Haarausfall an den Beinen bei Männern: Ursachen und Lösungen

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das überwiegend Männer betrifft. Schätzungen zufolge leidet in Deutschland jeder zweite Mann unter 20 Jahren darunter, dass ihm die Haare ausgehen. Doch natürlich gibt es auch einen krankhaften Haarausfall, dessen Ursachen Sie auf den Grund gehen sollten. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für Haarausfall bei Männern, insbesondere an den Beinen, und bietet einen umfassenden Überblick über mögliche Auslöser und Behandlungsansätze.

Arten von Haarausfall bei Männern

Wie bereits erwähnt, können Männer von unterschiedlichen Arten des vermehrten Haarausfalls betroffen sein. Unter- bzw. Haarausfall bei Männern kann in unterschiedlichen Formen auftreten, die manchmal auch auf eine bestimmte Ursache schließen lassen oder eine andere ausschließen können.

Erblich bedingter Haarausfall (Androgenetische Alopezie)

Erblich bedingter Haarausfall - oder androgenetische Alopezie, wie es in der Fachsprache heißt - ist die wohl am weitesten verbreitete Art von Haarverlust. Während etwa 40 Prozent der Frauen davon betroffen sind, sind es bei den Männern schätzungsweise 60 bis 80 Prozent. Die Ursache für die androgenetische Alopezie ist eine Überempfindlichkeit des Haarfollikels auf das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron. Bei Männern können sich die ersten Anzeichen bereits im Teenager-Alter bemerkbar machen.

Der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist die häufigste Form von Haarausfall bei Männern und betrifft diese auch deutlich häufiger als Frauen. Bei dieser Art des Haarverlusts besteht eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit des Haarfollikels gegenüber dem männlichen Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT). Der erblich bedingte Haarausfall beginnt in der Regel an den Schläfen und verursacht die berühmten Geheimratsecken beim Mann. Der Haarverlust setzt sich von dort in die Scheitelregion bis zum Hinterkopf fort und hinterlässt dort schließlich meist einen hufeisenförmigen Saum an Haaren.

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Kreisrunder Haarausfall (Alopezie Areata)

Alopezie areata lautet der Fachbegriff für den kreisrunden Haarausfall. Hiermit ist das Ausfallen von Haaren auf ganzen Arealen gemeint. Diese sind meist rundlich oder oval und haben die Größe eines Geldstücks. Vom kreisrunden Haarausfall sind Männer wie Frauen betroffen. Meist tritt er bei jungen Menschen auf.

Was ein möglicher Auslöser bzw. Verursacher des kreisrunden Haarausfalls ist, konnten die Fachleute noch nicht genau bestimmen. Sie vermuten eine Autoimmunerkrankung, bei der die Abwehrmechanismen auch die Haarfollikel angreifen.

Kreisrunder Haarausfall zeichnet sich durch einzelne oder mehrere ovale bis runde, teils abgegrenzte kahle Stellen aus. Dieser Haarausfall verläuft häufig in Schüben und kann neben dem Kopfhaar auch die Haare am Körper betreffen. Die Ursache für kreisrunden Haarausfall ist noch nicht eindeutig geklärt. In einigen Fällen scheint der kreisrunde Haarausfall innerhalb der Familie gehäuft aufzutreten. Nicht selten wird diese Art von Haarausfall in Zusammenhang mit Stress beobachtet.

Diffuser Haarausfall (Diffuse Alopezie)

Mit diffusem Haarausfall bezeichnet man Kopfbehaarung, die im gesamten Bereich ausgedünnt und lichter erscheint. Von diffusem Haarausfall - oder auch diffuser Alopezie - sind Männer und Frauen betroffen. Die Ursachen hierfür scheinen in der Lebensführung zu liegen.

Diffuser oder auch plötzlicher Haarausfall zeichnet sich insbesondere durch einen Verlust der Haare aus, der innerhalb kurzer Zeit den gesamten Kopf betrifft. Ähnlich wie bei kreisrundem Haarausfall können die Ursachen auch hier verschieden sein.

