Mascara gehört für viele Frauen zu den Basics ihres täglichen Make-ups. Laut einer Statista-Umfrage von 2019 gehört Wimperntusche für 56 Prozent der deutschen Frauen über 16 Jahren zu den drei wichtigsten Utensilien im Beauty-Koffer. Doch um welchen Preis? "Öko-Test" hat nicht wasserfeste Wimperntuschen für Volumen in der Farbe schwarz unter die Lupe genommen.
Die Hersteller geben meist ähnliche Versprechen ab - aus unscheinbaren Wimpern einen intensiven Augenaufschlag zu zaubern. Doch schon lange ist das Make-up-Produkt nicht mehr nur Frauensache, denn auch immer mehr Männer greifen für dunklere und betonte Wimpern zur Tusche.
Viele Frauen hierzulande - und natürlich auch einige Männer - nutzen täglich oder mehrmals die Woche Wimperntusche. Entsprechend gehen jedes Jahr viele Millionen Mascara-Röhrchen über die Ladentische. Gut also, dass die Zeitschrift Öko-Test einen genauen Blick auf das beliebte Augen-Make-up geworfen hat.
Doch wie gut ist das Make-up eigentlich - und könnte es schädliche Inhaltsstoffe enthalten? Wir decken auf, welche schädlichen Konservierungsstoffe und Chemikalien sich in Ihrer Lieblingsmascara verstecken können.
Das Ergebnis: Von einigen sollte man seiner Gesundheit zuliebe die Finger lassen. Glücklicherweise schon! In ihrem aktuellen Kosmetik-Sonderheft können die Öko-Tester:innen vermelden, dass nur noch drei Wimperntuschen im Test versagt haben. Zehn von 18 untersuchten schwarzen Mascaras kommen hingegen ganz ohne gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe aus. Auch Arsen ist, im Gegensatz zu 2021, kein Thema mehr.
Ein Großteil der Frauen in Deutschland nutzt Mascara. Doch laut einer aktuellen Untersuchung von "Öko Test" könnten einige der Wimperntuschen aber krebserregende Stoffe enthalten. Wir zeigen, welche Kosmetikprodukte getestet wurden.
Einige der auf dem Markt erhältlichen Wimperntuschen enthalten schädliche Inhaltsstoffe, die Ihre Wimpern, Ihre Augen, Ihre innere Gesundheit und sogar die Umwelt gefährden können. Die meisten modernen Wimperntuschen enthalten Parabene, die als Konservierungsmittel eingesetzt werden, um Bakterien in Schach zu halten und die Haltbarkeit der Wimperntusche zu verlängern.
Für die schwarze Farbe wird meist schwarzes Eisenoxid verwendet. Für dessem Herstellung werden eisenhaltige Ausgangsstoffe eingesetzt, die aus der Natur stammen, allerdings mit Schwermetallen oder Elementen verunreinigt sein können. Während der "Öko-Test"-Analyse wurden derartige Elemente entdeckt - in zwei Wimperntuschen wurden erhöhte Mengen von Arsen nachgewiesen. Arsen ist hochgiftig und krebserregend.
In der EU ist das Schwermetall in Kosmetika streng genommen verboten. In der "Volume Supreme Mascara, black 1" von Artdeco und der Naturkosmetik-Mascara von Terra Naturi, "Gold Bigger Volume", wurden Arsen-Mengen entdeckt, die "Öko-Test" als erhöht einstuft. Die Tester orientierten sich an den Richtwerten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
In vielen Mascaras stießen die Testerinnen und Tester auch auf Konservierungsstoffe. Die Max Factor "X Voluptuous False Lash Effect, black" von Coty ist mit Propylparaben konserviert, das im Verdacht steht, wie ein Hormon zu wirken. Selbes gilt für Butylhydroxytoluol (BHT), das in der "PS... 3D Lash Effect Mascara, black" von Primark, "Volume Million Lashes, extra-black" von L‘Oréal und "Volume Supreme Mascara, black 1" von Artdeco steckt.
Als Konservierungsstoff werden bei L’Oréal und Maybelline auch halogenorganische Verbindungen eingesetzt. Diese Verbindungen gelten als allergieauslösend. Der Stoff Formaldehyd, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und als Kontaktallergen gilt, wurde ebenfalls in einigen Produkten entdeckt.
In sieben Mascaras steckten Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) - wozu auch krebserregende Substanzen gehören können.
