Haare waschen ohne Shampoo: Natürliche Alternativen und die No-Poo-Methode

Haare ganz ohne Shampoo waschen? Was zunächst merkwürdig klingt, ist zu einem waschechten Trend geworden. Unter der Bezeichnung No-Poo-Methode sorgt der Verzicht auf herkömmliche Shampoos oder Conditioner weltweit für Aufsehen. Die No Poo Methode beinhaltet das Reinigen der Haare ohne herkömmliches Shampoo. Als Shampoo-Ersatz kommen dabei natürliche Hausmittel wie Natron oder Mehl zum Einsatz - das Ziel: Die Haare möglichst natürlich zu waschen.


Die No-Poo-Methode setzt auf natürliche Inhaltsstoffe für die Haarpflege.

Lange galt die Verwendung von Flüssigshampoos als der Königsweg moderner Haarpflege. Doch mit dem Wandel zu nachhaltigeren Lebensentwürfen wuchs auch die Nachfrage nach wirkungsvollen Alternativen zu industriell gefertigten Shampoos und Co. Die No-Poo-Methode sucht dabei nach neuen Antworten, die einem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen eher entsprechen als die Nutzung von Shampoo in gängigen Kunststoff-Flaschen.

Haare ohne Shampoo zu reinigen bedeutet dabei keineswegs, dass du die gewohnten Hygienestandards einfach über Bord wirfst.

Die Grundlagen der No-Poo-Methode

Die herkömmliche Methode, Haare mit Shampoo zu waschen, wird zunehmend in Frage gestellt, da viele Menschen nach natürlichen Pflegealternativen suchen. Die No Poo Methode, bei der auf Shampoo verzichtet wird, gewinnt an Popularität. No Poo ist die Abkürzung von „No Shampoo“ und bedeutet genau das: Die Haare ohne Shampoo zu waschen. Neu ist die Bewegung nicht, denn unter Blogger:innen und Hollywoodstars ist das Waschen mit natürlichen Produkten und Hausmitteln schon seit 2014 ein Thema. No Poo verspricht weniger fettendes, gepflegtes und trotzdem glänzendes Haar - und das entweder nur mit natürlichen Produkten, ausschließlich mit Wasser oder in der radikalsten Form: ganz ohne waschen. Alles, was man dazu braucht: Die richtige Bürste, die für sich persönlich richtige Alternative zum konventionellen Shampoo und ein bisschen Geduld.

Konventionelle Shampoos enthalten oft Inhaltsstoffe, die unsere Kopfhaut irritieren oder sogar nachhaltig schädigen können, so zum Beispiel synthetische Tenside, Parfüms oder Silikone. Letztere sind bereits in den vergangenen Jahren in Verruf geraten.

Verfechter:innen von No Poo gehen außerdem davon aus, dass die Kopfhaut durch regelmäßigen Einsatz von Shampoo aus dem Gleichgewicht gerät und die natürliche Talgschicht auf der Kopfhaut zerstört wird. Als Reaktion soll der Körper immer mehr Talg bilden, weshalb Haare unter anderem schneller nachfetten und öfter gewaschen werden müssen. Wer seine Haare ohne Shampoo wasche, bringe seine Kopfhaut wieder in den Normalzustand, glauben No-Poo-Fans.

Das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen, ist Ziel der alternativen Haarwaschmethode ohne Shampoo. Das fördert gesundes, glänzendes Haar und unterstützt die Regeneration der Kopfhaut. Zudem werden besondere Haarpflegeprodukte überflüssig: Sie sparen Geld, Zeit und es fällt weniger Verpackungsmüll beim Haarewaschen an.

Shampoo enthält häufig Silikone, Mikroplastik und weitere Giftstoffe. Zudem entfettet es nicht nur die Haare, sondern sorgt häufig auch für eine trockene und geschädigte Kopfhaut und Schuppen.

Das tägliche Haarewaschen mit Shampoo kann das natürliche Gleichgewicht der Haaröle stören.

