Katzenpilz ist eine weit verbreitete Hautpilzerkrankung bei Tieren, die insbesondere bei Katzen auftritt. Ein kurzer Kontakt zu einem infizierten Tier, wie beispielsweise einem Streuner, reicht oft schon aus, um den hartnäckigen Pilz zu übertragen. Der Begriff "Katzenpilz" bezieht sich auf den Hautpilz "Mikrosporum canis", der Haut und Haare von Haustieren wie Katzen und Hunden befällt. Obwohl „Canis“ eigentlich Hund bedeutet, siedelt sich der Hautpilz gerne im dichten Fell von Katzen an.
Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie den Hautpilz bei Katzen erkennen, wie Sie sich selbst schützen können und wie Sie den Parasiten wieder loswerden!
Katzenpilz ist die Bezeichnung für den Hautpilz „Mikrosporum canis“. Der Pilz befällt Haut und Haare von Haustieren, und obwohl „canis“ „Hund“ bedeutet, sind daneben häufig auch Katzen betroffen. Der Hautpilz bei Katzen gehört zu den häufigsten infektiösen Hauterkrankungen bei Katzen.
Hautpilze werden durch kleine, mit bloßem Auge nicht erkennbare Teilchen übertragen, die sogenannten Sporen. Der Katzenpilz ernährt sich von Keratin, ein Faserprotein, das in der oberen Hautschicht ebenso wie in den Haaren enthalten ist. Befallene Hautschüppchen und Haare sind daher ansteckend.
Sie können eine Pilzinfektion der Haut auslösen, Ärzte sprechen auch von einer Dermatophytose.
Hautpilze können jede Katze befallen. Es gibt allerdings Tiere, die besonders gefährdet sind. Dazu gehören:
Katzenpilz ist bei Wohnungskatzen nicht ungewöhnlich. Selbst wenn die Risikofaktoren nicht zutreffen, reicht oft schon der einmalige Kontakt zu einem infizierten Tier für eine Ansteckung mit den Pilzsporen aus. Streichelt der Mensch eine befallene Katze, kann er den Katzenpilz mit nach Hause bringen und die Wohnungskatze anstecken.
Pilze bei Katzen können ein Hinweis auf eine andere Erkrankung sein. Denn häufig sind Tiere betroffen, die durch ein anderes Leiden wie eine Verletzung oder einen Parasitenbefall ein geschwächtes Immunsystem haben. Liegt ein Pilz bei Ihrer Katze vor, sollten Sie daher immer abklären, ob möglicherweise eine andere Krankheit den Befall begünstigt.
Hautpilz bei Katzen kann an jeder Körperstelle auftreten. Besonders häufig siedelt er sich an Nase und Ohren - also am Kopf - an. Aber auch Schwanz, Rücken und Beine der Tiere sind oft betroffen.
An den befallenen Stellen verursacht der Katzenpilz diese Symptome:
Hinweis: Hunde und Katzen können mit dem Hautpilz infiziert sein, obwohl sie komplett gesund erscheinen und keine Symptome zeigen.
Den Katzenpilz zu erkennen kann sehr schwierig sein. Denn die Symptome sind zwar auffällig, aber auch nicht eindeutig dem Katzenpilz zuzuordnen. Der Tierarzt muss andere Hautkrankheiten und Allergien ausschließen, um die Diagnose Katzenpilz stellen zu können.
Wenn Sie befürchten, Ihre Katze hat sich einen Hautpilz eingefangen, gehen Sie umgehend zum Tierarzt. Nur die Untersuchung unter einer speziellen Lampe („Wood’sche Lampe“) oder die mikroskopische Analyse der Haar- und Hautzellen sowie der Nachweis des Pilzes im Labor führen zu einer sicheren Diagnose.
Katzenpilz ist auf Menschen übertragbar. Über den Kontakt zu einem infizierten Tier gelangen die Pilzsporen auf die menschliche Haut. Katzenpilz kann bei Menschen ebenfalls eine unangenehme Hauterkrankung auslösen.
