Jungs Haare malen Tutorial: Eine umfassende Anleitung für realistische und Manga-Frisuren

Viele Zeichner kennen das Problem: Sie können gut zeichnen, aber Haare sind eine Herausforderung. Es gibt zahlreiche YouTube-Videos und Tutorials, aber trotzdem gelingt es oft nicht, realistische Haare zu Papier zu bringen. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung, um sowohl realistische als auch Manga-Frisuren zu meistern.

Comichafte Haare

Realistische Haare zeichnen

Auch wenn die Frage ursprünglich für Fell gedacht war, lassen sich die Prinzipien auch auf Menschenhaare übertragen. Hier sind einige Tipps und Tricks, um realistische Haare zu zeichnen:

  1. Grundierung: Beginnen Sie damit, die Fläche dunkel zu grundieren. Verwenden Sie dazu einen weichen Bleistift (8B oder 9B) oder Zeichenkohle. Verteilen Sie die Farbe gleichmäßig mit einem Papierwischer.
  2. Dunkle Striche: Fügen Sie mit einem Bleistift 5B dunkle Striche hinzu, um die Textur zu definieren.
  3. Helle Linien: Verwenden Sie einen angespitzten Radiergummi, um helle Linien zu "zeichnen", also quasi auszuradieren. Es gibt spezielle Radiergummis, die wie ein Bleistift aussehen.

Das Schwierige beim Haare zeichnen ist, dass man jedes Haar einzeln zeichnen muss. Vermeiden Sie es, die Haare zu sehr in Strähnen abzutrennen und nicht jeder einzelnen Locke einen Glanzreflex zu geben, um ein realistischeres Aussehen zu erzielen. Achten Sie auch darauf, wie Sie den Ansatz der Haare zeichnen. Hier sollte man vom Dunklen ins Helle zeichnen.

Versuchen Sie, auf Graukarton zu zeichnen. So können Sie ins Dunkle, aber auch ins Helle zeichnen. Wenn Sie nicht auf Graukarton zeichnen möchten, müssen Sie zuerst mit einem weichen Bleistift alles vorschattieren und dann mit einem Radiergummi, der extra dafür ist, feine Linien ins Dunkle radieren.

Schritt-für-Schritt Anleitung für ein realistisches Gesicht mit Haaren

Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie Sie ein realistisches Gesicht mit Haaren zeichnen:

  1. Skizze des Profils: Beginnen Sie mit einer Skizze des Profils. Details wie Wimpern oder Augen können Sie noch vernachlässigen. Wichtig ist, dass Stirn, Nase, Lippen und Kinn korrekt ausgearbeitet sind. All diese Elemente bilden eine Konturlinie, die unbedingt fertig sein muss. Idealerweise sind jetzt bereits auch schon Haarsträhnen angedeutet und Schatten.
  2. Licht und Schatten: Haare glänzen und werfen Schatten. Da Sie Glanz auf weißem Papier nicht zeichnen können, müssen Sie Schatten zeichnen und Freiräume für Glanz lassen. Schraffieren Sie also dunkle Bereiche unter und neben Ihren Skizzierungslinien. Stellen Sie sich vor, Licht fällt von links oben ins Bild. Demnach finden Sie bei allen Flächen, die der Lichtquelle ausgesetzt sind, helle Bereiche. Die anderen Flächen können Sie verdunkeln.
  3. Haarstruktur: Führen Sie die Arbeit an den Haaren fort und zeichnen Sie weitere Haarlinien ein. In den dunklen, schattigen Bereichen zeichnen Sie weitere Linien, die ein dunkleres Gesamtbild ergeben.
  4. Verfeinerung: Schraffieren Sie alle dunklen Bereiche mit feinen Linien. Je feiner Sie schraffieren, desto glatter erscheint die Haut. Wenn Sie Ihre Zeichnung verwischen möchten, ist jetzt der ideale Zeitpunkt dafür. Nehmen Sie ein sauberes Taschentuch und wischen Sie äußerst vorsichtig über das Grafit.
  5. Kontraste: Verwenden Sie spitze Bleistifte und drücken Sie wenig auf. Vermeiden Sie es, zu radieren und damit die schöne glatte Hautfläche zu zerstören. Alles sollte glatt sein und ineinanderfließen. Wenn Sie Anfänger sind, verwenden Sie Schatten sparsam und tasten Sie sich Schritt für Schritt an die richtigen Grautöne heran. Schraffieren und verwischen Sie abwechselnd (falls Sie Verwischen mögen).
  6. Details: Nachdem Schatten und Lichtflächen richtig eingezeichnet sind, können Sie sich an Details wagen. Wimpern und Augenbrauen sind gebogene, dunkle Striche. Ziehen Sie sie vom Ansatz weg nach heraus, sodass sie schmaler werden. Übertreiben Sie es nicht und zeichnen Sie nicht zu viele Härchen.
  7. Abschluss: Im letzten Schritt zeichnen Sie die kleinsten Details ins Bild. Bei einer Kurzhaarfrisur sieht man sehr leicht den Haaransatz. Langes Haar tendiert dazu, sich selbst gerade zu ziehen. Auch gewelltes Haar wird von seiner Schwere glatt gezogen. Bei Locken ist zu beachten, dass diese nicht einfach gerade herabfallen, sondern dass sie sozusagen im Raum liegen. Meistens genügt es bei einer lockigen Frisur, die Locken nur anzudeuten, besonders wenn die Frisur am Ende noch koloriert wird.

