Karison Crinale ist ein Dermatologikum, ein Kortikosteroid, das zur Behandlung lokalisierter, therapieresistenter Plaques von entzündlichen Hauterkrankungen an behaarten Körperregionen eingesetzt wird. Es kommt zum Einsatz bei Erkrankungen, bei denen die symptomatische Anwendung topischer Glukokortikoide mit sehr starker Wirkung angezeigt ist, wie beispielsweise bei Schuppenflechte (Psoriasis).
Alopecia Areata
Bei der Anwendung von Karison Crinale sollten folgende Hinweise beachtet werden:
Die Dosierung von Karison Crinale sollte immer genau nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker erfolgen. Falls nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis wie folgt:
Die Dauer der Behandlung ist auf maximal 2 Wochen zu beschränken. Wenn danach keine Besserung eintritt, sollte der Patient erneut den behandelnden Arzt konsultieren. Sobald die Erkrankung unter Kontrolle ist, sollte die Behandlung mit topischen Kortikosteroiden schrittweise abgesetzt werden. Die Beurteilung und Entscheidung über die Weiterbehandlung obliegt dem behandelnden Arzt.
Eine akute Überdosierung ist unwahrscheinlich, jedoch kann sich nach chronischer Überdosierung oder Missbrauch das klinische Bild des Hypercortisolismus entwickeln. In diesem Fall sollte unter ärztlicher Aufsicht die Dosierung der Lösung stufenweise reduziert oder durch ein Corticosteroid geringerer Wirkstärke ersetzt werden.
Karison Crinale darf nicht angewendet werden:
Das Arzneimittel sollte nicht im Gesicht angewendet werden.
Wie alle Arzneimittel kann auch Karison Crinale Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bisher wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:
Die längerfristige oder großflächige Anwendung kann zu systemischen Effekten führen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung von Karison Crinale geboten:
Aufgrund der Entflammbarkeit des Arzneimittels sollten Sie während und unmittelbar nach der Anwendung offene Flammen und Hitze meiden und nicht rauchen.
Karison Crinale darf bei Säuglingen und Kleinkindern unter 3 Jahren nicht angewendet werden. Eine kontinuierliche Langzeitbehandlung kann zu einer Störung des Hormonhaushaltes führen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder kürzlich eingenommen/angewendet haben. Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen Anwendung von Karison Crinale und Substanzen, die das CYP3A4 Enzymsystem hemmen.
Während der Schwangerschaft sollte die Anwendung von Karison Crinale so weit wie möglich vermieden werden. Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Körperstellen ist zu vermeiden.
Da die genaue Ursache von Alopecia areata (kreisrundem Haarausfall) nicht bekannt ist, gibt es keine ursächliche Therapie. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die darauf abzielen, neues Haarwachstum anzuregen.
Die älteste Behandlungsform ist das Auftragen hautreizender Substanzen auf die kahlen Stellen, um so neues Haarwachstum anzuregen. Dazu gehören Anthralin (Cignolin) und Dithranol.
Lösungen mit dem Wirkstoff Minoxidil sind eigentlich für die äußerliche Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall zugelassen. Er fördert das Haarwachstum, indem er die Durchblutung rund um die Haarfollikel anregt. Meist kommt Minoxidil unterstützend zu anderen Therapiemethoden (wie Kortison) zum Einsatz.
Kreisrunder Haarausfall wird heute vielfach mit Glukokortikoiden (kortison-artigen Wirkstoffen) in Form von Cremes oder Lösungen behandelt. Die Langzeiterfolge variieren, und es kommt häufig zu Rückfällen. Kortison kann auch mit kleinen Spritzen in die kahlen Hautstellen injiziert werden.
Die Wirksamkeit einer lokalen Immuntherapie mit dem Wirkstoff Diphencypron (DPCP) gilt als wissenschaftlich erwiesen. Diese Methode kommt aber nur bei größeren kahlen Herden zum Einsatz.
Die Abkürzung PUVA steht für Psoralen plus UV-A. Diese photochemische Behandlungsmethode kommt bei verschiedenen Hauterkrankungen zum Einsatz, und in manchen Fällen auch bei kreisrundem Haarausfall.
Oft werden bei kreisrundem Haarausfall Zink-Präparate empfohlen. Die Einnahme von Zink hilft bei kreisrundem Haarausfall allerdings vermutlich nur dann, wenn tatsächlich ein Zinkmangel besteht. Auch eine Einnahme von Vitamin D hat möglicherweise positive Effekte.
Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann für Patienten mit kreisrundem Haarausfall sehr hilfreich sein, da sie von der gemeinsamen Aufarbeitung der Krankheit mit anderen Betroffenen profitieren.
Manchmal wenden Patienten bei kreisrundem Haarausfall Homöopathie, Schüßler-Salze und andere alternative Heilmethoden an. Die Konzepte der Homöopathie und der Schüßler-Salze sowie ihre spezifische Wirksamkeit sind umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.
Obwohl die Ursachen der Alopecia Areata noch nicht vollständig erforscht sind, gibt es weitere Therapieansätze, die in Betracht gezogen werden können:
Die folgende Tabelle fasst die verschiedenen Behandlungsmethoden und ihre Eigenschaften zusammen:
| Behandlungsmethode | Wirkungsweise | Erfolgsrate | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Hautreizende Stoffe (Anthralin, Dithranol) | Anregung des Haarwachstums durch Hautreizung | Variabel | Älteste Behandlungsform |
| Minoxidil | Förderung der Durchblutung der Haarfollikel | Unterstützend | Oft in Kombination mit Kortison |
| Glukokortikoide (Kortison) | Entzündungshemmend | Variabel, häufig Rückfälle | In Form von Cremes, Lösungen oder Injektionen |
| Topische Immuntherapie (DPCP) | Auslösung einer allergischen Hautreizung | Ca. 80%, hohe Rückfallquote | Nur bei größeren kahlen Herden |
| PUVA | Photochemische Behandlung mit Psoralen und UV-A-Licht | Ähnlich wie topische Immuntherapie | Hohes Rückfallrisiko |
| Zink und Vitamin D | Immunstimulierend | Nur bei Mangel | Unterstützende Maßnahme |
| JAK-Inhibitoren | Moderne Medikamente | Erfolgreich bei moderater bis schwerer AA | Dauermedikation erforderlich |
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