Vorteile des Haare Waschens ohne Shampoo:

  • Gesünderes Haar
  • Reduzierte Umweltauswirkung durch den Verzicht auf chemische Produkte

Methoden der Haarwäsche ohne Shampoo

Auch wenn die No-Poo-Methode vorrangig vorsieht, die Haare mit rein natürlichen Hilfsmitteln oder gar mit reinem Wasser zu waschen, stehen dir als Shampoo-Ersatz auch Shampoo-Alternativen zur Verfügung. Hier sind einige der vertrauenswürdigsten Alternativen:

  1. Water-Only-Methode: Einfaches Verwenden von Wasser, um das Haar zu spülen und zu reinigen, ohne zusätzliche Produkte. Wie der Name schon andeutet, wird das Haar hier lediglich mit Wasser gewaschen. Anders als bei der Nutzung von Shampoo oder natürlichen Hausmitteln wird hier nicht der gesamte Talg der Kopfhaut entfernt. Mit einer Naturfaserbürste kannst du diesen dann anschließend im gesamten Haar verteilen. Der Talg bildet so einen gewissen Schutzfilm für deine Haare.
  2. Apfelessig-Spülung: Mischen von Apfelessig mit Wasser, um eine verdünnte Lösung zum Spülen des Haares zu erstellen. Apfelessig macht die Haare weich und glänzend. Dafür den Essig einfach in dem Verhältnis 1 zu 10 mit Wasser mischen, in die Haare geben und dann (wichtig!) eiskalt ausspülen. Das kalte Wasser soll den Haarschaft schließen und somit für eine glatte Oberfläche sorgen. Apfelessig als „saure Rinse“ neutralisiert den PH-Wert der Kopfhaut. Je nach Kopfhaut, Haarstruktur und Lust kann man Apfelessig auch mit Pflanzen wie der Ringelblume, getrockneten Rosenblättern, Lavendel oder ätherischen Ölen (Lavendel, Rosmarin, Lemongrass) mischen.
  3. Natron: Verwenden von Natron als mildes Reinigungsmittel, um das Haar zu reinigen.
  4. Lavaerde/Heilerde: Eine natürliche Tonerde, die zur Reinigung von Haar und Kopfhaut verwendet wird. Lavaerde: Die beige-braune Lavaerde hat nichts mit Lava zu tun, sondern ist Tonerde, meist aus Nordafrika. Für schulterlange Haare brauchst du etwa drei Esslöffel Lavaerde, die du mit der doppelten Menge kochendem Wasser mischt - die Konsistenz sollte eher flüssig sein. In Verbindung mit Wasser quillt Lavaerde auf und entwickelt eine gelähnliche Konsistenz. Das Gute an Lavaerde: Sie saugt Schmutz und Fett zwar auf, die Haare und die Kopfhaut sollen aber nie vollständig entfettet werden - die natürliche Schutzschicht der Haare bleibt erhalten, die Talgdrüsen werden geschont. Lavaerde gibt es beispielsweise als Waschgel oder Pulver. Heilerde: Heilerden werden genauso angewendet wie Lavaerden. Der einzige Unterschied: Sie kommen in verschiedenen Varianten und Farben vor. So enthält rote Heilerde einen höheren Eisenanteil, die grüne Erde mehr Mineralstoffe - diese eignet sich gut für den Umstieg aus das shampoo-freie Haarewaschen, da sie die Talgproduktion besser ausgleichen soll. Weiße Heilerde soll gut für feines Haar und empfindliche Kopfhaut sein.
  5. Waschnüsse: Verwendung der Schalen von Waschnüssen, um eine natürliche Seife für die Haarwäsche herzustellen.
  6. Aloe Vera Gel: Anwenden von reinem Aloe Vera Gel auf das Haar und die Kopfhaut.
  7. Roggenmehl: Roggenmehl kann man entweder als Korn oder schon gemahlen kaufen. Wichtig ist, dass das Mehl möglichst fein ist, sonst bilden sich Klumpen im Haar. Bei der Anwendung etwa. 4-5 EL Roggenmehl mit Wasser vermengen und ins Haar geben. Danach wie normales Shampoo ausspülen. Wichtig ist, dass du kein anderes Mehl verwendest - Roggenmehl eignet sich deshalb, weil es wenig Gluten enthält und somit in der Verbindung mit Wasser nicht teigig wird. Besonders gut ist Vollkorn-Roggenmehl, denn es enthält viele Mineralien, Aminosäuren und Vitamine. Du findest Roggenmehl im Supermarkt, online in Bio-Qualität u.a.
  8. Haarseife: Du kannst etwa die Haare mit Seife waschen. Während speziell hergestellte Haarseifen mit pflegenden Ölen angereichert sind, ist herkömmliche Kernseife öl- und fettfrei. Beim Kauf darauf achten, dass du wirklich natürliche Seifen kaufst, die im besten Fall handgemacht, mit Bio-Inhaltsstoffen enthalten und PH-neutral sind. Haarseifen sind auch deshalb super für den Einstieg, weil sie ein bisschen schäumen. In unseren Köpfen ist fest verankert: Nur, wenn es schäumt, wird es sauber. Viele Fans erzählen, dass das die größte Umgewöhnung war - dass mit No Poo plötzlich nichts mehr schäumt. Wichtig bei den Seifen: Auch die enthaltenen Öle sollten natürlicher Herkunft und am besten Bio-zertifiziert sein.
  9. Aleppo Seife: Die Aleppo Seife ist eine der besten Alternativen zum Shampoo, da sie besteht aus Olivenöl und Lorbeeröl. Diese natürlichen Inhaltsstoffe bieten eine schonende Reinigung und Pflege für die Haare. Es ist erwähnenswert, dass es auch bei der Aleppo-Seife verschiedene Arten und Konzentrationen gibt, denn je mehr Lorbeeröl die Seife enthält, desto milder wird sie. Mit natürlichen Inhaltsstoffen und zahlreichen positiven Effekten auf die Haare ist die Aleppo Seife eine überlegenswerte Option für alle, die auf der Suche nach einer nachhaltigen Haarpflege sind.

