Jod-Shampoo ist ein kraftvolles Reinigungsshampoo mit reichhaltigem Schaum. Es ist ideal zur Reinigung und Säuberung von Fell und darunterliegenden Hautpartien.
Jod-Shampoo enthält Povidon-Jod. Povidon-Jod ist leicht wasserlöslich und angenehm in der Anwendung, da es nicht brennt.
Effol Med Hygienic Shampoo enthält eine PVP-Jod-Formulierung, die gegen Bakterien, Pilze, Hefen und behüllte Viren wirksam ist. Es enthält zudem feuchtigkeitsspendendes Glycerin und ist ideal geeignet für die mehrmalige Anwendung (z.B. bei Mauke). Es enthält kein Mikroplastik und ist dopingfrei.
Pharmakas® Jodseife Akut ist speziell geeignet für eine desinfizierende Reinigung am Pferd. Sie ist hochwirksam gegen Pilze, Hefen und Bakterien und besonders effektiv bei Mauke und Strahlfäule. Gerade in der nassen Jahreszeit hilft die reinigende und desinfizierende Pharmakas® Jodseife Akut bei Mauke. Dabei ist die speziell abgestimmte PVP-Jod Formulierung sehr gut haut- und fellverträglich.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anwendung von Jodshampoo:
Die Behandlung kann 1 bis 2 Mal täglich wiederholt werden.
Bei der Anwendung von Effol med Hygienic Shampoo oder Wash gehen Sie wie folgt vor: Das Produkt auf die angefeuchtete Körperstelle (auch mit Hilfe eines Schwammes) des Pferdes aufbringen. Für 30 Sekunden einreiben und einwirken lassen, mit klarem Wasser gründlich abspülen und danach sorgfältig abtrocknen.
Bei Bedarf einmal täglich zwei Verschlusskappen (ca. 20 ml) Effol med Hygienic Shampoo mit Hilfe eines Schwammes auf die angefeuchtete Körperstelle des Pferdes aufbringen. Für 30 Sekunden einreiben und einwirken lassen, mit klarem Wasser gründlich abspülen und danach sorgfältig abtrocknen.
Für die Anwendung von Pharmakas® Jodseife Akut die betroffene Körperstelle anfeuchten und ca. 20 ml Jodseife Akut mit Hilfe eines feuchten Schwammes auftragen. Einreiben und nur kurze Zeit einwirken lassen. Anschließend mit klarem Wasser gründlich abspülen und abtrocknen.
Wichtiger Hinweis: Nur zur äußerlichen Anwendung. Nicht auf Schleimhäute auftragen.
Bei der Anwendung von Jodshampoo sollten Sie folgende Hinweise beachten:
Warnhinweise:
P-Sätze:
Der Begriff Mauke sagt zunächst einmal nur aus, dass es sich um eine Hauterkrankung in der Fesselbeuge handelt. Es gibt nicht den einen Maukeerreger und auch Erscheinungsbilder und Ursachen von Mauke sind vielfältig. Häufig hat man es mit Mischinfektionen zu tun.
Oft beginnt Mauke zunächst mit leichten Hautrötungen. Die Haut ist manchmal leicht geschwollen. Diese Symptome werden bei Pferden mit viel Fesselbehang noch gar nicht bemerkt. In Folge entstehen manchmal schmierige Beläge, manchmal sieht man eher verkrustetes Sekret, manchmal auch blutige Stellen. Dann bilden sich Krusten, die in einigen Fällen so trocken, hart und dick werden, dass sie immer wieder bei Bewegung aufreißen, wodurch es zu blutigen Wunden kommt.
Als Raspe bezeichnet man eine starke Schuppenbildung an der Rückseite des Vorderfußwurzelgelenks. Aus diesen Schuppen können sich nach und nach dicke, plattenartige Krusten bilden. Bei starker Raspe kommt es zu extrem schmerzhaften, offenen, entzündlichen Hautstellen.
Ursachen und Behandlung von Mauke und Raspe sind ähnlich, aber nicht immer gleich. Oft gehen beide Krankheitsbilder ineinander über und man findet am ganzen Röhrbein verteilt kleine offene oder krustige Stellen, die manchmal als Raspe und manchmal als Mauke bezeichnet werden. Erfahrungsgemäß ist jedoch Raspe deutlich schwerer zu bekämpfen als Mauke und wird sehr, sehr schnell chronisch. Im akuten Stadium ist Raspe offenbar deutlich schmerzhafter als Mauke.
Mauke beim Tinker mit geröteter und geschwollener Haut und typischen Maukekrusten.
In der Veterinärmedizin geht man in erster Linie davon aus, dass Mauke / Raspe durch mechanische Verletzungen entsteht. Durch kleine Verletzungen dringen Erreger in die Haut ein und führen so zu entzündlichen Reaktionen der Haut.
Häufig liest man, dass es sich bei Mauke vor allem um Hygieneprobleme handeln würde. Tatsächlich ist ein nasser, matschiger, unsauberer Untergrund sehr ungünstig für Pferde, die zu Mauke neigen. Jedoch führt ein nasser Auslauf alleine nicht unbedingt zu Mauke. Oft braucht es dafür noch weitere Faktoren. Mauke ist also kein ausschließliches Hygieneproblem, sondern kann auch unter sehr sauberen, trockenen Bedingungen ausbrechen.
