Katzenrassen ohne Haarausfall: Ein umfassender Leitfaden

Eine Katze ist schon etwas Schönes. Die Samtpfoten haben ungerechterweise den Ruf weg, nicht so anhänglich zu sein wie Hunde. Dabei zeigen die Tiere ihre Liebe einfach auf eine andere Weise. Und wer bereits einen Schmusekater zu Hause hat, weiß ganz genau, dass das mit der Anhänglichkeit auch nicht stimmt. Wenn sie sich einmal wohlfühlen, kriegen sie nämlich gar nicht mehr genug davon, gekrault und gestreichelt zu werden. Bist du vielleicht selbst auf der Suche nach einer Katze, magst aber die ganzen Haare nicht, die sie beim Fellwechsel und oft auch zwischendurch verlieren? Dann solltest du weiterlesen. Wir haben nämlich ein paar Katzenrassen gefunden, die wenig haaren.

Im Jahr 2021 lebten rund 16,7 Millionen Katzen in deutschen Haushalten (statista.com). Damit gehören die Vierbeiner zu den beliebtesten Haustieren in deutschen Haushalten. Doch was ist, wenn man gerne einen solchen Schmusekater hätte, aber einem die losen Haare auf die Nerven gehen? Dann sollte man sich eine Katzenrasse aussuchen, die möglichst wenig oder sogar noch besser gar nicht haart. Bei der letzten Option müssen wir dich aber leider enttäuschen. Grundsätzlich verliert nämlich jede Katze Haare. Schließlich gehört das zum Fellwechsel dazu. Aber wir können dich beruhigen. Es gibt einige Katzenrassen, die weniger Haare verlieren und somit vielleicht eine gute Alternative für dich sind.

Eignen sich wenig haarende Katzen auch für Allergiker?

Wichtig zu wissen: Nicht oder nur wenig haarende Katzen bedeutet nicht gleich, dass sie für Allergiker geeignet sind. Sogenannte hypoallergene Rassen, also Katzenrassen, die sich für Allergiker eignen, gibt es nämlich nicht. Auch wenn viele dies behaupten. Man reagiert als Allergiker nämlich nicht nur auf die Haare, sondern auf bestimmte Eiweißbausteine (Protein „Fel d 1“), die im Speichel, in den Talg- oder Schweißdrüsen sowie im Urin vorkommen können. Mehr Infos zu Tierhaarallergien findest du beim Deutschen Allergie- und Asthmabund.

Auch wenn es also nicht die Allergiker-Katze gibt, setzt nicht jede Katze gleich viel von dem Protein „Fel d 1“ frei. In einem Interview mit MeinAllergiePortal spricht der Toxikologe Prof. Dr. rer. pharm. Jeroen Buters über eine Studie, die er zu diesem Thema durchgeführt hat. Demnach haben Kater einen höheren Allergen-Gehalt als weibliche Katzen. Wenn du dir also dennoch als Allergiker eine Katze zulegen möchtest, verbringe am besten vorher ausreichend Zeit mit den Vierbeinern, um abzuklären, wie stark du reagierst. Wichtig ist, dass du vorab klärst, wie sich deine Allergie verhält. Die Katze soll ja schließlich nicht nach ein paar Wochen wieder im Tierheim landen.

Bestimmte Katzen sind für Allergiker nicht geeignet. Die sympathischen und teils großen Wuschelköpfe verlieren besonders zur Zeit des Fellwechsels viele Haare. Auch mit regelmäßiger Fellpflege und täglichem Staubsaugen bleiben diese Stubentiger gänzlich ungeeignet, denn auf dem Fell lagert sich viel Talg ab, das auch das Allergen Fel d 1 enthält. Die eigentliche Hauptquelle für allergische Reaktionen liegt daher nicht nur im Speichel, wie oft irrtümlich angenommen. Es sind eben auch die Talgdrüsen der Katze, die eine große Quelle des Allergens bilden. Sie befinden sich an der Haarwurzel und produzieren Talg, der von der Haut auf die Haare der Katze gelangt.

