Ist eine Haartransplantation gefährlich? Risiken und was Sie wissen müssen

Um aktiv gegen den eigenen Haarausfall vorzugehen, entscheiden sich viele Menschen für eine Haartransplantation. Bei einer Haartransplantation werden Haare von haarreichen Stellen an kahle Stellen verpflanzt. Zuvor muss die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt die Verteilung der Haare als dafür geeignet einstufen. Auf diese Weise können an den kahlen Stellen wieder Haare nachwachsen.

Genau genommen werden die Haarfollikel transplantiert - Haarfollikel sind die Haarwurzeln einschließlich der Strukturen, mit denen die Wurzeln in die Haut eingebettet sind.

Gut zu wissen: „Eine Haartransplantation ist immer eine Eigenhaartransplantation. Das heißt, man nimmt ausschließlich Haarfollikel vom Kopf des Betroffenen“, betont Dr. Annette Hortling aus Siegburg, die in eigener Praxis und am Haarkompetenzzentrum der Uniklinik Bonn tätig ist.

Wann kommt eine Haartransplantation zum Einsatz?

Im Laufe des Lebens fallen bei Männern häufig übermäßig viele Haare aus. Das ist Veranlagung, man spricht von anlagebedingtem Haarausfall. Meist beginnt der Haarausfall an der Stirn und an den Schläfen. Bald wird auch das Haar am oberen Hinterkopf immer lichter, es entstehen regelrechte Kahlstellen.

Im Nacken und am seitlichen Haarkranz hingegen fallen in der Regel auch bei sonst übermäßigem Haarausfall kaum Haare aus. Haarfollikel aus diesen Regionen dienen dann als Spenderhaare für die Haartransplantation.

Auch wenn der anlagebedingte Haarausfall bei Männern deutlich häufiger ist, können Frauen ebenfalls davon betroffen sein.

Warum wollen Menschen eine Haartransplantation?

Bei der Entscheidung für eine Haartransplantation spielen häufig ästhetische Gründe eine tragende Rolle. Neben Aussehen geht es auch ums Selbstbewusstsein der Betroffenen.

„In den allermeisten Fällen steckt aber keine überzogene Eitelkeit dahinter. Gerade jüngere Männer mit weniger Haaren fühlen sich zum Teil ausgegrenzt und diskriminiert gegenüber Gleichaltrigen und wollen mit der Haartransplantation schlicht, dass dies endet“, betont der Chirurg Dr. Frank Neidel aus Düsseldorf.

In seiner Praxis hat er bereits mehr als 8000 Haartransplantationen durchgeführt und an der Hautklinik der Ruhr-Universität Bochum zum Thema geforscht.

Welche Voraussetzungen müssen Spender und Haar erfüllen?

Doch nicht jeder, der eine Haartransplantation machen lassen möchte, kommt dafür infrage. Es kommt auf sein Spenderhaar an, genauer darauf, wie viele Haare im Haarkranz und im Nacken vorhanden sind und wie die Stellen aussehen, wo die Haarfollikel eingesetzt werden sollen. Das gilt für Frauen und Männer, für die Planung umfassender Transplantationen ebenso wie für kleine Eingriffe.

„In manchen Fällen macht eine Haartransplantation keinen Sinn, weil kein befriedigendes Ergebnis zu erwarten ist. Das kann man als Laie oft aber nicht erkennen, es lohnt sich eigentlich immer, einen Experten aufzusuchen“, sagt Neidel.

Eine Haartransplantation kann im gesamten Erwachsenenalter durchgeführt werden. Bei Menschen über 65 Jahren kann es aber schwieriger sein, die Haare zu transplantieren, weil das Haar insgesamt lichter wird und kahle Stellen zunehmen.

Wer sollte den Eingriff idealerweise vornehmen?

Grundsätzlich darf zwar jeder Mediziner und jede Medizinerin in Deutschland eine Haartransplantation durchführen. Aber genaues Arbeiten, Fachwissen, das Einhalten der Standards und Beachten der medizinischen Leitlinien sowie Erfahrung mit Haartransplantationen sind für ein gutes Ergebnis wichtig.

Man sollte daher darauf achten, dass der Behandler oder die Behandlerin fachärztlich ausgebildet ist und eine langjährige Erfahrung mit dem Verpflanzen von Haaren hat - bei Haartransplantationen sind insbesondere die Fächer Dermatologie und Chirurgie von Bedeutung.