Sechs Wimperntuschen enthalten Paraffine, also künstlich hergestellte Fette auf Erdölbasis. Alle paraffinhaltigen Mascaras im Test sind mit MOAH belastet. Die Paraffine selbst, wie auch PEG-Verbindungen, die wir eigentlich wegen möglicher unerwünschter Einflüsse auf die Hautbarriere kritisieren, werten wir in diesem Test nicht ab.
Alle konventionellen Mascaras in unserem Test setzen umweltbelastende synthetische Polymere ein. Solche Substanzen, zu denen auch Silikonverbindungen zählen, sollen für besseren Halt und den wimpernverlängernden Effekt sorgen.
Diese problematischen Konservierungsstoffe können auch in den Körper aufgenommen werden und dort die normalen Hormonfunktionen stören. Auch wenn Wimperntusche gut riecht, können Duftstoffe negative Auswirkungen auf die empfindliche Haut um die Augen haben. Sie können Reizungen, Rötungen und bei manchen Menschen sogar allergische Reaktionen hervorrufen.
Obwohl mittlerweile viele Hersteller von Wimperntusche auf kohlenteerfreie Wimperntusche umstellen, gibt es immer noch Mascaras, in denen dieser Wirkstoff enthalten ist. Ja, die Antihaftbeschichtung ... die Rede ist von Teflon. Diese chemische Beschichtung wurde in herkömmlicher Wimperntusche gefunden! Nach Angaben der EWG kann ein längerer Kontakt mit dieser Chemikalie zu Gesundheitsproblemen wie Krebs, Hormonstörungen und Schilddrüsenerkrankungen führen.
Die auf dem Markt erhältlichen Wimperntuschen können auch Mikroplastik enthalten, d.h. winzige Plastikpartikel, die ins Meer gelangen und von Meerestieren gefressen werden können.
ÖKO-TEST hat für die Ausgabe (03/2024) daher 16 Wimperntuschen bekannter Marken unter die Lupe und kommt zu teils überraschenden Ergebnissen, denn "sehr gut" schneiden nur sieben Wimperntuschen ab. Drei Marken erhalten die Note "gut". Mit der schlechtesten Wertung (ungenügend) wurden insgesamt drei Wimperntuschen bewertet.
Im Test wurden sieben Naturkosmetik-Mascaras untersucht. Von diesen haben sechs beim Öko-Test die Bestnote "sehr gut" erhalten. Im Gegensatz zu 2021, ist Arsen kein Thema mehr. Das Ergebnis: weitgehend erfreulich. Zehn Mascaras landen im grünen Bereich, drei sind im Mittelfeld, drei rasseln durch.
Unter den ersten Plätzen landen unter anderen Tuschen verschiedenerer Preisklassen:
Die günstigste Tusche unter den Testsiegern war übrigens das Alverde-Produkt von dm (mit 2,88 Euro/10 ml). Das - mit einigem Abstand - teuerste Produkt war der Hauschka-Mascara (mit 24,38 Euro/10 ml).
Während die Naturkosmetik im Test abräumt, sind die Ergebnisse für einen Kosmetik-Riesen ziemlich peinlich: für L’Oréal. Dazu muss man wissen: Hinter dem Namen L’Oréal steckt nicht nur die Marke L’Oréal selbst. Auch andere klangvolle Namen - wie Garnier, Kiehl’s, Lancôme, Maybelline, Nyx Cosmetics und viele mehr - gehören zum Kosmetik-Riesen.
Bei Öko-Test gibt es nun die Note 6 („ungenügend“) für gleich drei Produkte, die zum Geflecht des Großkonzerns gehören. Gründe für den Reinfall: Die Produkttester:innen bemängeln in zwei der drei Tuschen den Konservierungsstoff Propylparaben sowie das Antioxidationsmittel Butylhydroxytoluol (BHT), die beide im Verdacht stehen, „wie ein Umwelthormon zu wirken“, so Öko-Test. Negativ fallen auch halogenorganische Verbindungen in zwei der drei Testverlierer auf.
Doch nicht jede Mascara kann im Test in allen Kategorien überzeugen. In sechs Tuschen wurden kritische Stoffe, wie MOAH, halogenorganische Verbindungen, BHT und Propylparaben gefunden.
