Kunsthaarperücken färben: Eine umfassende Anleitung

Die Perücke, die du suchst, gibt es nur in langweiligem Blond oder hässlichem Clownsrot? Dein Chara hat eine ganz besondere Haarfarbe, die du noch nirgendwo gesehen hast? Du willst wissen, wie man Perücken in allen Farben des Regenbogens zaubert? Perücken färben kann eine Herausforderung sein, aber mit den richtigen Techniken bekommt ihr super Ergebnisse! Dir gefällt der Blog? Ich bin SEO Managerin und Grafikdesignerin. Zudem liebe ich Gaming, Anime und Schokolade.

Das Färben von Perücken eröffnet eine Welt voller kreativer Möglichkeiten. Es geht nicht nur darum, eine neue Farbe aufzutragen, sondern auch darum, die Persönlichkeit zu unterstreichen und einen individuellen Stil zu schaffen. Dabei ist es besonders spannend, dass Perücken - ob aus Echthaar oder Kunsthaar - ganz unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringen.

Warum ist das Färben von Kunsthaarperücken eine Herausforderung?

Wenn ihr schon mal versucht habt, eine Kunsthaarperücke zu färben, wisst ihr sicher, dass das nicht so einfach ist wie bei echtem Haar. Kurz gesagt: Weil beides war Haare sind, aber dennoch nicht dasselbe. Kunsthaar besteht meist aus Synthetikfasern. Diese Fasern sind nicht porös wie Echthaar, weshalb herkömmliche Haarfarben nicht haften.

Unterschied zwischen Echthaar- und Kunsthaarperücken

Die Wahl zwischen einer Echthaar- und einer Kunsthaarperücke beeinflusst nicht nur das Tragegefühl, sondern auch die Möglichkeiten beim Färben. Echthaarperücken bestehen, wie der Name schon sagt, aus echtem Menschenhaar. Dadurch ähneln sie in Struktur und Verhalten natürlichem Haar und können chemisch behandelt werden. Sie nehmen Farbe gut auf, was eine präzise und langanhaltende Farbveränderung ermöglicht. Allerdings erfordert dies eine sorgfältige Handhabung, da die Haarstruktur durch aggressive Färbemittel geschädigt werden kann.

Kunsthaarperücken hingegen bestehen aus synthetischen Fasern wie Nylon oder Acryl. Diese Materialien sind nicht porös, wodurch herkömmliche Haarfarben nicht eindringen können. Stattdessen müssen spezielle Färbemethoden angewendet werden, beispielsweise Farbstoffe auf Alkoholbasis oder Acrylfarben. Die Ergebnisse sind oft weniger intensiv und verblassen schneller. Dennoch bieten Kunsthaarperücken eine kostengünstige Alternative und eignen sich hervorragend für temporäre Farbexperimente.

Zusammengefasst: Während Echthaarperücken Flexibilität und ein natürliches Ergebnis bieten, punkten Kunsthaarperücken durch ihre Vielseitigkeit und den geringeren Pflegeaufwand.

Materialien und Werkzeuge für das Färben von Kunsthaarperücken

Um eine Perücke erfolgreich zu färben, ist die Wahl der richtigen Materialien und Werkzeuge entscheidend. Eine sorgfältige Vorbereitung sorgt nicht nur für ein gleichmäßiges Farbergebnis, sondern schützt auch die empfindliche Struktur der Perücke.

  • Perückenfarbe hat nichts mit normalem Haarfärbemittel zu tun (dieses funktioniert auf Kunsthaarperücken auch gar nicht).
  • Perücken sind aus Plastik, deshalb lassen sie sich nur mit wasserfesten Farben färben, die auf Kunststoff haften - z.B. Permanentmarker oder in einem Lösemittel (Isopropylalkohol, Aceton, Spiritus) gelöste Tinte von Permanentmarkern.
  • Dabei wird nur die Oberfläche der Plastikhaare angemalt oder angesprüht, die Faser wird nicht durchgefärbt (wie z.B. beim Stoffefärben).
  • Fertig angemischt gibt es Perückenfarbe von Katie Bair (USA).
  • Man kann sie auch selber mischen, das ist i.d.R. genauso wirksam.
  • Amerikaner benutzen dafür gerne Sharpie-Stifte (vergleichbar mit Edding) oder FW Ink (eine Tinte auf Acrylbasis).
  • Man kann die Perücke direkt mit den Markern anmalen, das ist aber nur für einzelne Strähnen zu empfehlen (und am besten für sehr intensive Farben).

Wie stelle ich Perückenfarbe her?

