Jeder Mensch ist fast am gesamten Körper behaart. Frauen und Männer weisen ein unterschiedliches Behaarungsmuster auf. Während bei Männern auf den ersten Blick besonders der Bart auffällt, haben Frauen eine eher flaumartige, unauffällige Behaarung im Gesicht. Außerdem fehlt ihnen die kräftige Behaarung an Brust, Bauch und Rücken. Die individuelle Farbe der Haare kann - je nach Typ - unterschiedlich sein.
Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Haarwuchs bei Frauen ganz natürlich ist! Abgesehen von den Hand- und Fußleisten ist jede Körperstelle behaart.
Es werden zwei Melaninsorten unterschieden: ‚Phäomelanin’ und ‚Eumelanin’. Das Mischverhältnis der beiden Farbstoffe bestimmt letztlich die Haarfarbe. Bei dunkelhaarigen Menschen überwiegt Eumelanin, bei hellhaarigen Menschen hingegen Phäomelanin. Aufgrund ihrer sehr ähnlich klingenden Namen, werden ‚Melanin’ und ‚Melatonin’ fälschlicherweise oft miteinander verwechselt.
Frauen mit vermehrtem Haarwuchs stellen jedoch eine Veränderung ihres Behaarungsmusters fest. Möglicherweise wachsen Haare an Körperstellen, wo vorher nur wenige wuchsen, oder die Haare sind plötzlich viel fester. Betroffen von dem vermehrten, männlichen Haarwuchs sind die sogenannten androgenabhängigen Haarbälge in den Regionen wie Kinn, Oberlippe, Brust, Innenseite der Oberschenkel und Rücken.
Es gibt verschiedene Arten von Haaren:
Frauen mit vermehrtem Haarwachstum beklagen sich über dunkle, oft als ‚borstig’ beschriebene Haare. Die Haare vom Vellus-Typ wandeln sich also im sog.
Der vermehrte Haarwuchs findet sich insbesondere an Kinn, Oberlippe, den Innenseiten der Oberschenkel und der Brust. An diesen Stellen wachsen die Haare auch bei Männern besonders stark und kräftig.
Wenn eine Frau unter einer übermäßigen Behaarung leidet, kann dies durch die vermehrte Produktion männlicher Hormone (sog. ‚Androgene’ wie z. B. ‚Testosteron’) bedingt sein. Diese kommen - wie oft irrtümlich angenommen - nicht nur bei Männern vor. Auch Frauen haben einen gewisse Androgenmenge im Körper.
Abzugrenzen vom Hirsutismus ist die ‚Virilisierung’, die zusätzlich zur vermehrten Behaarung eine Vermännlichung der Stimme umfasst. Weiterhin können sich die Körperproportionen zum männlichen Typus hin entwickeln.
Von Hirsutismus spricht man, wenn Frauen dichte Körperbehaarung an Stellen aufweisen, die normalerweise eher bei Männern stark behaart sind. Dazu zählen zum Beispiel der Bereich zwischen Nase und Oberlippe (“Damenbart“), Kinn und Wangen, die Oberschenkel oder die Region zwischen den Brüsten.
Hirsutismus kann psychisch sehr belastend sein, ist in den meisten Fällen jedoch gesundheitlich harmlos. Verschiedene Methoden zur Haarentfernung oder Medikamente können den starken Haarwuchs eindämmen.
Seltener führen Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten zu Hirsutismus, wenn etwa ein hormonelles Ungleichgewicht entsteht. Hirsutismus, der plötzlich auftritt, sehr stark ist oder mit weiteren Beschwerden einhergeht, sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
Unter Hirsutismus versteht man eine ungewöhnlich starke, androgenabhängige Körperbehaarung bei Frauen. Bei einem Hirsutismus treten statt der Vellushaare hingegen an den „typisch männlichen Stellen“ Terminalhaare auf, sodass die Behaarung deutlich kräftiger ist.
