaubt man ihnen, so zeigt das Produkt in der Tat eine effektive Schuppenbekämpfung.
Viele Nutzer erzählen, schon seit langem unterschiedlichste Mittel gegen Schuppen und trockene Kopfhaut ausprobiert zu haben. Erst das Kerium-Shampoo von La Roche-Posay brachte Linderung respektive Heilung. Nach mehrmaliger Anwendung waren die Schuppen endgültig verschwunden, heißt es immer wieder. Auch Juckreiz und brennende Kopfhaut kennen die Rezensenten nach der Anwendung nicht mehr.
Allerdings erhielt das La Roche-Posay Kerium Anti-Schuppen Creme-Shampoo von Öko-Test ein „mangelhaft“, da es halogenorganische Verbindungen, PEG-Derivate und Parfum enthält.
Damit ein Produkt vom Hautschutzengel bewertet und empfohlen werden kann, muss das Produkt in die INCI-Tester Datenbank eingetragen sein bzw. eingetragen sein. Die Inhaltsstoffe müssen nachprüfbar sein. Der Hautschutzengel empfiehlt u.a. auch Produkte mit nicht ausschließlich unbedenklichen Inhaltsstoffen und zwar immer dann, wenn der Nutzen dem Risiko überwiegt und das Produkt eine besondere Aufgabe erfüllt, für die es derzeit keine wirkliche Alternative gibt.
In der Bewertung der Zusammensetzung gibt es dafür natürlich einen Punktabzug. In der Hautschutzengel Datenbank kann jeder durch das gezielte Filtern selbst entscheiden, welche Faktoren ihm bei der Wahl seiner Kosmetikprodukte besonders wichtig sind.
Rund 30 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer leiden an Schuppen. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Zum Beispiel Hautprobleme, die falsche Pflege, hormonelle Veränderungen, Ernährung oder erbliche Veranlagung. Sie äußern sich durch Hautschuppen, die sich am Ansatz, in den Längen und auf den Schultern sammeln. Oft können diese Beschwerden bereits durch die Verwendung eines Anti-Schuppen-Shampoos aus dem Drogeriemarkt gelindert werden. Da Menschen mit Schuppen bereits eine empfindliche Kopfhaut haben, ist es dabei wichtig, ein möglichst verträgliches Produkt zu wählen.
Für den Test wurden die Inhaltsstoffe der Shampoos analysiert. Synthetische Wirkstoffe wie Piroctonolamin sind mild und gut verträglich, können in Naturkosmetikpropdukten allerdings nicht verwendet werden. Dort werden stattdessen antimikrobielle Pflanzenextrakte und -öle im Kampf gegen die Schuppen eingesetzt. Darunter: Rosmarin, Brennnessel, Wacholder oder Weizenkeimöl.
Im Gegensatz dazu gehören Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid zu den Wirkstoffen, vor denen die Expertinnen und Experten von „Öko-Test“ warnen, da sie der Haut und/oder der Umwelt schaden können.
Im Veträglichkeitstest von „Öko-Test“ waren nur zwölf der 50 getesteten Anti-Schuppen-Shampoos komplett frei von schädlichen Inhaltsstoffen. Diese zwölf Produkte (darunter auch alle Naturkosmetik-Shampoos) haben die Bestnote „sehr gut“ erhalten. Die Note „gut“ wurde 15-mal vergeben, während sieben weitere Shampoos immerhin „befriedigend“ und drei „ausreichend“ waren.
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