Propylparaben und Butylhydroxytoluol (BHT) gelten als potenzielle Umwelthormone. Insbesondere BHT wurde in Produkten wie Maybelline The Colossal Volume Express und Nyx Worth the Hype Volume & Lengthening Mascara nachgewiesen, jedoch ohne entsprechende Deklaration auf der Verpackung. Zudem wurden halogenorganische Verbindungen in diesen Produkten gefunden, ohne dass die genaue Substanz angegeben wird. Im Gegensatz dazu ist Chlorphenesin im Manhattan Volcano Explosive Volume Mascara aufgeführt, jedoch in so geringen Mengen, dass sie in den Laboranalysen nicht nachweisbar waren.
Einige der untersuchten Mascara-Produkte enthalten auch Paraffine, die mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt sein können, die ein krebserregendes Potenzial haben.
Hier ist eine Tabelle, die die Ergebnisse des Öko-Tests zusammenfasst:
| Bewertung | Anzahl der Produkte | Beispiele |
|---|---|---|
| Sehr gut | 6 | Alverde Mascara, Alterra Mascara, Dr. Hauschka Mascara, Lavera Mascara, Sante Mascara |
| Gut | Produkt | Konventionelles Produkt |
| Ungenügend | 3 | Produkte von L’Oréal |
Es gibt Wimperntusche ohne problematische Inhaltsstoffe. Unser Test zeigt: Einige der getesteten Mascaras überzeugen mit einwandfreien Rezepturen. Die meisten Hersteller verweisen auf ein Zusammenspiel von Inhaltsstoffen und Bürstchen.
Das, was wir von Utopia ohnehin schon die ganze Zeit empfehlen: Greif bei Mascara und Wimperntusche - wie bei Kosmetik generell - am besten zu zertifizierter Naturkosmetik, die mit Labeln wie Natrue oder Cosmos versehen ist. Echte Naturkosmetik setzt auf Inhaltsstoffe aus natürlichen Quellen und verzichtet weitgehend auf synthetische Zusätze.
Die Naturkosmetik hingegen kommt ohne Kunststoffverbindungen aus - Zertifizierungsstandards wie Cosmos oder Natrue verbieten den Einsatz solcher Substanzen. Vergleichbare Effekte sollen etwa Schellack oder natürliche Wachse wie Carnaubawachs oder Bienenwachs erzielen, doch durch den Verzicht auf Kunststoff hält die Tusche nicht so stabil und verwischt leichter.
Was bedeuten die aktuellen Test-Ergebnisse für dich? Einziger Nachteil: Naturkosmetik-Mascara ist laut Öko-Test normalerweise nicht so wasserfest wie konventionelle Wimperntusche.
Wenn Sie auf der Suche nach schönen Wimpern sind, ohne Ihre Gesundheit zu opfern, könnten Bio-Formeln die Lösung für Sie sein, besonders wenn Sie empfindliche Augen haben. Bio-Mascaras sind frei von synthetischen Konservierungsstoffen und künstlichen Farbstoffen, die Ihre Haut und Ihre schönen Augen reizen können.
Achte auf die Verpackung Ihrer Wimperntusche und darauf, ob sie recycelbar ist oder aus nachhaltigen Materialien hergestellt wurde. Achte auf hochwertige Mascara mit gut verträglichen Inhaltsstoffen. Naturkosmetik-Mascaras sind oft eine gute Alternative, da sie meist auf bedenkliche Stoffe wie Mineralöle oder synthetische Polymere verzichten.
Achte auf Marken, die ausdrücklich betonen, dass ihre Produkte frei von PFAS sind. Die obige Liste bietet eine große Auswahl an gesunden Alternativen zu herkömmlicher Wimperntusche, die alle sorgfältig nach Sicherheits- und Gesundheitsstandards ausgewählt wurden.
Natürliche Wimperntusche sollte Inhaltsstoffe enthalten, die unschädlich sind, die Augen nicht reizen und pflegende Eigentschaften haben:
Halte Ausschau nach Zertifizierungen wie BDIH, Natrue, Ecocert oder Cosmos, die dir helfen, Naturkosmetikprodukte zu identifizieren.
Wasserfeste Mascara ist ein echter Lebensretter im Alltag. Sie verschmiert kein bisschen und hält selbst Pool- und Meerwasser sowie Hitze und Regenschauern stand. Doch genau diese Eigenschaften haben auch einen kleinen Haken. Und den sollten Sie zum Schutz Ihrer Wimpern besser nicht ignorieren...
