Shampoo-Inhaltsstoffe und Haarpflege: Ein umfassender Überblick

Die Welt der Shampoos ist vielfältig und oft verwirrend. Von festen Shampoos bis hin zu Spezialprodukten für verschiedene Haartypen gibt es eine große Auswahl. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über verschiedene Aspekte von Shampoos, von Inhaltsstoffen bis hin zu Anwendungstipps, um Ihnen bei der Auswahl des richtigen Produkts zu helfen.

Feste Shampoos: Eine nachhaltige Alternative

Feste Haarshampoos liegen derzeit im Trend, und die Auswahl ist in kurzer Zeit enorm gewachsen. Bei diesen Produkten handelt es sich um eine Rückkehr zu den Wurzeln, um die Umwelt zu schonen. Verbraucher sind zunehmend bereit, Kompromisse beim Anwendungskomfort einzugehen, um ökologischere Produkte zu verwenden und dafür sogar etwas mehr zu bezahlen.

Ein festes Shampoo ist ein seifenfreies Waschstück, auch als Syndet bekannt. Es besteht aus Tensiden, wie sie auch in flüssigen Produkten verwendet werden, und kann als Shampoo-Konzentrat betrachtet werden. Durch die wasserfreie Formulierung sind keine zusätzlichen Konservierungsstoffe erforderlich.

Im Vergleich zu flüssigen Shampoos setzen die meisten festen Shampoos auf mildere Tenside. Der Kompromiss für diese nachhaltigere Darreichungsform ist ein Produkt ohne moderne Zusätze und Technologien. Wunder für das Finish der Haare sollte man bei Shampoo Bars nicht erwarten. Die meisten Shampoos performen sehr ähnlich und neutral. Die Haare sind bestenfalls sauber, aber nicht wesentlich geschmeidig oder voluminös.

Vorteile von festen Shampoos:

  • Umweltfreundlichere Verpackung
  • Oft mildere Tenside
  • Keine zusätzlichen Konservierungsstoffe

Nachteile von festen Shampoos:

  • Weniger moderne Zusätze und Technologien
  • Manchmal weniger Geschmeidigkeit und Volumen
  • Kann bei hartem Wasser Rückstände hinterlassen

Das Foamie Shake Your Coconuts für normales Haar ist ein modernes Waschstück mit Kordel und einem sehr angenehmem, fast schon cremigem Schaum. Die milde Formulierung trocknet nicht aus ohne einen beschwerenden Film auf den Haaren zu hinterlassen. Zum kleinen Preis bietet das Isana mit Cocos-Mango-Duft ein festes Shampoo ohne deklarationspflichtige Duftstoffe. Es ist nicht das mildeste Produkt, trocknet aber nicht aus und bietet effizienten Schaum, sodass man dafür weniger oft nachreiben muss.

Bevor man sich mit festen Shampoos eindeckt, sollte man sich vor allem fragen, was man von der Haarwäsche erwartet und zu welchen Kompromissen man nicht bereit ist.

Festes Shampoo & fester Conditioner in der Anwendung. Meine Erfahrungen zeige ich im Foamie-Test!

Inhaltsstoffe im Fokus

Tenside sind die waschaktiven Substanzen, die Haut und Haare reinigen, zugleich aber auch austrocknend und irritierend sein können. Je milder, umso besser - dennoch sollte man eine effektive Reinigung nicht hinten anstellen.

Ein »Coco« im Namen vermittelt eventuell einen natürlichen, gar sanften Touch. Dahinter verbirgt sich allerdings eines der aggressivsten Tenside, die man für die Reinigung verwenden kann. Vereinzelt findet man sogar festes Shampoo auf Basis von SLS allein. Erfreulicherweise haben die beiden Hersteller in unserem Test, die exklusiv auf SLS setzten, ihre Produkte überarbeitet. Schließlich waren sie als festes Waschstück ein problematisches Konzentrat, das zu Juckreiz, Schuppen oder gar Schlimmerem führen kann.

