Die Wirkung von Kokos-Haarwachs im Vergleich

Neben Gel, Paste, Pomade oder Schaum bietet Haarwachs eine vergleichsweise flexible und natürlich wirkende Möglichkeit, der Frisur einen soliden Halt zu verpassen. In der Praxis können die Resultate aber recht unterschiedlich ausfallen: Je nach Haartyp und gewünschter Frisur kann ein Wachs ideal bis weniger geeignet sein.

Zudem ist die Anwendung entscheidend: Je nach Menge und Vorarbeit (z. B. Waschen) hinterlässt ein Wachs fluffig-leichte bis spröd-harte Mähnen. Wer eine gut haltende Frisur ohne Helm-Look möchte, könnte mit Haarwachs genau richtig liegen - es formt, strukturiert und lässt dem Haar dennoch Raum zum Atmen. In der Regel hält es den ganzen Tag oder sogar noch länger.

Zunächst lohnt es sich, zu prüfen, ob Haarwachs überhaupt das passende Produkt für die eigene Mähne ist. Ideal eignet es sich für kurzes bis mittellanges Haar, das sich damit hervorragend nach oben oder in Form stylen lässt, häufig in Verbindung mit einem stylishen Bart. Die Haare sollten dabei einigermaßen voll sein - bei dünnem und sehr feinem Haar kann Wachs beschwerend wirken. Auch für Locken ist es nur bedingt geeignet.

Der Vorteil von Wachs liegt in seiner Flexibilität: Es fixiert die Frisur auch nach mehreren Stunden und bleibt dennoch formbar. Das ist praktisch, wenn man beispielsweise unterwegs zwischendurch vor dem Spiegel noch einmal die Frisur zurechtrücken oder Texturen hervorheben möchte. Je nach Produkt reicht das Finish von einem natürlichen Matt bis zu einem dezenten Glanz.

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Haarwachs im Vergleich zu anderen Stylingprodukten

Es gibt viele Alternativen zu Haarwachs, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen:

  • Haargel: Dazu zählt etwa Haargel, das typischerweise ein glänzendes Finish erzeugt. Im Vergleich zu Wachs bietet es stärkeren Halt und ermöglicht präzises Stylen einzelner Strähnen. Es ist wasserbasiert und lässt sich leicht auswaschen. Es macht das Haar steif, sodass sich die Frisur nicht umstylen lässt.
  • Haarpasten: Haarpasten sind dem Wachs näher als Gel, unterscheiden sich jedoch in Konsistenz und Wirkung. Sie sind meist cremiger, leichter und dadurch besser für locker wirkende, natürliche Frisuren geeignet. Auch feines oder welliges Haar lässt sich mit einer Paste oft einfacher und unauffälliger stylen. Die Grenzen zwischen Wachs und Paste sind dabei nicht immer ganz eindeutig. Ihre Konsistenz reicht von klebrigem Lehm bis zu dicker Zahnpasta. Pasten geben mittleren bis starken Halt, sind matt oder leicht glänzend.
  • Pomaden: Pomaden wiederum zeichnen sich durch ihr stark glänzendes Finish und intensiven Halt aus. Pomade verleiht dem Haar einen glatten, akkuraten Look, meist mit starkem Glanz. Sie ist besonders geeignet für Kamm-Frisuren, die sich umstylen lassen.
  • Frisier-/Stylingcreme: Gibt es seit rund einhundert Jahren. Die wasserbasierten Cremes geben leichten Halt, sind flexibel und halten sich beim Glanz zurück. Sie sind auch für feineres Haar geeignet.
  • Clay: Enthält Tonerde (clay = Englisch für Lehm/Ton), meist Bentonit. Es lässt das Haar dicker wirken und gibt ihm Halt, ohne es zu beschweren. Ideal für Frisuren mit viel Volumen.

Je nach gewünschtem Style, Haartyp und Haarlänge kann die Anwendung sehr unterschiedlich ausfallen. Allgemein schadet es nicht, sich an die Angelegenheit langsam heranzutasten und zu schauen, welche Mengen und Techniken am besten zur eigenen Frisur passen.

Die richtige Anwendung von Haarwachs

Die Anwendung ist weitgehend intuitiv: Man zerreibt einen Klecks Wachs in den Fingerspitzen und massiert ihn ins Haar. Hier sind einige Tipps für die optimale Anwendung:

  • Nicht zu nasses Haar: Bei richtig nassem Haar ist es kaum möglich, das Wachs präzise zu verteilen, geschweige denn, der Frisur Form zu verpassen.
  • Geringe Menge: Meist reicht es, einen kleinen Klecks in das Haar zu geben. Eine größere Menge gibt der Frisur zwar Festigkeit, aber sie kann dadurch fettig wirken und ist auch schwieriger zu formen und weniger flexibel.
  • In den Händen anwärmen: Die Konsistenz von Wachs reicht von cremig bis hart. Zur Nutzung sollte man eine Fingerspitze in das Wachs tauchen und es dann in den Händen leicht zerreiben.
  • Auftragen: Mit welcher Technik man das Wachs einmassiert, hängt stark vom gewünschten Look ab. Um Volumen aufzubauen, kann es helfen, an den Haarwurzeln anzusetzen und das Wachs nach oben zu streichen. Für eng anliegendes Haar (»Sleek-Look«) muss das Haar bis zu den Enden vollständig gewachst werden.
  • Extras: Das Wachs kann auch in Verbindung mit anderen Pflege- und Styling-Produkten verwendet werden, etwa Conditionern für trockene Haare oder Salzwassersprays und Textursprays, um der Frisur einen strukturierteren Look zu geben.
  • Auswaschen: Um das Wachs aber restlos aus dem Haar zu bekommen, ist es notwendig, es mit Shampoo zu waschen.

