Die deutsche Sprache ist reich an regionalen Unterschieden, was sich besonders deutlich bei der Bezeichnung von alltäglichen Dingen wie Lebensmitteln und Bartformen zeigt. Dieser Artikel widmet sich diesen sprachlichen Besonderheiten und beleuchtet die Hintergründe der verschiedenen Ausdrücke.
Die Kartoffel ist in unseren Breiten eine noch recht junge Kulturpflanze.
Sie gelangte im 16. Jahrhundert zunächst als Zierpflanze von Südamerika nach Europa und ist erst seit dem 18./19. Jahrhundert als Feldfrucht weit verbreitet.
Mit der Sache ist aber keineswegs eine einheitliche Bezeichnung in die deutsche Sprache gekommen.
Im Wesentlichen konkurrieren in der deutschen Alltagssprache - wie schon in den Dialekten - drei Wörter in verschiedenen Lautformen: Kartoffel, Erdapfel und Grundbirne.
Zur Bezeichnung der neuen Frucht bediente man sich also erkennbar vorhandener Wörter für andere ähnlich große oder ähnlich aussehende (Boden-) Früchte.
Das ist so bei den Komposita Erdapfel und Grundbirne (auch dem ,Hybrid‘ Erdbirne), aber auch bei der Kartoffel: Dieser liegen die Formen Tartuffel, Tartoffel oder Tartüffel zugrunde, die ursprünglich die ‘Trüffel’ bezeichnete, welche wiederum auf ital. tartufo zurückgeht.
Der Wechsel im Anlaut rührt möglicherweise daher, dass das behauchte th, wie es in einer an der Schrift orientierten Aussprache von Gelehrten geklungen haben muss (auch in Theater und anderen Lehnwörtern mit anlautendem th), in vielen Mundarten als fremd empfunden und durch einen (bzw.
Verbreitung der Kartoffel-Bezeichnungen im deutschen Sprachraum (Quelle: Wikimedia Commons)
Die Karte zeigt, dass Kartoffel in Ostbelgien und in Deutschland nördlich der Mittelgebirge sowie über einen Korridor hindurch auch in weiten Teilen Süddeutschlands (v. a. in Bayerisch-Schwaben und Oberbayern) die heute fast ausschließlich gebräuchliche Bezeichnung ist.
Grundbirne (bzw. Gromper, Krumper etc.) hört man noch in Luxemburg, Lothringen, dem Saarland, in Rheinland-Pfalz überwiegend und auch in angrenzenden Gebieten Unterfrankens, Baden-Württembergs und des Elsaß sowie in Vorarlberg und im Burgenland.
Erdapfel ist die in Südtirol, Österreich, Niederbayern, der Oberpfalz, Oberfranken bis hinauf ins Vogtland dominierende Bezeichnung.
In der deutschsprachigen Schweiz, in Baden und im Elsaß herrschen mit h anlautende Varianten wie Herdäpfel/Härdöpfel u. ä. vor.
Wenn man dieses Kartenbild mit dem für die alten Dialekte vergleicht und dann auch mit dem des WDU, dem Daten aus den 1970er und 1980er Jahren zugrundeliegen, so scheint es, als würde das Wort Kartoffel im Südwesten und im Südosten Deutschlands die Formen von Erdapfel und Grundbirne immer mehr in Randgebiete abdrängen.
In der Schweiz und in Österreich ist allerdings keine verstärkte Ausbreitung des Worts Kartoffel feststellbar.
Auf lange Sicht scheint sich Kartoffel als Hauptvariante in Deutschland durchzusetzen.
Auffällig sind dabei auch die Veränderungen im Norden: Während die WDU-Karte im Osten noch kleinere Gebrauchsgebiete der Varianten Nudel, Knolle und Erdbirne und im Westen der Variante Erdapfel/Erpel ausweist, sind diese auf der jetzigen Karte ganz verschwunden.
"Das, was der abgebildete Herr trägt" (so der Fragebogen), also ein Bart über der Oberlippe, wird offiziell, z.B. in polizeilichen Personenbeschreibungen, häufig als Oberlippenbart bezeichnet.
Dies war auch in unserem Fragebogen eine Option, wurde aber nirgends als häufigste oder zweithäufigste Variante an einem Ort gemeldet.
Stattdessen wird dieser Bart nach Auskunft der Informanten in Deutschland und Österreich vielfach, in vielen Gebieten in der Nordhälfte Deutschlands sogar ausschließlich, als Schnurrbart bezeichnet.