Anime- und Manga-Haare zeichnen

Die Haare sind genau wie die Augen ein elementarer Bestandteil eines Anime-Charakters. In dieser Anleitung lernen Sie, wie Sie Schritt für Schritt in wenigen Minuten Anime-Haare zeichnen können.

Anime-Haare basieren oft auf echten Frisuren, werden aber eher in Büscheln als in einzelnen Strähnen gezeichnet. Ein wichtiger Grund dafür besteht darin, dass es zu zeitaufwendig wäre, wenn du mehrere Einzelbilder eines Mangas zu detailliert zeichnest.

Ein guter Ansatz, um zu lernen, wie du zügig Anime-Haare zeichnen kannst, liegt darin, die Frisur in mehrere Teile zu gliedern. Als erstes der vordere Teil der Frisur, dann die Seiten und dann Rückseite/Unterseite der Frisur (bspw. Zöpfe).

Haare zeichnen lernen [für Anfänger] | Drawinglikeasir

Materialien

  • HB Bleistift
  • 2B Bleistift
  • Zeichenpapier
  • Knetradiergummi

Schritt-für-Schritt Anleitung für weibliche Anime-Haare

Sehen wir uns an, wie du eine typische Anime-Frisur für Mädchen zeichnen kannst. Die Figur besitzt einen schrägen Pony an der Stirnseite und einen Zopf, der an der Rückseite des Kopfes herunterhängt.