„Manche Spezialpraxen bieten Haarsprechstunden oder Voruntersuchungen zur Haartransplantation an, in denen man sich hinsichtlich Diagnose, Eignung und Vorgehen untersuchen und beraten lassen kann. Wenn dort Fachärztinnen und Fachärzte arbeiten, die sich auf Haartransplantation spezialisiert haben und diese nicht nur gelegentlich durchführen, dann ist man hier normalerweise an einer guten Adresse“, erklärt der Haarchirurg Dr. Andreas Finner aus Berlin und Vorstandsmitglied des Verbands Deutscher Haarchirurgen.

Wie läuft eine Haartransplantation ab?

Eine Haartransplantation dauert meist ein paar Stunden, die Kopfhaut ist in dieser Zeit örtlich betäubt. Der Eingriff umfasst das Entnehmen der Haare und direkt danach das Einsetzen der Haare an anderer Stelle.

Zunächst werden aus der Spenderregion dauerhaft wachsende Haarwurzeln entnommen. Denn anders als die Haarwurzeln an den lichten Stellen reagieren sie weniger empfindlich auf hormonelle Veränderungen im Laufe des Lebens. Das heißt, die erfolgreich verpflanzten Haarwurzeln fallen in aller Regel nicht wieder aus.

Heutzutage verpflanzt man nur winzige Haarfollikel-Einheiten - englisch: follicular units (FU). Diese enthalten jeweils ein bis vier Haarwurzeln. „Der Vorteil ist, dass die kleinen FU naturgetreu in hoher Dichte und kopfhautschonend verpflanzt werden können und bei richtiger Platzierung und flacher Ausrichtung von den Originalhaaren kaum unterscheidbar sind“, sagt Finner.

Je nach Größe und Dichte der Spenderzone und der Haarlänge am Haarkranz lassen sich ihm zufolge bis zu 4000 solcher Haareinheiten entnehmen, ohne dass es am Hinterkopf auffällt.

Es sollten bei einer Haartransplantation aber immer nur so viele Haarfollikel-Einheiten wie nötig entnommen werden. „So hat man noch Spenderhaare in Reserve, falls es später im Leben andere lichte Stellen gibt“, betont Finner.

Auf welche Arten lassen sich Haarfollikel-Einheiten entnehmen?

Es gibt zwei Methoden, um die Haarfollikel-Einheiten (FU) zu gewinnen:

  • Entweder durch punktuelle Entnahme einzelner Follikel-Einheiten aus der Kopfhaut
  • oder durch Entnahme eines schmalen Haarstreifens, aus dem man einzelne Follikel-Einheiten präpariert.

In der Fachsprache heißt die punktuelle Methode Follicular Unit Exzision, kurz FUE-Technik. Die zweite Methode heißt Follicular Unit Transplantation, kurz FUT-Technik.

FUE-Technik

Dabei löst der Chirurg oder die Chirurgin einzelne Haarfollikel-Einheiten direkt aus der Kopfhaut. Der Vorteil ist, dass danach nur kleine Lücken verbleiben, die bei gleichmäßiger und nicht zu dichter Entnahme auch bei einer Kurzhaarfrisur am Hinterkopf nicht auffallen. Einziger Nachteil: Der Entnahmebereich muss rasiert werden - aus den dort verbliebenen Haarfollikeln wachsen aber zügig wieder Haare nach.

Bei der FUE-Technik stanzt man mit einer Hohlnadel ein Stück Kopfhaut mit ein bis vier Haarfollikeln aus. Diese werden zunächst in eine Nährlösung gegeben und später in vorgestanzte Löcher verpflanzt.

FUT-Technik

Hier werden nicht einzelne Haarfollikel-Einheiten entnommen, sondern ein ganzer Haarstreifen mit vielen Follikeln. Aus diesem Streifen gewinnt man dann unter dem Mikroskop die einzelnen Follikel-Einheiten, die man wie bei der ersten Methode verpflanzt. Die Entnahmestelle wird gleich vernäht und überkämmt.

Da keine Rasur am Hinterkopf erforderlich ist, eignet sich diese Methode für Frauen und Männer, die ihre Haare gern etwas länger tragen. „Es verbleibt allerdings eine linienförmige Narbe, weshalb viele Patienten die punktuelle FUE-Methode bevorzugen“, sagt Finner.