Waschnüsse sind eine natürliche Alternative für die Haarwäsche.

Umstellung auf die No-Poo-Methode

Künftig ohne Shampoo die Haare zu waschen, benötigt etwas Vorbereitung: Die in den herkömmlichen Shampoos enthaltenen Silikone müssen zuerst aus dem Haar gespült werden. Dazu verzichten Sie entweder einige Wochen vor dem Umstieg schon auf silikonhaltige Shampoos oder Sie unterziehen Ihr Haar einer Grundreinigung. Diese erste Reinigung erfolgt durch das Waschen mit einer milden Natronlauge und wird durch Essig-Spülungen ergänzt.

Um die normale Talgproduktion anzukurbeln müssen die Haare anschließend einmal komplett durchfetten. So lernt die Kopfhaut wieder, ihre Talgproduktion in Balance zu bringen und wird weniger Fett produzieren. Daher ist künftig das Haarewaschen seltener nötig.

Jeden Tag ausgiebig die Haare zu bürsten, verteilt das natürliche Fett der Haare in die Spitzen und hilft so, diese vor dem Austrocknen zu schützen. Nach einer Woche kann wöchentliches Waschen mit No Poo-Mitteln oder auch nur mit warmen Wasser stattfinden.

Besonders der Zeitraum der Umstellung bringt Schwierigkeiten mit sich. Immerhin gilt es, das Haar über mehrere Tage komplett durchfetten zu lassen: Flechtfrisuren und Kopfbedeckungen können helfen, diese Zeit zu überstehen.

Bevor Sie mit der No-Poo-Methode beginnen, sollten Sie sich bewusst sein, dass die Umstellungsphase einige Zeit dauern kann. Es sollte etwa 8 Wochen dauern. Individuum abhängig, können Ihre Haare anfangs fettiger wirken, da sich die Kopfhaut erst an die reduzierte Reinigung gewöhnen muss. Es ist daher wichtig, geduldig zu sein und die Methode konsequent anzuwenden, um langfristige Ergebnisse zu erzielen.

