Viele Menschen kämpfen mit Haarproblemen und suchen nach der optimalen Lösung in Shampoos. Doch welche Shampoos empfehlen Hautärzte wirklich? Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick und wertvolle Tipps von Experten.
Juckende Kopfhaut entsteht häufig als Folge von Feuchtigkeitsmangel der Haut. Ist die Kopfhaut trocken, können Spannungsgefühle, Juckreiz oder kleine weiße Schuppen auftreten. Grund ist eine gestörte Hautbarriere, wodurch die Feuchtigkeit der Kopfhaut zu schnell entweicht.
Das beruhigende Linola Forte Shampoo ist abgestimmt auf die speziellen Bedürfnisse von trockener, juckender Kopfhaut und ist auch bei Neigung zu Schuppenflechte geeignet. Das enthaltene Menthol erfrischt die Kopfhaut und reduziert den Juckreiz ab der ersten Anwendung. Ein Pflanzenextrakt aus dem Szechuan-Pfeffer wirkt beruhigend.
Die Hautschutzbarriere wird durch linolsäurereiche Pflanzenöle unterstützt und die Regeneration der Kopfhaut gefördert. Das pH-hautneutrale Shampoo (pH 5,5) schont den natürlichen Säureschutzmantel der Haut und trocknet die Kopfhaut nicht aus. So werden Trockenheit, Spannungsgefühle, Juckreiz und trockene Schuppen bei regelmäßiger Anwendung minimiert.
Die Regeneration der Hautschutzbarriere ist entscheidend für die Linderung von juckender Kopfhaut, da eine intakte Barriere Feuchtigkeitsverlust minimiert und das Eindringen von Reizstoffen verhindert. Linolsäure, eine essenzielle Fettsäure, spielt eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung dieser Barriere. Sie fördert die Zellregeneration und hilft, die Haut geschmeidig zu halten, wodurch Juckreiz und Trockenheit effektiv reduziert werden.
Haarausfall kann regelrecht bedrückend sein. Deshalb haben wir mit Dermatologin Prof. Dr. Natalie Garcia Bartels gesprochen, Autorin eines Bestsellers zum Thema Haupt und Haar und Expertin auf dem Gebiet. Neben vielen wertvollen Tipps zeigt sie Wirkstoffe auf, die bei Haarausfall vielversprechend sind. Auf dieser Grundlage stellen wir dir die vier besten Shampoos gegen Haarausfall vor, die unterstützend wirken können.
Bevor du zu einem Shampoo gegen Haarausfall greifst, solltest du folgende zwei Punkte berücksichtigen:
Laut Prof. Dr. Garcia Bartels ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Arten des Haarausfalls zu unterscheiden. Je nach Art des Haarausfalls kommen andere Behandlungsmöglichkeiten in Frage.
Hinzu kommt, dass es ganz verschiedene Ursachen für Haarausfall gibt - die häufigsten:
Haarausfall ist also hochgradig individuell. Bevor du einfach irgendein Shampoo gegen Haarausfall verwendest, empfiehlt es sich daher, einen Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren. „Der schnelle Griff zu vermeintlichen Helfern wie Shampoos kann dazu führen, dass man wertvolle Zeit verliert“, erklärt Prof. Dr. Garcia Bartels. Der Arzt oder die Ärztin kann dem Problem hingegen auf den Grund gehen und dir eine auf deine Haare abgestimmte Therapie vorschlagen.
Der zweite wichtige Punkt: Es gibt nur wenige Wirkstoffe, die Haarausfall nachweislich vermindern können. Viele Shampoos gegen Haarausfall sind darauf ausgerichtet, die Kopfhaut zu beruhigen und zu durchbluten, die Haarwurzel zu stärken und so eine Basis für ein gesundes Haarwachstum zu schaffen.
„Ein Shampoo gegen Haarausfall kann in der Regenerationsphase angewendet werden, nachdem die Ursache des Haarausfalls gezielt behandelt wurde. Dann kann es das Nachwachsen der Haare unterstützen. Ein Shampoo gegen Haarausfall sollte aber nie als alleiniger Helfer gegen echten Haarausfall verwendet werden“, erklärt Dermatologin Prof. Dr. Garcia Bartels.
Doch auf welche Wirkstoffe kann man nun setzen, um das Haarwachstum anzuregen? Hier eine Übersicht:
Koffein-Shampoos kommen vor allem bei erblich bedingtem Haarausfall zum Einsatz. Dem Wirkstoff Koffein konnte in Labor-Studien ein wachstumsfördernder Effekt nachgewiesen werden. Allerdings gibt es noch keine ausreichenden Beweise für die tatsächliche Wirksamkeit beim menschlichen Haar.