Shampoo Bars mit milden Tensiden - allein oder in Kombination - sind deswegen in der Regel begrüßenswert. Sie dienen der Feinjustierung der Textur, können aber auch dem negativen Effekt reizender Tenside puffern. Ihr Nachteil ist eine geringere Waschleistung und was Kunden oft vermissen: ausgiebigen Schaum. Eine Kombination macht aber gerade bei fettiger Kopfhaut durchaus Sinn.

Wichtige Inhaltsstoffe und ihre Wirkung:

  • Tenside: Reinigen Haut und Haare, können aber austrocknend wirken.
  • Silikone: Sorgen für Geschmeidigkeit und Glanz, können aber das Haar beschweren.
  • Parabene: Konservierungsmittel, stehen aber im Verdacht, hormonähnlich zu wirken.
  • Sulfate: Starke Reinigungskraft und Schäumung, können aber irritierend wirken.
  • Mikroplastik: Soll für gute Kämmbarkeit sorgen, ist aber schädlich für die Umwelt.

Neben der Herausforderung eines alkalischen pH-Wertes für die Haut, führt er zum Aufrichten der Haarschuppen (das macht man sich beim Haarefärben und -bleichen zu Nutze). Lilial wurde zwischenzeitlich als Bestandteil von Kosmetik innerhalb der EU verboten.

Insbesondere deklarationspflichtige Duftstoffe können die Haut irritieren und, langfristig angewendet, sensibilisieren und Allergien auslösen. Problematisch ist das vor allem, wenn sie beispielsweise in Cremes auf der Haut verbleiben. Die runden, getesteten Waschstücke von Saules Fabrica und Lush enthalten nicht nur viele unterschiedliche deklarationspflichtige Duftstoffe, sondern verwenden Lilial (Butylphenyl Methylpropional), vor dem universell gewarnt wird.

In dem Shampoo Bar von Guhl ist das kationische Polymer Polyquartenium-7 enthalten, von dessen Einsatz wir bereits im Duschgel-Test abgeraten haben. Es lässt einen Film zurück, um Duft lange wahrnehmbar zu machen und statische Aufladung zu vermeiden.

Die richtige Anwendung

Um eine gründliche Reinigung zu garantieren, enthalten Shampoos Inhaltsstoffe - Stichwort: waschaktive Tenside -, die die Haarfasern öffnen. Das Haar soll aber nicht nur sauber, sondern auch gepflegt werden.

Viele von uns verwenden beim Einschäumen der Haare zu viel Shampoo. Dabei ist bereits eine haselnussgroße Menge ausreichend. Mehr sollte - bei einem guten Shampoo - nicht nötig sein. Allen voran, weil stets nur der Ansatz und die Kopfhaut eingeseift werden sollten. Wird das Shampoo ausgespült, werden Längen und Spitzen automatisch mit gewaschen.

Stellen sie sicher, dass Sie ihre Haare gründlich Auswaschen. Shampooreste können das Haar unnötig beschweren und für schnelles Nachfetten sorgen. Deshalb so lange spülen, bis sich die Haare wirklich sauber und frei von Schaum und Shampoo anfühlen.

Tipps für die richtige Anwendung:

  • Verwenden Sie eine haselnussgroße Menge Shampoo.
  • Seifen Sie nur den Ansatz und die Kopfhaut ein.
  • Spülen Sie die Haare gründlich aus.

Der Duft der Bars bei der Anwendung ist in vielen Fällen anders als im Karton - mal deutlich angenehmer, mal ernüchternd. Eine gute Spülung ist essenziell, um die Herausforderungen durch das Shampoo auszugleichen. Hier ist ein Mehrbetrag besser investiert. Auf viele wirkt es wie ein optionaler Schritt, dabei ist es wie eine Creme für die Haut nach dem Waschen. Es hilft den pH-Wert wieder zu normalisieren (Spülungen sind in der Regel sauer formuliert) und bringt wieder positiv geladene Ionen ins Spiel.

