Die richtige Reihenfolge: Erst Haarkur, dann Conditioner für optimal gepflegtes Haar

Viele Menschen machen bei der Haarpflege einen entscheidenden Fehler: Sie verwenden Haarkur und Conditioner nicht in der richtigen Reihenfolge. Dabei ist die richtige Anwendung essenziell, um das Haar optimal zu pflegen und gesund aussehen zu lassen. Eine Haarkur ist kein Ersatz für den Conditioner, sondern ein zusätzlicher Schritt in der Pflegeroutine.

Um das Haar optimal zu pflegen und gesund aussehen zu lassen, ist die richtige Anwendung essenziell. Doch wie wendet man eine Haarkur richtig an? Und macht es Sinn, sie auch mal über Nacht einwirken zu lassen?

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Haarpflegeroutine optimieren und Ihre Haare wunderbar gepflegt, gesund und glänzend aussehen lassen können.

Der Unterschied zwischen Spülung und Haarkur

Zwischen einer Spülung und einer Kur gibt es ein paar Unterschiede:

  • Eine Spülung darf nach jeder Haarwäsche angewendet werden.
  • Eine Kur kommt nur ein- bis zweimal pro Woche zum Einsatz.
  • Eine Kur wirkt länger ein und bleibt mindestens einige Minuten im Haar, um ihre volle Wirkung zu entfalten.
  • Eine Kur beinhaltet Wirkstoffe, die das Haar umfassend nähren, die Widerstandskraft stärken und es regenerieren.

Darum sind Haarkuren vor allem dann empfehlenswert, wenn das Haar trocken, spröde und kraftlos oder die Haarstruktur geschädigt ist. Wenn allein Shampoo und Spülung nicht ausreichen, um Dein Haar umfassend zu pflegen und zu stärken, solltest Du zu einer nährenden Haarkur greifen. Damit reparierst Du Dein Haar und beugst Haarschäden effektiv vor.

Die richtige Anwendung von Haarkur und Conditioner

Der Friseurmeister erklärt: "Shampoo öffnet die Kutikula, also die Schuppenschicht der Haare, um Verunreinigungen zu entfernen. Auch Kur hat eine quellende Wirkung auf die Schuppenschicht, denn die Pflegestoffe sollen schließlich möglichst tief ins Haar eingeschleust werden."

Damit die Pflege allerdings auch im Haar gehalten wird, muss die Schuppenschicht nach der Anwendung wieder geschlossen werden - und das klappt mit einer Spülung.

Die richtige Reihenfolge:

  1. Shampoo
  2. Haarkur
  3. Conditioner

Warum diese Reihenfolge?

Der Conditioner ist nach der Kur in den allermeisten Fällen unerlässlich. In der Regel sind Kuren basisch eingestellt und müssen nach der Anwendung unbedingt mit einer Spülung angesäuert werden.

Vorteile dieser korrekten Haarkur-Anwendung:

  • Die Feuchtigkeit aus der Maske hält so nicht nur länger im Haar.
  • Die Haare glänzen durch die angelegte Schuppenschicht auch mehr.

Es gibt wenige Ausnahmen, bei denen die Maske schon einen sauren pH-Wert hat und dadurch die Schuppenschicht zusammenzieht. Dann handelt es sich aber ehrlicherweise gar nicht um eine richtige Haarmaske, sondern eher um einen reichhaltigeren Conditioner, der nur anders vermarktet wird.

Tipps zur Anwendung der Haarkur

  • Übertreib es nicht, weniger ist mehr - eine haselnussgroße Menge reicht völlig, um das Haar mit der nährenden Kur zu ummanteln.
  • Massiere die Kur am besten nicht in tropfnasses Haar ein, denn dann gelangen die Wirkstoffe nicht richtig in die Haare. Das Zauberwort ist: handtuchtrocken.
  • Verteile die Kur im kompletten Haar. Damit sie überall hingelangt, kämme das Haar am besten zwischendurch mit einem grobzinkigen Kamm durch.

