Es war ein klassischer Wow-Effekt, als Prinzessin Kate kürzlich beim Tennisfinale der Herren in Wimbledon auftrat. Wie gut sie aussah, wie frisch. Doch hinter diesem strahlenden Auftritt verbirgt sich eine schwere Zeit: Die Ehefrau von Prinz William und Mutter von drei Kindern musste sich vor etwa einem halben Jahr einer „Krebs-Operation im Bauchraum“ unterziehen, wie der Palast bekannt gab. Nach dem Eingriff musste sich die 42-Jährige zudem einer „adjuvanten Chemotherapie“ unterziehen, um ein Rückfallrisiko möglichst gering zu halten.
Kate Middleton, die Prinzessin von Wales, hat in einem bewegenden Video das Ende ihrer vorbeugenden Chemotherapie bekanntgegeben. Rückblickend auf die vergangenen Monate ihrer Behandlung sagte Catherine: „Der Weg durch eine Krebserkrankung ist für jeden Menschen komplex, beängstigend und unvorhersehbar - besonders für die, die einem am nächsten stehen.“
Die „unglaublich schweren“ Zeiten liegen nun hinter ihr: Sie gilt als krebsfrei und richtet ihren Blick nach vorn. Auf dem offiziellen Instagram-Account des Prinzen- und Prinzessinnenpaars von Wales teilte Kate Middleton kürzlich eine persönliche Botschaft. „Die letzten neun Monate waren für uns als Familie unglaublich hart. Diese Zeit hat William und mich vor allem daran erinnert, über die einfachen, aber wichtigen Dinge im Leben nachzudenken und dankbar dafür zu sein, die so viele von uns oft als selbstverständlich ansehen.
Die Parade „Trooping the Colour“ war ihr erster Auftritt nach der Krebsdiagnose: Prinzessin Kate zeigte sich am Samstag erst in einer Kutsche, dann winkend auf dem Balkon des Buckingham-Palasts in London. Dass die 42-Jährige an der Militärparade zu Ehren ihres Schwiegervaters König Charles III. (75) teilnehmen konnte, ist keine Selbstverständlichkeit. Wenige Tage zuvor hatte sie in einem persönlichen Statement bekannt gegeben, dass sie die Krebsbehandlung belaste: „Ich mache gute Fortschritte, aber wie jeder weiß, der eine Chemotherapie durchmacht, gibt es gute und schlechte Tage.“
So ist eine Chemotherapie nicht nur ein Angriff auf den Tumor, sie zieht auch den gesamten Körper in Mitleidenschaft, erklären Krebsmediziner. Was für Folgen die Behandlung hat, und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist, zeigt diese Übersicht.
Chemotherapien werden gegen viele verschiedene Krebserkrankungen eingesetzt. Die Wirkstoffe sollen Krebszellen daran hindern, zu wachsen und sich zu teilen, erklärt Claudio Denzlinger, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie. Dabei schädigen die Zytostatika genannten Mittel die Erbsubstanz der Krebszellen oder greifen in ihren Stoffwechsel ein: Sie können sich nicht mehr vermehren.
Derzeit kommen über 50 verschiedene Zytostatika zum Einsatz, einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen - je nach Erkrankung. „Teils werden Chemotherapien auch mit neuen, zielgerichteten Therapien kombiniert“, sagt Denzlinger, der im Marienhospital Stuttgart das Onkologische Zentrum leitet. Diese gezielt eingesetzten Medikamente greifen bestimmte Schwachstellen des Tumors an.
Andere Behandlungsformen, die mit einer Chemo kombiniert werden können, arbeiten mit Antikörpern, die das Wachstum der Krebszellen oder der Blutgefäße im Tumor hemmen.
Die Dauer der Therapie hängt von der Art des Tumors ab, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, welche Medikamente verwendet werden und wie gut sie anschlagen. Auch spielt eine Rolle, ob die Behandlung mit anderen Krebstherapien kombiniert wird: Prinzessin Kate erhält nach eigenen Angaben eine sogenannte adjuvante Chemotherapie. Diese erhalten Patienten in der Regel nach einer Operation. Sie soll helfen, im Körper verbliebene Tumorreste oder verstreute Krebszellen abzutöten.