Ursachen für Haarausfall an den Beinen

Haarausfall an den Beinen kann unterschiedliche Ursachen haben. Stellen Sie fest, dass Sie Haarausfall an den Beinen haben, kann dies an einer Erkrankung oder an einer harmlosen Ursache liegen. Oftmals steckt eine völlig harmlose Reaktion aufgrund von Reibung dahinter. Eher selten aber durchaus möglich ist der Ausfall der Haare an den Beinen im Zusammenhang mit der Alopecia universalis. Bei dieser Erkrankung geht dem Betroffenen die Behaarung am gesamten Körper aus.

Harmlose Ursachen

Wenn die Haare an den Beinen plötzlich nicht mehr nachwachsen und die verbliebene Behaarung nach und nach ausgeht, ist dies nicht immer ein Grund zur Sorge. Hier sind einige harmlose Ursachen für Haarausfall an den Beinen:

  • Enge Kleidung: Tragen Sie häufig enge Hosen oder Leggings, reiben diese bei Bewegung an den Haaren. Dies sorgt dafür, dass die Haare abbrechen und ausfallen.
  • Stress: Falls Sie im Alltag sehr unter Stress leiden, kann Ihr Körper darauf mit Haarausfall an den unterschiedlichsten Stellen reagieren.
  • Steroide: Nehmen Sportler Steroide ein, kann Haarausfall an den Beinen die Folge sein. Sportler und Sportlerinnen sind häufig von Haarausfall an den Beinen betroffen, wenn Sie Steroide einnehmen.
  • Narben: Fallen Ihre Körperhaare nicht am ganzen Bein, sondern nur stellenweise aus, kann es daran liegen, dass Ihre Haut verletzt war.

Mögliche Krankheiten

Neben den harmloseren Gründen gibt es auch einige Krankheiten, deren Symptome mit Haarausfall an den Beinen einhergehen:

  • Schuppenflechte: Wenn Ihre Haut oft juckt, gerötet ist und spannt, könnte eine Schuppenflechte dahinterstecken.
  • Schilddrüsenerkrankungen: Bei einer Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse kann Haarverlust nicht nur auf dem Kopf, sondern auch an den Extremitäten vorkommen.
  • Alopecia universalis: Diese eher seltene Krankheit sorgt dafür, dass die Haare am gesamten Körper ausgehen.
  • Diabetes mellitus: Auch Diabetes mellitus kann Haarausfall an den Beinen verursachen.
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Hierbei werden die Beine oder Arme nicht mehr richtig durchblutet.
  • Hormonelle Veränderungen: Neben den Wechseljahren kann auch das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) hinter dem Haarverlust stecken.

Haarausfall als Folge von Diabetes

Kahle Beine und Unterarme können bei Diabetikern Hinweise auf eine Neuropathie sein. Nach langjährigem Diabetes mellitus führen Mangelversorgung und Nervenschädigung in der Haut und den Hautanhangsgebilden zu Ernährungsstörungen, unter anderem der Haarfollikel. Auf Nachfrage gab der Patient an, dass die Behaarung dort in den vergangenen zwei Jahren ausgegangen sei und auch an den Unterarmen abgenommen habe. Eine arterielle Verschlusskrankheit bestand ebenso wenig wie ein Hypogonadismus. Zudem klagte der Patient über Kribbelparästhesien.

Diese trophische Störung bei Diabetikern kann sich außerdem als Brüchigkeit der Fuß- und Fingernägel und pergamentartiger Veränderung der Haut äußern. Nach zehnjähriger Krankheitsdauer habe etwa jeder dritte Diabetiker solche Störungen. Prinzipiell unterscheiden muss man bei der diabetischen Neuropathie Schäden an motorischen, sensorischen und autonomen Nerven. Veränderungen des autonomen Nervensystems betreffen einerseits das Gefäßsystem, wobei bevorzugt Vasokonstriktionen auftreten, andererseits die Haut mit Anhidrosis und Hypohidrosis. Die Haut wird trocken und weist Rhagaden auf.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)

Eine häufige Ursache für eingeschränkte körperliche Mobilität können Verengungen oder Verschlüsse der Schlagadern an den Gliedmaßen mit Durchblutungsstörungen im Sinne der sogenannten „Schaufensterkrankheit“ (Claudicatio intermittens) sein, welche schlimmstenfalls sogar zu Gliedmaßenverlust führen können. Über eine Million vor allem ältere Menschen in Deutschland sind von dieser Erkrankung betroffen. Die pAVK ist eine verkalkungsbedingte Verengung der Schlagadern an den Gliedmaßen, die zu einer Durchblutungsstörung führen kann. Typischerweise sind die Beine betroffen, selten auch die Arme. Ursache für die Verkalkungen sind Rauchen, Diabetes, schlecht eingestellter Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin oder eine familiäre Veranlagung.