Sofern die Mauke rechtzeitig entdeckt wird, bitte zunächst säubern und desinfizieren (zur Erstbehandlung kann man mit Jodseife waschen, später besser auf ein Desinfektionsmittel mit z.B. dem Wirkstoff Polyhexanid umsteigen), Behang kürzen oder ausdünnen (aber bitte bei Pferden mit bisher sehr langem, dichten Behang möglichst nicht rasieren). Wenn das Bein warm und / oder geschwollen ist, bitte SOFORT den Tierarzt holen!
In sehr vielen Fällen reicht es aus, die Maukestellen 1 bis 2 mal mit Jodseife zu waschen und anschließend die Hautstellen mit einem Wundgel zu pflegen. Nach wenigen Tagen schon ist das Problem gelöst und taucht nicht wieder auf.
Sofern die Mauke also nicht nach wenigen Tagen durch ein wenig Pflege verschwindet, muss man genauer schauen.
Um genauer zu schauen, was in diesem Fall zum Ausbruch der Mauke geführt hat, sind zunächst einige Überlegungen notwendig. Zum Beispiel:
Eine der Hauptursachen für Mauke / Raspe bei Pferden mit viel Kötenbehang ist Milbenbefall. Manchmal nimmt der TA bei entsprechendem Verdacht ein Hautgeschabsel, aber meistens wird eher aufgrund der Symptome behandelt, denn auch bei Milbenbefall lassen sich nicht in jedem Hautgeschabsel sicher Milben finden.
An Milbenbefall sollte man besonders denken bei den sehr "haarigen" Rassen (also z.B. Tinker, Friesen, Kaltblüter) und wenn das Pferd unter starkem Juckreiz leidet (Stampfen mit den Hinterbeinen, Scheuern an Gegenständen, Hinlegen zum Beknabbern der Beine). Kommen dann noch als Symptome schuppige Raspe und / oder über das ganze Bein verteilte kleine krustige, teilweise blutige Stellen dazu, dann ist ein Milbenbefall recht wahrscheinlich.
Bei einem vermutlich schon länger bestehenden und stärkeren Befall durch Milben sollte man die Behandlung mit Mitteln vom Tierarzt durchführen. Für leichtere Fälle und die weitere Behandlung im Anschluss gibt es auch frei verkäufliche Sprays und Shampoos auf dem Markt.
Die konsequente und gut geplante Milbenbekämpfung ist also zwar mit etwas Mühe und oft auch dem Einsatz chemischer Produkte verbunden, erspart dem Pferd aber viel Leid!
Die harmloseste Folge von unzureichend behandeltem Milbenbefall ist, dass die Behandlung der Raspe- / Maukestellen nicht ausreichend anschlägt. Schwerwiegendere Folge ist jedoch, dass sich die Haut durch die ständige Reizung immer mehr verändert.
Bei Problemen nur an der Hautoberfläche reicht der konsequente Einsatz geeigneter Desinfektionsmittel in der Regel aus. Jodseife ist hier sehr wirkungsvoll, sollte jedoch nicht über längeren Zeitraum regelmäßig eingesetzt werden, denn die Erfahrung zeigt, dass das den Heilungsprozess behindern kann. Sehr gut bewährt für den regelmäßigen Einsatz bei Mauke und Raspe haben sich dagegen Produkte mit dem Wirkstoff Polyhexanid (z.B. Prontosan).
Nicht immer heilt eine Mauke schnell und komplikationslos ab und manchmal ist der Einsatz von Antibiotika notwendig. Hierbei ist unbedingt zu beachten: Wir haben es in diesem Bereich sehr häufig schon mit multiresistenten Keimen zu tun. Darum ist der sorgfältige, verantwortungsbewusste Umgang mit diesen Medikamenten extrem wichtig. Das bedeutet: Es sollte zunächst ein Antibiogramm erstellt werden. Man schaut also, mit welchen Keimen die Hautstelle infiziert ist und welche Antibiotika dagegen wirksam sein würden.
Zur Heilung braucht die Haut Unterstützung von innen und von außen. So gibt es eine enorm große Vielzahl an Produkten zur Pflege von Maukestellen. Auch gibt es diverse "Geheimtipps" - mit sehr unterschiedlichen Rückmeldung zum Erfolg bzw.
Reinigungsmittel mit starker Fettlösekraft haben also nichts an der sensiblen Pferdehaut zu suchen. Die für den Barriereschutz so wichtigen Lipiddoppelschichten zwischen den Zellen bestehen aus bestimmten Fettsäuren und anderen fettlöslichen Substanzen. Über hochwertige Pflanzenöle, Lecithine und einige andere Stoffe können wir der geschädigten Haut diese Bausteine wieder zur Verfügung stellen.
Sollte man die Mauke-Krusten lösen? Auf keinen Fall darf man die Krusten einfach abpuhlen, denn reißt man die festsitzenden Krusten ab, ist es nicht nur für das Pferd sehr schmerzhaft, sondern man schädigt damit wiederum die Haut. Das muss unbedingt vermieden werden.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Informationen zur Anwendung von Jodshampoo bei Pferden zusammen:
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Anwendungsgebiete | Reinigung, Desinfektion, Mauke, Hautkrankheiten |
| Anwendung | Befeuchten, Auftragen, Einmassieren, Abspülen, Trocknen |
| Wichtige Hinweise | Biozidprodukte vorsichtig verwenden, Etikett lesen, nur äußerlich |
| Mauke und Raspe | Jodshampoo als Teil der Behandlung, Milbenbekämpfung |
tags: #Jodshampoo #Pferd #Anwendung
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