Wenn die starke Behaarung andere Körperstellen oder den ganzen Körper betrifft, handelt es sich nicht um Hirsutismus, sondern um eine sogenannte Hypertrichose. Mit Hypertrichose bezeichnet man einen übermäßigen Haarwuchs, der an einzelnen Stellen oder am gesamten Körper auftreten kann. Er kann angeboren sein oder erst im Lauf des Lebens entstehen.
Typisches Symptom von Hirsutismus: Bei der Frau sind Körperstellen stark behaart, an denen in der Regel nur bei Männern kräftige Haare zu sehen sind. Bei manchen Frauen treten zudem Symptome einer sogenannten Vermännlichung auf.
Die langdauernde Einnahme von Androgenen, Anabolika (zum Beispiel im Sport), Kortison, Spironolacton und anderen Medikamenten kann ebenfalls einen Hirsutismus auslösen. In der Regel bildet sich dieser nach Absetzen der Wirkstoffe wieder zurück.
In vielen Fällen ist eine eindeutige Ursache jedoch nicht festzumachen. In nur 10 % der Fälle von vermehrtem Haarwuchs sind Auslöser dafür bekannt.
In 90 % der Fälle von Hirsutismus spricht man von einer ‚idiopathischen’ Form, was bedeutet, dass die Ursache nicht bekannt ist. Die Blutwerte des männlichen Hormons Testosteron sind bei dieser Form kaum oder nur leicht erhöht.
Als weiterer möglicher Grund wird u. a. die Herkunft der Betroffenen erwogen. Frauen, die aus dem Mittelmeerraum stammen, haben oft eine dunklere und vermehrte Behaarung. Bei diesen Frauen tritt der starke Haarwuchs jedoch nicht - wie bei vielen Krankheitsbildern - plötzlich neu auf.
Aufmerksam sollten Frauen daher werden, wenn eine Veränderung des Behaarungsmusters bemerkt wird.
Als erste Grunderkrankung stellen wir das Polyzystische Ovarialsyndrom, auch ‚Stein-Leventhal-Syndrom’ genannt, vor. ‚Ovar’ ist ein anderes Wort für ‚Eierstock’.
70-90 % der Frauen, die nicht an idiopathischem Hirsutismus leiden, haben vermehrten Haarwuchs aufgrund eines PCO-Syndroms. Die genauen Prozesse, die zu dieser Krankheit führen, sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Vermutet wird allerdings, dass aufgrund einer hormonellen Fehlbalance der Eisprung in der Zyklusmitte ausbleibt. In Folge dessen entstehen vermehrt männliche Geschlechtshormone. Diese sind die Ursache für das männliche Behaarungsmuster. Zudem können sie Haarausfall, fettige Haut mit Akne und eine Stimmveränderung bedingen.
Auffällig sind zudem die Eierstöcke, die mit vielen Zysten (‚polyzystisch’) besetzt sein können. Bedingt durch die unregelmäßigen bzw. ausbleibenden Eisprünge ist die Fruchtbarkeit herabgesetzt. Daher werden PCO-Patientinnen häufig aufgrund eines unerfüllten Kinderwunsches bei ihrem Arzt vorstellig.
Beim PCO wird zudem eine herabgesetzte Empfindlichkeit gegenüber dem Hormon ‚Insulin’ angenommen. Dieses wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und ist für die Regulation des Blutzuckerwertes zuständig.
polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS): Dabei befinden sich an den Eierstöcken viele kleine Zysten.
Als zweite mögliche Ursache stellen wir das ‚Adrenogenitale Syndrom’ vor. Hierbei handelt es sich um eine genetisch bedingte Störung der Hormonproduktion (sog. ‚Hormonsynthese’) in der Niere, genauer der Nebennierenrinde.
Dieser seltenen Erkrankung (Häufigkeit 1 von 10.000) liegt der Defekt eines bestimmten Enzyms zugrunde. Enzyme sind in aller Regel Eiweiße, die den Stoffwechsel des Körpers steuern und beschleunigen.