Vor- und Nachteile der No-Poo-Methode

Haare ohne Shampoo zu waschen ruft häufig Zweifel hervor, besonders weil es ungewohnt erscheint. Die Methode polarisiert und hat sowohl überzeugte Verfechter als auch ihre Kritiker.

Vorteile:

  • Reduzierte Belastung durch chemische Inhaltsstoffe
  • Förderung der natürlichen Talgproduktion
  • Weniger Verpackungsmüll

Nachteile:

  • Umstellungsphase kann schwierig sein
  • Nicht alle Rückstände lassen sich entfernen
  • Erfordert Geduld und Experimentierfreude

Mögliche Probleme und Lösungen

Ein häufiges Anliegen bei der No Poo Methode ist die Sorge um Haarausfall. Die Suche nach Alternativen zu spezialisierten Shampoos führt oft zu Produkten wie Tarmad Shampoo oder Selukos Shampoo.

Besonders nach einem Grillabend am Lagerfeuer kann Rauch noch lange im Haar zu riechen sein. Solch starke Gerüche sind mit reinem Wasser kaum zu entfernen. In solchen Fällen können geruchsmildernde Hausmittel zum Waschen der Haare oder eine milde Haarwaschseife Abhilfe schaffen.

Der erste Schritt bei der No-Poo Methode ist die Reinigung mit einer Lösung aus Wasser und Backpulver. Einige Menschen berichten, dass ihre Kopfhaut nach häufiger Anwendung trocken wurde und begann zu jucken. Ist die Backpulver-Mixtur zu stark konzentriert, kann das zur Austrocknung von Haar und Kopfhaut führen. Auch zu häufiges Waschen kann dem Problem zugrunde liegen. Die No Poo-Methode beinhaltet es, möglichst selten die Haare zu waschen.

Föhnen auf höchster Stufe, Glätten oder Stylen können dem Haar auf Dauer ganz schön zusetzen und die Kopfhaut reizen. Was läge da näher, als mal einen Gang zurückzuschalten?

Wenn du eine empfindliche, trockene Kopfhaut hast, musst du aber nicht gänzlich auf Shampoo zum Haarewaschen verzichten. Stattdessen kommt auch auf eine schrittweise Reduzierung der Shampoo-Menge infrage, auch bekannt als Low-Poo-Methode.

Falls die Reinigungswirkung bei Shampoo-Verzicht nicht ausreichend ist, die Kopfhaut juckt oder schuppt, solltest du dies bei Bedarf mit einem Facharzt für Dermatologie oder dem Friseur deines Vertrauens besprechen. Vielleicht profitiert dein Haar in diesem Fall eher von milden Pflegeshampoos.

Bei der No-Poo-Methode benötigst du in jedem Fall sehr viel Geduld.

Die wissenschaftliche Perspektive

Unter Dermatolog:innen ist diese Annahme umstritten. Die Hautärztin Stefanie Derendorf erklärt im Interview mit Utopia, dass Haare durch zu viel Waschen schneller nachfetten, sei ein „Ammenmärchen“. Die Talgdrüsen am Kopf würden nicht mehr oder weniger arbeiten, wenn man die Haare öfter wäscht. Auf dem Kopf gibt es keine Sensoren für eine intakte Talkschicht - wie schnell unsere Haare nachfetten, regeln Hormone und die eigenen Genetik.

Wo sich Medizinier:innen allerdings einig sind: Zu häufiges Haarewaschen mit Shampoo kann die Haut reizen. Laut Derendorf können stark schäumende Produkte die Haut zudem austrocknen. Die Medizinerin rät dazu, zwei- bis dreimal die Woche Haare zu waschen. „Weniger würde ich nicht empfehlen, denn dann kann der Talggehalt der Kopfhaut steigen - und das kann wirklich krank machen“, so die Dermatologin. Zum Beispiel könnten sich bestimmte Pilze vermehren. Wer No Poo ausprobieren will, holt sich also am besten vorher (haut)ärztlichen Rat.