Schnurre bezeichnete im älteren Deutsch "eine vorwärts gestreckte thierschnauze, niederd. snurre, nase, schnauze" und wurde "in grober und verächtlicher rede" auch für den Mund des Menschen verwendet.
Schnurrbart wurde nach dem DWB ebenfalls zunächst zu "den barthaaren einer schnurre, thierschnauze gesagt, und zunächst in derber rede, dann seit dem 18. jahrh. allgemein und harmlos auf den menschlichen entsprechenden bart übertragen".
Verschiedene Schnurrbart-Formen
Die mit Schnurrbart konkurrierenden Wörter haben einen ganz ähnlichen Ursprung, sie gehen auf Schnauzbart zurück, ein Kompositum, dessen erster Teil Schnauz(e) ja auch heute noch vorwiegend auf Tiere bezogen und nur "in derber Rede" auf den Mund des Menschen übertragen verwendet wird.
Die Vollform Schnauzbart wurde nur ein paar Mal verstreut angeklickt, in Sachsen und Thüringen und im Süden Bayerns und Österreichs.
Nach dem Duden-Wörterbuch (DUW) ist das Wort ebenfalls standardsprachlich, soll hiernach allerdings speziell einen "großen Schnurrbart" bezeichnen.
Die vom Bestimmungswort abgeleitete Form Schnauzer (im DUW als "umgangssprachlich" eingestuft, im VWB² hingegen als in Deutschland und Österreich standardsprachlich) ist nach unseren Daten in Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern sowie in Österreich die dominierende Bezeichnung, in Südtirol die einzig übliche.
Vor allem im Kölner Raum, aber auch noch bis nach Westfalen und verstreut darüber hinaus findet sich die umgelautete Variante Schnäuzer; im Elsaß Schnüzer.
In der Schweiz und in Vorarlberg ist durchgehend Schnauz üblich.
Männer trugen schon immer Bärte. Historisch gesehen ist glatt rasiert der Trend.
Eine Glattrasur ist in der westlichen Welt bereits seit der viktorianischen Ära beliebt, allerdings ist die Anzahl der Herren mit Bart in den letzten 10 Jahren wieder gestiegen.
Jeder Mann sollte irgendwann in seinem Leben versuchen, seinen Bart wachsen zu lassen.
Um herauszufinden, ob einem der Bart steht oder nicht, gibt es nur einen Weg - wachsen lassen.
Und die Gründe, sich einen Bart wachsen zu lassen, gehen über bloße Neugier hinaus.
Die Gesichtsbehaarung von Männern hat sich im Laufe der Zeit verändert.
Angeborener evolutionärer und sozialer Wahrnehmungswert beinhaltet:
Während Männlichkeit also zu einem Modewort, einem Schimpfwort und einer allgemeinen Ansichtssache geworden ist, besteht aus biologischer Sicht kein Zweifel - Bärte sind ein sofort erkennbares Zeichen von Männlichkeit.
Die Zeitschrift Evolution and Human Behaviour fand heraus, dass Frauen bei einem Vergleich von Männern mit Vollbart, Schnurrbart, Ziegenbart und glatt rasierten Männern die bärtigen Herren am attraktivsten bewerteten.
Die Frauen bewerteten Vollbart-Träger als männlicher, reifer, gutaussehend, dominant, selbstbewusst, mutig, liberal, unangepasst und fleißig.
Keine schlechte Liste von Eigenschaften, mit denen man in Verbindung gebracht werden könnte.
Und für diejenigen, die sich Sorgen um einen Bart bei der Arbeit machen, ein Gesicht mit einem gepflegten Bart sieht genauso sauber und professionell aus wie das eines glattrasierten Kollegen.
Jetzt muss der Bart nur noch wachsen.
Dein Bart ist zwar einzigartig, aber du solltest eine Idee haben, wohin die Reise geht.
Bartwuchs ist eine Übung in Geduld.
Ein ungeschickter Scherenschlag kann Dich um Wochen oder Monate zurückwerfen, also tu nichts Unüberlegtes.
Egal, ob Du Dich für einen Kurzbart oder einen ausgewachsenen Gandalf entscheidest, Du möchtest einen Bart, der zu Deiner Gesichtsform passt und die Vorzüge betont.
Kein Bart in einer bestimmten Länge, der einfach nur den Konturen Deines Gesichts folgt.
Neben der Gesichtsform gibt es noch ein paar andere Punkte, die bei der Auswahl eines Bart-Styles zu berücksichtigen sind.
Ein überall gleich langer Bart ist eine echte Verschwendung von Potenzial.
