Lifestyle meint Lebensart, Genuss und Lebensfreude. Doch das Styling des Körpers birgt auch Risiken, die den meisten gar nicht bekannt sind. Wir haben für Sie einen Überblick über Trends aus dem Bereich Lifestyle zusammengestellt, die nachweislich oder möglicherweise das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöhen können.
Dass Rauchen Krebs verursacht, ist weithin bekannt. In der letzten Zeit sind E-Zigaretten modern geworden. Krebsforscher raten von den elektronischen Zigaretten dennoch ab, weil die genaue Zusammensetzung der Gase, die beim Rauchen der E-Zigaretten entstehen, noch unklar ist. Experten vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordern sogar ein Verbot von Mentholzigaretten, da durch den Mentholgeschmack das Inhalieren leichter und weniger schmerzhaft sei und der Rauch daher tiefer eingesogen werde.
Gebräunte Haut ist chic: Sie strahlt Gesundheit aus, gibt ein Gefühl von Sommer, Sonne, Urlaub. Doch ein Zuviel an Sonne und Solarium fördert nachweislich die Entstehung von Hautkrebs. Für den Schutz der Haut in der Sonne kann kein Gesetz Vorsorge tragen; hier ist jeder selbst verantwortlich. Wer sich im Sommer viel im Freien aufhält, muss seine Haut schützen - je heller die Haut, umso höher der Lichtschutzfaktor. Stundenlanges Sonnenbaden und „Rösten“ in der Mittagssonne sollten für alle tabu sein.
Seit 2011 sind sie allgegenwärtig in den Medien: fehlerhafte Brustimplantate. Auch wenn ein krimineller Unternehmer in diesem Fall das zugelassene Material gegen ein billigeres ausgetauscht hat: Jeder sollte sich gut überlegen, ob man für einen hübschen optischen Effekt unklare gesundheitliche Risiken eingeht - nicht nur bei Brustvergrößerungen.
Dopingmitteln erfreuen sich im Breitensport großer Beliebtheit und werden zum Muskelaufbau, zur Kraft- und Leistungssteigerung eingesetzt. Doch Vorsicht: Diese Stoffe können neben anderen Gesundheitsrisiken auch das Krebsrisiko erhöhen, vor allem für Leber- und Prostatatumore, aber auch für Leukämie.
Anti-Aging-Ansätze stützen sich ebenfalls zum Teil auf Hormonpräparate, wobei das Wachstumshormon Somatotropin und der insulinähnliche Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) als besonders wirksame Anti-Aging-Mittel gelten. Ähnlich wie bei Dopingmitteln heißt es hier auch: Was gesunde Zellen schneller wachsen lässt, kann im Zweifelsfall auch das Wachstum entarteter Zellen beschleunigen - und somit das Krebsrisiko erhöhen.
Auch Tattoos und Permanent Make-up erfreuen sich seit einigen Jahren auch in unseren Breiten zunehmender Beliebtheit. Es ist jedoch noch nicht abschließend geklärt, was die verwendeten Farbstoffe auf lange Sicht im Körper auslösen. Tätowiermittel, die Farbpigmente, Lösungsmittel und Konservierungsstoffe enthalten, werden nicht einfach nur auf die Haut aufgetragen, sondern in die Haut eingebracht. Dadurch können sie vergleichsweise leicht in den Blutkreislauf gelangen.
Während in Westeuropa eine sonnengebräunte Haut als schön gilt, streben manche Asiaten und Afrikaner das Gegenteil an und greifen zu Hautbleichungsmitteln. Manche Produkte enthalten Hydrochinon. Die Verwendung dieser Substanz zur Hautbleichung ist mittlerweile verboten, da sie im Verdacht steht, Krebs auszulösen.
Auch künstliche Fingernägel liegen derzeit im Trend. Doch Frauen mit heller Haut oder Sommersprossen sollten lieber auf eine Gelmodellage verzichten. Der Kunststoff, der von der Nageldesignerin aufgetragen wird, muss unter einer Lampe mit UV-Licht gehärtet werden, und UV-Licht erhöht - genau wie Sonnenbaden und Solarienbesuche - das Hautkrebsrisiko.