Vor allem beim Streicheln infizierter Straßenkatzen in südlichen Urlaubsländern kommt es zur Übertragung. Hier ist die Pilzinfektion weiter verbreitet als in Deutschland und mehr Tiere sind betroffen. Doch auch heimische Vierbeiner können für die Infektion mit dem Hautpilz verantwortlich sein.
Etwa zehn Tage nach dem Kontakt mit einer infizierten Katze treten die ersten Symptome des Katzenpilzes bei Menschen auf.
Im Anfangsstadium zeigt sich Katzenpilz beim Menschen in den meisten Fällen zunächst an den Händen und Unterarmen - die Hautregionen hatten Kontakt zum infizierten Tier. Es kommt zu juckenden, kreisrunden roten Flecken auf der Haut. Der Ausschlag geht auf den Oberkörper und schließlich auf die Kopfhaut über. Dort kann es zu büschelweisem Haarausfall kommen.
Im Anfangsstadium lässt sich der Katzenpilz beim Menschen meist mit antimykotischen Salben gut behandeln. Kommt es bereits zu Haarausfall ist eine systemische Therapie mit Tabletten notwendig. Gehen Sie bei den ersten Anzeichen von Hautveränderungen an Händen und Unterarmen umgehend zum Hautarzt und lassen Sie sich untersuchen.
Der Hautpilz, der durch Katzen ausgelöst wird, kann auch von Mensch zu Mensch übertragen werden. Durch Körperkontakt gelangen die Pilzsporen von einer infizierten Person auf einen anderen Menschen.
Vor allem innerhalb einer Familie kann sich der Pilz schnell ausbreiten, selbst wenn nur eine Person die erkrankte Katze berührt hat.
Orte, an denen es wahrscheinlich ist, dass sich der Katzenpilz in der Wohnung ausgebreitet hat, sollten Sie desinfizieren (zum Beispiel der Lieblingsplatz der Katze, Katzenklo, Kratzbaum). Bei einer hartnäckigen Infektion kann es notwendig sein, Gegenstände wie Katzenklo, Kratzbaum oder Kuscheldecke des Tiers zu entsorgen. Tragen Sie dabei Einmalhandschuhe und nutzen Sie Einwegwischtücher, um eine Ansteckung zu vermeiden.
Von der Katze genutzte Decken, Kissen oder andere Unterlagen sollten Sie getrennt von der übrigen Wäsche bei möglichst hoher Temperatur (90 Grad Celsius) waschen .
Waschen Sie auch Heimtextilien bei 90 Grad Celsius . Dazu gehören: Bettwäsche, Kissenbezüge, Handtücher und auch Kuscheltiere.
Die Pilzsporen verbreiten sich sehr schnell in der gesamten Wohnung. Ohne Gegenmaßnahmen wie gründliche Reinigung und Desinfektion der Umgebung können sie sogar jahrelang überleben und weiterhin ansteckend bleiben . Deshalb ist es besonders wichtig, die aufgeführten Maßnahmen parallel zur Behandlung der infizierten Tiere und/oder Menschen gewissenhaft durchzuführen. Nur so werden Sie den Katzenpilz endgültig los.
Hat der Tierarzt einen Hautpilz bei Ihrer Katze festgestellt, folgt die entsprechende Behandlung. Das Ziel hierbei ist, dass die Katze den Hautpilz wieder loswird, die unangenehmen Symptome zurückgehen und sich der Pilz nicht auf andere Lebewesen ausbreiten kann.
Die Behandlung des Katzenpilzes muss konsequent durchgeführt werden, da die Pilzsporen hartnäckig sind und immer wieder eine Infektion bei Mensch und Tier auftreten kann, wenn der Erreger nicht vollständig abgetötet wird.
Hinweis : Auch wenn die Behandlung des Katzenpilzes begonnen hat, kann das Tier immer noch ansteckend sein. Achten Sie auf ausreichende Hygienemaßnahmen im Umgang mit der Katze.
