Haarausfall bei 15-Jährigen: Ursachen, Auswirkungen und Lösungsansätze

Fast jeder hat sich schon einmal Sorgen wegen Haarausfalls gemacht - ob berechtigt oder nicht. Einige Anlässe dafür sind besonders verbreitet. Die meisten denken, Haarverlust betrifft eher Menschen im gesetzten Alter. Tatsache ist jedoch, dass Haarverlust im Erwachsenenalter bei beiden Geschlechtern in fast jedem Alter einsetzen kann. Doch Haarausfall kann schon mit 18 Jahren beginnen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Gerade bei jungen Heranwachsenden, bei denen sich das Selbstwertgefühl erst noch entwickeln muss, bedeutet die Ausdünnung der Haarpracht ein emotionales Trauma. Haarverlust ist nicht nur ein Problem von älteren Personen, vermehrt Teenager leiden an Haarschwund, was psychische Probleme für die Betroffenen mit sich bringen kann.

In diesem Artikel werden die Ursachen, Auswirkungen und möglichen Lösungsansätze für Haarausfall bei Jugendlichen beleuchtet. Zudem werden Tipps gegeben, wie man dem Haarausfall mit 18 vorbeugen und ihn stoppen kann.

Der Lebenszyklus des Haares

Wie vieles andere Lebendige auch besitzt das Haar einen Lebenszyklus: Es wächst, ruht, ist erschöpft und stirbt. Im Normalfall wird es dann durch ein neues Haar ersetzt. Bis zu 20 dieser Zyklen durchläuft das Haar einer einzigen Haarwurzel während eines Menschenlebens.

  • Papillarhaar: 85 bis 90 % aller Haare befinden sich in dieser Wachstumsphase. Sie dauert normalerweise 2 bis 6 Jahre.
  • Beethaar: Etwa 1 % aller Haare stecken in dieser zwei- bis dreiwöchigen Übergangsphase. Hier findet kein Wachstum mehr statt, das Haar wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt.
  • Kolbenhaar: Für zwei bis vier Monate befindet sich der Haarfollikel in der Regenerationsphase. Allmählich wird wieder ein neues Haar gebildet, welches das ausfallende ersetzt.

Bis zu 100 Haare fallen einem Menschen täglich aus. Bei den rund 100.000 Kopfhaaren, die wir im Normalfall besitzen, macht sich das optisch nicht bemerkbar. Ist das Wachstum jedoch gestört, werden die Haare dünner, verlieren ihre Widerstandskraft und gehen früher aus. Das Nachwachsen der Haare ist eingeschränkt oder unterbleibt völlig.

Ursachen für Haarausfall bei Jugendlichen

Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Die Anlässe für krankhaften Haarausfall können sehr vielfältig sein. Die Symptome können äußerst unterschiedlich ausfallen. Die Ursachen haben wir oben bereits beschrieben. Denn die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig.

Hier sind einige der häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Jugendlichen:

Hormonelle Veränderungen

Gerade in der Pubertät finden bei Teenagern erhebliche Veränderungen statt. Diese körperliche, geistige und emotionale Umstellung werden unter anderem durch Hormonschübe verursacht, um die Entwicklung voranzutreiben. Diese Haarausfall-Ursache kann während einer Schwangerschaft, nach einer Geburt oder in den Wechseljahren zum Tragen kommen. Die ersten Hinweise auf genetisch Haarausfall sind individuell unterschiedlich und unterscheiden sich auch bei Männern und Frauen.

Psychische Belastungen

Teenager können unter starkem Stress leiden, der ebenso durch die hormonellen Veränderungen entstehen kann. Es kann zu stressbedingten Haarverlust und sogar zur Glatzenbildung kommen. Gerade für die heutige Jugend sind Aussehen und Äußerlichkeiten von großer Bedeutung, gerade man in den sozialen Netzwerken unterwegs ist. Daher kann Haarausfall mit 18 weitreichende Auswirkungen für die Teenager haben. Zudem besteht die Gefahr, dass durch den Stress der ohnehin bestehende Haarausfall noch verstärkt werden kann.