Du möchtest, dass Dein Bart und Dein Gesicht für einen ebenmäßigen, symmetrischen Look eine Symbiose eingehen.
Hier ein paar Tipps, wie Du diesen Zustand basierend auf Deiner Gesichtsform erreichen kannst.
Du hast Dein Ziel auf Deine Gesichtsform und andere Faktoren angepasst.
Aber wie fängt man eigentlich an?
Das ist kein Hexenwerk.
Wer einen Bart wachsen lassen will, hört mit dem Rasieren auf.
Wie kann ich meine Gesichtsbehaarung schneller wachsen lassen?
Wie schnell und voll der Bart wächst, ist von Mann zu Mann unterschiedlich.
Du möchtest eine anständige Bartform haben, bevor Du anfängst, daran herumzuwerkeln.
Deinen Bart einfach wachsen zu lassen zeigt sein natürliches Wachstum und eventuelle Eigenheiten Deines Bartes.
So weißt Du, wie Du ihn in dieser Phase am besten gestalten kannst.
Je nachdem, wie dick Dein Bart ist, kann es schwierig sein, diese Zeit zu überstehen - dünne, strähnige Bärte sehen am Anfang weniger gut aus.
Es ist am einfachsten, diese Phase während eines Urlaubs oder No-Shave-Novembers zu überstehen, da der Bart so wachsen kann, ohne dass Du Dich unsicher fühlst.
Bartjucken ist ein häufig auftretendes anfängliches Problem, wenn man den Bart wachsen lässt.
Bei den meisten Männern hört das Jucken nach ein paar Wochen auf … aber es kann auch länger anhalten, wenn Du empfindliche Haut hast.
Viele Männer kommen nie über diese Phase hinaus, egal wie oft sie versuchen, sich einen Bart wachsen zu lassen.
Die meisten Männer rasieren sich nach ein paar Wochen wieder, weil sie den Juckreiz nicht ertragen können, den die rauen, stumpf rasierten Barthaare beim Wachsen durch die Haut verursachen.
Sobald dieses Stadium überschritten ist, wird das Haar deutlich weicher und der Juckreiz verschwindet.
Wenn dies nicht der Fall ist oder später wieder auftritt, liegt dies wahrscheinlich nicht an Deinem Bart, sondern an trockener oder irritierter Haut.
Die optimale Pflegeroutine kann dazu beitragen, dass die Haut weich und hydratisiert bleibt.
Während Du die Grundform Deines Bartes Deinem Herrenfriseur und seinem Fachwissen überlassen solltest, gibt es zu Hause ein paar Dinge zu tun.
Zunächst solltest du Deine Schnurrbartlinie im Blick behalten, damit sie nicht über Deinen Mund hinauswächst.
Außerdem solltest Du regelmäßig den Hals und die oberen Wangen rasieren, um eine klare Unterscheidung zwischen Bart und Nicht-Bart zu wahren.
Einer der am meisten übersehenen Aspekte des Bartwuchses ist die allgemeine Gesundheit.
Obwohl dies kein Fitnessartikel ist, gibt es vier grundlegende Aspekte, auf die Du für ein optimales Bartwachstum achten solltest - Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung und Testosteron.
Schlaf Schlafmangel lässt Dich nicht nur schrecklich fühlen, er erhöht auch Deinen Cortisolspiegel (Stresshormon) was Deinem Haar und Deinem Bart schadet.
Das optimale Schlafpensum variiert von Mensch zu Mensch, aber im Allgemeinen sind es 7-9 Stunden, je nach Alter, Fitness und wie sehr Du Deinen Bart liebst.
Flüssigkeitshaushalt Ein gesunder, weicher und hydratisierter Bart setzt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr voraus.
Es gibt verschiedene Faustregeln, wie viel Wasser Du trinken solltest, aber die sind ziemlich willkürlich und hängen von unzähligen Faktoren ab.
Der Urin sollte klar sein und der Harndrang in einem normalen Bereich liegen.
Ernährung Zusätzlich zu allem, was Du zuvor gehört hast, schwächen Zucker und Junk Food Dein Haar.
Ein übermäßiger Verzehr macht Deinen Bart nicht nur anfälliger für Spliss, sondern raubt ihm auch seinen natürlichen Glanz und seine Geschmeidigkeit.
Neben einer ausgewogenen Ernährung sind bestimmte Vitamine und Mineralstoffe der Schlüssel zu einem gesunden, dicht gewachsenen Bart.