Nicht nur für die eigene Gesundheit verzichten mittlerweile immer mehr Menschen auf herkömmliche Shampoos.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir das Shampoo ersetzen und die Haare ohne Shampoo waschen können. Ohne Shampoo für saubere Haare zu sorgen, liegt im Trend.

In vielen Kulturen existieren Alternativen zum Haarewaschen, die ohne herkömmliches Shampoo auskommen, schon lange. Saubere Haare und eine gesunde Kopfhaut sind das Ergebnis.

Es könnte eine Menge guter Alternativen zu Shampoo geben. Wir haben jedoch die vertrauenswürdigsten Alternativen auf der Grundlage unserer gründlichen Recherche und vertrauenswürdiger Quellen ausgewählt.

Die Vorteile des Haare Waschens ohne Shampoo liegen nicht nur in gesünderem Haar, sondern auch in einer reduzierten Umweltauswirkung durch den Verzicht auf chemische Produkte. Aus diesem Grund haben Experten als Empfehlung, No Poo, bzw. Es könnte eine Menge guter Alternativen zu Shampoo geben.

Dennoch muss tägliches Shampoonieren nicht sein: Viele Dermatologen empfehlen einen Mittelweg und raten dazu, die Haare etwa zwei- bis dreimal pro Woche mit Shampoo zu waschen, um die Kopfhaut nicht unnötig zu strapazieren.

Wenn du es wirklich ernst meinst mit dem Haare waschen ohne Shampoo - und keine medizinischen Gründe dagegen sprechen - musst du vermutlich verschiedene Produkte ausprobieren, bis du deine Alternative gefunden hast. Viele Erfahrene mischen die natürlichen Stoffe auch miteinander.

Probieren Sie es aus und entdecken Sie die Vorteile dieser natürlichen Alternative!


Die richtige Bürste kann bei der No-Poo-Methode helfen.

Wir stellen uns oft die Frage, ob Haare waschen ohne Shampoo funktioniert oder nicht. Aus diesem Grund haben Experten als Empfehlung, No Poo, bzw. Es könnte eine Menge guter Alternativen zu Shampoo geben.

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Klar ist: Nicht jede No-Poo-Option eignet sich für jede Kopfhaut.

No Poo verspricht gepflegtes, glänzendes Haar und eine gesunde Kopfhaut.

In jedem Fall wichtig ist, dass Bürste oder Kamm aus Holz statt aus Plastik sind und immer gut gereinigt werden.

Wem der Umstieg auf No Poo zu radikal ist, versucht es am besten erstmal mit Bio-Shampoos ohne Silikone: Sie pflegen unser Haar mit natürlichen Inhaltsstoffen ohne es mit unnötiger Chemie zu belasten - und sind dabei mindestens genauso effektiv wie konventionelle Produkte.

Für eine gründliche Reinigung eignet sich Natron. Lasse die Lösung kurz einwirken (ca. Wichtig: Natron kann bei häufiger Anwendung austrocknen.

Ist es gesund, Haare ohne Shampoo zu waschen? Haare ohne Shampoo waschen lässt sich also auf vielfältige Weise umsetzen.

Dennoch bleibt der No-Poo-Trend umstritten, denn wissenschaftlich lässt sich nicht eindeutig belegen, dass sich die Talgproduktion der Kopfhaut allein durch den Verzicht auf Shampoo reguliert - sie wird vor allem von Hormonen gesteuert.² Zudem kann es ohne Shampoo schwieriger sein, Rückstände wie Pollen oder Stylingprodukte gründlich zu entfernen.