Ernährung

Durch den Genuss von zu viel Fast Food, Fertigprodukten und raffiniertem Zucker essen Jugendliche häufig gesundheitsschädigend. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist bei Teenagern wichtig für den gesunden Haarwuchs. Ebenso führen Mangelzustände wie Eisen-, Eiweiß-, Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffmangel zu Haarausfall. Diese Mangelzustände können durch Diäten, einseitige Ernährung oder Krankheiten hervorgerufen werden und verhindern eine ausreichende Versorgung der Haarfollikel, wodurch das Haarwachstum gestört und Haarausfall begünstigt wird.

Traktionsalopezie

Unter Traktionsalopezie versteht man eine Form des Haarausfalls, der hauptsächlich bei Jugendlichen und Teenagern auftritt. Dazu gehören der Einsatz von scharfen Chemikalien etwa beim Färben ebenso wie straff gebundene oder geflochtene Zöpfe sowie Haarverlängerungen (Extensions). Zu straffe Frisuren oder Haarextensions können zu Haarausfall führen. Sobald die Belastung der Haare eingestellt wird, wächst das Haar wieder normal nach, sofern die Haarwurzel noch intakt ist.

Alopecia Areata

Alopecia Areata, besser bekannt als kreisrunder Haarausfall, ist eine Form des Haarausfalls, die kahle, teilweise fleckige und kreisrunde Stellen auf der Kopfhaut und anderen Körperstellen, an denen Haare wachsen, auslöst. Von der Alopecia areata oder kreisrundem Haarausfall sind in Deutschland über 1,5 Millionen Menschen betroffen, darunter fast ein Drittel Kinder. Kreisrunder Haarausfall bei Kindern kommt bei etwa 1 von 1000 jungen Menschen vor. Es entstehen kreisförmige oder ovale komplett kahle Stellen am Kopf.

Medikamente

Mit extremem Haarausfall können auch Frauen betroffen sein, die beginnen, die Pille zu nehmen. Die Einnahme bestimmter Medikamente wie Betablocker, ACE-Hemmer, Heparin und Zytostatika kann zu Haarausfall führen.

Androgenetischer Haarausfall

Diese Form des Haarverlusts wird auch als erblicher oder anlagebedingter Haarausfall bezeichnet. Der medizinische Fachbegriff lautet androgenetische Alopezie. Es handelt sich um die häufigste Form des Haarausfalls überhaupt. Die Ursache für androgenetischen Haarausfall ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln im vorderen Kopfbereich.

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Auswirkungen von Haarausfall auf Jugendliche

Haarausfall kann für Kinder extrem schlimm sein. Sie fühlen sich nicht mehr hübsch und können an Selbstbewusstsein verlieren. Die Reaktionen des Umfelds können die Situation weiter verschlimmern. Angefangen mit dem Spott der Mitschüler bis zum Mobbing - der Betroffene wird dadurch psychisch stark belastet. Zudem besteht die Gefahr, dass durch den Stress der ohnehin bestehende Haarausfall noch verstärkt werden kann. Oftmals gehen die betroffenen Teenager nur noch mit einer Cap aus dem Haus, auch beim Dating gibt es häufiger Probleme als bei Gleichaltrigen mit vollem und gesundem Haar.

Was tun bei Haarausfall?

Was tun bei Haarausfall? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die davon betroffen sind. Zunächst einmal sollten Sie nicht in Panik verfallen. Haarausfall ist in vielen Fällen vorübergehend oder gut behandelbar und Panik kann die Situation sogar verschlimmern, da Stress den Haarausfall verstärken kann.