  1. Die Vorzeichnung: Beginne damit, zunächst eine Zeichnung des Kopfes zu erstellen. Am besten eignet sich auch hierbei die Loomis Methode, mit der du sehr zügig zu einem proportionalen Ergebnis gelangst. Mit der Loomis-Methode zeichnest du schnell den Kopf vom Kinn bis zum Haaransatz vor. So kannst du die Länge des Pony und der seitlichen Frisurabschnitte in Relation zum Gesicht besser einschätzen. Zeichne diese Vorarbeit nur ganz fein, damit man die Hilfslinien später nicht mehr sieht.
  2. Der vordere Bereich: Bei dieser Frisur wurde der vordere Teil der Haare ziemlich kurz geschnitten wurde, weshalb du nur ein paar Striche brauchst, um den Pony anzudeuten. Achte darauf, wie die Striche nun kräftiger werden, da wir nun die Umrisse der finalen Form der Anime-Haare zeichnen. Das seitliche Haar liegt entlang der Wangen und schmiegt sich an das Gesicht an.
  3. Der mittlere Bereich: Den Bereich der Haare am Scheitel des Kopfes kannst du mit einer einzigen Linie andeuten. Orientiere dich dazu wieder an der Form des konstruierten Kopfes, um die Rundung des Schädels einigermaßen genau wiederzugeben. Am Scheitel kannst du ein bis zwei Überschneidungen der Haare zeichnen, um einen bestimmten Verlauf des Haares zu suggerieren. Verstärke nun diesen Haarverlauf, indem du auf Höhe der Stirn Hilfslinien zeichnest, die die Frisur in einzelne Strähnen untergliedern.
  4. Der hintere Bereich: Das Gleiche machst du nun mit dem Rest der Frisur. In unserem Fall muss nur noch ein Zopf gezeichnet werden. Zeichne als erstes die Umrisse der Zopfes. Anschließend kannst du auch hier einzelne Strähnen andeuten, indem du Hilfslinien in den Haarverlauf einzeichnest.
  5. Die Frisur schattieren: Zum Schluss bedarf es nur noch ein wenig Schattierung, um den Haaren mehr Ausdruckskraft zu verleihen. Anstatt einzelne Haare zu zeichnen (siehe: Haare zeichnen Ratgeber), fokussieren wir uns bei Anime Frisuren auf die Betonung der Lichtreflexion mithilfe von Hell/Dunkel-Kontrasten. Schraffiere zunächst die Haare mit einem Bleistift im Härtegrad deiner Wahl (abhängig von der gewünschten Dunkelheit). Darauf verwischt du die einzelnen Stiftstriche mit einer Estompe oder einem Papierwischer, um eine ebenmäßige Graphitfläche zu erschaffen. Dann nimmst du den Knetradiergummi zur Hand und hellst die Bereiche auf, auf die die gedachte Lichtquelle trifft. Jetzt kannst du noch die vorher schwächer eingezeichneten Strähnenlinien mit dem Bleistift nachziehen. Die Intensität der Linien sollte mit der schraffierten Fläche harmonieren.

Inspiration für weibliche Anime-Frisuren

Hast du dich mit der Vorgehensweise vertraut gemacht, kannst du sämtliche Anime-Frisuren zeichnen. Der Entstehungsprozess ist bei all den gezeigten Frisuren ähnlich. Sie unterscheiden sich lediglich in der Form der Striche. Experimentiere ein wenig und finde heraus, welche Frisuren sich am besten für deinen Charakter eignen.

Beispiele für Anime Frisuren

Anime-Haare für Jungen zeichnen

Dasselbe Spiel kannst du natürlich auch mit männlichen Figuren machen. Der Ablauf unterscheidet sich bis auf die markantere Form des Gesichts und den Verlauf der Haare kaum.

Zusätzliche Tipps und Tricks

Hier sind einige zusätzliche Tipps, die Ihnen helfen können, Ihre Zeichenfähigkeiten zu verbessern:

  • Übung macht den Meister: Je mehr Sie üben, desto besser werden Sie.
  • Referenzen nutzen: Verwenden Sie Fotos oder reale Personen als Referenz, um die Struktur und den Verlauf der Haare besser zu verstehen.
  • Experimentieren: Probieren Sie verschiedene Techniken und Stile aus, um Ihren eigenen Stil zu entwickeln.
  • Geduld haben: Das Zeichnen von Haaren kann zeitaufwendig sein, aber mit Geduld und Übung werden Sie Fortschritte machen.

Grundlagen des Manga-Zeichnens

Manga oder Anime zeichnen ist eine Mammutaufgabe, vor allem, wenn man eigene Geschichten zeichnen möchte. Man muss gleichzeitig Regisseur, Autor, Zeichner und Layouter sein. Alles Berufe, für die man Jahre, wenn nicht Jahrzehnte lernen muss. Aber gerade diese Herausforderung ist so motivierend!