Bei der FUT-Technik entfernt man einen schmalen Streifen Kopfhaut samt Haarfollikeln und zerteilt diesen. Daraus werden dann Einheiten von ein bis vier Follikel präpariert und per Hohlnadel verpflanzt.

Wie sind die Erfolgsaussichten bei einer Haartransplantation?

Führt die Behandlung ein erfahrener Haarchirurg oder eine erfahrene Haarchirurgin durch, beträgt die Anwuchsrate der transplantierten Haarfollikel mindestens 90 Prozent. Die Frage ist dann, ob die behandelte Person auch optisch mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Wie zufrieden man persönlich mit dem Resultat ist, hat nicht nur mit der Qualität der Behandlung zu tun, sondern spiegelt immer auch die eigene Erwartungshaltung wider. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld eine realistische Einschätzung zum Behandlungsergebnis zu bekommen.

Sowohl die Qualität als auch die geweckte Erwartungshaltung sind stark abhängig von der Person, die den Eingriff vornimmt. Entsprechend gibt es keine Zahlen, die sich auf alle Haartransplantationen übertragen lassen.

In aller Regel liegt die Zufriedenheit bei über 90 Prozent. In der Praxis von Dr. Neidel zum Beispiel liegt sie eigenen Angaben zufolge bei 95 Prozent. „Bei den übrigen fünf Prozent ist es meist auch nicht so, dass sie mit dem Aussehen komplett unzufrieden sind. Sie wollen eher gezielt noch etwas optimieren - das gelingt normalerweise recht gut in einem zweiten Eingriff“, fasst Neidel zusammen.

Welche Risiken gibt es und wie groß sind sie?

Bei einer Transplantation werden meist mehrere tausend Haarfollikel an einer Region am Kopf entfernt und an anderen Stellen wieder eingesetzt. Für die Kopfhaut ist das kurzfristig sehr belastend.

Krustenbildung, Schwellungen, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Juckreiz an den betreffenden Stellen - all das sind Dinge, die in den ersten Tagen auftreten können. „Diese Symptome gehen eigentlich immer in der ersten Woche wieder zurück. In Einzelfällen oder bei Allergikern kann es auch mal zwei bis drei Wochen dauern, aber längerfristige Probleme hat so gut wie niemand“, sagt Neidel.

Hinzu kommen die typischen Risikofaktoren jeder Operation: Es kann zu Entzündungen kommen; es kann passieren, dass Wunden nur sehr langsam verheilen.

Außerdem kommt es zu Vernarbungen in der Kopfhaut. „Die sind aber so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sieht. Man spricht daher auch von Mikrovernarbungen“, sagt Hortling. Die Mikrovernarbungen stellen für den Körper in aller Regel kein Problem dar.

„Insgesamt gilt der Eingriff als sehr unkompliziert und nebenwirkungsarm“, sagt Hortling weiter.

DHI vs FUE Haartransplantation! (Vor- und Nachteile)

Was ist die Alternative zu einer Haartransplantation?

Um übermäßigen Haarausfall zu verlangsamen oder gar weitgehend zu stoppen, sind vor allem Medikamente geeignet. Sie sind die Haupt-Alternative zu einer Haartransplantation.

Je früher man zu Medikamenten greift, umso wirkungsvoller lässt sich in der Tendenz ein Haarausfall aufhalten. „Oft ist es so, dass wir es erst einmal mit Medikamenten versuchen. Wenn deren Wirkung nicht ausreicht oder der übermäßige Haarausfall zu weit fortgeschritten ist, dann kann eine Haartransplantation häufig gut helfen“, sagt Finner. In vielen Fällen kommen auch Medikamente und Haartransplantation als Kombination zum Einsatz.

Haartransplantation in der Türkei: Eine beliebte Option

Haartransplantationen in der Türkei sind für Menschen, die endlich wieder volles Haar haben wollen, nicht nur eine begehrte, sondern auch eine sehr effektive Option. Türkische Haartransplantationskliniken haben sich zu führenden globalen Zielen entwickelt und werden oft für ihre Qualität und Erschwinglichkeit im Vergleich zu europäischen Anbietern gelobt.