Wasserfeste Mascara zeichnet sich durch ihre spezielle Formulierung aus, die sie widerstandsfähiger gegen Wasser, Schweiß und Talg macht. Dies wird durch Inhaltsstoffe wie Silikone, wasserabweisende Wachse (z.B. Bienenwachs) & Co. erzielt. Wirklich gut für die Wimpern? Ist das leider nicht.
Wann das keine gute Idee ist? Wasserfeste Mascara ist zwar auf den ersten Blick sehr praktisch, kann den Wimpern jedoch erheblich schaden.
Wasserfeste Mascaras sind leider allesamt nicht wirklich förderlich für die Wimperngesundheit, da extrem austrocknend. Ich habe mittlerweile aber eine sehr gute Alternative für mit entdeckt: Tubing Mascara. Die Wimperntusche legt sich wie eine feine Hülle um jedes Wimpernhaar und kommt ohne Krümeln, Verwischen & Co. aus. Selbst nach langer Tragedauer. Am Ende des Tages kann die Mascara einfach mit warmem Wasser entfernt werden; ohne Rubbeln und Reiben. Schon die Wimpern und die Haut rund um die Augen!
Eine effektive Alternative zur herkömmlichen Mascara ist die sogenannte Tubing-Mascara. Sie umhüllt jedes einzelne Wimpernhaar mit einer feinen Polymer-Schicht, wodurch Klümpchen, Verschmieren und Panda-Augen vermieden werden - auch bei langer Tragedauer. Zum Abschminken reicht warmes Wasser. Die Mascara lässt sich sanft entfernen, ganz ohne Reiben oder Rubbeln.
Damit auch Ihre Wimpern keinen Schaden nehmen, verrate ich Ihnen noch ein paar nützliche Tipps und Tricks für den Umgang mit wasserfester Wimperntusche:
Mascara zunächst in Zickzack-Bewegungen auf die oberen Wimpern auftragen. Für einen intensiveren Effekt können die oberen Wimpern erneut getuscht werden. Noch mehr Volumen bringt eine Wimpernzange. Diese dafür mit dem Föhn leicht erwärmen und dann für einige Sekunden am Wimpernkranz zusammendrücken. Wichtig: Die Zange immer vor dem Tuschen anwenden.
Beginne mit sauberen, trockenen Wimpern. Lass die Mascara zwischen den Schichten und vor dem Ausgehen trocknen. Die Haut um deine Augen herum sollte trocken sein und alle deine Hautpflege-/Make-up-Produkte sollten eingezogen sein, bevor du Mascara aufträgst. Es mag offensichtlich erscheinen, aber vermeide es, nach dem Auftragen die Augen zu berühren oder zu reiben.
Öko-Test hat 18 verschiedene Mascara getestet. Mit überraschend beunruhigendem Ergebnis. Aufgrund der Labor-Ergebnisse zieht Öko-Test ein hartes Fazit: „Nur ein Drittel der getesteten Wimperntuschen ist uneingeschränkt empfehlenswert. Fast die Hälfte der Produkte fällt dagegen durch, weil sie bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten.“
Die Tester empfehlen, sich beim Kauf von Mascara nicht bloß am Preis zu orientieren. Unter den sechs „sehr gut“ bewerteten Produkten befindet sich sowohl das günstigste als auch das teuerste. Die Experten von Öko-Test raten, Mascara nicht den ganzen Tag zu verwenden, da dies zu Wimpernbruch führen kann. Wichtig sei auch, die Bürste zum Auftragen in regelmäßigen Abständen von etwa sechs Monaten auszutauschen. Das senkt das Risiko, dass Keime in die Augenschleimhäute geraten.
Um ihre Produkte an die Frau zu bringen, bewerben die Anbieter Wimperntuschen gerne mit allerlei Superlativen. Der Mascara-Test ist jetzt im Ratgeber Kosmetik & Wellness 2024 von Öko-Test zu finden. Das letzte Mal hatten sich die Verbraucherschützer:innen von Öko-Test übrigens vor drei Jahren, also 2021, mit Mascara beschäftigt.
Es ist der Gegenstand in unserem Schminktäschchen, den wir, wortwörtlich, ohne mit der Wimper zu zucken benutzen - die Wimperntusche! Erweckt die Vorstellung, ein Produkt so nah an die Augen zu bringen (und wahrscheinlich sogar etwas davon in die Augen zu bekommen), ohne zu wissen, was es wirklich enthält, nicht irgendwelche Zweifel in deinem Kopf?
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