Die Gabe der Chemotherapie an sich dauert nur wenige Minuten bis hin zu mehreren Stunden. Allerdings gibt es unterschiedlich lange Behandlungszyklen - je nachdem, ob eine Heilung oder eine palliative Versorgung angestrebt wird, sagt Denzlinger. „Die kurative Therapie kann sich mehrere Monate hinziehen. Dagegen dient eine palliative Behandlung dazu, den Krebs so weit zurückzudrängen, dass sich mit ihm beschwerdefrei leben lässt.“ Diese wird auf unbestimmte Zeit angesetzt.
Das Problem einer jeden Chemotherapie ist, dass sie nicht nur Tumorzellen angreift: Auch gesunde Zellen teilen und vermehren sich - können also aufgrund der Chemotherapeutika in Mitleidenschaft gezogen werden. Betroffen sind dabei vor allem sich schnell teilende Zellen wie die der Blutbildung, der Schleimhäute - und auch die Haarwurzelzellen.
Daher haben Betroffene häufig mit Nebenwirkungen wie Blutarmut, Haarausfall und Magen-Darm-Beschwerden zu tun. Auch Erschöpfungszustände und Nervenschmerzen sind nicht selten. „Allerdings lassen sich einige der Nebenwirkungen inzwischen mittels pharmakologischer Tricks sehr gut eindämmen“, sagt Denzlinger.
Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) lässt nicht jedes Zytostatika die Haare in gleichem Ausmaß ausfallen. So wird unterschieden zwischen Medikamenten, die sehr häufig zu Haarausfall führen (etwa bei einem von zehn Patienten), gelegentlich Haarausfall bedingen (etwa bei einem von 100 Patienten) sowie selten zu Haarausfall führen (einem von 1000 Patienten).
„Zudem gibt es auch andere Faktoren, die eine Rolle spielen“, sagt Denzlinger. So erhöht sich das Risiko eines Haarausfalls, wenn Patienten die Chemo über die Vene ins Blut bekommen oder wenn die Chemotherapie aus mehreren Wirkstoffen kombiniert wird. Auch die Höhe der Dosierung und eng aufeinanderfolgende Behandlungszyklen können Haarausfall verstärken.
Krebsforscher raten daher nicht nur zur medizinischen, sondern auch zu einer seelischen Unterstützung, wenn Patienten unter den Nebenwirkungen einer Krebstherapie leiden. Infos gibt es bei den psychoonkologischen Beratungsstellen: krebsinformationsdienst.de.
Insbesondere Frauen gehen unterschiedlich mit dem Thema Haarausfall um: Manche lassen sich bei den ersten Anzeichen eine Glatze scheren - andere, die Sängerin Kylie Minogue oder auch die Moderatorin Sylvie Meis, griffen vor einigen Jahren während ihrer Chemotherapie zur Perücke. Bei entsprechender Diagnose können Patienten sich vom Arzt ein Rezept für eine Perücke ausstellen lassen, sagt Denzlinger.
Chemotherapien haben Einfluss auf den ganzen Körper. Das sieht man auch bei Prinzessin Kate, die aktuell wegen einer Krebserkrankung behandelt wird. Gerade Frauen fürchten Nebenwirkungen, etwa Haarausfall.
Eine der häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie ist Haarausfall. Eine Tatsache, die vor allem vielen erkrankten Frauen schwer zu schaffen macht. Kate bleibt davon bislang aber verschont - und das ist kein Zufall. Prof. Wolfgang Janni, Direktor der Frauenklinik am Uniklinikum Ulm, ist Krebs-Experte und erklärt gegenüber "Bild": "Es gibt mittlerweile tatsächlich solche Chemotherapien, bei denen kaum Haare ausfallen, oder bei denen der Haarausfall so gering ist, dass man ihn nicht sieht." Zudem gibt es mittlerweile Begleitet-Therapien, die Haarausfall verhindern können.
Die bekannteste ist das Tragen einer Kältehaube. Auf "helios-gesundheit.de heißt es dazu: Die Kühlkappen werden von den Patientinnen während der Infusion der Chemotherapie getragen. Die Blutgefäße der Kopfhaut verengen sich, das Tumormedikament dringt nur noch in deutlich geringerer Konzentration bis zu den Haarwurzeln vor und entfaltet die schädliche Nebenwirkung deutlich weniger. Allerdings erzielt die Methode nicht bei jeder Frau den gewünschten Effekt.
