Promi-Girls wie Bella Hadid oder Emma Roberts wechseln ihre Haarfarbe beinahe so oft wie ihre Outfits. Was so mühelos erscheint, ist das komplexe Werk von Profi-Coloristen, die genau wissen, was beim Farbwechsel zu tun ist. Aber nicht nur der Wechsel von Dunkel zu Hell hat seine Tücken, auch der umgekehrte Weg ist nicht so leicht, wie er scheint. Ein Experte erklärt, wie man böse Überraschungen umgeht und blondierte Haare wieder in ein sattes Braun verwandelt.
Wer seine blonden Haare satthat, sehnt sich nach einer neuem Look in Form einer kräftigeren Haarfarbe. Ihr habt Lust auf eine Typveränderung und möchtet den Schritt von Hell auf Brünett wagen? Ganz egal, was die Gründe für die Umwandlung sind, beim Umfärben von hell auf dunkel gibt es einige Dinge zu beachten. Denn schließlich soll das Ergebnis schön gleichmäßig werden.
Viele von euch stellen sich sicher die Frage, ob man auch blondierte Haare wieder dunkel färben lassen kann? Aus eigener Erfahrung von blonden Strähnchen weiß ich, dass ihr auch blondierte Haare wieder in sattes Braun verwandeln könnt. Entscheidend ist natürlich, wie hell euer aktueller Blondton ist und welches Resultat ihr euch erhofft. In meinem Fall gelang mir der Farbwechsel von Hellblond zu braunen Haaren innerhalb eines halben Jahres dank schrittweiser Coloration.
Im Folgenden werden wir die wichtigsten Aspekte beleuchten, die beim Färben von blondiertem Haar in Braun zu beachten sind, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Für ein optimales Farbergebnis solltet ihr eure Mähne schon vorher in Form einer Haarkur und eines Conditioners pflegen. Denn dann wird die Farbe gleichmäßiger und leuchtet schön. Außerdem ist es wichtig, für welche Art von Färbetechnik ihr euch entscheidet, ob beispielsweise eine permanente Coloration oder vorübergehende Tönung. Damit eure Mähne die Prozedur gut übersteht und das Ergebnis harmonisch wird, ist auch nach der Behandlung regelmäßige Pflege angesagt.
Durch das Aufhellen ist die Haaroberfläche angegriffen und poröser. Das kann sich negativ auf das Farbergebnis auswirken. Deshalb gilt: "Die beste Voraussetzung für ein schönes und gleichmäßiges Farbergebnis sind gut gepflegte Haare", erklärt der Münchner Friseur Stefan Pauli. Wichtig ist dabei, dass man hochwertige Pflegeprodukte verwendet, die die Haarstruktur aufbauen und keine Silikone enthalten. "Silikone können sich am Haar anlagern. Farbpigmente können dann nicht mehr gleichmäßig in das Haar eindringen. Die Farbe wird fleckig", so der Profi.
Bei der Entscheidung der richtigen Färbetechnik habt ihr die Wahl zwischen einer dauerhaften Coloration, einer Intensivtönung oder einer Tönungswäsche. Ob ihr euch für eine Tönung oder eine permanente Methode entscheidet, kommt also ganz darauf an, wie sicher ihr euch in Sachen Typveränderung seid.
Falls ihr stark geschädigte Haarfasern habt und den Schopf nicht weiter beanspruchen wollt, ist eine pflegende Intensivtönung einer Coloration vorzuziehen.
Bei dem Wunsch nach einer dunkleren Mähne stellt sich natürlich auch die Frage, welcher Braunton es denn sein darf. Bei einem Wechsel von Blond zu Brünett ist es besonders wichtig, einen rötlichen Braunton auszuwählen.
Lagern sich bei einem kühlen Blondton ebenso kühle Braunpigmente an, entstehen oftmals grünliche Reflexe. Insbesondere blondierte Haare sind oft in einem kühlen Ton blondiert. Daher arbeiten Beauty-Profis bei einem Farbwechsel oftmals zuerst mit einer Vorpigmentierung. Diese soll die Haarstruktur mit entsprechenden Farbpigmenten anreichen, um den Grünstich zu vermeiden. Aschige oder neutrale Brauntöne sind also bei einem Wechsel von hellem zu dunklem Haar nicht ideal. Setzt daher besser auf einen warmen Braunton.
Gut geeignet beim Umstieg von Hell auf Dunkel sind daher Farben, wie Mahagonibraun, Kastanie, Karamelltöne oder beispielsweise Schokobraun. Auch helle Brauntöne mit goldigen Reflexen funktionieren super.
Ungeeignet sind hingegen alle kühlen Farbnuancen, wie Aschbraun, Perlbraun oder Graubraun. Und auch neutrale Farben solltet ihr bei eurer neuen Frisur eher meiden.