  • Geh in die Apotheke und frag nach 100%-igem Isopropyl-Alkohol - NICHT für medizinische Zwecke, NICHT zum Desinfizieren (gereinigter Alkohol ist um ein Vielfaches teurer).
  • 70%-iger Reinigungsalkohol geht auch.
  • Heb die Apothekenflaschen auf und nimm sie beim nächsten Mal zum Nachfüllen mit, die Flaschen kosten nämlich extra!
  • Für eine schulterlange Perücke rechne mit ca. 250ml Alkohol. (1l kostet in der Apotheke ca. 7 EUR; im Versandhandel ca.
  • Dann kaufst du im Künstlerbedarf, Schreibwarenladen oder online Copic Various Ink (das sind Fläschchen mit 25ml Tinte zum Nachfüllen der Copic-Marker, Stück ca. 8-9 EUR).
  • Für eine schulterlange Perücke reicht meist eine Flasche.
  • Du kannst die Töne beliebig untereinander mischen.

Die meisten Perücken aus hochwertigem Kunsthaar (nicht aus Echthaar / Human Hair) lassen sich damit permanent färben, in jeder Farbe, die man sich vorstellen kann (außer Schwarz). Die gängigsten Fasern sind Kanekalon und Toyokalon, diese lassen sich meistens gut färben. Lass aber die Finger von billigen Karnevalsperücken.

Farbkarte für Perückenfarben

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Färben einer Kunsthaarperücke

Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie du deine Kunsthaarperücke erfolgreich färben kannst:

  1. Vorbereitung:
    • Nicht alle Perücken eignen sich zum Färben. Manche Fasern haben eine Beschichtung, die sie besonders hitzeresistent oder schmutzabweisend macht. Um alle Perücken, die so beworben werden, oder die bereits gestylt sind (z.B. stark gelockt), sollte man beim Färben lieber einen Bogen machen.
    • Glatte Perücken lassen sich leichter gleichmäßig färben als gewellte oder gelockte. Da der Style beim Färben sowieso zerzaust wird (durch ständiges Durchkämmen, Fönen und Ausspülen), ist es besser, eine glatte Perücke zu färben und sie anschließend erst zu stylen.
    • Wichtig: Du kannst Perücken immer nur dunkler färben oder den Farbton leicht ändern, aber niemals heller färben oder bleichen. Färben ist auch keine Lösung für einen Fehlkauf - wenn es irgendwo die Perücke in der richtigen Farbe gibt, kauf sie dir lieber fertig!
    • Natürlich kann man auch Haarteile und lose Kunsthaare (Extensions) färben. Andere Dinge, die ich schon mit Perückenfarbe gefärbt habe, sind Federn, Kunstpelz und Stretchstoffe. Die Fasern verkleben nicht und behalten ihr Aussehen auch nach dem Färben!
    • Theoretisch kann man alles, was aus Kunstfasern (z.B. Polyester) besteht, damit färben, allerdings kann es sein, dass die Farbe sich wieder auswäscht und abreibt!
  2. Farbe vorbereiten:
    • Besorg dir eine Copic-Farbkarte, oder googel danach. Halte dich bei der Farbwahl an die Buchstaben - "B" für ein reines Blau, "BG" für Blaugrün usw. - die dir sagen, welche Töne darin enthalten sind (auf der Farbkarte sieht man das nicht immer so deutlich).
    • Die Copic-Farbe fällt auf der Perücke heller aus als auf der Farbkarte oder wenn du einen Copic-Marker "pur" benutzt, da die Farbe ja noch mit Alkohol verdünnt wird!
    • Denk immer daran, wie die ursprüngliche Farbe der Perücke sich mit der Copic-Farbe mischen wird. Faustregel: Die Perücke sollte eine Nuance heller sein als die Wunschfarbe; also in derselben Farbfamilie (z.B. Rosa/Rot), aber auf keinen Fall zu dunkel oder zu knallig, da du die Perücke niemals aufhellen kannst!
    • Für blasse Farben nimmt man eine weiße Perücke als Basis. Die Perücke darf keinen Farbstich haben, der in der Wunschfarbe nicht enthalten ist!
    • Um einen Farbton abzumildern, mischt man ein klein wenig von der Komplementärfarbe bei (Farbenlehre!) - z.B. Violett, um einen Gelbstich (bei hellen Blondtönen oder Weißblond) abzuschwächen.
    • Man kann eine Perücke nicht schwarz färben, da die Farbe nicht deckend ist (sie wird maximal dunkelgrau oder dunkelbraun). Auf hellen Fasern (z.B. Weiß) wirken dunkle Farben blass und verwaschen - spätestens nach dem Ausspülen.
    • Sehr dunkle, kräftige Töne erzielt man am besten, wenn die Perücke schon eine relativ dunkle Ausgangsfarbe hat. Wenn du eine schwarz-bunte Perücke haben willst, kauf dir lieber eine fertige (Sonderfarben z.B. von Plastikhaar / myCostumes oder asiatischen Anbietern wie CosplayWig auf ebay).
  3. Zubehör vorbereiten:
    • z.B. zum Anrühren der Farbe.
    • zum Aufsprühen der Farbe. Muss unbedingt fein sprühen, ohne zu großen Druck und ohne irgendwelche Tropfen oder Unregelmäßigkeiten!
    • zum gleichmäßigen Verteilen der Farbe auf der Faser.
    • Küchenwaage u./o.
  4. Arbeitsbereich vorbereiten:
    • Ich arbeite meist in der Küche, an der Spüle; für längere Perücken auch in der Duschwanne. Metall lässt sich am besten reinigen, Keramik geht notfalls auch noch (vorher testen!), alles andere (PVC, Holz, Tapete, Teppich, Fliesen) muss großflächig abgedeckt werden.
    • Wichtig: der Raum muss ständig gut belüftet sein! Wenn möglich, im Freien arbeiten.
  5. Farbe mischen:
    • Im Prinzip schüttest du einfach Copic-Tinte in den Alkohol und fertig! Das Mischverhältnis Copic : Alkohol sollte zwischen 1:5 und 1:30 liegen.
    • Ich mache zuerst Färbe-Tests an extra Strähnen. Du kannst es auch an einer wenig sichtbaren Stelle der Perücke machen, viel praktischer ist es aber, extra Test-Strähnchen (fiber swatches) anzufertigen. Dazu nimmst du abgeschnittene Haare der Perücke, die du färben willst, oder lose Extensions in derselben Farbe und Faserqualität.
    • Du schneidest kleine Bündel ab und versiegelst sie am Ende z.B. mit Montagekleber. Für den Test gebe ich nur 10ml Alkohol in eine Sprühflasche, dann gebe ich eine abgemessene Menge Copic dazu (z.B. 1ml für ein Mischverhältnis von 1:10).
    • Außer bei sehr dunklen Farben kann man an der Skala auf der Copic-Flasche genau erkennen, wie viel noch drin ist (ein Strich = 1ml; in einer Flasche sind 25ml). Kleinere Mengen kann man tropfenweise abmessen, 40 Tropfen sind ca.
    • Natürlich kann man mehrere Copic-Farbtöne miteinander mischen, die Gesamtkonzentration sollte aber 1:5 nicht übersteigen (also max.
    • Flasche gut schütteln, ein paar Mal aussprühen, bis gleichmäßig Farbe aus der Düse kommt. Wenn das Ergebnis nicht gefällt, neue Farbe anmischen (mit veränderter Konzentration bzw. Mischverhältnis) und eine weitere Test-Strähne färben.
    • Immer genau die verwendeten Mengen bzw.
    • Die Test-Strähnen müssen nach dem Trocknen erst unter fließendem Wasser ausgespült werden, bevor der endgültige Farbton erkennbar wird! Meist wird die Farbe dabei etwas heller; manche enthaltenen Farbtöne - z.B. Rot- und Gelbanteile - waschen sich stärker aus als andere.
  6. Perücke vorbereiten:
    • Die Wunschfarbe in einer größeren Menge anmischen. Für eine schulterlange Perücke braucht man zwischen 100 und 300ml Farbe - je dunkler der Farbton und je dichter die Perücke, desto höher der Verbrauch. Außerdem macht Übung den Meister, am Anfang braucht man mehr Farbe, bis man den Dreh raus hat.
    • Setz die Perücke auf den Perückenkopf und steck sie mit Stecknadeln fest (mindestens eine mittig oben auf dem Kopf und drei im Nacken). Achtung: Der Perückenkopf wird mitgefärbt!
    • Willst du den Perückenkopf später noch fürs Styling oder zum Färben anderer Farbtöne verwenden, musst du ihn mit einer umgedrehten / unbedruckten Plastiktüte abdecken, bevor du die Perücke darauf setzt.
    • Die Perücke sollte beim Aufziehen gedehnt werden (einen großen Kopf verwenden und Perücke ggf. etwas nach vorne in die Stirn ziehen), damit die Farbe auch überall hinkommt.
    • Perücke mit den Fingern entwirren, ggf. glätten und kämmen. Je glatter die Perücke, desto einfacher ist sie zu färben. Stylingprodukte oder Conditioner müssen vorher rausgewaschen werden, und die Perücke muss vollkommen trocken sein!
    • Ist die Perücke deutlich länger als die Wunschfrisur, ggf.
  7. Färben der Perücke:
    • Echthaarperücken färben

