Die Frage, ob Rasieren oder Waxing hygienischer ist, beschäftigt viele Menschen. Jeder besitzt Körperbehaarung, und während manche sie als natürlich empfinden, stören sich andere daran. Besonders im Intimbereich und an den Achseln stellt sich die Frage nach der optimalen Haarentfernungsmethode.
Die Körperbehaarung - manche finden sie männlich, andere eher unansehnlich. Doch wie sieht es mit der Behaarung in der Intimzone aus? Aus hygienischer Sicht ist es völlig egal, ob du dir den Hintern rasierst oder nicht. Die Befürworter einer glatten Kehrseite argumentieren vor allem, dass es ästhetischer ist. Am Ende ist es reine Geschmackssache.
Eigentlich sollten ja die Haare am Po vor Schweiß schützen und so Entzündungen vorbeugen. Wenn man nicht gerade der Besitzer eines Dusch-WCs ist, können sich beim Toilettengang die Ausscheidungen leicht in den Po Härchen verfangen. Das ist nicht nur unhygienisch, sondern kann auch unangenehme Geruchsbildungen hervorrufen. Das heißt aber natürlich nicht, dass du das jetzt unbedingt schön finden musst. Wenn dich die Haare stören, gibt es Mittel und Wege, sie loszuwerden. Wir zeigen dir, wie es geht.
Tatsache ist: Ein haarfreier Po liegt im Trend. Ob du jedoch zum Rasierer oder Wachs greifst, bleibt deine persönliche Entscheidung.
Die klassische Rasur ist natürlich am schnellsten, erfordert jedoch etwas Geschick. Bei der Haarentfernung am Po mit dem Rasierer gibt es einige Risiken. Das Verletzungsrisiko ist aufgrund der schwer zugänglichen Stelle extrem hoch. Die Haare wachsen dann nach 1-2 Tagen nach und das ganze Spiel geht wieder von vorne los.
Grundsätzlich gilt: Achte darauf, eine neue, also saubere Klinge zu verwenden, um im Falle eines Schnittes die Infektionsgefahr zu verringern. Der vordere Teil des Rasierers sollte - so wie beim Gillette Intimate - beweglich sein, um besser an die ohnehin eher schwer zu erreichenden Haare in der Poritze zu gelangen.
Bevor es nun den Po-Härchen an den Kragen geht, solltest du dich mit warmem Wasser gründlich waschen: Das ist a) hygienischer und b) weichen die Haare auf, wodurch sie sich besser kappen lassen. Benutze unbedingt Rasierschaum oder Gel. Die Schnittgefahr ist sonst einfach zu hoch. Starte mit der Rasur an den Pobacken. Wenn du schon dabei bist, kannst du das Steißbein gleich mit rasieren. Danach wird’s ernst: Spreize die Pobacken mit der einen Hand. Mit der anderen Hand kannst du mit dem Rasierer vorsichtig mit kleinen Zügen über die Haare in der Poritze fahren. Rund ums Poloch gilt besondere Vorsicht. Weil die Haut hier nicht glatt und somit anfälliger für Schnitte ist.
Beim Rasieren entstehen Mikroverletzungen, die Eintrittspforten für Erreger darstellen können", erklärt Golüke FITBOOK. Wenn Frauen und Männer zwischen den Rasuren an den entsprechenden Stellen kleinere Pickel finden, könnte an einer zu oft gebrauchten oder minderwertige Klinge liegen. „Ist diese stumpf und gleitet nicht reibungslos, muss man noch mehr Druck ausüben. Aus Pickeln und kleineren Entzündungen können sich Furunkel und daraus Abszesse (Eiterbeulen) entwickeln, die schlimmstenfalls zur Blutvergiftung führen.
Was die Haltbarkeit angeht, schlägt ein Waxing die Rasur: 3 bis 4 Wochen Ruhe hast du danach. Waxt du regelmäßig, wachsen die Haare mit der Zeit sogar immer spärlicher nach und irgendwann stellt die Haarwurzel die Haar-Produktion ganz ein. Bleibt nur ein Problem: Waxen kann gerade in dieser sensiblen Körperpartie verdammt wehtun und im Selbstversuch schnell in die Hose gehen.
Ganz ehrlich: Am besten gehst du dafür in einen professionellen Beauty-Salon - schließlich ist die Stelle alles andere als leicht zu erreichen. Wenn dir das unangenehm oder schlicht zu teuer ist, kannst du aber auch Waxing-Streifen aus der Drogerie verwenden. Achte unbedingt darauf, dass die Streifen sich auch wirklich für Anwendung im Intimbereich eignen.
Voraussetzung ist, dass die Haare am Hintern etwa einen halben Zentimeter lang sind. Richtwert: Sobald das Haar nicht mehr absteht, sondern auf der Haut liegt, kann es mit Wachs entfernt werden. Bevor du startest, sollte die Haut sauber und trocken sein. Auch auf Bodylotion solltest du morgens nach dem Duschen verzichten. Muttermale musst du nicht aussparen, Pickel aber schon. Wärme die Wachsstreifen einfach zwischen den Händen an, klebe sie in Wuchsrichtung auf die Haut und streiche sie glatt. Danach kannst du den Streifen sofort gegen die Wuchsrichtung abziehen. Hast du beim ersten Mal nicht alle Haare erwischt, musst du ein zweites Mal ran.