Die Einwirkzeit ist sehr verschieden - orientiere Dich dafür an den Anwendungshinweise auf der Verpackung. Die meisten Kuren musst Du aber mindestens einige Minuten einwirken lassen.

Spüle die Kur gründlich mit warmem Wasser aus und frisiere Deine Haare wie gewohnt.

Es genügt, eine Haarkur etwa einmal die Woche anzuwenden. Hast Du aber sehr sprödes oder bereits geschädigtes Haar, darf die Kur ruhig auch zwei- bis dreimal in der Woche angewendet werden.

Übrigens gibt es Haarkuren in der Regel für unterschiedliche Haartypen. Bei einer Haarkur gegen Spliss reicht es zum Beispiel, nur die Spitzen zu behandeln. Bei sehr trockenem Haar ist eher zu einer Leave-In-Formel zu raten.

Kann man eine Haarkur über Nacht einwirken lassen?

Im Prinzip lassen sich Kuren auch über Nacht verwenden, der Einwirkzyklus lässt sich fast beliebig dehnen. Greife zu einem passenden Produkt. Die meisten Haarkuren sollen nur ein paar Minuten einwirken und geben Deinen Haaren innerhalb kurzer Zeit einen Boost. Hier sind die Wirkstoffe allerdings hochkonzentriert enthalten und Dein Haar kann am Morgen schnell „überpflegt“ wirken.

QUICK-TIPP | Wie wende ich eine Haarkur richtig an? | 4 EINFACHE TIPPS für gepflegte Haare

Alternativen zur klassischen Reihenfolge

Der neueste Trend in der Haarpflege stellt die altbewährte Reihenfolge von Shampoo und Conditioner auf den Kopf. Statt wie gewohnt erst Shampoo und dann Conditioner zu verwenden, probieren immer mehr Menschen die Methode erst Conditioner, dann Shampoo.

Gerade bei feinem Haar oder schnell fettendem Ansatz gibt es ein Problem: Conditioner-Rückstände beschweren die Haare, lassen sie schneller strähnig oder platt aussehen. Hier setzt die Methode erst Conditioner, dann Shampoo an, um Pflege ohne beschwerende Rückstände zu bieten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für "Erst Conditioner, dann Shampoo":

  1. Vorbereitung: Nimm eine kleine Menge Conditioner und trage sie auf das nasse Haar, jedoch nur in die Längen und Spitzen. Massiere ihn sanft ein und lasse ihn ein paar Minuten einwirken.
  2. Shampoo anwenden: Verteile nun eine kleine Menge Shampoo auf das gesamte Haar und den Ansatz. Arbeite es sanft ein, um überschüssige Pflegeprodukte und eventuelle Ablagerungen zu entfernen.
  3. Ausspülen: Spüle das Shampoo gründlich aus, bis sich das Haar sauber und leicht anfühlt.

Für einige Haartypen ist es besser, bei der klassischen Reihenfolge von erst Shampoo, dann Conditioner zu bleiben. Besonders bei krausem oder sehr lockigem Haar, das tendenziell mehr Feuchtigkeit benötigt, ist die klassische Reihenfolge ideal.

Zusätzliche Tipps für gesundes Haar

  • Weniger waschen: Häufiges Haarewaschen reizt die Kopfhaut und trocknet aus.
  • Silikonfreies Shampoo: Verwende silikonfreies, festes Shampoo.
  • Richtig trocknen: Rubbel deine Haare nach der Haarwäsche nicht mit dem Handtuch trocken.
  • Hitzeschutz: Verwende Hitzeschutz beim Styling mit Glätteisen oder Föhn.
  • Regelmäßig Spitzen schneiden: Lasse dir regelmäßig die Spitzen schneiden.

Mit der richtigen Reihenfolge und den passenden Produkten können auch Sie gesünderes und glänzenderes Haar bekommen.

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