Möchtest du das „Phyto-Coffein“ Shampoo von Plantur 39 ausprobieren, solltest du es mindestens zwei Minuten einwirken lassen, bevor du es wieder auswäscht. „Wichtig ist, dass der Wirkstoff genügend Zeit hat, in die Kopfhaut einzuziehen und zu den lebenden Zellen vorzudringen, die das Haar unter der Haut produziert. Nur so kann die Durchblutung rund um die Haarfollikel herum angeregt werden“, erklärt Prof. Dr. Garcia Bartels.
Das „Energy“ Shampoo von Vichy Dercos punktet durch den bewährten Wirkstoff Aminexil. Er ähnelt dem Wirkstoff Minoxidil, der in der Medizin zum Beispiel in Form von Tabletten gegen Haarausfall zum Einsatz kommt. Aminexil soll versteiftes Kollagen um die Haarfollikel auflockern und so für einen festeren Halt der Haarwurzel sorgen. Vor allem bei hormonell bedingtem Haarausfall, zum Beispiel nach der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, kommen Shampoos mit Aminexil zum Einsatz.
Zwar zeigen einzelne Hersteller- und Laboruntersuchungen positive Effekte von Aminexil bei Haarausfall, allerdings konnte dies noch nicht hinreichend durch Studien belegt werden. Auch ein Shampoo mit Aminexil sollte also immer nur als Baustein einer ganzheitlichen Behandlung (in Absprache mit dem Arzt oder der Ärztin) gesehen werden.
Alternativ zu einem Shampoo mit Aminexil können auch Produkte mit Minoxidil angewendet werden. Klinische Studien belegen die Wirksamkeit dieses Wirkstoffes. Ein bekanntes und beliebtes Produkt ist die Minoxidil-Lösung von Regaine, die direkt auf die betroffenen Stellen auf der Kopfhaut aufgetragen wird.
Grundsätzlich empfiehlt die Haarexpertin, Minoxidil in Form von Shampoos oder Tinkturen in ärztlicher Absprache anzuwenden.
Wenn deine Haare generell dazu neigen, kaputt und splissig zu sein, kannst du es mit dem Keratin- und Knoblauch-Shampoo von Natural Herbs versuchen. Das Eiweiß Keratin, einer der Hauptbestandteile der Haare, ist dem Shampoo künstlich zugesetzt. Es soll dazu beitragen, die Lücken im Schutzmantel des Haares wieder aufzufüllen. Der Effekt: Das Haar gewinnt optisch an Struktur, es wirkt geschmeidiger und kräftiger. Durch das im Shampoo enthaltene Knoblauchöl sollen zudem die Durchblutung der Kopfhaut angeregt, die Haarwurzeln gestärkt und das Haarwachstum gefördert werden.
Bei Allergien oder gereizter Kopfhaut sollte man vorsichtig sein. Patienten, die eine Pollenallergie haben, können auch auf Naturkosmetika allergisch reagieren.
Neben Knoblauch ist auch Ginkgo ein pflanzlicher Inhaltsstoff, dem durchblutungsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden. Das Anti-Haarverlust-Shampoo von Sebamed macht sich diesen Inhaltsstoff in Kombination mit Koffein zu Nutze, um das Wachstum der Haare zu unterstützen. Der Hersteller empfiehlt das Shampoo bei erblich bedingtem Haarausfall.
Nicht nur auf das „Was“, sondern auch auf das „Wie“ kommt es an! Hier sind die besten Tipps für die richtige Anwendung von Shampoos gegen Haarausfall.
„Patienten, die Haarausfall haben, sollten keine Angst haben, sich die Haare zu waschen“, betont Prof. Dr. Garcia Bartels. „Ob man sich die Haare täglich wäscht oder nur wöchentlich, hat keinen Einfluss auf den Haarausfall oder das Wachstum an sich.“ Wie oft die Haare tatsächlich gewaschen werden müssen, kommt vielmehr auf die Bedürfnisse der eigenen Haare bzw. der Kopfhaut an.