Nimm dir also Zeit für die Grundlagen und lerne Schritt für Schritt. Natürlich möchtest du am liebsten sofort loslegen und eine coole Pose in Perspektive zeichnen. Aber du wirst schnell merken, dass das gar nicht so einfach ist. Zeichnen braucht nicht nur Zeit, Zeichnen braucht auch eine solide Grundlage. Natürlich solltest du nicht durch ständiges Üben den Spaß am Zeichnen verlieren. Aber du solltest regelmäßig üben und dir immer wieder neues Wissen aneignen.

Die verschiedenen Teile eines Gesichts

Ich teile mir das Üben gerne ein und zeichne z.B. eine Woche lang nur Augen oder Ohren oder Nasen ODER Lippen. So sammle ich viele Anregungen für verschiedene Augenpartien, Haartypen, interessante Blickwinkel usw.

Gesicht zeichnen lernen

Augen sind wohl das spannendste an einem Gesicht! Für mich zumindest und auch für die meisten meiner TeilnehmerInnen. Sie spiegeln die Seele wieder und wenn die Augen lebendig gezeichnet sind, erwacht die Figur zum Leben.

Ich stelle mir das Ohr oft wie den Henkel einer Tasse vor. Bei meinen Schülern sehe ich oft, dass sie alle sehr ähnliche Ohren zeichnen, obwohl jeder Mensch ganz einzigartige Ohren hat! Natürlich musst du in einem Anime / Manga nicht unbedingt allen verschiedene Ohren geben, aber eigentlich wäre es schon gut.

Nasen werden im Mange meist als niedliche kleine Stupsnasen gezeichnet. Ähnlich wie die erste Nase in der Abbildung unten. Diese Nasenform passt aber nicht zu allen Figuren. Je kürzer und kleiner die Nase, desto süßer sieht ein Charakter aus. Besonders von vorne werden Nasen in Manga und Anime stark vereinfacht.

Im Anime und Manga wird besonders der weibliche Mund sehr schwungvoll gezeichnet. Die Linie der oberen Lippe sollte sehr dünn sein, während die Linie der Unterlippe recht stark sein kann. Bei Mündern von männlichen Charakteren wird meist nur die mittlere Linie gezeichnet.

Die äußeren Linien der Frisur

Was vielen passiert ist, dass wenn man die Haare zeichnet, es so aussieht, als ob der Figur einzelne Haare aus dem Kopf wachsen. Es sieht nicht aus wie viele Haare, wie eine komplette Frisur. Das liegt daran, dass es wichtig ist, zuerst die äußeren Linien der Frisur zu zeichnen.

Mimik und Gesichtsausdrücke

In der dritten Etappe deiner Anime-Zeichenreise empfehle ich dir, deine Fähigkeiten zur Darstellung eines kompletten Gesichts zu vertiefen. Beginne auch hier zunächst ohne Perspektive oder Emotionen. Ich empfehle, eine Figur auszuwählen und den Kopf in den drei Standardansichten zu zeichnen: Frontalansicht, Seitenansicht und 3/4-Ansicht. Es ist schon eine große Herausforderung, dass alles nach ein und derselben Figur aussieht! Übe dann das Zeichnen von verschiedenen Gesichtsausdrücken, um deine Figuren zum Leben zu erwecken.

Körper und Gliedmaßen

"Hab keine Angst, Hände und Füße zu zeichnen!" - ist leicht gesagt. Ich selbst habe am Anfang die Hände meiner Figuren entweder in den Hosentaschen oder hinter dem Rücken versteckt. Wichtig ist, dass du eine gewisse Anzahl von Händen gezeichnet hast, dann wird es viel einfacher und du verlierst die Angst.

Achte darauf, dass die Finger immer mindestens einmal angewinkelt sind. Dann sieht die Hand nicht so steif aus. Und übe, die Dreidimensionalität der Hand zu verstehen. Das hilft dir sehr, bessere Hände zu zeichnen. Oder! Und benutze deine eigene Hand als Referenz.