Da auch Katzen in die Pubertät kommen und in dieser Altersphase die Talgproduktion und somit die Freisetzung von Allergenen am höchsten ist, könnten für euch Katzen geeignet sein, die die Pubertät hinter sich haben. Zumindest zeigen wissenschaftliche Vermutungen in diese Richtung. Um in dieser Hinsicht ganz auf der sicheren Seite zu stehen, könnt ihr die individuelle Allergenfreisetzung bei der Katze individuell testen und bestimmen lassen. Die Katze, die eine geringe Allergiefreisetzung hat, löst keine oder kaum Allergien aus.

Katzen für Allergiker – Top 7 Katzenrassen ohne Fell & mit Fell

Gibt es Katzen, die nicht haaren?

Katzen, die nicht haaren, gibt es nicht. Wer sich für eine Katze als Haustier entscheidet, muss damit leben, dass sie Haare verliert. Auch Nacktkatzen (wie beispielsweise die Sphynx) haben leichten Flaum, den sie in der Wohnung verteilen.

Allerdings gibt es einige Katzenrassen, die dafür bekannt sind, weniger Haare zu verlieren als andere. In der Regel sind es Kurzhaarkatzen. Manche von ihnen sind sogar für ihr dickes und besonders weiches Fell bekannt.

Im Anschluss findest Du kurze Rassenporträts über sieben Katzen, die wenige Haare verlieren.

Hier sind einige Katzenrassen, die wenig haaren:

  • Bengal
  • Burma
  • Savannah
  • Devon Rex

Neben der Sphynx-Katze und ihrer Kreuzungen gibt es keine anderen Katzen, die nahezu nackt sind.

Zu fast nackten Rassen wie der Sphynx Katze gibt es jedoch auch empfehlenswerte alternative Katzenrassen, die wenig haaren. Überwiegend sind das Kurzhaarkatzen, welche keine Unterwolle besitzen. Darüber hinaus gibt es weitere Kurzhaar-Katzen, die wenig haaren.

1. Sphynx-Katzen

Frei nach dem Motto “Wo keine Haare sind, kann auch nichts haaren”, gehört die Sphynx-Katze definitiv auf Platz 1. Sie gehört zu den Nacktkatzen und hat aufgrund einer Genmutation so gut wie gar keine Haare. Nur ein leichter Flaum bedeckt die Haut der Katzenrasse, der aber mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen ist. Natürlich sind Nacktkatzen und damit auch die Sphynx-Katze nicht für jeden etwas. Schließlich sind sie rein optisch weit entfernt vom Kuschelkätzchen. Doch auch diese Katzenrassen haben ihre Fans, denn sie können extrem anhänglich und menschenfixiert sein. Außerdem gelten sie als unheimlich intelligent.

Die Sphynx kann nicht haaren, da sie eine Nacktkatze ist.

Die Sphynx und die Peterbald haaren am wenigsten, da sie kein richtiges Fell besitzen.

Tierschützer*innen kritisieren diese Rasse als sogenannte Qualzucht.

2. Russisch Blau

Elegant und unnahbar - so könnte man unseren Platz 2 beschreiben. Auf den ersten Blick wirkt die Russisch Blau wie eine elegante Erscheinung, die sich um die Beine schlängelt. Rein optisch hat sie ihr elegantes Aussehen ihrem schlanken Körperbau und dem grau-silbernen Fell zu verdanken. Und genau dieses Fell hat auch eine Besonderheit: Bei Russisch Blau-Katzen sind die Deckhaare genauso lang wie die Unterwolle. Sie fühlen sich daher angenehm weich an und ihnen fallen für gewöhnlich kaum Haare aus.

Noch beliebter bei Allergikern, denen die Nacktheit der Sphynx-Katze nicht zusagt, ist die Rasse Russisch Blau. Das Fell ist zwar sehr dicht, dennoch fällt es kaum aus. Deckhaar und Unterwolle haben dieselbe Länge, was das Fell auffällig weich und kompakt macht. Nicht nur der geringe Verlust an Haaren macht das Tier für empfindliche Menschen angenehm, sondern auch die Speichelzusammensetzung, die weniger Eiweiße beinhaltet.

