Wer seinem Haar etwas Gutes tun will, greift am besten zu natürlichen Zutaten. Bei industriell hergestellten Shampoos ist das jedoch nicht unbedingt gegeben. Silikone, Parabene, Mikroplastik, Duftstoffe - die Liste der Inhaltsstoffe ist lang. Die Lösung: Shampoo selber machen! Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, Shampoo selber zu machen. Denn die Pflege der Haare sollte auch wirklich Haarpflege sein.
Das Wort „Shampoo“ in sich ist schon die absolute Aufforderung dazu, denn ursprünglich stammt es aus dem Indischen und bedeutet: Kopfmassage. Wer sich sein Shampoo selber macht, tut nicht nur seinem Haar und seiner Kopfhaut etwas Gutes, sondern auch der Umwelt. Schadstoffe wie Silikon oder Paraben und auch Mikroplastik werden reduziert. Das gilt ebenso für die Menge des Plastikmülls, denn die Verpackung des Industrie-Shampoos fällt weg.
Wie aber lässt sich nun eigenes Shampoo herstellen? Die guten Nachricht: Absolut einfach. Als Zutaten für die Basis brauchen Sie lediglich Naturseife - am besten in Bioqualität - und destilliertes Wasser. Die Seife finden Sie problemlos in Drogerien, Biomärkten oder auf Wochenmärkten. Ein Tipp für Veganer: Generell auf die Inhaltstoffe gucken. Falls die Seife nicht schon in Flockenform vorliegt, wird sie im Stück ganz einfach mit der Küchenreibe über einer Schale geraspelt. Hier reichen oft schon 15 Gramm aus.
Sobald das destillierte Wasser je nach Rezeptmenge im Topf auf dem Herd kocht, einfach die Seife ins Wasser mischen und auflösen. Fertig ist die Flüssigseife als Grundlage für das eigene Shampoo.
16. Zu viel Sonne, heißes Wasser, Fönhitze, Stylingprodukte - strapaziertes Haar entsteht im Alltag schnell und ist kein Ausnahmefall, sondern die Regel. Wer seinen Haaren etwas Gutes tun will, gönnt ihnen regelmäßig eine Kur. Bei der Wahl der Zutaten für Ihr individuelles Shampoo sind den Möglichkeiten der Naturkosmetik keine Grenzen gesetzt und auch zu jedem Haartyp gibt es unterschiedliche Rezepte für natürliche und selbst gemachte Shampoos.
Egal ob fest oder flüssig - Shampoos werden nahezu täglich benötigt. Wer die Inhaltsstoffe kennt, kann sich entsprechende Pflegeprodukte rasch selbst herstellen. In vielen herkömmlichen Shampoos befinden sich Zusatzstoffe, die bei einer nachhaltigen Lebensweise eher unpassend erscheinen. Von der Plastikverpackung, die nach der Entleerung weggeworfen wird, bis hin zu Inhaltsstoffen wie Silikonen, Parabenen oder Mineralölen, die beim Ausspülen auch ins Grundwasser gelangen, passt vieles nicht zu einem ressourcenschonenden Lebensstil.
Um die Umwelt zu schonen und Verpackungsmüll einzusparen, liegen selbstgemachte Kosmetikprodukte daher im Trend. Wer weiß, welche Funktionen die einzelnen Bestandteile erfüllen, tut sich bei der Zubereitung leichter und kann ein effektives und umweltfreundliches Produkt im Handumdrehen selbst herstellen. PTA können sich dabei auch auf ihr botanisches Wissen verlassen. Denn bei der Wahl der passenden Kräuter oder Blüten kann man auf die Erkenntnisse setzen, die man aus der Heilpflanzenkunde kennt.
Als waschaktive Substanz kann Sodium Lauryl Sulfoacetat (SLSA) eingesetzt werden. Das anionische Tensid wird aus Kokos- und Palmkernöl gewonnen. Es wirkt auf Grund seiner amphiphilen Eigenschaften reinigend und hat zudem gute schaumbildende Eigenschaften. Als palmölfreie Alternative kann auf Sodium Cocoyl Isethionate (SCI) zurückgegriffen werden, welches aus Kokosöl gewonnen wird.
Kernseife besteht aus Natriumsalzen von Fettsäuren, die bei der Verseifung von Fetten mit Natronlaugen und anschließender Abtrennung von Glycerol entstehen. Sie ist eine typische Grundlage für Seifen aller Art. Sie besitzt amphiphile Eigenschaften und ist deshalb in der Lage, gemeinsam mit Wasser Schmutz von der Haut- und Haaroberfläche zu entfernen. Um die Konsistenz der Produkte zu erhöhen, kann Speisestärke (meist Maisstärke) als Verdickungsmittel eingesetzt werden.