Zwar tragen sie nicht nachweislich zum Wachstum, der Wuchsgeschwindigkeit oder Dicke bei, allerdings können Mängel Deinen Weg zu einem majestätischen Bart erschweren … wenn nicht sogar unmöglich machen.
Greife nur dann auf Ergänzungsmittel zurück, wenn Du die Vitamine nicht durch deine Ernährung decken kannst.
Idealerweise erhältst Du alles, was Du brauchst, aus einer ausgewogenen Ernährung (einschließlich Protein, Fitnessfreaks!).
Wie bei Biotin werden die empfohlenen Werte Dein Haar nicht schneller oder dicker wachsen lassen, aber sie nicht zu haben, ist definitiv ein Problem für jeden, der daran interessiert ist, sein Haar / seinen Bart zu behalten.
Vitamine für Bartwachstum
Viele Jungs lassen sich im Winter den Bart wachsen und rasieren ihn im Sommer aus Angst vor Überhitzung.
Stell Dir Deinen Bart als Schutzschild vor, nicht als Heizung.
Während er im Winter Kälte und Wind abwehrt, schützt er dein Gesicht im Sommer vor der Sonne ... und lässt Dich cooler, nicht heißer werden.
Es ist, als ob Deine Wangen permanent im Schatten lägen.
Bartöl ist der beste Freund Deines Bartes.
Der ‘Fladen aus rohen, geriebenen Kartoffeln, der in Fett gebraten wird’, heißt im Großteil Deutschlands und in Österreich Kartoffelpuffer (dies ist auch die Bezeichnung, die auf Kartoffelteig-Fertigprodukten steht).
Wie in Puffreis, Puffärmel u. ä. bezeichnet Puff- in Puffer wohl ein ‘Aufblähen’, hier genauer das Aufgehen des Kartoffelteigs (Kluge 654) bzw. die daraus resultierende Form.
Eine andere Erklärung bezieht sich auf das Geräusch beim Backen (Duden Etymologie 558; auch für nl. poffer(tjes) - sehr kleine Pfannkuchen - werden beide Erklärungen erwogen, s. de Vries/de Tollenaere 289).
Im Rheinland nördlich der Mosel, wo dieses Gericht auch als Imbiss besonders populär ist, wird es dagegen nach der Zubereitung der Kartoffeln für die Teigmasse Reibekuchen genannt, in Westfalen Reibeplätzchen.
Auch im bayerischen Reiberdatschi.
Ist das Bestimmungswort bei den zusammengesetzten Formen nicht Reibe-, dann ist es Kartoffel- oder eines seiner Synonyme, wie Erdäpfel- (dazu auch Härdöpfel-) oder Grombeer- (zu ,Grundbirne‘.
Das Grundwort von Reiberdatschi ist eine Bezeichnung für ein Gebäck mit flachem Teig (besonders Obstkuchen), die sich wohl als lautmalerische Nachahmung des Geräuschs bei der Herstellung fladenartiger Teigklumpen erklärt.
Die Varianten Dotsch und Detscher im nördlichen Bayern bzw.
Im Westen Deutschlands sowie in der Schweiz bestehen die Grundwörter dagegen aus -kuchen (bzw. aus Diminutivformen wie -küechli/-kichelchen) oder -p(f)ann(e)kuchen.
Die Bezeichnung Kartoffelpfannkuchen bzw. Grombeerpannekuchen wurde aus verschiedenen Orten um das rheinisch-westfälische Reibekuchen-/Reibeplätzchen-Gebiet herum gemeldet.
In der WDU-Karte II-68 ist diese Bezeichnung in der Pfalz und in Hessen noch erheblich stärker vertreten, findet sich aber auch noch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg, wo sie inzwischen offenbar völlig von Kartoffelpuffer abgelöst ist.
Auch Kartoffelkuchen in Vorpommern wurde uns nicht mehr gemeldet.
Der Unterschied zwischen Tätschli und Rösti in der Schweiz besteht üblicherweise wohl darin, dass Rösti nur durch die eigene Kartoffelstärke, ohne Zugabe von Mehl und Eiern, gebunden werden.
Die Rösti-Meldungen aus der Ostschweiz gehen möglicherweise auf die Fragestellung nach dem „Fladen aus rohen, geriebenen Kartoffeln“ zurück, denn die Zubereitung mit rohen oder gekochten Kartoffeln scheint in der Schweiz regional sehr verschieden zu sein.
Auch für dieses Gericht gibt es übrigens in der Schweizerdeutschen Mundarten verschiedene Bezeichnungen.
tags: #Kartoffel #mit #Schnurrbart #Bedeutung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.