Die häufigsten Fehler sind, dass die Finger zu gerade und zu spitz gezeichnet werden. Wie bei den Fingern der Hand ist es wichtig, dass der Arm nicht zu steif, zu gerade gezeichnet wird. Übe muskulöse Arme zu zeichnen, um ein Gefühl für die Anatomie des Arms zu bekommen. Das hilft dir, auch weniger muskulöse Arme zu zeichnen.

Einmal habe ich in meinem Zeichenkurs in Rostock mit meinen Teilnehmern 2 Stunden lang nur Füße gezeichnet. Es waren vielleicht 20 Füße. Und noch heute, viele Jahre später, werfen sie mir vor, sie damit gequält zu haben! XDD Aber eigentlich haben sie es genossen, ich weiß es!!!;D Auch bei Füßen ist es wichtig so viele wie möglich zu zeichnen. Das Spannende an den Beinen ist, dass sie nicht einfach gerade sind. Der Oberschenken und der Unterschenkel sind leicht versetzt.

Farben und Hintergründe

Für alle, die gerne Menschen und Figuren zeichnen, sind Hintergründe der Horror! Für mich zum Beispiel. Zumindest war es die ersten Jahre so. Heute liebe ich es Hintergründe zu zeichnen, ich finde es sehr entspannend.

Das Schwierigste am Zeichnen von Hintergründen ist die Perspektive. Die 1-Punkt-Perspektive, die 2-Punkt-Perspektive, die 3-Punkt-Perspektive oder auch die 4-Punkt-Perspektive. Es beginnt immer mit dem Horizont und den Perspektivpunkten. Übe zuerst die 1-Punkt-Perspektive und die 2-Punkt-Perspektive.

Kopfformen zeichnen

Hier sind einige Tipps, wie Sie verschiedene Kopfformen zeichnen können:

  1. Kreis zeichnen: Beginnen Sie mit einem Kreis. Dabei ist es nicht wichtig, ob er perfekt ist. Sie brauchen den Kreis also nicht mit einem Zirkel ziehen. Er muss auch nicht aus einer einzelnen Linie bestehen. Ziehen Sie einfach so lange Kreise auf Ihrem Blatt, bis Sie ein zufriedenstellendes Ergebnis haben.
  2. Senkrechter Strich: Als Nächstes ziehen Sie in der Mitte einen senkrechten Strich, der unten ein wenig aus dem Kreis heraushängt. Wie weit genau der Strich aus dem Kreis steht, ist erst einmal nicht wichtig.
  3. Waagerechte Linie: Als Nächstes ziehen Sie eine waagerechte Linie genau auf der Mitte des Kopfes. Beachten Sie hierbei, dass die Mitte Ihres gezeichneten Kopfes nicht auf der Mitte des Kreises liegt, sondern weiter unten, da das Kinn außerhalb des Kreises auf unserer senkrechten Linie liegt.
  4. Kinn-Marker: Wie eben schon beschrieben setzen Sie nun unterhalb des Kreises einen Marker für das Kinn. Wie breit dieser Marker ist, hängt davon ab, wie breit Sie das Kinn Ihrer Figur zeichnen möchten. Das Kinn muss auch nicht unbedingt am Ende des senkrechten Striches sein. Wo Sie den Marker hinzeichnen, entscheiden Sie.
  5. Kinn verbinden: Im nächsten Schritt verbinden Sie das Kinn mit dem Kreis. Auch hier entscheiden wieder Sie alleine, wie geschwungen die beiden Linien sind, mit denen Sie das Kinn mit dem Kreis verbinden. Vermeiden Sie aber, sie ganz gerade oder gar nach innen gebogen zu zeichnen.
  6. Form anpassen: Da der Kopf so aber noch ein wenig zu eiförmig ist, „schneiden“ Sie nun an den Seiten ein bisschen vom Kreis weg. Dazu ziehen Sie einfach zwei gerade oder leicht nach oben geöffnete Linien von den Punkten aus, an denen die beiden Linien aus dem vorherigen Schritt auf den Kreis treffen.
  7. Saubere Linien: Wenn Sie nun die Form sauber nachziehen, haben Sie einen korrekten und gleichmäßigen Kopf. Radieren Sie aber an dieser Stelle nicht alle Hilfslinien aus.