Besagtes Enzym, die sog. ‚21-Hydroxylase’, wirkt bei der Herstellung des Hormons ‚Cortisol’ mit. Bei einem Mangel an Hydroxylase wird folglich weniger Cortisol produziert. Dadurch kann es, wie auch beim PCO, zu einer äußerlichen Vermännlichung kommen. Vermehrter Haarwuchs ist eines der Symptome.
Die weiblichen inneren Geschlechtsorgane, zu denen Gebärmutter und Eierstock zählen, sind zwar regelgerecht angelegt, auffällig ist jedoch in einigen Fällen die vergrößerte Klitoris. Bei jungen Mädchen besteht die Möglichkeit, dass die erste Periode komplett ausbleibt. Man spricht dann von einer ‚primären Amenorrhoe’. Begleitend ist oft ein Ausbleiben des Brustwachstums.
androgenitales Syndrom: Die Nebennieren bilden durch einen Enzymdefekt zu wenig Kortisol und oft auch zu wenig Aldosteron.
Als Cushing-Syndrom bezeichnet man einen Überschuss des Hormons Cortisol (‚Hypercortisolismus’). Welches - wie bereits im vorherigen Abschnitt erklärt - in der Nebennierenrinde produziert wird.
Auslöser für die Produktion ist das Hormon ‚ACTH’, das in der Hypophyse hergestellt wird. Die Hauptursache (75 % der Fälle) für einen Hypercortisolismus ist ein Tumor der Hypophyse. Der Tumor produziert ACTH. Dadurch steigt Cortisol in der Nebennierenrinde an.
Ein Tumor kann sich auch in der Nebennierenrinde selbst manifestieren (15 % der Cushing-Fälle). Das Ergebnis, nämlich eine erhöhte Cortisolproduktion, ist das gleiche wie beim Hypophysentumor.
Als wichtigste Symptome bei Frauen sind vermehrtes Haarwachstum, Zyklusstörungen und eine allgemeine Vermännlichung zu nennen. Eine umfassendere Darstellung des Cushing-Syndroms, natürlich auch zu weiteren Symptomen, Diagnostik und Therapie, finden Sie im Artikel: Cushing-Syndrom - Zu viel Cortison?
Sollte der Hypercortisolismus durch einen ACTH-produzierenden Tumor der Hypophyse bedingt sein, wird er als ‚Morbus Cushing’ bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine medikamentös ausgelöste Form des Cushing-Syndroms. In diesem Falle ist die Ursache eine Langzeitbehandlung mit Cortison.
Die tägliche Dosis, die zu dem typischen Cushing-Erscheinungsbild führt, unterscheidet sich innerhalb der verschiedenen Präparate. Über die möglichen Nebenwirkungen - wie Gewichtszunahme - der Cortisoneinnahme spricht Dr. Dr.
Cushing-Syndrom: Bei dieser Erkrankung ist das Hormon Kortisol im Körper aus unterschiedlichen Gründen im Übermaß vorhanden. Zusätzlich kann ein Überschuss an männlichen Hormonen entstehen.
Weitere Ursachen des Hirsutismus können sein:
Die Diagnose Hirsutismus ergibt sich für den Arzt unmittelbar aus dem charakteristischen männlichen Behaarungstyp einer Patientin: An Stellen wie Kinn, Oberlippe oder Brust finden sich vermehrt die kräftigen Terminalhaare.
Der Arzt oder die Ärztin wird im nächsten Schritt herausfinden wollen, ob bestimmte Erkrankungen oder Medikamente den Hirsutismus hervorgerufen haben. Verschiedene Blutwerte geben Aufschluss darüber, ob der Hirsutismus eine hormonelle Ursache hat und welche Erkrankung dahinterstecken könnte.
Je nachdem, welche Ursache der Arzt vermutet, sind gegebenenfalls weitere Untersuchungen sinnvoll.
