Haarausfall und die richtige Haarpflege: Was Sie beachten sollten

Bei Haarausfall ist eine schonende Haarpflege besonders wichtig, um die strapazierten Haarwurzeln bestmöglich zu unterstützen. Wenn Sie jedoch unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, hilft nur eine zielgerichtete medizinische Behandlung. Zusätzlich können spezielle Kosmetika und Aufbaupräparate das Erscheinungsbild Ihrer Haare verbessern. Viele Menschen waschen ihre Haare täglich - oft mit der Absicht, sie sauber, frisch und gepflegt zu halten. Doch falsche Gewohnheiten können unbeabsichtigt Schaden anrichten und im schlimmsten Fall sogar zu Haarausfall beim Haare waschen führen.

Viele Menschen erschrecken, wenn sie nach dem Duschen eine große Menge Haare im Abfluss entdecken. Haarausfall beim Haare waschen wird dann schnell mit einem gesundheitlichen Problem in Verbindung gebracht - doch nicht immer ist Panik angebracht. Viele Menschen erschrecken beim Anblick der Haare im Abfluss, doch Haarausfall beim Haare waschen ist häufig ein völlig normaler Prozess.

Gesunde Menschen verlieren durchschnittlich 70 bis 100 Haare pro Tag - das gilt als völlig normal. Ein gesunder Mensch verliert täglich etwa 70 bis 100 Haare. Erst wenn diese Zahl deutlich überschritten wird, spricht man von Haarausfall. Beim Bürsten, Kämmen oder Duschen können diese gebündelt auftreten, was den Eindruck eines plötzlichen Haarverlustes vermittelt. Haarausfall beim Haare waschen gilt erst dann als besorgniserregend, wenn er ungewöhnlich stark wird oder über Wochen hinweg bestehen bleibt.

Neben erblich bedingter Kahlheit, der sogenannten Alopezie, Mangelerscheinungen oder hormonellen Schwankungen können auch falsche Pflege- und Styling-Angewohnheiten die Ursache für Haarausfall sein. Stress im Alltag, hormonelle Veränderungen oder falsche Pflegeprodukte können jedoch zu vermehrtem Haarverlust beitragen. Wer unter chronischer Erschöpfung leidet, sich unausgewogen ernährt oder aggressive Shampoos nutzt, riskiert eine Schwächung der Haarstruktur.

Ursachen für Haarausfall beim Haarewaschen

Krankhafter Haarausfall kann viele Ursachen haben: Eisenmangel, hormonelle Veränderungen wie nach der Schwangerschaft, Schilddrüsenerkrankungen oder chronischer Stress. Auch bestimmte Medikamente oder Entzündungen der Kopfhaut können das Haarwachstum stören.In manchen Fällen steckt hinter dem Haarausfall beim Haare waschen auch eine medizinische Ursache - etwa Pilzerkrankungen oder chronische Entzündungen der Kopfhaut. Diese schädigen langfristig die Haarwurzeln und können zu kahlen Stellen führen, wenn sie unbehandelt bleiben.

Die tägliche Haarwäsche gehört für viele Frauen zur morgendlichen Routine. Doch leider trocknet zu häufiges Haarewaschen das Haar aus und macht es brüchig. Das gilt vor allem bei der Anwendung von Shampoos mit Silikonen, welche die Haarstruktur aufrauen, sowie für "Cleansing Shampoos" - also Shampoos, die tiefenreinigend gegen Rückstände und Fett wirken sollen. Zudem bringt das häufige Waschen den pH-Wert der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht und verstärkt so den Haarverlust.

Ein strenger Dutt oder Pferdeschwanz, eng gebundene Haargummis und festgesteckte Haarnadeln: Auch ein zu straffes Styling kann sich negativ auf den Wuchs und die Kopfhaut auswirken. Es spannt das Haar extrem und beschädigt so die Haarwurzeln. Daher sollte man seine Haare häufiger einmal offen tragen.Um die Haare an der Luft trocknen zu lassen, fehlt vielen am Morgen die Zeit. Trotzdem sollte man versuchen, hin und wieder auf das Föhnen zu verzichten. Vor allem dann, wenn man einen vermehrten Haarausfall feststellt. Glätteisen und Lockenstab sind noch strapaziöser für geschädigtes Haar, da es dabei den hohen Temperaturen in direktem Kontakt ausgesetzt ist.