Es gilt neben der Behandlung der Katze auch die Umgebung des Tieres und Gegenstände, mit denen das Tier Kontakt hatte, gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.
Für den Erfolg der Therapie ist es wichtig, dass die Behandlung über den gesamten vom Arzt angesetzten Zeitraum durchgeführt wird. Die oral verabreichten Medikamente müssen Sie Ihrer Katze über mehrere Wochen geben. Haut und Haare werden mehrmals pro Woche gründlich mit einem entsprechenden Shampoo gewaschen.
Nach vier Wochen wird der Erfolg der Behandlung beim Tierarzt überprüft. Stellt der Mediziner immer noch Pilze auf der Haut der Katze fest, wird die Behandlung fortgeführt.
Findet der Arzt keine Parasiten mehr wird die Behandlung zunächst für vier Wochen ausgesetzt. Ist die Katze dann immer noch frei von Pilzen, gilt sie als genesen. Findet der Arzt allerdings erneut Pilzsporen, geht die Prozedur von vorne los.
Erst wenn zwei Untersuchungen im Abstand von vier Wochen keinen Hinweis mehr auf einen Hautpilz bei der Katze liefern, ist die Behandlung abgeschlossen.
Hinweis: Die Hygienemaßnahmen zu Hause laufen parallel zur medikamentösen Behandlung der Katze. Findet der Arzt Pilzsporen auf ihrer Haut, muss sie zu Hause in Quarantäne und Wohnung und Heimtextilien werden gereinigt und desinfiziert.
Die Wirkung von Hausmitteln gegen Hautpilz bei Katzen ist wissenschaftlich nicht belegt. Im Gegenteil: Viele Tipps können die Hautprobleme noch verschlimmern. Deshalb raten Tierarzte von einer Selbstbehandlung des Katzenpilzes mit Hausmitteln ab.
Eine Ausnahme gibt es: Es ist handelt sich zwar nicht um ein klassisches Hausmittel, aber das Scheren des Fells kann die Behandlung eines Hautpilzes bei Katzen unterstützen. Vor allem bei stark infizierten Tieren erleichtert es das Eindringen der Wirkstoffe in die Haut. Außerdem verteilt das Tier so weniger infektiöse Haare im Wohnraum.
Es gibt eine Impfung , um der Infektion mit Katzenpilz vorzubeugen. In Deutschland sind drei Impfstoffe gegen verschiedene Hautpilzarten bei Hund und Katze zugelassen. Die Katzenpilz-Impfung erfüllt zwei Zwecke:
Der Impfschutz besteht etwa fünf Wochen nach der ersten Impfung und hält mindestens neun Monate lang an. Die Impfung kann eine Ansteckung mit Katzenpilz nicht hundertprozentig verhindern. Doch geimpfte Tiere stecken sich seltener anund haben im Falle einer Pilzerkrankung weniger ausgeprägte Beschwerden.
Tierärzte empfehlen die Immunisierung vor allem Tieren, die ein erhöhtes Risiko haben, an Hautpilz zu erkranken. Wenn viele Katzen auf begrenztem Raum leben (z.B. im Tierheim oder bei einem Züchter) kommt die Impfung in Frage. Auch, wenn eineKatze einziehen soll, von der Sie wissen, dass sie eine Pilzinfektion durchgemacht hat, kann eine Impfung sinnvoll sein. Sprechen Sie dazu mit Ihrem behandelnden Tierarzt.
Die Katzenpilz-Impfung kostet laut Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zwischen 4,49 und 13,47 Euro. Allerdings handelt es sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Verabreichung des Impfstoffes.
Jeder Impfung geht eine eingehende Untersuchung voraus, die der Tierarzt ebenfalls abrechnet. Der genaue Preis für die Impfung richtet sich immer nach der erbrachten Leistung und liegt in der Regel zwischen 30 und 60 Euro.
tags: #katzenpilz #mensch #behandlung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.