Die Liste der möglicherweise krebserregenden Substanzen und Methoden aus dem Lifestyle-Bereich ließe sich fortsetzen. Nicht alles, was potenziell schädlich ist, ist auch verboten. Entscheidend ist meistens die Summe der schädigenden Einflüsse.
Ein rechtzeitig entdeckter Krebs ist in den meisten Fällen heilbar. Gesetzlich Versicherte haben ab dem vollendeten 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Anrecht auf einen allgemeinen Gesundheits-Check. Durch die gynäkologische Krebsfrüherkennung können zwei der häufigsten Krebsarten - Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs -in einem frühen Stadium entdeckt und behandelt werden. Ab dem 45. Lebensjahr können Männer eine kostenlose Screeninguntersuchung bei Urolog*innen durchführen lassen.
Um unerwünschten Haarwuchs dauerhaft oder zumindest lange anhaltend zu vermindern, werden Laser oder intensiv gepulste Lichtquellen (IPL-Geräte = Intense Pulsed Light, auch als "Blitzlampen" bezeichnet) verwendet. Bei diesen Verfahren werden die für das Haarwachstum verantwortlichen Strukturen im Haarfollikel durch starkes Erhitzen in ihrer Funktion beeinträchtigt oder zerstört.
Gesundheitspolitik: Der 120. Deutsche Ärztetag hat den Gesetzgeber aufgefordert, die Laser- und Intensive-Pulsed-Light-Behandlungen (IPL-Behandlungen) durch Laien wie Kosmetikerinnen zu unterbinden. „Eine aktuelle Publikation aus Italien zeigt, dass es bei 14 Patienten nach Laserbehandlung von pigmentierten Hautveränderungen durch Laien zur Ausbildung von schwarzem Hautkrebs gekommen ist“, erläuterte der Münchener Dermatologe Dr. Josef Pilz den Hintergrund seines Antrages vor der verfassten deutschen Ärzteschaft.
Hautärzte fordern, dass derjenige, der einen Laser oder ein IPL-Gerät benutzt, zur Differentialdiagnose fähig sein muss, das heißt, er muss wissen, ob das Pigmentmal bei der Haarentfernung mitbehandelt oder nicht behandelt werden darf.
Am besten funktioniert die Methode, wenn das Haar viel, die Haut hingegen wenig Melanin enthält - also bei dunklen Haaren und hellen bis mittleren Hauttönen. Rote, hellblonde, graue oder weiße Haare enthalten nur wenig Melanin. Je dunkler die Haut ist, desto höher ist das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen oder Schäden. Denn das Gerät macht keinen Unterschied zwischen dem Melanin im Haar und dem Melanin in der Haut.
Die Behandlung wirkt erfolgreich nur auf die Haarfollikel, in denen gerade ein Haar wächst. Da dies immer nur auf einen Teil der Follikel zutrifft, muss die Prozedur mit zeitlichem Abstand mehrmals wiederholt werden. Mit einer einzigen Behandlung das unerwünschte Haarwachstum dauerhaft zu unterbinden, ist daher nicht möglich.
Auch das Verhalten der Kunden*innen kann zu unerwünschten Nebenwirkungen beitragen, beispielsweise wenn Vorsichtsmaßnahmen oder Pflegehinweise nicht beachtet oder Substanzen eingenommen oder aufgetragen werden, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Pigmentierte Hautveränderungen wie sogenannte Muttermale oder Leberflecken dürfen nicht einfach mit Lasern oder IPL-Geräten oberflächlich verändert oder abgetragen werden. Hier besteht das Risiko, dass eine Hautkrebsdiagnose erschwert oder verhindert wird.
Wer Laser oder starke optische Strahlenquellen wie IPL-Geräte am Menschen einsetzt, benötigt solide Fach- und Sachkenntnisse, um mögliche Risiken vermeiden zu können. Er oder sie muss die eingesetzten Geräte und die Wirkung optischer Strahlung gut kennen und in der Lage sein, die Behandlung an die individuellen Besonderheiten der Kund*innen oder Patient*innen anzupassen.
Mit Inkrafttreten der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) wurden zum 31.12.2020 einige Anwendungen, wie z.B. die Tattooentfernung, unter Arztvorbehalt gestellt. Seit dem 31.12.2022 müssen professionelle Anwender*innen bei der Epilation definierte Anforderungen an die Fachkunde erfüllen. Dies ergibt sich aus der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV).