Dass chemische Farbe dem Haar zusetzt, ist keine neue Erkenntnis. Die meisten handelsüblichen Haarfärbemittel enthalten toxische Inhaltsstoffe wie etwa Ammoniak, die der Kopfhaut und somit den Haarwurzeln schaden und Haarausfall begünstigen können.Dauerstress greift nicht nur Körper und Psyche an, sondern geht auch den Haaren an die Substanz. Der Grund: In Stressphasen ist der Androgenspiegel meist erhöht, was Haarausfall begünstigt. Darüber hinaus neigen wir in stressigen Zeiten dazu, uns unausgewogen zu ernähren.Allgemein gilt bei dünner werdendem Haar: Wenn man über einen längeren Zeitraum hinweg und an auffällig starkem Haarausfall leidet, sollte man dies immer durch einen Arzt untersuchen lassen.

Drei Fehler, die Haarausfall beim Haarewaschen begünstigen

  1. Viel Shampoo: Shampoo oder Conditioner sind auf der einen Seite mit pflegenden Inhaltsstoffen angereichert, auf der anderen beeinflussen sie allerdings auch den pH-Wert der Haut. Deshalb sollte man auf möglichst milde Produkte ohne Zusätze wie Silikone setzen und lediglich eine haselnussgroße Menge verwenden.
  2. Häufiges Haarewaschen: Die Hitze und das Wasser wirken nicht nur auf die Haare, sondern auch die Kopfhaut, die durch häufige Wäschen austrocknen kann. Laut Experten reicht es, die Haare lediglich ein bis zweimal pro Woche zu waschen und die restlichen Tage mit Trockenshampoo zu überbrücken.
  3. Kämmen nach der Dusche: Die Haare sind in nasser Form sehr empfindlich und können durch die Reibung des Handtuchs oder der Bürste kaputtgehen.

Tipps zur richtigen Haarwäsche

Obwohl häufig davor gewarnt wird, Haare täglich zu waschen, ist dies nicht grundsätzlich schädlich - sofern man einige Regeln beachtet. Wer ein mildes Shampoo verwendet und die Kopfhaut nicht reizt, kann seine Haare auch täglich reinigen, ohne die natürliche Talgschicht zu zerstören. Besonders bei Sportlern oder bei schweißtreibenden Berufen ist tägliches Waschen sogar hygienisch sinnvoll. Problematisch wird es nur, wenn man das Haar mehrmals täglich wäscht oder aggressive Shampoos verwendet.

1. Bevor Sie Ihre Haare nass machen, sollten Sie sie vorsichtig von unten nach oben durchbürsten.

2. Vermeiden Sie heißes Wasser, da es die Kopfhaut reizt und die Haarstruktur aufraut.

3. Verwenden Sie sanfte, sulfatfreie Shampoos ohne aggressive Tenside, Alkohol oder künstliche Duftstoffe.

4. Beim Shampoonieren sollten Sie ausschließlich Ihre Fingerspitzen benutzen - niemals die Nägel.

5. Die erste Haarwäsche löst Fett und Produktreste, die zweite reinigt gründlicher.

6. Rückstände von Shampoo oder Conditioner können die Kopfhaut reizen und das Haar stumpf wirken lassen. Spülen Sie mit viel Wasser, bis das Haar „quietscht“.

7. Spülungen und Haarkuren gehören in die mittleren Längen und Spitzen, nicht an die Ansätze.

8. Rubbeln Sie Ihre Haare nach dem Waschen nicht mit dem Handtuch trocken.

9. Verzichten Sie auf Bürsten bei nassem Haar. Verwenden Sie stattdessen einen grobzinkigen Kamm und beginnen Sie in den Spitzen.

10. Eine gesunde Kopfhaut ist die Grundlage für gesundes Haarwachstum.

Was tun bei feinem, strapaziertem Haar?

Verwenden Sie eine Bürste mit Naturborsten. Breite Paddle-Bürsten eignen sich vor allem bei glattem, brüchigen Haar. Der Föhn ist nicht des Haares bester Freund. Wenn es gar nicht anders geht, sollten Sie Ihr Haar zumindest kalt oder auf ganz niedriger Stufe föhnen bzw. Auch die Frisur hat einen Einfluss auf unser Haar. So sorgen vor allem strenge Frisuren wie ein straffer Dutt oder Pferdeschwanz dafür, dass Zug auf dem Haar entsteht.