Leave-In-Produkte nach dem Waschen, z. B. mit Silikonölen, lassen das Haar nicht nur glänzen und leichter durchkämmen, sie schützen es auch zugleich vor mechanischen und hitzebedingten Schäden (z. B. Gelegentliche Haarmasken mit ausreichend Wirkungszeit (mindestens eine halbe Stunde) und gegebenenfalls zusätzliche Wärmeeinwirkung, können Schäden vorbeugen. Nicht alle Öle schaffen es aufgrund ihrer Molekülgröße tatsächlich in das Haar einzuziehen (hier eine Liste), vom beliebten Kokosöl ist es jedoch bekannt.

Für sensible und trockene Kopfhaut könnten Konzentrate zu austrocknend sein und langfristig für Jucken und Schuppen sorgen. Bei coloriertem Haar empfiehlt es sich, genau zu beobachten, ob die Farbe schneller verblasst und gegebenenfalls ein milderes Produkt zu wählen.

Milde Tenside sind zwar erfreulich, ihre Waschleistung fällt aber geringer als die von aggressiveren aus. Sie sind nicht für alle Haartypen und Vorlieben geeignet. Gegen sehr fettiges Haar oder wenn man viele hartnäckige Styling-Produkte benutzt, kommen sie eventuell nicht an. Muss man zweimal schäumen, verflüchtigt sich sowohl der ökologische als auch hautfreundliche Vorteil, weil man mehr Wasser verbraucht und die Haare länger als nötig dem Schaum aussetzt. Tendenziell nutzen Anwender mehr Produkt, als tatsächlich nötig wäre.

Auch die Häufigkeit des Haarewaschens kann man reduzieren. Nur ein oder zweimal pro Woche ist auch gesünder für Haar und Kopfhaut. Der Wasserverbrauch ist der größte Umweltfaktor bei der Haarwäsche und der ist bei festem Shampoo nicht geringer.

Shampoo-Arten für verschiedene Haartypen

Nicht jedes Shampoo funktioniert für jeden Haartyp. Hier ist ein kleiner Überblick über verschiedene Shampoo-Arten:

  • Glättungs-Shampoo: Für abstehende Härchen und Krauselocken.
  • Locken-Shampoo: Speziell für die Struktur lockiger Haare.
  • Anti-Schuppen-Shampoo: Konzentriert sich auf die Kopfhaut, um Schuppen zu bekämpfen.
  • Shampoo für coloriertes und dauergewelltes Haar: Bietet zusätzliche Pflege, um das Haar zu regenerieren.
  • Feuchtigkeitsshampoo: Für naturbelassenes Haar, das durch Styling strapaziert ist.

Mikroplastik, Parabene & Co.

Verspricht ein Shampoo Geschmeidigkeit und Glanz, sind meist Silikone im Spiel. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und sorgen so für eine weiche und glänzende Oberfläche. Während Silikone oft haptische und optische Wunder wirken, beschweren sie allerdings allen voran feines Haar auch und sorgen zudem für schnelles Nachfetten. Und: Silikone lassen sich nicht einfach so ausspülen.

Das bedeutet, dass sich bei jeder Haarwäsche neue Silikon-Partikel auf den Haaren und der Kopfhaut ansammeln und beides künstlich versiegeln. Weitere Pflege dringt dann erst gar nicht mehr zu den Haaren vor. Es wird zwischen wasserlöslichen und nicht wasserlöslichen Silikonen unterschieden, wobei erstere als besser gelten - zumindest was die Verträglichkeit für Haut und Haar betrifft. Im Test haben wir daher vor allem nicht wasserlösliche Silikone als problematisch bewertet.