Bei einem Anamnesegespräch kann der Arzt die genaueren Umstände zur Symptomatik erfragen. Anhand dieser Informationen kann der Arzt schon einige Krankheiten ausschließen oder sie als mögliche Ursache identifizieren. Weiter einschränken kann er die Krankheiten durch die zusätzliche körperliche Untersuchung.
Für die PCO-Diagnose werden die sogenannten ‚Rotterdam-Kriterien’ verwendet. Wichtig: Aufgrund des Namens könnte man denken, dass zur Diagnose zwingend Zysten in den Eierstöcken nachgewiesen werden müssen. Es reichen aber auch die zwei anderen Rotterdam-Kriterien aus; daher kann auch ohne zystische Eierstöcke die Diagnose ‚PCO’ gestellt werden.
Im Blut kann zudem eine Testosteronerhöhung nachgewiesen werden (die Auslöser des vermehrten Haarwachstums ist). Gleichzeitig können auch die weiblichen Sexualhormone (‚Östrogene’) erhöht sein.
Zum Nachweis des Enzymdefekts können Hormonvorstufen von Cortisol im Blut bestimmt werden. Zur Erinnerung: bei einem Defekt dieses Enzyms kann kein funktionsfähiges Cortisol produziert werden. Daher fallen vermehrt dessen Vorstufen an. Das Cortisol selbst ist erniedrigt. ACTH hingegen ist zum Ausgleich erhöht; dadurch versucht der Körper, Cortisol wieder zu erhöhen.
Die Diagnostik des Hypercortisolismus wird stufenweise durchgeführt. Zunächst wird der Cortisolspiegel überprüft. Hierfür bieten sich eine Messung im 24-Stunden-Sammelurin oder eine mitternächtliche Messung des Cortisols im Blut an. Das Hormon unterliegt einer sog. ‚zirkadianen’ Rhythmik. Darunter versteht man eine unterschiedlich hohe Cortisolkonzentration je nach Uhrzeit - normalerweise ist die Konzentration um 24.00 Uhr am niedrigsten.
Ist ein Hypercortisolismus festgestellt worden, stellt sich die Frage, ob ein Tumor der Hypophyse oder Nebenniere vorliegt. Dazu führt man weitere Hormontests durch.
„Zur Diagnostik eines erhöhten Cortisolspiegels stehen vielfältige Testverfahren zur Verfügung. So können wir die genaue Ursache für das vermehrte Haarwachstum herausfinden.“ Dr. Dr. u. a.
Zunächst prüft der Arzt das Behaarungsmuster und stellt die Schwere des Hirsutismus mithilfe eines extra dafür erstellten Punktescores fest (Ferriman-Gallwey-Score). Dieser Wert ist wichtig für die Dokumentation und die objektive Prüfung, ob eine Therapie anschlägt.
Außerdem achtet der Arzt bei der körperlichen Untersuchung auf weitere Zeichen einer Vermännlichung wie zum Beispiel Stirnglatze oder Akne und dokumentiert diese ebenso.
Danach befragt er die Patientin ausführlich nach familiärer Veranlagung, anderen hormonell bedingten Störungen (Zyklusstörungen, Kinderlosigkeit, Libidoverlust) sowie eingenommenen Medikamenten.
Zur Suche nach hormonellen Unregelmäßigkeiten setzt der Arzt eine Reihe von Labortests ein.
Genauso vielfältig wie die Ursachen für vermehrten Haarwuchs bei Frauen sind, gestalten sich auch die Therapiemöglichkeiten.
Liegt dem Hirsutismus eine spezifische Erkrankung zugrunde, gilt es diese zu behandeln.
Hier ist zunächst das mechanische oder physikalische Entfernen der Haare zu nennen. In Frage kommt dafür etwa die Rasur oder das Wachsen der unerwünschten Haare. Bei der Rasur besteht jedoch die Gefahr, dass sich Stoppeln bilden.