Was tun, falls sich nach dem Färben dennoch ein Grünstich zeigt? Dann solltet ihr mit einem rötlichen Braunton nochmal ran. Das Rot gleicht den ungewünschten Farbstich in den Haaren schnell wieder aus.
Wer von einem hellen Blond zurück zur natürlichen Haarfarbe wechselt, dem erscheint der Naturton oft ungewohnt dunkel. Diese Erfahrung macht Friseur Stefan Pauli häufig im Salon. Er empfiehlt seinen Kundinnen daher die Helligkeit erst einmal zu nutzen und nur schrittweise dunkler zu gehen: "Man behält ein paar helle Strähnen und färbt den Rest dunkler oder man setzt umgekehrt dunklere Strähnen ins helle Haar. Wenn man sich an die dunkleren Haare gewöhnt hat, dann kann man den Braunton nach und nach intensivieren."
"Der Braunton kann zum Beispiel einen Grünstich bekommen. Der Friseur hat die Möglichkeit die Fehlfarbe mit einer Art Glossing in der Komplementärfarbe zu neutralisieren", sagt Stefan Pauli.
Weiterer möglicher Färbe-Fauxpas: Die Farbe wird fleckig oder hat nicht genügend Tiefe, weil sich zu wenig Pigment am Haar angelagert hat. Das kann zu einem faden, ausgewaschenen Farbton führen. Auch dann muss der Profi noch mal ran und die passende Farbrezeptur und Einwirkzeit wählen, um einen intensiven und gleichmäßigen Farbton zu schaffen.
Das kommt ganz auf Ausgangston und Farbergebnis an. Denn je dunkler euer Schopf werden soll, umso eher solltet ihr einen Friseur oder eine Friseurin zu Rate ziehen. Falls ihr doch eine Tönung zu Hause vornehmen wollt: Wählt einen Ton, der maximal 1-2 Stufen dunkler ist als eure jetzige Haarfarbe.
Wer seine blonden Haare satthat, sehnt sich nach einer neuem Look in Form einer kräftigeren Haarfarbe. Doch was sollte man ganz abgesehen von der richtigen Nuance sonst noch beachten? Schließlich soll auch das gesamte Farbergebnis schön gleichmäßig werden.
Beim Färben helfen euch auch diese Tipps. Tragt die Farbe immer zuerst am kompletten Ansatz auf. Erst danach bekommen die Längen Produkt ab. Der Grund: Da die Spitzen meist trockener sind als der Ansatz, nehmen sie mehr Pigmente auf. Anhand dieser Technik vermeidet ihr ungleichmäßige Ergebnisse. Nicht vergessen: Coloriertes Haar braucht regelmäßige Pflege. Gönnt eurem Schopf daher wöchentlich eine Haarkur und vermeidet zu viel Hitze beim Waschen oder Stylen. So bleibt euch der satte Farbglanz auch viel länger erhalten.
Da euer gefärbtes, brünettes Haar nun andere Inhaltsstoffe braucht als blondes oder blondiertes, solltet ihr unbedingt auch die Produkte auswechseln. Für Farbauffrischung sorgt ein Shampoo oder eine Maske, angereichert mit Farbpigmenten.
Falls ihr euch bei dem Wunsch nach einer natürlichen Farbe unsicher seid, könnt ihr auch erst mit Highlights eure Optik verändern. Der Haaransatz wird hierbei dunkler gefärbt und zusätzlich werden ein paar braune Strähnen gezogen. Auch so kann der natürliche Wechsel von Blond auf Brünett gelingen. Eine Alternative sind auch dunkelblonde oder hellbraune Nuancen, wie das beliebte Bronde.
Die richtigen Pflege lässt die Haare gesund glänzen und verhindert ein schnelles Verblassen der Farbe. "Strukturaufbauende Produkte sind ein Muss. Denn nur weil das Haar braun aussieht, hat es trotzdem noch die Keratinbeschaffenheit von hellblondem Haar. Zusätzlich benötigt es Produkte speziell für coloriertes Haar, die helfen das Pigment im Haar zu verankern", so der Experte.
Auch Shampoos, Conditioner und Masken mit Farbpigmenten lassen braune Haare länger intensiv leuchten. Bei der Anwendung ist allerdings auf die Haarbeschaffenheit zu achten, rät Stefan Pauli: "Die Produkte haften in der Regel besonders gern da, wo die Haare am porösesten sind, meist an den Spitzen.
Nach dem Waschen kommt am besten eine gute Leave-in Pflege ins Haar, die deine Mähne den ganzen Tag geschmeidig hält und strahlen lässt. Es gibt außerdem besondere Farbschutz-Produkte für braunes Haar, die mit braunen Pigmenten angereichert sind. Sogenannte Braun-Shampoos frischen deine Farbe schon beim Waschen auf und verhindern dadurch, dass sich die Farbe zu schnell rauswäscht.
