Immer wieder gibt es Spekulationen um das Aussehen und die sexuelle Orientierung von Joachim „Jogi“ Löw, dem ehemaligen Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft. Besonders hartnäckig halten sich Gerüchte über eine mögliche Perücke und seine sexuelle Orientierung. In Interviews hat sich Löw mehrfach zu diesen Themen geäußert.
Das herausstechendste visuelle Merkmal des Bundestrainers Jogi Löw ist eindeutig seine auffällige Frisur. Nach eigenen Aussagen hat er diese markante Frisur schon sein ganzes Leben lang getragen. Löws Haarfarbe ist schwarz und im Vergleich zu der Haarpracht der meisten anderen Männer in seinem Alter wenig grau. Man könnte diese Art von Frisur als Volahila (Abwandlung von Vokuhila) bezeichnen, da sie vorne wie hinten eher lang gehalten ist. Löw behauptet, dass er seinen langen Pony nicht nach hinten kämmen könnte, da seine Haare durchweg nach vorne wachsen.
Immer wieder wurde er gefragt, ob er eine Perücke tragen würde, da die Frisur so weit abseits des Trends liegen würde. Jogi Löws Frisur ist mit Hilfe seiner gefeierten Erfolge zu seinem Markenzeichen geworden.
In einem Interview mit der "Welt" wurde Löw direkt gefragt, ob er ein Toupet trage. Seine Antwort war eindeutig: "Das habe ich auch schon gehört. Quatsch. Sie können ja gern mal dran ziehen."
Im Internet wurde der ungewohnte Sexappeal des Bundestrainers dementsprechend heiß diskutiert. "Löw sieht mit nassem Haar viel besser aus", zwitscherte eine Userin. Eine andere schrieb, Jogi Löw habe mit seinem Look den "Wet-T-Shirt"-Wettbewerb klar für sich entschieden.
Normalerweise sitzt der brave Bubikopf von Jogi Löw wie eine Perücke. Doch beim WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA am Donnerstag (26. Juni) zeigte der Bundestrainer eine neue, wilde Seite: Klatschnass im strömenden Regen klebten die nassen Haare in seinem Gesicht. Dazu betonte das mit Wasser vollgesogene dunkelblaue Hemd des Trainers den sportlichen Body des 54-Jährigen. Regelrecht verwegen wirkten Jogi Löws nasse Haare, vor allem als er bei Anpfiff der Halbzeitpause seine Nassfrisur mit einer coolen, selbstvergessenen Geste zurückstrich, wie männliche Models das in Werbefilmen oder Musikvideos auch gerne mal machen.
Lustigerweise erschien Jogi Löw nach der Pause wieder mit seinem gefönten, braven Bubikopf und im trockenen Polohemd. Doch der Regen machte Jogi Löws Haare und den Body bald wieder zum Augenschmaus.
Auch das Gerücht, Löw sei homosexuell, hält sich hartnäckig. Auslöser war wohl, dass ein nicht nominierter Spieler aus Frust verbreitet haben soll, dass der Schwabe schwul sei.
Im selben Interview mit der "Welt" wurde Löw auch auf dieses Gerücht angesprochen. Die Interviewerin fragte: "Sie selbst, Herr Löw, wurden auch schon mal in die homosexuelle Hälfte gedrängt, weil Sie sich gut anziehen. Was sagen Sie dazu?" Löws Antwort: "Ich habe das auch schon gehört. Was soll ich dazu sagen? Es ist wie mit dem Toupet. Auch das stimmt nicht. Fragen Sie gern meine Frau."
Er ist noch heute mit seiner Frau Daniela Löw verheiratet, demnach steht sie wohl weiterhin für diese Frage zur Verfügung.
Allerdings bedauert Löw die nicht vorhandene Offenheit im Fußball: „Unsere Gesellschaft und damit auch der Fußball steht doch für Offenheit, Vielfalt und Teilhabe", sagte der Bundestrainer. Auf die Frage: "Wie würden Sie handeln, wenn es Sie beträfe?", antwortete er: "Dann würde ich dazu auch stehen." Also wem das Interview von 2011 nicht reicht, auch hier hat er es noch mal bestätigt. Das Internet kann also jetzt das Thema schwuler Bundestrainer abschließen.
Zehn Jahre später - noch mal die Frage, um die Sexualität geklärt
Im Stadion fehlt die Offenheit, das ist also Blödsinn, viel spannender sind die Aussagen, die er in einem aktuellen Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ geäußert hat. Dort wurde er auf das Coming-out des Ex-Fußballers Thomas Hitzlsperger angesprochen: „Thomas hat diesen Schritt gewagt, als seine Karriere eigentlich beendet war. Er hat mich dabei ein Stück weit auf dem Laufenden gehalten." Er sei außerdem der Meinung, dass die Gesellschaft grundsätzlich offen für das Thema ist, doch „obwohl sich schon wahnsinnig viel getan hat, fehlt die Offenheit vielleicht noch ein bisschen im Stadion.", gibt er zu bedenken. Bedeutet der Fußball ist langsamer als der Rest der Gesellschaft, warum das so ist, wüsste der Bundestrainer auch nicht so genau.
Auf die implizite Unterstellung, schwul zu sein sei ein Makel, geht er nicht ein. Muss er auch nicht, wäre aber schön gewesen. Schließlich engagiert sich sein Arbeitgeber, der Deutsche Fußball-Bund, gegen die Diskriminierung von Homosexualität.
Im Internet ist man sich sicher: So sexy wie im Regenspiel gegen die USA hat man Bundestrainer Jogi Löw noch nicht gesehen.
Jogi Löw wirkt in Interviewsituationen eher zurückhaltend und gelassen. Er überzeugt durch seine sympatische und höfliche Art, so dass er bei bei Fans und Spielern einen besonderen Anklang findet. Am Spielfeldrand zeigt er jedoch auf amüsante Weise seine Emotionen. Diese äußern sich in plötzlichem Hochspringen oder schnellem Wechsel der Laufrichtung. Zudem gehören nervöse Gestiken wie unüberlegtes Kratzen von Körperstellen zu seinen Marotten, die seinen Enthusiasmus für den Fußball widerspiegeln.
Ebenfalls auffällig und charakteristisch für ihn ist sein badischer Dialekt, welcher in der Comedy-Szene des Öfteren parodiert wird.
Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika trug er bei jedem Spiel bis zum Halbfinale als Glücksbringer einen blauen Kaschmir-Pullover. Bei der Weltmeisterschaft 2014 trug er aufgrund der drückenden Hitze bei den Spielen durchgänig ein dunkelblaues Hemd.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Joachim Löw sich klar zu den Gerüchten um seine Person geäußert hat. Er selbst dementiert sowohl das Tragen einer Perücke als auch homosexuell zu sein.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.