Tipp für die Poritze: Gehe in die Hocke und lege einen Handspiegel unter dich, so siehst du, was du tust. Dann mit einer Hand die Pobacken so weit wie möglich auseinander spreizen. Und mit der anderen Hand die Wachsstreifen rund um das Poloch aufkleben.
Die Haut ist robust und verträgt auch ein wiederholtes Waxing. Natürlich können kleinste Miniwunden zurück bleiben, wenn die Haare ständig herausgerissen werden. Miniwunden können in der Tiefe des Haarbalgs unsichtbare Mininarben verursachen. Gelegentlich findet ein nachwachsendes Haar seinen Kanal nicht und wächst in die Haut ein. Das kann in sehr unangenehmen Krankheitsbildern enden, weil das Haar von der Haut dann wie ein Fremdkörper behandelt wird. In diesen Fällen können kleine Fremdkörpergranulome entstehen, also immunologische Abwehrreaktionen der Haut. Auch eine kurzfristig veränderte bakterielle Besiedelung der Haut kann Folge des Waxing sein.
Ich rate generell davon ab, den Anal- und Genitalbereich zu waxen. Diese Hautpartien sind sehr empfindlich, das ist sehr schmerzhaft, wenn sie dort heißes Wachs auftragen. Schleimhäute sind für thermische und mechanische Provokationen, wie Waxing, nicht gemacht. Dort sollte man nur rasieren.
Eine Alternativmöglichkeit kann Enthaarungscreme sein, deren Anwendung vollkommen schmerzfrei ist. Aufgrund der Wirkstoffe in der Creme bergen diese aber auch Risiken wie allergische Reaktionen. Aus diesem Grund sollte die Creme erst mal an einer kleinen Hautstelle ausprobiert werden.
Für alle, die ihre Schamhaare für einen längeren Zeitraum loswerden möchten, gibt es noch die IPL-Lichtmethode. IPL steht für „Intense Pulsed Light“. Intensive Lichtblitze erzeugen dabei Hitze und zerstören die Haarfollikel - mit der Folge, dass das Haar nicht nachwachsen kann. Dauerhaft ist die Entfernung allerdings nicht: Sitzungen sind circa alle sechs bis acht Wochen notwendig und die Kosten können recht intensiv sein.
Mit einer Laser Haarentfernung für den Mann in München werden Sie die lästigen Härchen am Po dauerhaft und außerdem fast schmerzfrei los. Bei der Haarentfernung mit dem Laser werden Lichtimpulse durch die Farbpigmente bzw. das Melanin des Haares an die Haarwurzel abgegeben und in Wärme umgewandelt. Die Kosten für eine Haarentfernung am Po bei Cleanskin München variieren je nach Anzahl der Behandlungen. Bei einer Haarentfernung sind mehrere Sitzungen nötig, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen.
Die Achselhaare sprießen lassen? Damit fühlen sich vor allem Frauen oft nicht wohl. 82 Prozent der Frauen entfernen oder kürzen ihre Achselhaare. Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Online-Händlers Galaxus, für die Personen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich befragt wurden. Unter den Männern rücken 48 Prozent den Achselhaaren mit Rasierer und Co. zu Leibe. Unhygienisch, finden die einen. Andere tragen ihre Achselhaare bewusst und mit Stolz.
„Achselhaare sind einerseits ein Überbleibsel aus einer Zeit, als wir behaarter waren als jetzt“, erklärt Dermatologin Uta Schlossberger. „Aber sie haben auch einen Sinn.“ So helfen die Haare dem Körper bei der Temperaturregulierung. „Über die Schweißbildung erzeugen die Achselhaare eine Art Verdunstungskälte, die dann im Sommer hilft, die Körpertemperatur zu regulieren und zu reduzieren“, sagt die Dermatologin Sabine Stangl. Außerdem können Haare unter den Achseln das Risiko für Reibungsekzeme und Entzündungen lindern. Und sie helfen bei der Entsendung von Sexuallockstoffen.
Riecht es unter der Achsel, ist das nicht der Schweiß selbst - der ist nämlich geruchsneutral. Der muffige Geruch, den wir kennen, entsteht laut Uta Schlossberger erst dann, wenn der Schweiß durch Bakterien zersetzt wird. Die Bakterien-Besiedlung in einer behaarten Achsel ist eine andere und deutlich stärkere als in einer rasierten Achsel. Daher gilt: „Der Geruch kann tatsächlich intensiver sein, als in einer nicht behaarten Achselhöhle“, sagt Sabine Stangl.
Wovon Uta Schlossberger abrät, ist Epilieren oder Waxing, da die Haut unter der Achsel empfindlich ist und sich schnell entzünden kann. Auch Enthaarungscremes vermeidet man besser, um die Hautbarriere zu schützen. Schonender ist die Rasur - auch wenn sie weniger lange hält. Dabei gilt: „Gründlicher, schärfer, sauberer ist die Nassrasur, schonender für die Haut ist die elektrische Rasur“, sagt Sabine Stangl.
Nach dem Entfernen der Schamhaare sollten Sie die Haut mit feuchtigkeitshaltigen Cremes und Lotionen pflegen, um zu verhindern, dass die betroffene Region juckt oder mit Reizungen reagiert. Außerdem ist es sinnvoll, die Haut regelmäßig zu peelen. Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen und Haare, die die Haarfollikel verstopfen können. Das trägt dazu bei, das Einwachsen von Haaren zu verhindern.
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