Aus Erfahrung lässt sich sagen, dass die meisten Kundinnen im Friseursalon, die ihre Haare in einem Schritt von blond sofort auf einen satten Braunton gefärbt bekommen haben, das Farbergebnis als viel zu dunkel empfinden. Der Kontrast zwischen den beiden Haarfarben wird stets unterschätzt. Wer jahrelang hellblonde Haare trägt, wird selbst bei einem Mittelbraun oder dem eigenen Naturton das Gefühl haben, mit einem Mal fast schwarze Haare zu haben.
Damit das nicht passiert, solltest du dich lieber nach und nach an einen dunkleren Farbton herantasten. Anstatt sofort alles braun einzufärben, könntest du für ein ganz natürliches Ergebnis auch mit einer Strähnen-Technik wie einer Balayage arbeiten, um einen Bronde-Ton zu erzielen.
Um diesem Schrecken zu entgehen, muss bereits vor dem eigentlichen Färben eine Art zusätzliche Schicht Farbe in deine Haare gegeben werden. Die Vorpigmentierung (auch als Rückpigmentierung bekannt) ist somit der wohl wichtigste Vorgang bei einem Farbwechsel von Blond auf Braun. Bei diesem Vorgang werden zunächst die Haarlängen und -spitzen mit einer rotgoldenen bis roten Tönung bearbeitet, um im direkten Anschluss die Coloration im gewünschten Farbton aufzutragen. Keine Sorge: Dein Haar wird keinen Rotstich bekommen, sondern einen total natürlichen Farbeindruck erhalten. Wenn die Haare sehr hell sind oder schon öfter blondiert wurden, ist es nicht unüblich, dass die Rückpigmentierung wiederholt werden muss, da in den strapazierten Haaren die Pigmente nicht immer halten. Nach einer gelungenen Vorpigmentierung kann das Haar im Wunschton eingefärbt werden.
Sollte es nach dem Tönen deiner Haare trotz einer Vorpigmentierung zu einem Grünstich gekommen sein, gerate nicht in Panik. Schuld daran sind nach wie vor fehlende Rotpigmente. Diesen kannst du entweder mit einer erneuten rötlichen Haartönung aufheben oder einen Blick auf unsere Tipps werfen, wie du den unerwünschten Grünstich loswerden kannst!
Bei einer Coloration in Eigenregie kann es immer mal wieder passieren, dass deine ehemals blonden Haare viel zu dunkel werden. Das ist jedoch kein Grund, sofort in Panik zu geraten! Wenn es sich nur um eine ganz leichte Nuance handelt, kannst du deine Haare mit einem Reinigungsshampoo waschen und dieses wie eine Haarkur einwirken lassen. Dies zieht einen Teil des frisch eingelagerten Pigmentes von der Oberfläche deiner Haare und kann dafür sorgen, dass deine Haare wieder etwas heller werden. Das Shampoo wirkt noch intensiver, wenn es unter Wärmezufuhr einwirkt.
Wer seine Haare von blond auf braun getönt hat und mit seiner neuen Haarfarbe überglücklich ist, möchte natürlich, dass die Farbe auch lange hält. Gar kein Problem, jedoch brauchst du dafür spezielle Haarpflege. Shampoos für getöntes oder gefärbtes Haar sorgen dafür, dass Farben lange strahlend frisch bleiben und auch die Struktur deiner Haare nicht an Vitalität verliert. Ganz im Gegenteil, sie bauen dein chemisch behandeltes Haar wieder auf. Verwenden sollten die Produkte auf jeden Fall alle, die bereits vorher heller gefärbtes oder sogar blondiertes Haar hatten, aber auch alle, die erst mit dem Farbwechsel zur Coloration gegriffen haben. Neben Shampoo und Conditioner solltest du dir auch ein Mal wöchentlich die Zeit für eine Haarkur nehmen und beim Styling auf einen Hitzeschutz setzen!
Sie möchten Ihr Haar von Blond auf Braun färben? Vorsicht! Es gibt einige häufige Fehler, die vermieden werden sollten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Tabelle: Brauntöne und ihre Eignung für den Farbwechsel von Blond auf Braun
| Braunton | Eignung | Hinweise |
|---|---|---|
| Mahagonibraun | Sehr gut | Warmer Farbton, minimiert Grünstichrisiko |
| Kastanie | Sehr gut | Warmer Farbton, minimiert Grünstichrisiko |
| Karamelltöne | Gut | Sanfter Übergang, warme Reflexe |
| Schokobraun | Gut | Satter Farbton, kann bei falscher Anwendung zu dunkel wirken |
| Aschbraun | Ungeeignet | Kühler Farbton, erhöht Grünstichrisiko |
| Perlbraun | Ungeeignet | Kühler Farbton, erhöht Grünstichrisiko |
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