Hier sind einige Tipps, wie man mit Haarausfall umgehen kann:

  • Professionelle Hilfe suchen: Bei Haarproblemen sollten Sie einen erfahrenen Arzt zu Rate ziehen. Vereinbaren Sie einen Termin bei einem Experten, im ersten Schritt ist der Hausarzt bzw. Hautarzt eine gute Anlaufstelle.
  • Selbstanalyse durchführen: Beginnen Sie stattdessen mit einer Selbstanalyse. Fragen Sie sich, was sich in letzter Zeit in Ihrem Leben verändert hat. Nehmen Sie neue Medikamente? Haben Sie Ihre Ernährung umgestellt? Sind Sie besonderem Stress ausgesetzt? Gibt es Fälle von Haarausfall in Ihrer Familie?
  • Haarschnitt und Styling: Mit dem richtigen Haarschnitt und einem schonenden Styling können Sie das dünne Haar voluminöser und voller aussehen lassen. Lassen Sie sich von Ihrem Friseur dementsprechend beraten, wie ein Haarschnitt gut zur Gesichtsform passt und die kahlen Stellen kaschiert werden können.
  • Haarverdichtungsmittel: Sowohl mit Super Million Hair als auch SHAKE OVER bieten wir Ihnen gleich zwei Produkte an, die gesundheitlich unbedenklich und absolut nebenwirkungsfrei sind.

Behandlungsmethoden

Nach einer Beratung und Diagnose der Ursachen erstellen wir für jeden Patienten einen geeigneten und gezielten Therapieplan zur Bekämpfung des Haarausfalls. Es kommt auf die Ursache des Haarausfalls an, um diese Frage zu beantworten. Grundsätzlich bedeutet Haarausfall nicht zwangsläufig, dass dort kein Haar mehr wachsen wird. Abgestorbene Haarfollikel sind unwiederbringlich verloren und bilden keine neuen Haare mehr aus. Inaktive Haarfollikel können wieder reaktiviert werden.

Grundsätzlich stehen folgende Behandlungs- und Therapiewege zur Verfügung:

  • PRP-Therapie: Die PRP-Therapie ist ein effektives Mittel, um die Haarfollikel zu stärken und bei der Ausbildung von Haaren zu unterstützen. Hierbei wird Blut des Patienten entnommen und speziell aufbereitet.
  • Low-Laser-Therapie: Unter der sogenannte Low-Laser-Therapie versteht man die Behandlung der Kopfhaut und der darin verborgenen Haarfollikel.
  • Stammzellen-Therapie: Mit der Stammzellen-Therapie kann eine stimulierende Wirkung auf das Wachstum der Haare beobachtet werden.
  • Meso-Therapie: Unter der Meso-Therapie wird die Behandlung der Kopfhaut mit speziellen Wirkstoffen verstanden.
  • Infusionstherapie: Die Infusionstherapie hilft, Nährstoffmängel zu erkennen und zu ergänzen, was nicht nur für den Haarwuchs sinnvoll ist.
  • Medikamentöse Behandlung: Die medikamentöse Behandlung variiert je nach Ursache und Art des Haarausfalls. Zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten gehören Minoxidil und Finasterid, die bei androgenetischer Alopezie eingesetzt werden, um den Haarausfall zu verlangsamen und das Haarwachstum zu fördern.
  • Haartransplantation: Die Erhaltung des noch vorhandenen Haarbestandes unserer Patienten steht bei uns immer im Vordergrund. Es gibt dabei unterschiedliche Methoden der Haartransplantation. Eine der modernsten Methoden ist die FUE-Methode bzw. deren Weiterentwicklung, die IFUE-Methode.

In sehr wenigen Fällen kann auch bei Kindern oder Jugendlichen eine Haartransplantation sinnvoll sein. Bevor dies infrage kommt, ist jedoch zunächst eine umfassende Untersuchung nötig, um reversible Ursachen auszuschließen.

Vorbeugung von Haarausfall

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall vorzubeugen:

  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Schonende Haarpflege: Vermeiden Sie aggressive Chemikalien und zu enge Frisuren.
  • Stressmanagement: Versuchen Sie, Stress abzubauen und zu vermeiden.

Tabelle: Haarausfall bei Männern nach Altersgruppen

Alter Prozentsatz mit spürbarem Haarausfall
20-29 20%
30-39 30%
40-49 40%
50-59 50%

tags: #haarausfall #ursachen #15 #jahre

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