Wie viele Packungen Haarfarbe benötige ich wirklich?

Du möchtest deine Haare färben und fragst dich, wie viele Packungen Haarfarbe du benötigst? Keine Sorge, du bist nicht allein! Viele Frauen stehen vor dieser Frage, besonders bei längeren Haaren. Hier findest du alle Informationen, die du brauchst, um die richtige Menge zu bestimmen und häufige Fehler beim Haarefärben zu vermeiden.

Die richtige Menge Haarfarbe finden

Die benötigte Menge an Haarfarbe hängt hauptsächlich von der Länge und Dicke deiner Haare ab. Hier sind einige Richtwerte:

  • Ansatz färben: Eine Packung reicht in der Regel aus.
  • Schulterlanges Haar: Je nach Dicke der Haare werden meist zwei Packungen benötigt.
  • Lange Haare (bis über die Brust): Mindestens zwei Packungen, eventuell sogar drei, um sicherzustellen, dass alle Haare gleichmäßig bedeckt sind.

Es ist besser, etwas mehr Farbe zu haben als zu wenig, um ein fleckiges Ergebnis zu vermeiden. Orientiere dich an den Erfahrungen anderer Frauen mit ähnlicher Haarlänge und -struktur.

Tipp: Wenn du dir unsicher bist, kaufe lieber eine Packung mehr. Du kannst die zusätzliche Farbe immer noch für das nächste Mal aufbewahren, falls sie nicht benötigt wird.

Häufige Fehler beim Haarefärben vermeiden

Auch wenn es einfach aussieht, können beim Haarefärben zu Hause einige Fehler passieren. Hier sind die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest:

  • Farbe nach Bild statt nach Typ ausgewählt: Nur weil der Farbton auf der Packung toll aussieht, heißt das nicht, dass er dir auch steht. Hautunterton, Naturhaarfarbe und Ausgangsfarbe bestimmen maßgeblich das Ergebnis.
  • Zu schnell losgelegt - ohne Vorbereitung: Keine Handschuhe, keine Kleidung geschützt, keine Farbschale. Wer erst während des Färbens merkt, was fehlt, riskiert Flecken auf Haut, Kleidung oder Badezimmerfliesen.
  • Keine Partie-Einteilung gemacht: Wer die Haare nicht scheitelt und in mehrere Partien aufteilt, erwischt schnell Strähnen doppelt - oder gar nicht. Das Ergebnis: fleckig, ungleichmäßig und unsauber.
  • Ohne zweiten Spiegel am Hinterkopf rumgemalt: Gerade der Hinterkopf ist tricky. Wer ohne Handspiegel arbeitet, tappt sprichwörtlich im Dunkeln - und wundert sich hinterher über fleckige Stellen oder vergessene Strähnen.
  • Zu sparsam mit der Farbe umgegangen: Wer zu wenig Farbe nimmt, riskiert ein ungleichmäßiges Farbergebnis, vor allem bei langem oder dickem Haar. Besser: von Anfang an großzügig und gleichmäßig auftragen.
  • Färbereste falsch entsorgt: Haarfarben enthalten Chemikalien, die nicht ins Abwasser gehören.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für das perfekte Farbergebnis

Um ein Ergebnis wie vom Friseur zu erzielen, befolge diese einfachen Schritte:

  1. Farbe auswählen: Achte auf deinen Hautunterton und deine Augenfarbe. Experten empfehlen, nicht mehr als zwei bis drei Nuancen von der Ausgangsfarbe deiner Haare abzuweichen.
  2. Vorbereitung: Verzichte beim Stylen auf Hitze und investiere in eine gute Spülung oder Haarmaske, um dein Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen. Zieh dir geeignete Kleidung an und lege alle benötigten Utensilien bereit.
  3. Allergietest: Führe vor jeder Haarfärbe-Session einen Allergieverdachtstest durch, um sicherzugehen, dass du alle Inhaltsstoffe verträgst.
  4. Anwendung: Halte dich genau an die Anleitung. Trage die Farbe von oben nach unten auf, beginnend am Haaransatz. Teile das Haar in vier bis sechs gleichgroße Partien ein, um keine Strähne auszulassen.
  5. Einwirkzeit: Halte dich unbedingt an die vorgegebene Einwirkzeit.
  6. Ausspülen und Pflege: Wasche die Haare so lange aus, bis das Wasser klar ist. Verwende anschließend die beiliegende Pflegekur.

Der richtige Zeitpunkt zum Haarefärben

Laut der Wissenschaft gibt es auch einen richtigen Zeitpunkt für Frauen zum Haarefärben: Die Woche vor der Menstruation. Dann erhöht sich der Testosteronspiegel, was die Aktivität der Talgdrüsen steigert. Das Ergebnis: Die Haare werden etwas fettiger, was die Kopfhaut besser vor den aggressiven, chemischen Prozessen schützt. Auch die Farbpigmente haften dann am besten.

Der schlechteste Zeitpunkt ist während der Periode, da die Hormonschwankungen das Schmerzempfinden beeinflussen und die Kopfhaut empfindlicher reagiert.

Spezielle Tipps für graues Haar

Graues Haar hat eine andere Struktur als Haare mit Farbpigmenten: Es ist in der Regel gröber, trockener und weniger geschmeidig. Die beste Wahl sind spezielle Haarfarben, die für reifes Haar maßgeschneidert sind. Diese enthalten eine stärkere Grauhaarabdeckung, damit das Grau nicht durchscheint. Trage die Farbe am Ansatz am längsten auf, da sie dort am längsten einwirken muss.

Pflanzenhaarfarben als Alternative

Wer besonders empfindliche Kopfhaut hat oder seine Haare schonen möchte, kann auf Pflanzenhaarfarben zurückgreifen. Besonders beliebt ist Henna - ein Klassiker unter den Naturfarben. Aber: Reines Henna färbt nur in Rottönen. Für Braun- oder Schwarztöne werden meist Mischungen mit Indigo verwendet. Der Nachteil: Pflanzenfarben können graues Haar oft nicht komplett abdecken, sondern eher transparent tönen - und lassen sich kaum wieder aufhellen oder verändern.

Pflege nach dem Färben

Unabhängig davon, ob du deine Haare zu Hause oder beim Friseur färbst: Die Farbänderung strapaziert deine Haare. Deshalb brauchen sie danach eine Extra-Portion Pflege. Greife zu speziellen Pflegeserien für coloriertes Haar, um möglichst lange etwas von deiner neuen Haarfarbe zu haben.

Tabelle: Tipps zur Pflege colorierter Haare

ProblemLösung
Aschig-gräuliche FarbeTönung in einer rötlichen oder goldenen Nuance oder Farbshampoo verwenden
Gelbstich bei blondierten HaarenAnti-Gelbstich-Shampoo regelmäßig anwenden

Wenn dir eine Haarfarbe gut gefallen hat, schreibe dir die Nuance für das nächste Mal unbedingt auf. Das erspart Rätsel-Raten am Haarfarben-Regal.

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