Ob die Methode den gewünschten Effekt erzielt, ist umstritten. Kritisch äußert sich etwa Dermatologe Dr. Elmar Ehring von der Hautklinik Münster. "Solche Trends kommen in Wellen und werden durch Social Media verstärkt", sagt er. Dass sich die Fettproduktion an das Nichtwaschen von Haut und Haar gewöhnt und dadurch weniger wird, hält der Dermatologe für unmöglich.

Richtig ist: Die Talgproduktion ist sehr individuell. Und sie kann sich ändern, weil sie genetisch und auch hormonell bedingt ist. Und das tut sie auch mehrmals im Leben, aber nicht in einem Zeitkorridor von zehn Tagen oder einem Monat. Ein Beispiel: Fettige Kinderhaare riechen nicht, die Haare von Pubertierenden schon.

Generell gilt aber auch: Zu oft sollten wir unsere Haare nicht waschen, weil dann die Kopfhaut austrocknet. "Entscheidend ist deshalb, das Haar zu waschen und nicht das Fett von der Kopfhaut zu entfernen. Dieser Fettfilm ist ein natürlicher Schutzfilm", sagt Ehring. Wird zu viel gewaschen, ist dieses Schutzschild weniger wirksam.

Ohne Seife und Shampoo ließen sich zudem auch nicht alle Bakterien und Rückstände auf der Haut und im Haar entfernen, sagt Prof. Selma Ugurel, Oberärztin am Institut für Dermatologie des Universitätsklinikums Essen.

Tatsächlich: In Shampoos stecken Tenside, die Mizellen bilden. Diese wiederum schließen Fett, Schmutz und Talg ein und transportieren sie durch Wasser ab. Lassen wir Shampoos weg, dann lassen wir auch Tenside weg. Ohne Tenside gibt es aber weniger Interaktionen zwischen Schmutz, Fett und Wasser. Das bedeutet konkret: Richtig sauber wird es nicht.

Generell gilt aber auch: Zu oft sollten wir unsere Haare nicht waschen, weil dann die Kopfhaut austrocknet. "Entscheidend ist deshalb, das Haar zu waschen und nicht das Fett von der Kopfhaut zu entfernen. Dieser Fettfilm ist ein natürlicher Schutzfilm", sagt Ehring. Wird zu viel gewaschen, ist dieses Schutzschild weniger wirksam.

Es ist erwähnenswert, dass es auch bei der Aleppo-Seife verschiedene Arten und Konzentrationen gibt, denn je mehr Lorbeeröl die Seife enthält, desto milder wird sie. Mit natürlichen Inhaltsstoffen und zahlreichen positiven Effekten auf die Haare ist die Aleppo Seife eine überlegenswerte Option für alle, die auf der Suche nach einer nachhaltigen Haarpflege sind.

Um die normale Talgproduktion anzukurbeln müssen die Haare anschließend einmal komplett durchfetten. So lernt die Kopfhaut wieder, ihre Talgproduktion in Balance zu bringen und wird weniger Fett produzieren. Daher ist künftig das Haarewaschen seltener nötig.

Haare ohne Shampoo zu waschen ruft häufig Zweifel hervor, besonders weil es ungewohnt erscheint. Die Methode polarisiert und hat sowohl überzeugte Verfechter als auch ihre Kritiker.

Wenn du es wirklich ernst meinst mit dem Haare waschen ohne Shampoo - und keine medizinischen Gründe dagegen sprechen - musst du vermutlich verschiedene Produkte ausprobieren, bis du deine Alternative gefunden hast. Viele Erfahrene mischen die natürlichen Stoffe auch miteinander.

Bei dem, was viele von uns ihren Haaren so antun, ist es fast ein Wunder, dass sie überhaupt noch da sind. Da wird gefärbt, geglättet, geföhnt und täglich mit synthetischen Inhaltsstoffen gewaschen.

Das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen, ist Ziel der alternativen Haarwaschmethode ohne Shampoo.

Viele Blogger:innen empfehlen Bürsten mit Wildschweinborsten. Du findest sie online u.a. bei PureNature oder Amazon. Wer eine vegane Alternative sucht, greift zu einer Naturfaser-Bürste, z.B. mit Sisalborsten.

