Keratin ist ein natürliches, faseriges Protein, das bei Wirbeltieren vorkommt und den Hauptbestandteil von Haut, Haaren und Nägeln bildet. Es enthält alle gewöhnlichen Aminosäuren und zeichnet sich durch einen hohen Cystingehalt aus. In der Kosmetikindustrie, insbesondere in Shampoos, wird Keratin aufgrund seiner haarkonditionierenden und hautpflegenden Eigenschaften eingesetzt.
Viele Verbraucher sind jedoch unsicher, welche Inhaltsstoffe sich tatsächlich in ihren Kosmetikprodukten verbergen. Dieser Artikel soll Licht ins Dunkel bringen und die wichtigsten Aspekte rund um Keratin in Shampoos beleuchten.
Die INCI-Bezeichnung für Keratin lautet KERATIN. Alternative Bezeichnungen sind Ceratin, Ceratine, Hydrolized Keratin und Keratin (Juvexin). Keratine sind wasserunlösliche Proteine, die aus Aminosäureketten bestehen. Diese sind in Form von Fasern so miteinander verbunden, dass sie für ein hohes Maß an Stabilität sorgen.
In der INCI-Liste von Kosmetikprodukten gibt die Bezeichnung "Keratin" Auskunft darüber, dass dieser Inhaltsstoff enthalten ist. Die INCI-Funktion von Keratin ist vielfältig:
Die EINECS/EILINCS-Nr. von Keratin ist 269-409-1.
Hinter dem Begriff Keratin verbirgt sich oft ein tierischer Bestandteil. Das Faserprotein wird häufig aus Hörnern, Federn und Klauen gewonnen und in Shampoos und Pflegespülungen verwendet. Es soll Haare und Nägel kräftigen und widerstandsfähiger machen.
Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe von Kosmetika lässt viele Verbraucher ratlos zurück. Kaum einer weiß die Zahlen und Begriffe vollständig zu deuten. Und so ist vielen nicht bewusst, welche tierischen Bestandteile sich in Make-up und Körperpflegeprodukten verstecken.
Eine gute Alternative zu tierischem Keratin ist pflanzliches Keratin. Meist werden die Eiweiße aus Mais, Weizen und Soja gewonnen. Hersteller von Bioprodukten setzen sie häufig ein.
Auch bei Kollagen und Elastin handelt es sich um Proteine. Sie werden meist aus Haut und Sehnen von Schweinen und Rindern extrahiert. Aufgrund ihrer straffenden Wirkung finden sie in Anti-Aging-Cremes häufig Verwendung. Algen können als Alternative genutzt werden. Sie enthalten Aminosäuren, welche die Erneuerung des körpereigenen Kollagens und Elastins anregen. Auch Proteine auf Soja- oder Weizenbasis sind möglich.
Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe von Kosmetik lässt viele Verbraucher ratlos zurück. Kaum einer weiß die Zahlen und Begriffe vollständig zu deuten. Und so ist vielen nicht bewusst, welche tierischen Bestandteile sich in Make-up und Körperpflegeprodukten verstecken.
Während der Begriff Bienenwachs die tierische Herkunft noch erkennen lässt, wird es zum Beispiel bei Lanolin, Guanin und Karmin schon schwieriger. So ist Lanolin lediglich eine andere Bezeichnung für Wollwachs. Dabei handelt es sich um das Sekret aus den Talgdrüsen von Schafen. Es wird beim Waschen der Wolle herausgelöst. Aufgrund seiner hautpflegenden und fettenden Eigenschaften wird es in vielen Salben und Cremes eingesetzt. Eine gute Alternative sind pflanzliche Öle wie Mandel-, Oliven- oder Arganöl.
Die Begriffe Karmin, Cochenille und CI 75470 verweisen ebenfalls auf einen tierischen Bestandteil. "Dabei handelt es sich um einen roten Farbstoff, der häufig in Lippenstiften und Nagellacken zum Einsatz kommt. Um an das Pigment zu gelangen, werden Schildläuse zerdrückt", sagt Silke Schwartau, Abteilungsleiterin Ernährung und Lebensmittel der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH). "Da diese Art der Farbgewinnung aber recht teuer ist, kommen immer öfter auch chemische Alternativen zum Einsatz."
Am Beispiel Karmin-Rot spricht sich die Expertin aber klar für den tierischen Bestandteil aus: "Dieser ist natürlichen Ursprungs und Sie wissen, woran Sie sind.
Keratine können der Haut und den Haaren auch von außen als Pflege zugeführt werden. Als Inhaltsstoff in Haarkosmetikprodukten helfen sie beispielsweise, die Haarstruktur zu festigen und wieder aufzubauen. Sie bewirken, dass das Haar leichter kämmbar, geschmeidig, weich und glänzend wird. Außerdem verleihen sie dem Haar mehr Volumen. In kosmetischen Hautpflegeprodukten bewahren Keratine die Feuchtigkeit der Haut und sorgen für eine glatte und weiche Hautoberfläche.
Konditioniermittel sind vor allem in pflegenden Shampoos und Haarkuren enthalten. Sie sind Hilfsstoffe, die durch ihre Affinität zum Keratin auf das Haar aufziehen und nach dem Ausspülen auf dem Haar verbleiben. Sie führen zu einer Verbesserung von Kämmbarkeit, Griff und einem schöneren Glanz des Haares.
Als konditionierend wirkende Stoffe gelten beispielsweise quaternäre Ammoniumverbindungen, Eiweißderivate und Wollwachse.
| Stoffgruppe | Beispiele |
|---|---|
| Haarpflegestoffe/Konditioniermittel |
|
Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten zu verstehen, um bewusste Entscheidungen treffen zu können. Die COSMILE-App von haut.de bietet hierbei wertvolle Unterstützung.
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