Viele Patientinnen wenden diese Methode daher eher an Stellen an, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind (z. B. Oberschenkelinnenseiten). Zur symptomatischen Therapie kann auch ein Bleichen der Haare in Erwägung gezogen werden.
Eine langfristige Entfernung der Haare kann mittels Dauerepilation oder Laserbehandlung angestrebt werden. Der Wirkstoff ‚Eflornithin’ kann als Creme aufgetragen werden und bewirkt eine Verlangsamung des Haarwachstums. Experten hierfür sind die Hautärzte.
Als weitere medikamentöse Therapie kommen Kontrazeptiva (‚Pille’) in Betracht. Optimaler Weise werden Präparate eingenommen, die einen sogenannten ‚antiandrogenen’ Effekt haben.
Hier eine Übersicht der gängisten Methoden zur Haarentfernung:
Als Goldstandard gilt bei nicht vorhandenem Kinderwunsch eine Therapie mittels oraler Kontrazeptiva (‚Pille’). Um den überschüssigen Androgenen entgegenzuwirken, kann wie beim idiopathischen Haarwuchs eine Pille mit antiandrogener Wirkung verordnet werden.
Dahingegen wäre eine solche bei bestehendem Kinderwunsch aufgrund der verhütenden Wirkung nicht sinnvoll. Ein Medikament, das den Eisprung auslöst, ist ‚Clomifen’.
Da die Ursache für die übermäßig produzierten Androgene ein Mangel an Cortisol ist, muss zur Therapie lebenslänglich genau dieses Hormon eingenommen werden. Bedingt durch den Hydroxylase-Mangel verliert der Körper die Fähigkeit einer ausreichenden Cortisolproduktion.
Die Cortisoleinnahme (z. B. in Form von ‚Hydrocortison’) sollte nach einem festen Einnahmeschema erfolgen.
Ist das Cushing-Syndrom auf einen Hypophysentumor mit ACTH-Produktion zurückzuführen (‚Morbus Cushing’), so ist die Entfernung des Tumors die Therapie der Wahl. Mittels eines operativen Zugangs durch die Nase wird der Tumor entfernt. Anschließend sollte das Haarwachstum zurückgehen.
Bezüglich des Haarwachstums, das durch langfristige Cortisoneinnahme verursacht wird, muss mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden. Auf den ersten Blick scheint das Absetzen des Cortisons die einfachste Lösung zu sein. Aber: das Cortison wird nicht ohne Grund eingenommen!
Besteht aufgrund der Krankheit, wegen der es eingenommen wird, weiterhin die Notwendigkeit zur Cortisontherapie?
„Bei einer langfristigen Cortisontherapie ist es essentiell das Medikament langsam ausschleichen zu lassen.“- Dr. Dr.
In einer kürzlich veröffentlichten Studie haben Forscher herausgefunden, dass bei PCO-Patientinnen erhöhte Werte des Prostata-spezifischen Antigens (‚PSA’) gemessen werden können. Unter diesem komplizierten Begriff verstehen Mediziner ein Eiweiß, das bei Männern in der Prostata (‚Vorsteherdrüse’) und bei Frauen in bestimmten Drüsen im Scheidenbereich hergestellt wird.
Besonders an diesem Eiweiß ist eigentlich, dass eine erhöhte Konzentration auf Krankheiten wie Prostatakrebs oder eine Prostataentzündung hinweisen kann. Anscheinend trifft das jedoch auch bei einer PCO-Erkrankung zu.
Um das überprüfen, wurde eine Gruppe von PCO-Patientinnen mit einer Gruppe von Frauen ohne PCO verglichen.
Quelle: Zeng-Hong Wu u. a. (2019): Prostatic-specific antigen (PSA) levels in patients with polcystic ovary syndrome (PCOS): a meta-analysis. In: Journal of Ovarian Research, 15.
Allgemeinmaßnahmen, die zu einem Rückgang des Hirsutismus führen können, ist die Gewichtsreduktion, da sie zu einem Absinken des Testosteronspiegels im Blut führt.