Kopf im Profil zeichnen

  1. Kreis zeichnen: Es wird wieder mit einem Kreis begonnen.
  2. Senkrechte Striche: Und wieder ziehen Sie einen senkrechten Strich, der die Mitte des Kopfes markiert. Da Sie den Kopf diesmal aber von der Seite zeichnen, ist der Strich natürlich auf der Seite, in die Ihre Figur schaut. An dieser Stelle ziehen Sie einen weiteren senkrechten Strich in der Mitte des Kreises.
  3. Kinn verbinden: So wie bei der Frontalansicht verbinden Sie auch hier wieder das Kinn mit dem Kreis. Ist Ihre Figur männlich können Sie die Ecke, die sich dadurch unter dem Ohr bildet so hart lassen. Zeichnen Sie ein Mädchen, sollten Sie die Ecke ein wenig runder zeichnen oder weglassen, damit das Gesicht weicher wirkt.
  4. Form nachziehen: Wenn Sie nun die Form wieder sauber nachziehen, haben Sie eine Kopf-Grundform im Profil. Für ein richtiges Profil fehlen hier nun noch die Details von Nase und Mund. Darauf kommen wir zurück, wenn die jeweiligen Tutorials zu Mund und Nase abgeschlossen sind.
  5. Hinterkopf anpassen: Der anatomischen Korrektheit halber nehmen Sie unten am Hinterkopf ein wenig vom Kreis weg.

Kopf in 3/4-Ansicht zeichnen

  1. Kreis zeichnen: Es wird wieder mit einem Kreis begonnen. Inzwischen haben Sie sicherlich bemerkt, dass sich eigentlich jeder Kopf aus einem Kreis als Basis zeichnen lässt. Natürlich gibt es noch andere Wege einen Kopf zu zeichnen, besonders wenn man verschiedene Kopfformen erreichen will.
  2. Dreidimensional denken: In der 3/4-Ansicht müssen Sie schon ein wenig dreidimensionaler denken. Stellen Sie sich Ihren Kreis nicht als flache Scheibe sondern als Ball vor. Die senkrechte Mittellinie, die Sie dieses Mal zeichnen, legt sich um den Ball.
  3. Mittellinie und Ohr: Was gleich bleibt, ist die Mittellinie. Da Sie in dieser 3/4-Ansicht den Kopf der Figur weder nach oben noch nach unten neigen, können Sie den Strich einfach gerade zeichnen. Genau so wie die Mittellinie, zeichnen Sie die Linie für das Ohr dreidimensional auf den Ball. Das Ohr sollten Sie natürlich auch nicht vergessen.
  4. Kinn verbinden: Auch hier verbinden Sie wieder das Kinn mit dem Kreis, bzw. auf der „Ohr-Seite“ mit der Seitenlinie am Ohr.

Mit diesen Hinweisen wünsche ich Euch viel Spaß beim Manga-Frisuren kreieren und zeichnen!

Zusammenfassung der Zeichentechniken
Technik Beschreibung Anwendung
Grundierung Fläche dunkel grundieren mit weichem Bleistift oder Zeichenkohle und mit einem Papierwischer verteilen. Realistische Haare, Fell
Dunkle Striche Mit einem Bleistift dunkle Striche einfügen. Realistische Haare, Fell
Helle Linien Mit einem angespitzten Radiergummi helle Linien "zeichnen", also quasi ausradieren. Realistische Haare, Fell
Schattierung Haare mit einem Bleistift im Härtegrad deiner Wahl schraffieren. Anime-Haare
Lichtreflexion Betonung der Lichtreflexion mithilfe von Hell/Dunkel-Kontrasten. Anime-Haare

tags: #Jungs #Haare #malen #Tutorial

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