Viele dieser Kliniken sind von globalen Gesundheitsbehörden akkreditiert, was die Einhaltung strenger Hygiene- und Sicherheitsprotokolle gewährleistet. Im Jahr 2023 empfing die Türkei mehr als 1,5 Millionen Patienten und wurde damit Marktführer.

Die Türkei bot die attraktivsten Preise an, mit einem Durchschnittspreis von 2.475€ im Vergleich zu ca. Die türkische Regierung fördert den Medizintourismus durch staatliche Subventionierungen. Während die Türkei weltweit führend in der patientenfreundlichen und qualitativ hochwertigen Haartransplantation ist, sollten Patienten bei Kliniken, die Preise unter dem Standard von 2.500€ anbieten, Vorsicht walten lassen. Renommierte Kliniken halten die höchsten medizinischen Standards ein, beschäftigen lizenzierte Spezialisten und bieten häufig Nachsorge und fortschrittliche Techniken in ihren Paketen an.

Risiken bei Haartransplantationen in der Türkei

Aufgrund der großen Anzahl an Kliniken in der Türkei, die eine Haartransplantation anbieten, sind auch einige unseriöse Anbieter dabei. Diese können nicht nur ein schlechtes Ergebnis liefern, sondern auch die Gesundheit des Patienten gefährden. Es ist daher wichtig, vor der Entscheidung für eine Klinik gründliche Recherchen durchzuführen und sich über die Reputation und Erfahrung der Klinik zu informieren.

Eine Haartransplantation ist ein operativer Eingriff und birgt somit auch immer Risiken. In den kleinen Wunden in der Kopfhaut können Infektionen und Entzündungen entstehen, wenn diese nicht richtig gepflegt werden. Es ist daher wichtig, dass die Transplantation unter sterilen Bedingungen erfolgt. Ein weiteres Risiko besteht in den unterschiedlichen Standards und Vorschriften der Türkei im Vergleich zu anderen Ländern. Dies kann dazu führen, dass die Qualität der Behandlung und die Sicherheitsstandards nicht den Erwartungen entsprechen.

Zudem sollte bedacht werden, dass mögliche Nachsorgeuntersuchungen oder Korrekturen nach einer Haartransplantation in der Türkei schwierig sein können. Die räumliche Distanz und mögliche Sprachbarrieren können hierbei Probleme darstellen. Letztendlich sollte die Entscheidung für eine Haartransplantation in der Türkei gut überlegt sein und das Bewusstsein für mögliche Risiken vorhanden sein.

Häufige Fehler und Risiken im Detail

Die Hauptgefahr besteht darin, dass der behandelnde Arzt unzureichend qualifiziert ist und Fehler begeht. Insgesamt sind die Risiken jedoch gut beherrschbar. Behandlungsfehler können Beratungs- und Aufklärungsfehler im Vorfeld der Haartransplantation, Operationsfehler oder Nachsorgefehler sein.

  • Falsche Diagnose: Die Haartransplantation eignet sich als Behandlungsmethode nicht für jede Haarausfallart.
  • Falsche Erwartungshaltung: Häufig haben Patienten eine unrealistische Erwartungshaltung an die Haartransplantation und wünschen sich z.B. einen jugendlichen Haaransatz.
  • Unzureichende Qualifikation: Die Ursache vieler Fehler liegt in der unzureichenden Qualifikation des behandelnden Arztes und der unzureichenden Beachtung medizinischer Standards.
  • Wahl der falschen Methode / Technik: Die beiden gängigsten Haartransplantations Methoden FUE und FUT haben jeweils Vor- und Nachteile. Die beiden Verfahren sind aber nicht gleichermaßen für jeden Patienten geeignet.
  • Falsche Entnahme: Bei der FUT-Methode kann nach der Entnahme des Hautstreifens eine unschöne Narbe entstehen, falls der Haarchirurg nicht sorgfältig arbeitet oder es ihm an Erfahrung mangelt. Auch bei der FUE-Haartransplantation kann eine sog. konfluierende Narbe entstehen, wenn zu viele Haargruppen pro Quadratzentimeter entnommen werden.
  • Falsche Präparation und Implantierung: Je größer die Transplantate (Anzahl einzelner Haarfollikel) und je weiter diese auseinander stehen, desto unnatürlicher ist das Ergebnis und die Gefahr des büschelartigen Puppeneffekts. Daher sollten möglichst kleine Transplantate dicht nebeneinander verpflanzt werden.
  • Patientenfehler: Nach der Operation sollten die Transplantate behutsam behandelt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sie wieder ausfallen.
  • Infektionsrisiko: Wie bei vielen anderen Operationen, besteht auch bei der Haartransplantation ein Infektionsrisiko.
  • Krustenbildung: Im Behandlungsgebiet entstehen kleine Krusten, die nach spätestens 14 Tagen abfallen.
  • Shock-Loss: Im Entnahmebereich kann der sog. Shock Loss auftreten. Diese Begleiterscheinung umschreibt ein Gewebetrauma im benachbarten Hautbereich, der zu Haarausfall in diesen Gebieten führt.