Shampoos gegen Haarausfall

Es gibt unzählige Shampoos auf dem Markt, die speziell gegen Haarausfall entwickelt wurden. Sie enthalten meist Wirkstoffe wie Koffein, Biotin oder Zink, die das Haarwachstum stimulieren und die Kopfhaut stärken sollen. Wichtig ist, auf hochwertige Inhaltsstoffe zu achten und aggressive Reinigungsmittel zu vermeiden. Ein gutes Shampoo kann die Kopfhaut beruhigen, Irritationen reduzieren und dem Haar neue Kraft verleihen. Besonders bei empfindlicher Kopfhaut sind sulfatfreie, parfümfreie Produkte empfehlenswert. Wer zusätzlich auf eine gesunde Ernährung achtet und stressreduzierende Maßnahmen in den Alltag integriert, unterstützt die Wirkung der Pflegeprodukte auf natürliche Weise.

Auch nach dem Waschen sanft mit den Haaren umgehen: Feuchte Haare sind sehr empfindlich, deshalb nicht an ihnen zerren, sonst werden sie brüchig und splissig. Labortests haben gezeigt, dass feuchte Haare weich sind, geöffnete Schuppen haben und leichter abreißen. Zum „Entwirren” nach dem Waschen am besten eine Spülung benutzen, die im Haar bleibt und die Kämmbarkeit verbessert. Dann das Haar mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Naturbürste vorsichtig kämmen. Lassen Sie Ihre Haare möglichst lufttrocknen - Föhnen mit zu großer Hitze schädigt die Haare. Schneller geht es, wenn man die Haare mit einem Frotteehandtuch vortrocknet. Aber bitte nicht rubbeln!

Die No-Poo-Methode: Haare waschen ohne Shampoo

No-Poo-Trend: Funktioniert Haare waschen ohne Shampoo wirklich?

Haare waschen ohne Shampoo - die No-Poo-Methode soll besonders schonend für Mähne und Kopfhaut sein. Die No-Poo-Methode, eine Abkürzung aus dem Englischen „No Shampoo“, also „kein Shampoo“, ist eine Alternative zur traditionellen Haarwäsche. Denn viele Shampoos enthalten synthetische Inhaltsstoffe wie Tenside, Silikone, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Parfum. Diese reizen häufig die Kopfhaut und lösen Allergien aus. Zudem fettet die Kopfhaut bei der herkömmlichen Haarwäsche mitunter schnell nach. Das Haar zu waschen ohne Shampoo, soll dem entgegenwirken. Bei der No-Poo-Methode benutzen Sie natürliche Ersatzprodukte wie Roggenmehl und Apfelessig oder nur Wasser, um die Haare zu waschen.

Um ohne Shampoo die Haare zu waschen, ist es zu Beginn wichtig, die Haare zu entfetten. Ziel ist es, dass die Talgproduktion der Kopfhaut sich selbst regulieren kann. Wie lange diese Umstellungsphase dauert, ist stark von Ihrem Hauttyp abhängig. Neigen Sie zu öliger Haut, wird auch ihr Ansatz öfter nachfetten und die Umstellungsphase kann entsprechend länger sein.

Was ist gut an No Poo?

Synthetische Tenside, das sind die waschaktiven Substanzen in herkömmlichen Shampoos, reizen unsere Kopfhaut und bringen sie so aus dem Gleichgewicht. Dies führt dazu, dass wir unsere Haare immer öfter waschen. Der Kopfhaut kann es sehr gut tun, nicht mehr mit diesen aggressiven chemischen Substanzen in Kontakt zu kommen. Hier sind Lavaerde und Roggenmehl sicher schonender. Zudem ist vor allem die Wäsche mit Roggenmehl günstiger als die meisten herkömmlichen Shampoos. Zudem gelangen so keine schädlichen synthetischen Stoffe aus Shampoos über den Abfluss in das Grundwasser. In herkömmlichen Shampoos sind zudem meist einige schädliche Inhaltsstoffe enthalten, die beispielsweise im Verdacht stehen hormonell verändernd zu sein. Diese können über die Kopfhaut in unseren Körper eindringen und sich dort anlagern.