Möchtest du ein Shampoo mit speziellen Wirkstoffen gegen Haarausfall anwenden, zum Beispiel mit Koffein oder Aminexil, sollte das bestenfalls jeden Tag geschehen. „Die tägliche Anwendung in einer bestimmten Konzentration und Dosis ist wichtig, um überhaupt einen Effekt zu haben“, weiß die Bestseller-Autorin Prof. Dr. Garcia Bartels. Hier solltest du also genau wissen, was in deinem Shampoo drin ist und wie lange es einwirken muss. Im Zweifel besprichst du das mit deinem Arzt, deiner Ärztin oder in der Apotheke.
Die Faustregel besagt: Bis zu 100 ausgefallene Haare pro Tag sind im Rahmen des natürlichen Haarwechsels völlig normal. Die Anzahl kann aber je nach Umstand auch mal schwanken.
Einen Arzt oder eine Ärztin solltest du dann aufsuchen, wenn der Haarausfall über einen längeren Zeitraum (von etwa zwei Wochen) mehr als 100 Haare täglich umfasst, er plötzlich und stark auftritt, sich ganze Büschel lösen oder kahle Stellen am Kopf entstehen.
Es ist für jeden Haartyp ein Shampoo erhältlich. Hier eine kleine Übersicht:
Hier sind einige Beispiele für Shampoos und ihre Inhaltsstoffe, die für verschiedene Zwecke geeignet sind:
| Shampoo | Geeignet für | Inhaltsstoffe |
|---|---|---|
| Neutral-Shampoo | Empfindliche Haut, normales und feines Haar | Aqua, Sodium Laureth Sulfate, Sodium Chloride, Cocamidopropyl Betaine, Behenoyl PG-Trimonium Chloride, Sodium Cocoyl Glutamate, Hexylene Glycol, Citric Acid, Sodium Benzoate, Sorbic Acid |
| Shampoo mit Glyzerin | Normales bis trockenes/beschädigtes Haar | Aqua, Sodium Laureth Sulafte, Glycerin, Cocamidopropyl Betaine, Sodium Chloride, Behenoyl PG-Trimonium Chloride, Sodium Cocoyl Glutamate, Sucrose Laurate, Hexylene Glycol, Citric Acid, Sodium Benzoate, Sorbic Acid |
| Shampoo für empfindliche Kopfhaut | Empfindliche Kopfhaut, normales bis trockenes/beschädigtes Haar | Purified Water , Lauryl Glucoside , Coco Glucoside , Acrylates Copolymer , Disodium Cocoyl Glutamate , Sodium Cocoyl Glycinate , Glycerin , Sucrose Cocoate , Panthenol , Pentylene Glycol , 1,2 hexanediol , Sodium Cocoyl Glutamate , Disodium EDTA , Caprylyl Glycol , Sodium Hydroxide , Sodium Chloride |
| Basis-Shampoo | Normales und feines Haar | Aqua, Sodium Laureth Sulfate, Glycerin, Cocamidopropyl Betaine, Sodium chloride, Behenoyl PG-Trimonium Chloride, Sodium Cocoyl Glutamate, Sucrose Laurate, Hexylene Glycol, Citric acid, Sodium benzoate, Sorbic acid |
Schuppen sind nichts Ekliges und in den meisten Fällen auch absolut harmlos, aber behandelbar. Bei leichten Flöckchen musst du nicht direkt zur Hautärztin rennen, sondern kannst auch erst Mal ein spezielles Shampoo ausprobieren.
„Anti-Schuppen-Shampoos mindern die Bildung von Schuppen, versorgen die Kopfhaut mit Feuchtigkeit und lindern dadurch indirekt auch den Juckreiz“, so die Dermatologin und Dove-Haarexpertin Dr. Francesca Fusco.
Wichtig bei der Auswahl des Shampoos ist es, laut des Dermatologen Dr. Neil Sadicks, auf die Inhaltsstoffe zu achten. „Ketoconazol und Zink-Pyrithion sind beispielsweise eine gute Wahl, denn sie wirken antibakteriell und antimykotisch. Sie reduzieren und verhindern teilweise sogar das Wachstum eines Pilzes auf der Kopfhaut“.
Es ist wichtig, geduldig zu bleiben. Anti-Schuppen-Shampoos müssen häufig über längere Phasen angewendet werden. Wer sie nach einer ersten Besserung wieder vollständig absetzt, kann schnell erneut vor einem Schuppenproblem stehen. Sind die Schuppen weniger geworden, reicht es aber oft, ein Anti-Schuppen-Shampoo zweimal pro Woche zu benutzen und zwischendrin ein mild reinigendes, herkömmliches Shampoo.
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