Informieren Sie sich vor der Behandlung über die fachliche Qualifikation des Anwenders sowie über Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen und Risiken der Behandlung. Wenn Sie selbst Geräte für die Haarentfernung verwenden, beachten Sie die Gebrauchsanweisungen und die Herstellerempfehlungen.
Ob Haare, Falten oder Flecken-Laserbehandlungen haben sich in der ästhetischen Medizin und Dermatologie mittlerweile als eine effektive und vielseitige Methode etabliert. Mit ihrer gezielten Wirkung sind Laser nicht nur präzise, sondern auch effektiv. Sie bieten eine schonende und oft weniger invasive Alternative zu chirurgischen Methoden. Aber Vorsicht: denn bei falscher Anwendung oder unzureichender Nachsorge bestehen einige Risiken.
Der Laser erzeugt stark gebündeltes Licht in einer bestimmten Wellenlänge, das gezielt auf das Hautgewebe angewendet wird. Die Energie des Lasers wird in Wärme umgewandelt und erzeugt je nach Anwendungsbereich verschiedene Effekte. Da Lasern sehr präzise ist, ermöglicht es, nur bestimmte Bereiche damit zu behandeln, ohne umliegendes Gewebe zu beeinträchtigen.
Ob eine Laserbehandlung für Sie geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Hauttyp, spezifisches Hautproblem, allgemeiner Gesundheitszustand und persönliche Erwartungen. Aktive Hautinfektionen, Hautkrebs oder schwere chronische Hauterkrankungen sind Kontraindikationen für eine Laserbehandlung. Schwangere und stillende Frauen sollten vorerst auf Laserbehandlungen verzichten.
Einige Risiken und Nebenwirkungen sind allerdings möglich:
Die Kosten variieren je nach Behandlungsart, Größe des Bereichs und Anzahl der Sitzungen. Bei ästhetischen Laserbehandlungen handelt es sich um Leistungen, die Sie selbst tragen müssen. Sie werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen.
| Behandlung | Kosten pro Sitzung |
|---|---|
| Haarentfernung | 50 - 300 EUR |
| Tattooentfernung | 100 - 400 EUR |
| Entfernung von Pigmentflecken | ab 100 EUR |
Um die Entstehung von Hautkrebs kursieren viele Mythen, Irrtümer und Falschwahrheiten. Hautkrebs umfasst die Tumore der Haut. Zu diesen zählen das maligne Melanom der Haut („schwarzer Hautkrebs“) sowie die epithelialen Hautkrebsformen („weißer Hautkrebs“). Hautkrebs steht mit mehr als 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr an der Spitze der gemeldeten Krebserkrankungen in Deutschland.
Eine zentrale Ursache bei der Entstehung von Hautkrebs sind Mutationen von Genen. Dabei verändert sich dauerhaft das genetische Material der Zellen. Mutationen können spontan entstehen oder durch äußere, anhäufende Faktoren wie UV-Strahlung oder Drogenkonsum (Tabak, Alkohol) befeuert werden.
Die UV-Strahlung ist das wichtigste bekannte Karzinogen bei der Melanomentstehung - aber auch die Qualität und Quantität von Muttermalen.
Merke: Weißer Hautkrebs tritt häufiger auf, ist aber wesentlich ungefährlicher als der schwarze Hautkrebs. UV-Strahlung ist bei beiden Hautkrebsarten ein wichtiger Entstehungsfaktor.
UV-Strahlung ist die eindeutig nachgewiesene Hauptursache für Hautkrebserkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte UV-Licht als Gruppe-1-Karzinogen ein.
Richtig: Solariennutzungen stellen ebenfalls einen wesentlichen Risikofaktor bei der Hautkrebsentstehung dar. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) beschrieb bereits im Jahre 2006, dass die regelmäßige Solariumnutzung vor dem 35. Lebensjahr das Melanomrisiko um 75 % erhöht.