Des Weiteren gilt es bei medikamentös bedingtem Hirsutismus, die Dosis des auslösenden Medikamentes zu verringern oder es abzusetzen.
Rasieren, Haarentfernungscreme, Epilation und Haarentfernung mithilfe von Wachs oder Fotoepilation (Laser) sind lokale Haarentfernungsmaßnahmen.
Um den krankhaft erhöhten Androgenspiegeln im Blut entgegenzuwirken, kommen unterschiedliche Medikamente zum Einsatz.
Bei mäßigen bis starken Beschwerden bei Frauen vor der Menopause kommt als Mittel der ersten Wahl ein testosteronsenkendes, orales kombiniertes Verhütungsmittel (Östrogen-Progesteron-Kombination) zum Einsatz.
Nach 6 Monaten ohne ausreichendes Ansprechen auf die Therapie kann die zusätzliche Gabe eines Antiandrogens erwogen werden. Antiandrogene wie Cyproteronacetat, Spironolacton und Finasterid hemmen die Wirkung männlicher Sexualhormone.
Da sie schwere Fehlbildungen beim ungeborenen Kind hervorrufen, ist ihr Einsatz nur unter Einsatz eines sicheren Verhütungsmittels möglich. Cyproteronacetat wird mit einem erhöhten Risiko für das Entstehen von Tumoren der Hirnhaut (Meningeome) in Verbindung gebracht.
Zur topischen Therapie einer verstärkten Gesichtsbehaarung kann eine 11,5-prozentige Creme mit dem Wirkstoff Eflornithin zum Einsatz kommen. Die örtliche Behandlung kann mit Nebenwirkungen wie Akne, Hautirritationen, Gesichtsschwellung, lokalen Entzündungen und Alopezie einhergehen.
Dr. Dr. T. Ja, das kann er. Allerdings müssen wir zunächst einmal zwischen symptomatischer und ursächlicher Therapie unterscheiden. Sollte der Dermatologe die Haare (z. B. mittels Lasertherapie) entfernen, handelt es sich dabei um eine symptomatische Therapie.
Die Ursache, wegen der es zu vermehrtem Haarwachstum kommt, ist bei dieser Methode noch nicht behoben. Die Haare werden immer wieder neu wachsen. Empfehlenswert ist es daher, beim Arzt Ursachenforschung zu betreiben.
Für die Diagnose der Grunderkrankung ist es ratsam, zunächst den Hausarzt oder Gynäkologen aufzusuchen. Diese können bei Verdacht auf eine komplizierte hormonelle (‚endokrinologische’) Erkrankung gegebenenfalls eine Überweisung zu einem Facharzt für Endokrinologie ausstellen. Ein Endokrinologe ist auf jene Erkrankungen spezialisiert, die mit dem hormonellen System zusammenhängen.
In einer amerikanischen Studie wurde die Eisprungrate (sog. ‚Ovulationsrate’) von PCO-Patientinnen untersucht. Es gab drei Testgruppen: 1. Einnahme der ‚Pille’, 2. Lifestyle-Änderung (Sport, Diät), 3. Kombination von beidem.
Nach 16 Wochen wurde in den drei Gruppen die Ovulationsrate erneut analysiert. Dabei kam heraus, dass die Eisprungrate bei der Gruppe mit Gewichtsreduktion (Rate=60 %) höher war als bei der ‚Pille’-Gruppe (46 %). Anhand dieser Studie wird deutlich, dass eine effektive PCO-Therapie nicht nur medikamentös erfolgreich sein kann.
| Gruppe | Therapie | Ovulationsrate nach 16 Wochen |
|---|---|---|
| 1 | Einnahme der Pille | 46% |
| 2 | Lifestyle-Änderung (Sport, Diät) | 60% |
| 3 | Kombination von beidem | [Daten nicht angegeben] |
tags: #vermehrter #haarwuchs #cortison #ursachen
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