3. Bengal-Katzen

Bengal-Katzen werden immer beliebter. Nicht nur, weil sie aufgrund ihres fehlenden Unterfells, nur wenig haaren. Auch rein optisch überzeugt die Katzenrasse mit einem eindrucksvollen, fast Leopard-artigen Aussehen. Kein Wunder also, dass der Mini-Leopard bei Raubkatzenliebhabern so beliebt ist. Trotzdem muss man dazu sagen: Bengal-Katzen eignen sich weniger für Katzen-Neulinge oder als reine Hauskatzen. Sie brauchen unheimlich viel Auslauf und sind sehr aktiv. Ebenso wie ihre artnahe Verwandte, die Savannah-Katze.

Da sie kein Unterfell besitzen, verlieren sie nur wenig Haare.

Trotzdem muss man dazu sagen: Bengal-Katzen eignen sich weniger für Katzen-Neulinge oder als reine Hauskatzen. Sie brauchen unheimlich viel Auslauf und sind sehr aktiv. Ebenso wie ihre artnahe Verwandte, die Savannah-Katze. Auch diese sogenannten Hybrid-Rassen, also eine Kreuzung mit Wildkatzen, werden von Tierschützer*innen kritisiert.

4. Siamkatzen

Mit ihren hellblauen Augen und ihrer eindrucksvollen Farbschattierung, hat sich die Siamkatze zum echten Klassiker unter den beliebtesten Katzenrassen gemausert. Auch in Sachen Haaren hält sich die thailändische Schönheit zurück. Die Siamkatze gehört nämlich zu den Teilalbinos und besitzt nur wenig Unterfell. Sie haart dadurch deutlich weniger als ihre Verwandten. Fans der Katzenrasse lieben außerdem ihren tollen Charakter, denn sie gilt als intelligent, verspielt, menschenbezogen und sehr verschmust. Perfekt also für alle, die sich eine richtige Schmusekatze wünschen. Aber Achtung: Auch eine Siamkatze hat ihren eigenen Willen.

Die Siamkatze ist ein echter Klassiker unter den Katzenrassen: Bereits vor rund 200 Jahren wurde sie das erste Mal schriftlich erwähnt. Ein Grund für ihre Beliebtheit ist bestimmt ihr Charakter: Sie gilt es lebhaft, intelligent, verspielt - und willensstark. Aber auch ihr pflegeleichtes Fell erfreut Herrchen und Frauchen: Die zu den Teilalbinos zählende Rasse besitzt nur wenig Unterfell und haart kaum.

Vor allem die ursprünglich aus Thailand stammenden Siamkatzen mit den intensiven blauen Augen besitzen nur wenig Unterwolle. Für euch bedeutet das: weniger Haare in der Wohnung. Wenn ihr die Fell-Schönheit gelegentlich bürstet, reicht das vollkommen aus.

5. Devon-Rex

Die Devon-Rex gehört zu den Rex-Katzen und überzeugt durch ihre tolle Optik. Ihr leicht lockiges Fell fällt nämlich unter den Katzenrassen direkt ins Auge und auch ihre großen Ohren erinnern eher an eine Fledermaus als an eine Samtpfote. Ähnlich wie bei der Sphynx-Katze ist auch für diese Felloptik eine Genmutation der Grund. Ihre außergewöhnliche Fellstruktur ist außerdem dafür verantwortlich, dass sie weniger haart.

In den 60er-Jahren entstand in der Grafschaft Devonshire in England aus der Paarung eines streunenden Katers mit der Katze von Katzenfreundin Beryl Cox das Katerchen Kirlee - der Stammvater aller Devon-Rex-Katzen.

Weitere Katzenrassen, die wenig haaren

Weitere Katzenrassen, die nur wenig haaren sind Orientalisch Kurzhaar, Balinese und Burma-Katzen.