Mehr als die Hälfte aller Hautkrebsarten entstehen auf einer vorerst unauffälligen, nicht veränderten Haut. Tatsächlich ist der wichtigste Risikofaktor für den schwarzen Hautkrebs das Vorkommen von melanozytären Nävi (Muttermale). Das Hautkrebsrisiko steigt mit steigender Anzahl sowie klinischer Atypie der Male.
Du kannst bereits zu Hause einen wichtigen Beitrag zur Hautkrebsvorsorge leisten: Untersuche deine Male anhand der ABCDE-Regel. Hiermit kannst du Auffälligkeiten beurteilen.
Viele potenziell gesundheitsgefährdende Faktoren müssen tiefer erforscht werden. Manche toxische Inhaltsstoffe der Tätowiertinte (vor allem Benzopyrene und polyzyklische Kohlenwasserstoffe) wurden bereits als sicher bzw. wahrscheinlich kanzerogen (krebsauslösend) eingestuft. Eine allgemeingültige, empirische Assoziation zwischen Kanzerogenität und Tätowierungen wurde jedoch noch nicht erbracht.
Die IPL-Technologie („Intense pulsed Light“) wird unter anderem für die Haarentfernung (Photoepilation) eingesetzt. Die Besorgnis der heimischen IPL-Anwendung liegt in der fehlenden ärztlichen Diagnostik und Kontrolle. Auch fehlt in vielen Fällen eine dermatologische Abklärung, ob die IPL-Anwendung überhaupt angemessen ist. Typische Nebenwirkungen sind Verbrennungen, Hyper- oder Hypopigmentierungen und Narben.
Sie befasste sich mit der Häufigkeit der gemeldeten Fälle von Hautkrebs nach einer Laser- oder IPL-Behandlung. Es wurden nur sehr wenige Fälle von Hautkrebs nach einer IPL-Behandlung gemeldet. Dennoch lässt sich die reelle Gefahr des Hautkrebs nicht von der Hand weisen.
Das Risiko der äußerlich getriggerten Karzinogenese kann hingegen nie vollständig reduziert werden. Daraus ergibt sich, dass die beste Hautkrebsvorsorge die Reduktion von äußeren Faktoren, allen voran UV-induzierter Schäden, darstellt.
Neben entsprechendem textilem Schutz durch lange Kleidung, stellt Sonnenschutzcreme das A und O bei der Hautkrebsvorsorge dar.
Die Haarentfernung mit dem Diodenlaser ist ein sicheres, präzises und angenehmes Verfahren, mit dem unerwünschte Gesichts- und Körperbehaarung entfernt werden kann. Je nach Körperzone, der Größe der Haarfläche und ihrer Qualität sind 5 bis 12 Behandlungen für einen lang anhaltenden Effekt erforderlich. Natürlich gibt es auch Kontraindikationen, die unbedingt berücksichtigt werden müssen.
Manche Patienten, die sich zum ersten Mal für eine Laserhaarentfernung entscheiden, fragen sich, ob diese die Gesundheit des Körpers beeinträchtigen oder Krebs auslösen kann. Studien zeigen, dass diese Befürchtungen unbegründet sind. In der weltweiten Praxis gibt es keine Hinweise auf onkologische Erkrankungen, die durch Laserbehandlungen in der Kosmetologie oder Medizin verursacht wurden.
Die Laser-Haarentfernung hingegen kann keinen Krebs verursachen. Natürlich können einige kleinere Probleme auftreten, aber das Auftreten einer bösartigen Wucherung ist definitiv ausgeschlossen. Auch nach diesem Verfahren können Nebenwirkungen auftreten, die jedoch relativ gering sind. Diese sind in der Regel auf die Nichteinhaltung der Empfehlungen des Spezialisten nach dem Eingriff oder auf individuelle Haut- und Haartypen zurückzuführen.
Kosmetische Laser hingegen haben eine niederfrequente Strahlung im sichtbaren Bereich (Infrarot), die für den Menschen unbedenklich ist. Der Strahl dringt höchstens 3 mm tief in die Haut ein, während die Dicke der Haut selbst 5 mm beträgt. Das bedeutet, dass die Strahlen den Haarfollikel zerstören, ohne etwas anderes zu beeinflussen. Diese Laserstrahlung wird von Chromophoren absorbiert, so dass die Zellen durch ihre Wirkung nicht verändert werden.
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