Shampoo besser flüssig oder fest? Neben der Auswahl der Inhaltsstoffe gilt es sich auch vorab Gedanken zur gewünschten „Darreichungsform“ zu machen. Feste Haarshampoos haben den Vorteil, dass sie lange haltbar, sehr ergiebig und platzsparend sind (ein Stück entspricht etwa zwei Flaschen Shampoo). Außer einer trockenen Schale benötigen sie zudem keinerlei Verpackungsmaterial. Sie eignen sich darüber hinaus wunderbar als selbstgemachtes Geschenk, besonders wenn man noch etwas Lebensmittelfarbe und getrocknete Blüten ergänzt.
Trotz der zahlreichen Vorteile bevorzugen einige Anwender nach wie vor flüssige Shampoos zum Beispiel, weil diese teilweise etwas mehr Schaum bilden. Entscheidet man sich bei der Herstellung für die flüssige Variante, kann als Verpackung einfach eine leere, gespülte Shampoo-Flasche verwendet werden.
Um ein festes Shampoo herzustellen, benötigen Sie folgende Zutaten:
Hinweis: Verwenden Sie nicht zu viel, da dies beim Einseifen sonst störend sein kann.eine geeignete FormEs empfiehlt sich, bei der Herstellung Einmalhandschuhe und einen Mundschutz zu tragen, da das Tensidpulver (SLSA oder SCI) sehr fein ist und beim trockenen Mischen schnell stauben kann.
Um etwa eine Flasche flüssiges Shampoo herzustellen, werden folgende Zutaten benötigt:
Das fertig abgefüllte Shampoo hält sich im Kühlschrank etwa drei Monate.
Sie haben genug von herkömmlichen Shampoos, wollen auf chemische Zusätze in Haarshampoos verzichten und mehr auf die Natur für Ihr Haar und Ihre Kopfhaut setzen? Wir haben für Sie verschiedene Rezepte mit und ohne Seife für unterschiedliche Haartypen zusammengestellt.
Tatsächlich können Sie Ihre Haare auch mit seifenfreiem Shampoo waschen. Die gängigsten Methoden sind Roggenmehl und Heilerde, Lavaerde und Tonerde.
Je nach Haarlänge 4-5 EL Roggenmehl mit warmen Wasser zu einer gelartigen Masse verrühren. Die Mischung in die Haare und die Kopfhaut einmassieren und etwa 30 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich ausspülen. Bei langem Haar, anschließend im trockenen Zustand nochmal durchbürsten.
Wichtig: Verwenden Sie nur Roggenmehl! Alle anderen Mehlsorten enthalten das Klebeeiweiß Gluten, welches die Mischung zusammenklebt und schwer aus den Haaren zu bekommen ist. Außerdem sollte das Shampoo immer frisch hergestellt werden, da es bei Lagerung gärt.
Diese Erde-Sorten eigenen sich für fettiges Haar. Mischen Sie für das Shampoo 1-2 EL mit Wasser. Je flüssiger die Mischung, desto besser lässt sie sich im Haar verteilen. Die Erde-Mischung im Haar und auf der Kopfhaut verteilen und fünf bis zehn Minuten einwirken lassen. Anschließend gut ausspülen. Das Shampoo kann für mehrere Anwendungen vorbereitet werden.
Um Shampoo auf Seifenbasis herzustellen, brauchen Sie Naturseife oder Olivenseife. Alternativ funktioniert auch Sheabutter oder Kernseife. Für die Flüssigseife als Basisshampoo 15 Gramm Seife raspeln und mit 250 Milliliter kochendem destillierten Wasser mischen. Solange vorsichtig rühren, bis sich die Seifenflocken aufgelöst haben. Ist die Mischung auf 35 °C abgekühlt, können Sie Öle und Kräuter dazugeben und das selbst gemachte Haarshampoo in eine Shampoo-Flasche füllen.
Selbstgemachte Shampoos mit Kokosmilch versorgen trockene Haare mit Feuchtigkeit. Ein schnelles und einfaches Bio-Pflegeshampoo selbst herstellen - wir zeigen, wie das geht!
Die Haarpflege wird kühl aufbewahrt, verbrauchen Sie diese binnen drei Wochen.
Brennnessel Shampoo kann das Haarwachstum auf natürliche Weise anregen. Wie wäre es mit einem Haarshampoo mit Brennnesseln? Die natürlichen Kräuter fördern nicht nur die Durchblutung, sie regen zudem auch das Haarwachstum an.
Blondinen können ein selbstgemachtes Kamillen-Shampoo mal ausprobieren. Sie wollen Ihr blondes Haar natürlich aufhellen? Dann empfehlen wir Kamille. Sie hellt Ihr Haar nicht nur auf, sondern verleiht zusätzlich einen natürlichen Glanz.
Unser Zitronen-Ei-Shampoo verleiht Ihrem Haar Volumen. Ihr Haar benötigt Volumen und natürlichen Glanz? Dann haben wir genau das Richtige für Sie - ein selbst gemachtes Zitronen-Ei-Shampoo.