Inhaltsstoffe und mögliche Risiken

Viele Produkte enthalten Polyethylenglykol (PEG) oder dessen Derivate. Im Allgemeinen sind diese synthetischen Polymere recht gut für die Haut verträglich. Doch in manchen Fällen können sie Hautirritationen begünstigen und allergische Reaktionen hervorrufen oder in seltenen Fällen sogar Überempfindlichkeitsreaktionen - bis hin zu anaphylaktischen Schocks - auslösen.

Auch Alkohole, wie Ethanol, können die Haut reizen und austrocknen. Fettalkohole wie Cetyl Alcohol wirken pflegend und rückfettend. Hautirritationen können zudem durch Parfums, Aromen und Farbstoffe entstehen - sogar wenn sie aus natürlichen Extrakten stammen. Mineralölprodukte wie Petrolatum oder Paraffinum Liquidum können potenziell toxische aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) enthalten.

Um das Risiko von Hautreizungen und allergischen Reaktionen zu verringern, sollten keine zu großen Mengen der Produkte aufgetragen werden. Wenn sich Jucken und Rötungen auf der Kopfhaut bemerkbar machen, sollte das Produkt nicht mehr angewandt werden.

Testberichte und Produktvergleiche

Im Folgenden werden einige Haarwachs-Produkte und ihre Eigenschaften verglichen:

Syoss Haarwachs 3in1 Max Hold

Das Syoss Haarwachs 3in1 Max Hold gibt einen sommerlichen Vibe: Es ist schön geschmeidig, cremig und lässt sich hervorragend in das Haar einarbeiten. Dort entfaltet es dann seine angenehm süßliche Duftnote. Die Frisur lässt sich locker in die gewünschte Richtung manövrieren - und bleibt dann auch dort. Dabei klebt nichts oder härtet unangenehm aus. Einen Pluspunkt verdient sich das Wachs durch feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe.

Vorteile:

  • Angenehmer Duft
  • Leichte Einarbeitung
  • Kein Verkleben
  • Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe

Nachteile:

  • Enthält PEG-Derivate

Da‘ Dude Da‘ Wax

Unter unseren Testprodukten sticht das Da‘ Dude Da‘ Wax schon durch seine chicen Bambustiegel heraus. Der enthält eine appetitlich anmutende Creme mit sanft-kühlem Geruch. Das Haar lässt sich damit vorzüglich bearbeiten, sei es in einzelnen Strähnen oder mit breit nach oben gestyltem Look. Das Da‘ Wax hat uns in unserem Test vollständig überzeugt, sei es in den Punkten Styling, Geruch oder Verträglichkeit.

Vorteile:

  • Hochwertige Verpackung
  • Angenehmer Geruch
  • Gute Styling-Eigenschaften

Nachteile:

  • Enthält Petrolatum
  • Höherer Preis

Swiss-O-Par Kokos Haarwachs

Wie dem Namen zu entnehmen ist, versprüht das Kokos Haarwachs von Swiss-O-Par einen Kokos-Duft - angenehm, wie wir finden, selbst ohne explizite Kokos-Fans zu sein. Der Halt ist nicht besonders stark, dafür klebt bei dem Wachs mit der Konsistenz von Vaseline nichts. Dieser Kompromiss eignet sich besonders für entspannte Styles an schwitzigen Sommertagen.

Vorteile:

  • Angenehmer Kokosduft
  • Klebt nicht
  • Verzicht auf PEG-Derivate und reizende Alkohole

Nachteile:

  • Geringer Halt
  • Enthält Petrolatum

American Crew Fiber

1995 kam mit dem American Crew Fiber ein Haarwachs auf den Markt, das bis heute als Klassiker gilt. Von der Konsistenz her handelt es sich um ein mittelhartes Wachs, das sich gut in den Fingern verreiben und anschließend in die Haare einarbeiten lässt. Dort hält es die Frisur mit mattem Finish in Form, ohne deswegen an Flexibilität einzubüßen.

Vorteile:

  • Klassiker
  • Mattes Finish
  • Guter Halt

Nachteile:

  • Kann an den Händen und im Haar kleben

Tabelle: Vergleich der Haarwachs-Produkte

Produkt Duft Halt Besondere Eigenschaften Inhaltsstoffe
Syoss Haarwachs 3in1 Max Hold Süßlich, sommerlich Stark Feuchtigkeitsspendend, kein Verkleben PEG-Derivate
Da‘ Dude Da‘ Wax Sanft-kühl, frisch Stark Hochwertige Verpackung, gute Verträglichkeit Petrolatum
Swiss-O-Par Kokos Haarwachs Kokos Leicht Klebt nicht, Verzicht auf PEG-Derivate und Alkohole Petrolatum
American Crew Fiber Kühl-zitronig Stark Mattes Finish, Klassiker -

Diese Informationen sollen Ihnen helfen, das richtige Haarwachs für Ihre Bedürfnisse zu finden. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe und wählen Sie ein Produkt, das Ihren Vorstellungen entspricht.

tags: #Kokos #Haarwachs #Wirkung

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