      Zuerst färbst du die Unterseite der Perücke. Halte die Sprühflasche im Abstand von ca. 20-30 cm und sprühe möglichst gleichmäßig die Farbe auf den Ansatz und die obere Lage Haare - dabei die Perücke oder die Flasche immer bewegen, nie länger auf eine Stelle sprühen!
    • Mit dem Färbekamm /-bürste die Farbe gründlich einkämmen (mehrmals über dieselbe Stelle streichen und bis in die Spitzen kämmen). Sofort mit dem Fön (auf niedrigster Stufe, ca. 30 cm Entfernung) die Haare trocknen.
    • Nicht länger auf eine Stelle halten, um die Faser nicht zu verformen oder zu beschädigen, sondern ständig bewegen. Erst aufhören, wenn der Alkohol verdunstet ist und die Haare trocken sind.
    • Nachdem du eine Stelle gefärbt und getrocknet hast, wiederholst du das Ganze ein Stück weiter. Nicht zu viel auf einmal färben, sonst trocknet die Farbe nicht rechtzeitig und fängt an zu laufen, dadurch wird sie ungleichmäßig! Ich färbe meist einen ca. 20cm breiten Abschnitt in einem Arbeitsschritt.
    • Unbedingt darauf achten, dass die Haare bis zum Ansatz gefärbt werden! Dazu den Rand evtl. leicht umkrempeln und die Farbe gezielt auf den Ansatz sprühen.
    • Ist die Unterseite rundum gefärbt, Perückenkopf richtig rum drehen und auf den Ständer stecken. Nun arbeitest du dich, Lage für Lage, von unten nach oben vor (also vom Nacken bis zum Scheitel bzw. Pony).
    • Stecke dazu alle Haare - bis auf die unterste Lage im Nacken - mit Haarklemmen hoch (der Stielkamm hilft beim sauberen Abteilen) und sprühe die offenen Haare gleichmäßig ein, vom Ansatz bis in die Spitzen. Kämmen, trocknen. Je dünner die Lage Haare, desto gleichmäßiger wird das Ergebnis. Ich färbe i.d.R. nur 1 bis 2 Tressen (Haar-Reihen) auf einmal.
    • Achte auch hier wieder darauf, dass du nicht rundherum alles auf einmal einsprühst, sondern am besten nur einen ca. 20cm breiten Abschnitt, diesen kämmst und trocknest, bevor du daneben weitermachst.
    • Tipp: Versuch so wenig wie möglich nachzufärben, also mehr als einmal auf dieselbe Stelle zu sprühen.
    • Vom vielen Hochstecken und Abteilen verheddern sich die Haare leicht. Kämme die unbehandelten Haare in dem Fall vorsichtig mit den Fingern durch, bevor du sie neu abteilst, und stecke sie ordentlich in mehreren (!) Abteilungen hoch (nicht einfach alles zusammenknüllen).
    • Auf gar keinen Fall solltest du mit Gewalt an den Haaren reißen oder verfilzte Haare mit dem Kamm bearbeiten! Der feine Färbekamm / -bürste ist nur zum Glätten der Oberfläche und zum Verteilen der Farbe gedacht, zum Kämmen verhedderter Haare ist er ungeeignet. Die Haare müssen immer glatt und unverfilzt herunterhängen, bevor du Farbe aufträgst und einkämmst.
    • Besonders sorgfältig musst du bei den oberen Lagen und am Kopfhautimitat vorgehen - da das die Stellen sind, die man hinterher deutlich sieht, und da sie sehr dicht geknüpft sind. Geh hier besonders kleinschrittig vor und achte darauf, wirklich vom Ansatz bis in die Spitzen durchzufärben und keine Strähne auszulassen.
    • Wenn du dich von unten nach oben durchgearbeitet hast, bist du fertig! Hab Geduld, bei einer dichten Perücke kann das leicht mal 2 Stunden dauern. Wenn du alles richtig gemacht hast, sollte die Perücke nun gleichmäßig gefärbt und furztrocken sein.
  8. Ausspülen:
    • Dazu stellst du am besten den Perückenkopf unter die Dusche und spülst die Perücke "im Stehen" gründlich aus (Achtung, Keramik kann sich verfärben! Im Zweifelsfall lieber im Garten ausspülen, oder in einer alten Plastikwanne oder einem Spülbecken aus Metall).
    • Nur mit kaltem Wasser spülen! Wichtig ist, dass das Wasser überall rankommt, auch an den Ansatz und auf die Unterseite der Perücke (also am besten mal den Perückenkopf umdrehen und von unten spülen).
    • Die Perücke ein paar Minuten stehen lassen, dann prüfen, ob das abtropfende Wasser klar ist (am besten die Spitzen mit Küchenkrepp abwischen und sehen, ob das Tuch sauber bleibt). Wenn nicht, weiter spülen.
  9. Pflege und Styling:
    • Nach dem Trocknen behandelt man die Perücke am besten mit Conditioner für Perücken und Kunsthaar-Extensions, um der Faser ihre Geschmeidigkeit wieder zu geben - besonders bei intensiven Farben mit starker Pigmentierung leidet nämlich das Kunsthaar unter der Behandlung.
    • Die fertig gefärbte Perücke kann nun ganz normal gekämmt, entwirrt und gestylt werden. Man sollte aber auf die Behandlung mit heißem Wasser verzichten! Zum Glätten also den Fön anstelle der Heißwassermethode verwenden.
    • Vorsicht ist auch bei Stylingprodukten geboten, die Alkohol enthalten (z.B. Haarspray), da dieser natürlich die Farbe wieder löst! Ist aber halb so wild, wenn man das Haarspray sparsam verwendet und sofort trocknet (mit dem Fön), man darf die Perücke nur nicht darin ertränken, sonst kommt die Farbe ins Laufen.
    • Achtung, die Perücke färbt auf die Hände ab, wenn man sie mit Haarspray behandelt! Lässt sich aber mit Seife und/oder Alkohol weitgehend entfernen bzw. verschwindet nach ein paar Tagen von selbst.
  10. Reinigung:
    • Nach dem Färben immer Arbeitsfläche und Gerät (Kämme, Klammern, Sprühflasche) mit Alkohol reinigen! Am besten gibst du alle Kleinteile in einen Gefrierbeutel mit etwas Alkohol (derselbe, den du auch zum Anmischen der Farbe benutzt - mind. 70%iger Reinigungsalkohol oder Isopropylalkohol) und schüttelst kräftig, bis alle Farbrückstände gelöst sind.
    • Dann unter fließendem Wasser abwaschen und an der Luft trocknen lassen. Sprühflaschen füllst du mit etwas Alkohol, schüttelst sie kräftig und sprühst sie leer; ggf. wiederholen, bis der Alkohol klar bleibt.
    • Wenn du unsauber arbeitest und Farbrückstände nicht entfernst, lösen sich diese beim nächsten Kontakt mit Alkohol (Perückenfarbe oder Haarspray) und ruinieren die nächste Perücke! Aus diesem Grund auch immer neue Handschuhe und neue Abdeckfolie verwenden, sobald du die Farbe wechselst.
    • Auch Perückenköpfe färben sich und geben die Farbe wieder ab, deshalb verwende ich mehrere Perückenköpfe für verschiedene Farbtöne (z.B. einen für blaue und einen für rote Töne) oder decke den Kopf mit einer Plastiktüte ab, bevor ich die Perücke darauf setze.