Wer zu einer sensiblen Kopfhaut neigt, kann mal selbstgemachtes Lavendel-Shampoo ausprobieren. Ihre Kopfhaut soll mal richtig durchblutet werden und das Haar sich richtig schön frisch anfühlen? Dann testen Sie das Lavendel-Shampoo. Es pflegt Ihr Haar und der wunderbar beruhigende Duft sorgt für ein Erlebnis!
Bei Schuppen eine gute Wahl: unser selbstgemachtes Shampoo mit Pfefferminze. Sie kennen Pfefferminze bisher nur im Tee? Probieren Sie es in Ihrem nächsten Haarshampoo aus. Das Naturkraut hilft nicht nur bei gereizter Kopfhaut, sondern auch bei fettigen Haaren und Schuppen. Pfefferminze ist jedoch nur für dunkle Haare geeignet, da sie die natürliche, dunkle Haarfarbe verstärkt.
Duftend nicht nur betörend, sondern schenkt Ihrem Haar einen unwiderstehlichen Glanz: Rosen-Shampoo.
Tipp: Nach dem Waschen die Haare mit Apfelessig spülen, um alle Seifenrückstände zu entfernen!
Nicht nur in der Küche, sondern auch im Badezimmer für die Haarpflege beliebt: Roggenmehl
Wichtig: Verwenden Sie für diese Art Shampoo nur Roggenmehl. Andere Mehle wie Weizen oder Dinkel enthalten zu viel Gluten, welches dafür sorgt, dass die Masse später wie Zement in den Haaren kleben bleibt.
Eine weitere Alternative zu herkömmlichen Shampoos ist Natron. Das Hausmittel hat eine antibakterielle Wirkung und kann den pH-Wert der Kopfhaut ausbalancieren. Allerdings kann es die Kopfhaut auch stark entfetten und Ihre Haare austrocknen, deshalb sollten Sie Ihre Haare höchstens ein- bis zweimal die Woche mit Natron waschen. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Haar gründlich ausspülen, um alle Rückstände zu entfernen. Natron kann sonst das Haar stumpf aussehen lassen.
Nach dem Waschen mit Natron können Sie eine saure Spülung wie Apfelessig oder Zitronensaft verwenden, um den pH-Wert Ihrer Haare wieder auszugleichen und ihnen Glanz zu verleihen.
Shampoos auf Ölbasis sind bis zu 6 Monate haltbar. Verwenden Sie jedoch zusätzlich leicht verderbliche Lebensmittel wie Milch oder Eigelb, sollten Sie das Shampoo im Kühlschrank und nicht länger als 7-10 Tage aufbewahren. Shampoos mit Kräutern und Kräuterauszügen, Tee oder Kaffee sollten Sie ebenfalls innerhalb einer Woche verbrauchen.
Besonders Haarpflegeprodukte können viele Inhaltsstoffe enthalten, die nicht jeder in seinem Produkt finden möchte. Aufgrund der oft sehr langen und unverständlichen Zutatenlisten ist vielen Menschen gar nicht bewusst, dass sie sich bei jeder Haarwäsche Silikonen, PEGs und anderen nicht empfehlenswerten Stoffen aussetzen.
Das A und O der Haarpflege ist die "Trockenpflege", also das richtige Bürsten, bzw. Kämmen. Neben belasteten Haarpflegeprodukten und zu heißen Föhnen ist das Verwenden von minderwertigen Bürsten und Kämmen die Hauptursache für abbrechende, stumpfe Haare, sowie Spliss. Insbesondere Produkte aus Kunststoff oder Metall sind oft scharfkantig und schädigen die Haarstruktur beim Kämmen. Dazu eignet sich besonders eine hochwertige Bürste mit Wildschweinborsten.
Großmütter wussten die Wirkung von 100 Bürstenstrichen am Tage zu schätzen und diese Methode hat auch in unserer Zeit nichts an ihrer Gültigkeit verloren. Durch das intensive Bürsten wird die Kopfhaut besser durchblutet. Dies hilft ihr, sich zu regenerieren und die natürliche Talgproduktion wieder aufzunehmen. Damit wird die häufigste Ursache für schuppige und juckende Kopfhaut bekämpft.
Aber nicht nur die Kopfhaut wird gepflegt. Einige mögen sich nun fragen, wie es erstrebenswert sein kann, das "Fett", welches oft täglich ausgewaschen wird, auch noch in den Haaren zu verteilen. Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass die tägliche Haarwäsche ein "unnatürlicher" Prozess ist, der erst in unserer industrialisierten Welt in Mode gekommen ist. Viele Menschen auf der Welt waschen sich die Haare nur mit Wasser und evtl. Wascherde, ohne fettige Haare zu haben.
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