Alpha-Liponsäure: Studien zu Haarausfall und mehr

Alpha-Liponsäure (ALA), im Englischen als Alpha Lipoic Acid (ALA) abgekürzt, ist eine schwefelhaltige Fettsäure, die sowohl in wasser- als auch fettlöslichen Umgebungen als starkes Antioxidans wirkt. Sie ist sowohl wasser- als auch fettlöslich und wirkt daher in allen Zellkompartimenten (inkl. Zellmembranen und Mitochondrien) und ist auch gehirngängig, kann also auch die Nerven im Gehirn schützen.

Alpha-Liponsäure ist mit 19.000 μmol TE/g ein sehr starkes Antioxidans. Dennoch gibt es noch stärkere Antioxidantien. Astaxanthin z. B. ist 100-mal stärker, OPC 10-mal stärker. ALA kann andere Antioxidantien regenerieren (z. B. Vitamin C, Vitamin E und Coenzym Q10). ALA trägt also zur Verjüngung der Darmstammzellen bei, indem es den altersbedingten Funktionsverlust der Endosomen verhindert und die Darmgesundheit verbessert.

Die Fettsäure kann aufgrund ihrer Eigenschaften und Wirkungen bei zahlreichen Beschwerden und zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden. Häufig ist die Fettsäure Bestandteil von Entgiftungskuren, da sie insbesondere Metalle an sich binden und ausleiten kann. Die nun sozusagen überschüssig vorliegende Liponsäure wirkt zwar ebenfalls stark antioxidativ, stimuliert aber zusätzlich den Zuckerstoffwechsel und initiiert entzündungshemmende Prozesse.

In diesem Artikel werden die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Alpha-Liponsäure, insbesondere im Zusammenhang mit Haarausfall, näher beleuchtet. Zudem werden weitere gesundheitliche Vorteile, potenzielle Nebenwirkungen und wichtige Hinweise zur Einnahme und Dosierung aufgeführt.

Was ist Alpha-Liponsäure (ALA)?

Alpha-Liponsäure ist eine schwefelhaltige Fettsäure, die sowohl in wasser- als auch fettlöslichen Umgebungen als starkes Antioxidans wirkt. Im Englischen wird Alpha-Liponsäure ALA (Alpha Lipoic Acid) abgekürzt. Alpha-Linolensäure ist eine Omega-3-Fettsäure, die über die Nahrung aufgenommen wird (Leinsamen, Leinöl, Walnüsse, Hanfsamen). Sie ist wichtig für unsere Zellmembranen, wirkt entzündungshemmend und dient u. a. der Herzgesundheit.

Wirkung von Alpha-Liponsäure

Im Körper erfüllt die Alpha Liponsäure zwei wichtige Funktionen: Zum einen ist sie ein Coenzym verschiedener Enzymkomplexe und somit in jeder Zelle des menschlichen Körpers vorhanden. Das macht sie für die zelleigene Energieproduktion unersetzlich. Zum anderen ist die Alpha Liponsäure eines der wichtigsten Antioxidantien des Körpers. Alpha Liponsäure ist eine schwefelhaltige Fettsäure, diese Besonderheit macht sie gleichzeitig fett- und wasserlöslich. Aufgrund ihrer biologischen Beschaffenheit kann die Alpha Liponsäure die Blut-Hirn-Schranke gut passieren, weswegen sich ihr Schutzmechanismus auch auf Hirnstrukturen ausweitet.

Darüber hinaus erfüllt der Wirkstoff folgende Funktionen:

  • macht freie Radikale unschädlich
  • bringt Glutathion, Vitamin C und Vitamin E in ihre Ursprungsform zurück
  • erhöht den Vitamin C-Gehalt in Zellen
  • erhöht insgesamt die antioxidative Aktivität im Körper

Alpha-Liponsäure und Haarausfall

Was diese Kapseln noch bemerkenswerter macht, ist der positive Nebeneffekt auf das Haarwachstum. Studien deuten darauf hin, dass R-Alpha Liponsäure nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung von Haarausfall spielt, sondern auch das Haarwachstum anregen kann. Die antioxidative Wirkung hilft, oxidativen Stress zu minimieren, der oft für Haarprobleme verantwortlich ist.

Die Mesotherapie als lokal gezieltes, minimal invasives Multiinjektionsverfahren mit indikationsbezogener, niedrigdosierter Wirkstoffselektion kommt seit über 50 Jahren in vielen Ländern der Welt in der Allgemeinmedizin und der Schmerztherapie zum Einsatz. Das zunehmende Interesse an der Mesotherapie im Bereich Anti Aging und der medizinischen Ästhetik beruht auf ihrer ausgezeichneten Wirksamkeit in Bezug auf das Hautorgan selbst und seine Anhangsgebilde (Mesotherapie gegen Haarausfall).