Schon unsere Großeltern wussten: „Hundert Bürstenstriche am Tag sorgen für schönes Haar“. Wer eher glatte Haare hat und diese täglich bürstet, geht sicher, dass sich das Sebum (also der Talg am Haaransatz) gut verteilt, das unser Haar natürlich schützt und pflegt. Außerdem regt regelmäßiges Bürsten die Durchblutung der Kopfhaut an.

Wichtig ist dabei, dass du das Öl in die nassen Haare gibst, damit es besser aufgenommen werden kann.

Gegen trockene Spitzen helfen Argan-, Kokos-, Jojoba- oder Olivenöl. Wichtig ist, dass du die Öle wirklich nur in den Spitzen aufträgst, sonst kommt es zur Überfettung. Manche schwören auf die Mischung aus Aloe Vera Gel und Avocadoöl - sie wirkt wie eine Art Kur, die man lange einwirken lassen kann und danach am besten mit Heilerde auswäscht.

Es ist erwähnenswert, dass es auch bei der Aleppo-Seife verschiedene Arten und Konzentrationen gibt, denn je mehr Lorbeeröl die Seife enthält, desto milder wird sie. Mit natürlichen Inhaltsstoffen und zahlreichen positiven Effekten auf die Haare ist die Aleppo Seife eine überlegenswerte Option für alle, die auf der Suche nach einer nachhaltigen Haarpflege sind.

In vielen Kulturen existieren Alternativen zum Haarewaschen, die ohne herkömmliches Shampoo auskommen, schon lange. Saubere Haare und eine gesunde Kopfhaut sind das Ergebnis.

Zum Waschen mit Kaffee rühren Sie aus Kaffeesatz und Wasser eine Paste an, befeuchten Ihr Haar und geben die Masse auf die Kopfhaut. In selbige sowie den Haaransatz einmassieren, bis zu 30 Minuten einwirken lassen, ausspülen.

Die Haare mit Bier zu waschen, kann sie glänzender, voluminöser und gesünder machen. Grund dafür sind pflegende Inhaltsstoffe wie Gerste oder Hopfen. Verdünnen Sie für eine Spülung das Bier mit lauwarmem Wasser und massieren sie es in die nassen Haare und die Kopfhaut ein. Fünf Minuten warten und ausspülen.

Haare waschen geht auch mit Heilerde. Diese wird aus Löß, einer Lehmart, gewonnen. Sie wirkt bindend, wodurch sie überschüssigen Talg von der Kopfhaut entfernt.Um die Haare mit Heilerde zu waschen, vermischen Sie etwa drei Esslöffel Heilerde in Pulverform mit warmem Wasser, bis eine gelartige Masse entsteht. Diese massieren Sie in die Kopfhaut ein und spülen sie anschließend sorgfältig aus. Bei sehr fettigem Haar können Sie die Heilerde 15 bis 20 Minuten einwirken lassen.

Massieren Sie die Mischung unter der Dusche in das nasse Haar und spülen Sie es danach wie gewohnt aus, wenn Sie die Haare mit Roggenmehl waschen. Nachteil: Das frische Anrühren der Paste dauert länger als ein fertiges Shampoo zu verwenden.

Spülen Sie damit das nasse Haar.Nach dem Haarewaschen mit Apfelessig können Sie Ihr Haar noch einmal mit Wasser nachspülen. Zwingend notwendig ist das allerdings nicht. Der Geruch des Apfelessigs verfliegt, sobald nach dem Haarewaschen die Haare trocken sind.

Geben Sie die Mischung unter der Dusche ins nasse Haar und massieren sie gut ein. Anschließend sorgfältig auswaschen.Vorsicht: Gefärbtes Haar bleicht schneller aus, wenn Sie die Haare mit Natron waschen. Bei trockener Kopfhaut sollten Sie ebenfalls auf Natron verzichten. Es kann das Problem verstärken.

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