Typische Beschwerden sind krampfartige Schmerzen in den Füßen, Waden oder Oberschenkeln, die bei Bewegung auftreten - bei manchen erst nach längerem Gehen, bei anderen schon nach einigen Schritten. Häufig fühlt sich das betroffene Bein auch schwach oder kalt an. Besonders beim schnellen Gehen können sich die Schmerzen verschlimmern, aber auch beim Bergaufgehen und Treppensteigen. In Ruhe lassen die Schmerzen innerhalb weniger Minuten nach.

Aufgrund der schlechten Durchblutung heilen Wunden am betroffenen Bein schlechter. Es können sich chronische Wunden entwickeln. Zudem bilden sich leichter schmerzhafte Geschwüre, oft am Fuß. Bei Menschen, die zugleich Diabetes haben, können schlecht heilende Wunden die ersten Warnzeichen einer PAVK sein. Wird das Bein kaum noch oder gar nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, können Hautstellen und Gewebe absterben. Das zeigt sich durch blau bis schwarz verfärbte Stellen, die häufig an den Zehen auftreten und sich von dort weiter ausbreiten können.

Stadien der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK)
Stadium Beschreibung Symptome
I Gefäßverkalkungen Keine Beschwerden
II "Schaufensterkrankheit" (Claudicatio intermittens) Muskelschmerzen in Wade, Oberschenkel oder Gesäß nach einer bestimmten Gehstrecke
III Ruheschmerz Schmerzen auch in Ruhe, typischerweise im Fuß oder den Zehen, nachts stärker
IV Gewebeverlust Schwarze Stellen, meist an den Zehen (Raucherbein)

Behandlung von Haarausfall

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem und trifft überwiegend Männer. Doch es gibt Mittel gegen Haarausfall, die dabei helfen den Haarverlust zu minimieren oder sogar zu stoppen und das nachwachsende Haar zu kräftigen.

Medikamentöse Behandlung

Die evidenzbasierte (S3)-Leitlinie zur Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Männern empfiehlt die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid. Minoxidil ist eigentlich ein Wirkstoff gegen Bluthochdruck. In fünfprozentiger Lösung oder als Schaum kann er, zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen, Haare leicht nachwachsen lassen und den Verlauf des Haarausfalls abmildern. Eine andere Option für Männer ist Finasterid, einmal täglich als Tablette eingenommen. Dieser Wirkstoff kann den Haarausfall über längere Zeit stabilisieren. Doch bei beiden Substanzen gibt es keine Wirkgarantie. Außerdem können Männer bei akuten Schüben vom anlagebedingten Haarausfall trotz der Anwendung Haare verlieren.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

  • Nahrungsergänzungsmittel: Mit Nahrungsergänzungsmitteln führen Sie Ihrem Körper Nährstoffe zu, beispielsweise Eisen, Vitamine und Eiweiß, die das Haar von innen heraus kräftigen und stärker werden lassen. Auch die vorsorgliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann sinnvoll sein, um Haarausfall zu vermeiden.
  • Äußerliche Pflegemittel: Regen Sie die Durchblutung der Haarfollikel mit von außen aufzutragenden Pflegemitteln an. Dadurch stärken und kräftigen Sie das nachwachsende Haar und beugen lichter werdendem Haar vor. Beugen Sie Haarausfall mit sanften Pflegemittel für Haar und Kopfhaut vor.
  • Haartransplantation: Eine Haartransplantation kann eine Lösung sein. Da sie eine kosmetische Behandlung darstellt, müssen Männer die Transplantation genau wie die Haarwuchsmittel aus eigener Tasche bezahlen.

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