Einmal haltbar machen, bitte! Das ist die Hauptaufgabe von Parabenen im Shampoo. Allerdings steht das Konservierungsmittel in Verdacht, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen. Sicher ist, Parabene wirken zumindest schwach hormonähnlich. Sie ähneln dem Hormon Östrogen.

Sulfate sind Schwefelsalze oder -ester. Sie weisen eine starke Reinigungskraft auf und schäumen. Viel Schaumbildung wird bei Shampoos oft mit Sauberkeit und guter Reinigungskraft verbunden.

Das synthetische Polyethyenglykol (PEG) verbindet Wasser mit Ölen. Das ist allerdings auch schon der einzige positive Effekt dieses Inhaltsstoffes. Tatsächlich können Shampoos mit PEGs Rückstände des krebserregenden Stoffes Dioxan enthalten.

Mikroplastik soll für gute Kämmbarkeit sorgen und gehörten in Shampoos und anderen Kosmetika viele Jahre zu den Standardzutaten. Wirklich sinnvoll sind die winzigen Partikel allerdings nicht. Vor allem nicht für die Umwelt.

Inhaltsstoffe, die vermieden werden sollten:

  • Silikone
  • Parabene
  • Sulfate
  • PEGs
  • Mikroplastik

Empfehlenswerte Shampoos

Im Test wurden 44 Shampoos untersucht, um das beste für die meisten zu finden. Hier sind einige der empfohlenen Produkte:

  • Jean&Len Volumen Shampoo: Überzeugt in allen Bereichen, macht das Haar weich und leicht, ohne Parabene und Silikone.
  • Khadi Aryuvedisches Elixier Shampoo Rose Repair: Regeneriert die Haare in der Tiefe, mit natürlichen Inhaltsstoffen und ayurvedischen Prinzipien.
  • Lavera Pflegeshampoo Family: Bietet tolle Pflege für Kinder und Erwachsene, mit Bio-Apfel und Bio-Quinoa.
  • Swiss-O-Par Shampoo Teebaumöl: Für gereizte Kopfhaut und gegen Schuppen, mit wenigen, aber effektiven Inhaltsstoffen.
  • Salthouse Anti-Juckreiz Shampoo: Setzt auf beruhigende und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Mineralien aus dem Toten Meer.

Die einfachste Lösung, Mikroplastik in Shampoos zu vermeiden, ist auf Naturkosmetik umzusteigen. Zertifizierte Bio-Kosmetik (mit NATRUE- als auch dem COSMOS-Siegel) ist immer frei von Mikroplastik!

URTEKRAM kennt jeder, der natürliche Haarprodukte liebt. Und man bekommt halbes Liter Flasche für ca. Urtekram Nordische Birke Shampoo (f.

Obwohl sie intensiv nach Kräuter duften, schätze ich sehr die Shampoos von KHADI. Die Rezepturen sind einmalig und sehr wirkungsvoll!

Ich habe schon mehrere Shampoos von AUBREY ORGANICS ausprobiert, weil ich diese Naturkosmetik-Marke sehr vertrauenswürdig finde. Die Inhaltsstoffe sind vorbildlich und die Wirkung toll.

Ja! Es gibt tatsächlich noch Drogerie-Shampoos ohne Mikroplastik.

Seit rund 10 Jahren hilft der Hautschutzengel seinen Usern, sich im Kosmetikdschungel besser zurecht zu finden und so ihre Hautprobleme zu besiegen! In Deutschland ist er der Einzige, der das 100% neutral und unabhängig von der Kosmetikindustrie tut.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Auswahl des richtigen Shampoos von vielen Faktoren abhängt, darunter Haartyp, Inhaltsstoffe und persönliche Vorlieben. Indem Sie sich über die verschiedenen Aspekte informieren und auf die Bedürfnisse Ihrer Haare achten, können Sie das perfekte Produkt für sich finden.

tags: #isana #shampoo #hafermilch #inhaltsstoffe

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