Dass Kate auf eine derartige Therapie zurückgreift, ist sehr wahrscheinlich, schließlich liebt sie ihre langen braunen Haare. Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die infrage kommt. Es ist nicht auszuschließen, dass die 42-Jährige bei der "Trooping the Colour"-Parade eine Perücke oder ein Haarteil getragen haben könnte. Ein Friseur-Experte hat das Haar der Prinzessin genau unter die Lupe und kommt zu dem Entschluss: "Es sieht danach aus, als trage Kate Haarteile, die in ihr vorhandenes Haar eingesetzt wurden, um es voller aussehen zu lassen und kunstvoll zu ergänzen."
Ob dem wirklich so ist, weiß letztendlich nur Kate selbst. Doch auch wenn sie vom Haarausfall verschont geblieben ist, mit anderen Nebenwirkungen hat sie in jedem Fall zu kämpfen. "Ich mache gute Fortschritte, aber jeder, der eine Chemotherapie durchmacht, weiß, gibt es gute und schlechte Tage. An diesen schlechten Tagen fühlst du dich schwach, müde und du musst deinem Körper nachgeben, dich ausruhen. Aber an den guten Tagen, wenn man sich stärker fühlt, will man das Beste aus dem Wohlfühlen machen.
Viele Fans fragten sich, warum Kate auch nach Monaten der Behandlung weiterhin mit ihrem langen, gesunden Haar auftritt. Offiziell ist nicht bekannt, welche Medikamente oder Therapien sie erhalten hat. Ob Kate tatsächlich eine Perücke trägt, ist reine Spekulation - und letztlich ihre Privatsache. Auffällig ist jedoch, dass ihr Haar auch während der Behandlung stets makellos wirkt.
Fachleute vermuten, dass sie hochwertige Echthaar-Topper oder Haarteile verwendet, um Volumen am Oberkopf zu schaffen. Sollte sie tatsächlich Haare verloren haben, könnten auch medizinische Echthaarperücken zum Einsatz gekommen sein. Ob Kate nun Extensions, Haarteile oder Perücken verwendet - ihr Haar ist stets ein Symbol für Eleganz und Stärke.
Für Frauen, die durch Chemotherapie oder andere Ursachen unter Haarverlust leiden, können hochwertige Echthaarperücken und -teile eine ebenso diskrete wie wirksame Lösung sein.
Dass sich die Herzogin von Cambridge derzeit einer Chemotherapie unterzieht, ist ihr nicht anzusehen. Denn ihrer dunklen Haarpracht konnte die Behandlung offenbar nichts anhaben. Aber selbst wenn Patienten Medikamente erhalten, die die Haarwurzeln angreifen, gibt es Möglichkeiten, den Haarausfall stark zu reduzieren oder gar zu verhindern.
Mithilfe von Kühlhauben wird die Kopfhaut auf 19 bis 20 Grad heruntergekühlt, wodurch die Blutgefäße enggestellt und die Durchblutung der Kopfhaut somit reduziert werden. „Die Anwendung dieser Kopfhautkühlung hat sich als wirksame Methode zur Bekämpfung des Haarausfalls unter Chemotherapie bewährt“, erläutert Dr. Bauer, die auch das Brustzentrum in Weinheim leitet.
Im Brustzentrum der GRN-Klinik Weinheim ist ein solch innovatives Kühlsystem seit einiger Zeit etabliert. „Ich bin sehr glücklich, diese Methode in unsere Chemotherapieambulanz anbieten zu können, und insbesondere die Freude der Patientinnen mitzuerleben“, freut sich die Brustkrebs-Expertin. „Denn Haarausfall ist für die meisten Frauen die schlimmste kosmetische Nebenwirkung, die eine Chemotherapie verursachen kann.
Prinzessin Kate meldet sich mit neuer Haarfarbe zurück - und erntet viel Kritik. Ein Schicksal, das in der Vergangenheit schon andere Promis ereilte. Was muss sich Prinzessin Kate nicht alles an Kommentaren in den sozialen Medien gefallen lassen: "zu hell", "zu unnatürlich", "wirkt strohig" oder "macht sie älter". Gemeint sind ihre Haare. Viele Menschen zeigten sich irritiert von der ungewohnten Typveränderung. Einige glauben sogar, dass es sich um eine Perücke handelt.
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