Alternativen zur Haartransplantation

Bei einem Haarsystem wird ein natürlicher Haarersatz aus Echthaar auf den Bereich der Kopfhaut geklebt, der durch den Haarausfall betroffen ist. Wenn die Behandlung durch einen Experten durchgeführt wird, kann sich das Ergebnis wahrlich sehen lassen.

Haartransplantation: Ablauf und Heilungsprozess

Die Haartransplantation ist ein mikrochirurgischer Eingriff, der in der Regel drei bis acht Stunden dauert. "Die einzelnen Haarwurzeln werden mit sehr dünnen, feinen Hohlnadeln aus der Haut geschnitten", erklärt Neidel den Vorgang. Die kleinen Löcher, aus denen die Wurzeln entnommen werden, verschließen sich sofort.

Die entnommenen Wurzeln pflanzt der Chirurg auf den kahlen Stellen wieder ein. "Ähnlich wie eine Pflanze, die aus dem Beet herausgestochen und an anderer Stelle wieder eingepflanzt wird", erklärt der Experte. Das Ganze wird unter örtlicher Betäubung vorgenommen und die Patientinnen und Patienten befinden sich in einem leichten Dämmerschlaf. Schmerzen haben sie also nicht.

Der Eingriff ist schonend, da nichts genäht oder geschnitten werden muss.

Der Heilungsprozess ist in der Regel bereits nach sieben bis 14 Tagen abgeschlossen. Neidel empfiehlt, mit sportlichen Aktivitäten jedoch drei Wochen zu warten. Leichte Bewegung ist schon am nächsten Tag wieder möglich.

Was kostet eine Haartransplantation?

Je nach Anzahl der transplantierten Haare kostet eine Haartransplantation ungefähr zwischen 3000 und 9000 Euro.

Je nach Umfang betragen die Kosten für eine Haartransplantation zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Im Ausland sind die Kosten erheblich niedriger. Doch Haarchirurg Neidel warnt vor den Risiken: Oft führe kein ärztliches Personal die Verpflanzung durch.

Gerade in der Türkei gibt es einen extrem großen schwarzen Markt. Es gibt nicht lizenzierte Ärzte, die die Verpflanzung durchführen.

Tipps für Eingriffe im Ausland

Egal in welchem Land - wer als Patientin oder Patient auf Nummer sich gehen will, sollte nach Chirurgen suchen, die sich in einem offiziellen Verband organisiert haben. "Der Operateur sollte eine Approbation haben, Facharzt sein und vorwiegend diesen Eingriff durchführen", rät Neidel.

Auch die Stiftung Warentest rät zur Wahl eines seriösen Chirurgen und Instituts. Denn werden die Haare bei jungen Menschen zu früh verpflanzt und der Haarausfall ist noch nicht abgeschlossen, können die verpflanzten Areale zu buschigen Inseln auf der sich weiter ausdehnenden kahlen Fläche werden.

Prävention gegen Haarausfall

Eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung ist ein guter Anfang zur Prävention gegen Haarausfall. Studien dazu bilden jedoch kein eindeutiges Bild ab, heißt es bei der International Society of Hair Restoration Surgery (ISHRS). Gerade bei genetisch bedingtem Haarausfall hätten Hausmittel oder im Internet angebotene Wundermittel in der Regel keine Wirksamkeit.

Es gebe sehr wirksame Medikamente, die den Haarwuchs fördern wie Finasterid und Minoxidil, so Frank Neidel. Diese müssen aber diszipliniert und lebenslang eingenommen werden - und können Nebenwirkungen mit sich bringen.

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