Wie genau läuft No Poo ab?

Bei der No Poo Methode wird Shampoo durch natürliche Mittel wie Lavaerde, Roggenmehl oder Natron ersetzt. Die Haare werden entweder mit einem solchen Stoff gewaschen oder auch mal nur mit klarem Wasser. Conditioner samt seiner zahlreichen synthetischen Inhaltsstoffe (inklusive Silikone) ist logischerweise auch tabu. Stattdessen werden die Haare beispielsweise mit Apfelessig gespült. Ein weiterer wichtiger Bestandteil von No Poo ist das Bürsten der Haare. Ihr kennt sicher von eurer Oma noch das Sprichwort: 100 Bürstenstriche am Tag sind gut für das Haar. Anhängerinnen von No Poo sind überzeugt, dass intensives und ausgiebiges Bürsten das von der Kopfhaut produzierte Sebum so gleichmäßig auf das Haar verteilt wird und es pflegt. Das ist übrigens das Zeug, das unseren Ansatz nach einiger Zeit fettig aussehen lässt.

Alternativen zu herkömmlichem Shampoo

Bei der No-Poo-Methode können Sie auf unterschiedliche Alternativen zum herkömmlichen Shampoo zurückgreifen. Welches Mittel am besten zu ihnen passt, müssen Sie ausprobieren - jedes Haar und jede Kopfhaut ist anders.

  • Natron: Natron ist ein natürlicher Fettlöser und eignet sich daher gut für die No-Poo-Methode.
  • Apfelessig: Die Haare mit Apfelessig zu waschen, soll das Haar geschmeidig und leicht zu kämmen machen.
  • Roggenmehl: Haare waschen mit Mehl kann Talg und Schmutz aus den Haaren entfernen.
  • Heilerde: Haare waschen geht auch mit Heilerde. Diese wird aus Löß, einer Lehmart, gewonnen. Sie wirkt bindend, wodurch sie überschüssigen Talg von der Kopfhaut entfernt.
  • Lavaerde: Auch Ton- oder Lavaerde kommt als Shampoo-Alternative zum Einsatz beim Haarewaschen. Sie saugt Talg und Schmutz auf, ohne dabei das Haar zu stark zu entfetten.
  • Bier: Die Haare mit Bier zu waschen, kann sie glänzender, voluminöser und gesünder machen. Grund dafür sind pflegende Inhaltsstoffe wie Gerste oder Hopfen.
  • Kaffee: Kaffee macht wohl nicht nur wach, sondern auch die Mähne schön. Sich die Haare mit Kaffee zu waschen, soll selbige dicker und voller werden lassen - und zwar dank des enthaltenen Koffeins.
  • Reiswasser: Reiswasser entsteht als Nebenprodukt beim Kochen von Reis. Das Kochwasser enthält Stoffe, die wohl gut für die Haare sind. Sie mit Reiswasser zu waschen, soll die Mähne glatter, glänzender und kräftiger machen sowie das Haarwachstum unterstützen.
  • Haarseife: Die Haare nur mit Seife waschen? Das ist möglich. Einsteiger gestalten den Umstieg auf die No-Poo-Methode beispielsweise sanfter, indem sie zu Beginn sogenannte Haarseifen statt Shampoo verwenden.
  • Nur mit Spülung: Sich die Haare nur mit Spülung zu waschen, ohne vorher Shampoo zu verwenden, heißt auch Co-Washing. Die Idee dahinter: Spülungen trocknen die Haare weniger aus und schonen besonders trockenes und strapaziertes Haar.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn der Haarverlust mit schmerzhaften Hautveränderungen einhergeht oder kreisrunde Flächen auf dem Kopf plötzlich kahl sind. Der Arzt wird dann verschiedene Untersuchungen durchführen (u.a. eine Haarwurzel-Analyse) und Ihnen je nach Ergebnis eine bestimmte Therapie vorschlagen.

Auch wenn sanfte Pflege, hochwertige Shampoos und eine schonende Haarwäsche den Zustand der Kopfhaut positiv beeinflussen können, reichen diese Maßnahmen bei fortschreitendem oder genetisch bedingtem Haarausfall beim Haare waschen häufig nicht mehr aus. In solchen Fällen sollte man nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen - je früher, desto besser.

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