Daneben wirkt es nicht nur kosmetisch sondern auch kurativ: die obengenannten Produkte können pur zum Anti Aging Einsatz kommen, oder auch in Ergänzung zu anderen dermokosmetischen, orthomolekularen oder phytotherapeutischen Wirkstoffen wie Selen, Silicea, Retinol, Alpha-Liponsäure, Rutin, Carnitin etc. der umschriebenen Neurodermitis, Psoriasis, Pruritus.

Welche SHAMPOOS wirken bei Haarausfall? | Was die Wissenschaft sagt!

Weitere Anwendungsgebiete von Alpha-Liponsäure

Zwar wird Alpha Liponsäure hauptsächlich in der Therapie des Diabetes mellitus sowie zur Behandlung von Nervenschäden eingesetzt, es eignet sich jedoch auch für weitere Anwendungsgebiete.

  • Alpha Liponsäure zur Prävention von Lebererkrankungen
  • Alpha Liponsäure unterstützend bei Demenz
  • Alpha Liponsäure bei chronischer Erschöpfung (Fatigue Syndrom)
  • Alpha Liponsäure zur Unterstützung bei Krebsleiden
  • Alpha Liponsäure gegen Adipositas
  • Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose
  • Alpha Liponsäure bei Grauem Star

Alpha-Liponsäure bei Diabetes mellitus

Im Rahmen der Behandlung eines Diabetes mellitus beweist Alpha Liponsäure ihre Vielseitigkeit:

  • Sie verbessert die Insulinempfindlichkeit
  • Mithilfe der Alpha Liponsäure können Zellen Glucose zur Energiegewinnung besser nutzen
  • Sie trägt dazu bei, Transportmoleküle zu aktivieren - daraus folgt eine höhere Glucoseaufnahme und die Normalisierung des Blutzuckerspiegels
  • Sie erhöht die Nervenleitfähigkeit und hilft bei Funktionsausfällen wie Taubheitsgefühlen, Kribbeln und Missempfindungen
  • Sie verbessert den Blutfluss der Nerven und damit die Reizübertragung
  • Sie trägt dazu bei, die Krankheitsfolgen des Diabetes (vor allem Herz-Kreislauferkrankungen) zu minimieren

Nicht nur die Deutsche Diabetes Gesellschaft empfiehlt die Behandlung mit Alpha Liponsäure, auch Studien (Ziegler et al., 1997) belegen die gute medizinische Wirksamkeit im Rahmen der Diabetes-Behandlung.

Alpha-Liponsäure und neurologische Erkrankungen

Auch bei Multipler Sklerose wird Alpha-Liponsäure eingesetzt. Die Fettsäure schützt die Nervenzellen vor Schäden, hemmt die Bildung entzündungsfördernder Zytokine und reduziert die sog. Immunzellmigration. Wird dieser Mechanismus gehemmt, bessert sich die Symptomatik bzw. In klinischen Studien wurde ALA in Dosierungen von 600 mg bis 1200 mg täglich verabreicht, was gut vertragen wurde.

Einnahme und Dosierung von Alpha-Liponsäure

Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um die R-Form handelt. Die Bezeichnung lautet dann R-Alpha-Liponsäure. Die Liponsäure sollte für sich allein eingenommen werden, also nicht zu den Mahlzeiten. Ideal sind 60 Minuten vor einer Mahlzeit oder 2 bis 3 Stunden nach einer leichten Mahlzeit. Alpha-Liponsäure sollte mit ausreichend Wasser geschluckt werden, nicht mit Milch, da diese die Resorption (Aufnahme im Darm) verringern könnte (was am enthaltenen Calcium liegt).

Die Fettsäure sollte immer im Abstand zu Mahlzeiten und Mineralstoffpräparaten eingenommen werden (ca. 1 Stunde davor). Gemeinsam könnte sie mit Vitamin C, Vitamin E und Coenzyme Q10 eingenommen werden, da sie deren Wirkung verstärkt bzw. ALA kann Biotin-Verluste verursachen, da Biotin und ALA teilweise dieselben Transportmechanismen nutzen. Daher ist eine zusätzliche Einnahme von Biotin (2,5 - 5 mg pro Tag) sinnvoll. Die Einnahme sollte aber zeitversetzt erfolgen (mehrere Stunden Abstand zu ALA, z. B. Zeitversetzt zu ALA einnehmen (mehrere Stunden Abstand, z. B.