Die Orientalisch Kurzhaar ist eine elegante, schlanke und energiegeladene Katze, die für ihr glattes, seidenweiches Fell und ihre ausdrucksstarken mandelförmigen Augen bekannt ist. Das kurze, feine Fell der Orientalisch Kurzhaar liegt eng am Körper an und hat nahezu keine Unterwolle, wodurch sie sehr wenig haart und nur wenig Pflege benötigt.

Die Balinese ist eine elegante, intelligente und soziale Katze, die für ihr weiches, halblanges Fell und ihre ausdrucksstarken blauen Augen bekannt ist. Trotz ihres längeren Fells haart die Balinese weniger als viele andere Langhaarrassen. Das liegt daran, dass sie keine dichte Unterwolle hat, lose Haare sammeln sich daher weniger schnell an, und die Fellpflege ist deutlich einfacher.

Die Birma-Katze ist eine wunderschöne, mittelgroße Katze, die für ihr weiches, halblanges Fell, ihre tiefblauen Augen und die charakteristischen weißen „Handschuhe“ an den Pfoten bekannt ist. Trotz ihres langen Fells haart die Birma-Katze weniger als viele andere Langhaarrassen. Das liegt daran, dass sie keine dichte Unterwolle hat, ihr Fell verfilzt dadurch seltener und ist relativ pflegeleicht.

Katzen haaren zu viel: Fellpflege kann helfen

Wenn deine Katze extrem haart, kann ein Nähstoffmangel oder Stress dahinterstecken. Wichtig bei der Katzenernährung ist eine proteinreiche Nahrung. Ebenso solltest du auf Vitamine, essenzielle Fettsäuren und Mineralstoffe im Katzenfutter achten. Auch Flüssigkeitsmangel kann zu starkem Haarverlust führen und sich ungünstig auf Haut und Haare auswirken. Achte daher auf ausreichend Wasser, das du deinem Vierbeiner zur Verfügung stellst, sowie ein hochwertiges Nassfutter. Dadurch nehmen Katzen nämlich bereits sehr viel Flüssigkeit auf.

Neben einer gesunden Ernährung, die den Haarverlust reduzieren kann, solltest du das Fell richtig pflegen. Das bedeutet: Kämme deine Katze regelmäßig, am besten sogar täglich während des Fellwechsels. So kannst du deiner Samtpfote dabei helfen, lose Haare loszuwerden. Das Gute daran: Im Fell befinden sich dadurch ebenfalls weniger lose Haare, die sich im Haus verteilen können. Zum Kämmen kannst du am besten eine Bürste benutzen, die auch die lose Unterwolle auskämmt.

Tipp: Besonders Langhaarkatzen wie die Maine Coone oder die Ragdoll brauchen täglich Pflege. Ihr Fell kann nämlich schnell verfilzen. Zum Wohl des Tieres solltest du daher täglich zur Bürste bzw.Haare bleiben auch bei wenig haarenden Katzen nicht aus. Wer dem losen Fell jedoch zu Leibe rücken will, sollte einen guten Staubsauger zu Hause haben. Ein praktischer Saugroboter mit Wischfunktion ist zum Beispiel ein gute Unterstützung im Katzen-Haushalt - und nimmt Putzmuffeln quasi die ganze Arbeit ab. Wir empfehlen den gut bewerteten Saug- und Wischroboter yeedi vac 2 pro, der nicht nur Haare entfernt, sondern auch den Schmutz, den Freigänger-Katzen unter ihren Pfoten ins Haus tragen. Noch mehr Haustier-Wissen: Katze hat Schuppen?

Katzenrasse Felltyp Haarverlust Besonderheiten
Sphynx Nahezu haarlos Sehr gering Benötigt spezielle Hautpflege
Russisch Blau Kurz, dicht Gering Hypoallergen
Bengal Kurz, glatt Gering Aktiver Charakter
Siamkatze Kurz, fein Gering Gesprächig
Devon Rex Gelockt Gering Besondere Fellstruktur

tags: #Katzenrassen #ohne #Haarausfall

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