Häufige Fehler vermeiden

Das Färben einer Perücke kann mit den richtigen Kniffen und etwas Erfahrung zu einem echten Erfolg werden.

  • Farbton anpassen: Wenn Sie sich unsicher sind, wie intensiv die Farbe wirken wird, mischen Sie die Haarfarbe mit einem Farbverdünner oder Conditioner.
  • Abschnitte sorgfältig bearbeiten: Arbeiten Sie immer in kleinen Haarpartien.
  • Farbübergänge schaffen: Für ein natürlicheres Ergebnis können Sie die Farbe an den Spitzen intensiver auftragen und zu den Ansätzen hin verblenden.
  • Temperatur beachten: Vermeiden Sie es, die Perücke während des Färbens oder Trocknens Hitze auszusetzen.
  • Nach dem Färben fixieren: Um die Farbe zu versiegeln, spülen Sie die Perücke nach dem Färben mit kaltem Wasser aus.
  • Experimentieren mit Techniken: Nutzen Sie Schwämme oder Bürsten, um Highlights oder Farbverläufe zu kreieren.
  • Pflege nach dem Färben: Verwenden Sie regelmäßig Pflegeprodukte, die speziell für gefärbte Perücken entwickelt wurden.

Mit diesen Tricks können Sie das Beste aus Ihrer Perücke herausholen und sicherstellen, dass die Farbe nicht nur perfekt aussieht, sondern auch länger hält.

Eine blonde Echthaarperücke, die sich gut zum Färben eignet

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