Zum therapeutischen Einsatz werden Dosierungen von 600mg-1800mg Alpha Liponsäure pro Tag empfohlen, wohingegen die Erhaltungsdosis bei nur noch 100mg pro Tag liegt. Auch zur präventiven Einnahme, wenn also keine Grunderkrankung vorliegt, genügen zwischen 100mg und 300mg Alpha Liponsäure pro Tag. Kapseln sind auch in geringeren Dosierungen von 150mg erhältlich.

Empfohlene Tagesdosis:

  • Therapeutisch: 600mg - 1800mg
  • Erhaltungsdosis: 100mg
  • Präventiv: 100mg - 300mg

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure ist im Allgemeinen sicher und hat selten Nebenwirkungen. Dann sollte die Dosis reduziert werden, bis die Beschwerden verschwinden. Anschließend könnte versucht werden, mit kleineren Dosen neu einzusteigen. Die Fettsäure kann überdies die Wirkung von Biotin hemmen, was sich - besonders nach einer mehrwöchigen Einnahme von hohen Dosen - in einem Geschmacksverlust äußern kann. Will man die ALA erneut nehmen, nimmt man parallel (nur zeitversetzt) Biotin ein, um einem Mangel vorzubeugen. Schwangere und Stillende sollten die Liponsäure besser nicht oder nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen.

Hoch und vor allem zu hoch dosierte Alpha Liponsäure kann zu ungewünschten Nebenwirkungen führen, die jedoch eher selten auftreten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Schwindelgefühle und Übelkeit. Je nach Darreichungsform kann es in sehr seltenen Fällen außerdem zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Juckreiz
  • Hautrötungen
  • allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock
  • Atemnot
  • Kopfschmerzen
  • Doppeltsehen
  • Störung der Blutgerinnung

Diabetes-Patienten müssen besonders vorsichtig sein, da Alpha-Liponsäure zu Unterzuckerungen führen kann. Blutzuckersenkende Medikamente (Insulin, orale Antidiabetika) können in ihrer Wirkung verstärkt werden.

Calcium-, Eisen- oder magnesiumhaltige Produkte können Alpha-Liponsäure binden, es ist ein deutlicher zeitlicher Abstand von mehreren Stunden nötig. Das gilt auch für calciumhaltige Mineralwasser, Milch und Milchprodukte.

Lebensmittel mit Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure kommt auch in Lebensmitteln vor. In pflanzlichen Lebensmitteln befinden sich 0,2 bis 1 mg pro kg, z. B. in Brokkoli und Spinat. Auch die Menge der Fettsäure, die im Körper selbst hergestellt wird, ist sehr gering und beträgt nur wenige Milligramm pro Tag. Die Eigenproduktion nimmt mit dem Alter ab, ebenso bei Stress, Entzündungen und chronischen Erkrankungen (z. B. Diabetes und neurodegenerativen Erkrankungen).

Alpha Liponsäure kommt insbesondere in tierischen Lebensmitteln vor, jedoch auch in einigen Gemüsesorten:

  • Leber
  • Herz
  • Nierchen
  • Tomaten
  • Spinat
  • Brokkoli

Wichtige Hinweise

Alpha-Liponsäure kann zur Entgiftung oder bei chronischen Erkrankungen kurweise oder wenn mit dem Arzt besprochen auch längerfristig eingenommen werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um die R-Form handelt. Die Bezeichnung lautet dann R-Alpha-Liponsäure.

Da Alpha-Liponsäure Metalle binden kann, besteht das Risiko, dass nicht nur unerwünschte Metalle, wie etwa Quecksilber gebunden werden, sondern auch erwünschte Metalle, wie z. B. Eisen. Dennoch sollten Sie bei der langfristigen Einnahme von täglich 600 mg ALA (oder höheren Dosen) auf Ihren Mineralstoffhaushalt achten bzw.

Die Liponsäure sollte für sich allein eingenommen werden, also nicht zu den Mahlzeiten. Ideal sind 60 Minuten vor einer Mahlzeit oder 2 bis 3 Stunden nach einer leichten Mahlzeit. Alpha-Liponsäure sollte mit ausreichend Wasser geschluckt werden, nicht mit Milch, da diese die Resorption (Aufnahme im Darm) verringern könnte (was am enthaltenen Calcium liegt).

tags: #Alpha #Liponsäure #Haarausfall #Studien

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen