Intimbereich Epilieren: Tipps für weniger Schmerzen

Ästhetik unter der Gürtellinie liegt voll im Trend - sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Ein komplett enthaarter Intimbereich gilt heutzutage als schön und hygienisch. Den Intimbereich zu epilieren, verhilft darüber hinaus zu samtweicher Haut. FOCUS Online erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen.

Eine beliebte Methode ist Rasieren. Diese Methode hat den Nachteil, dass Sie alle zwei bis drei Tage zum Rasierer greifen müssen. Zwischendurch wachsen lästige Stoppeln.

Epilieren entfernt die Haare mitsamt der Wurzel. Ein Epiliergerät verfügt über rotierende Walzen, die Haare ergreifen und herausreißen. Dass diese Prozedur nicht gerade schmerzlos ist, liegt auf der Hand.

Wer schön sein will, muss leiden? Wenn es ums Epilieren geht, ist an dem platten Sprichwort leider tatsächlich etwas dran. Zwar liegen die Vorteile der Methode mit wochenlang glatter Haut auf der Hand, dennoch kostet sie jedes Mal wieder neue Überwindung.

Doch aufgepasst, es geht auch anders: Mit der richtigen Vorbereitung und Anwendung kann Epilieren tatsächlich schmerzfrei sein - zumindest fast. Diese Tipps helfen dir, damit beim nächsten Mal alles schmerzfrei glatt läuft:

Machen wir uns nichts vor, das erste Mal Epilieren ist kein Zuckerschlecken. Nicht nur, dass man keine Ahnung hat, was da gleich auf einen zukommt, obendrein tut es bei der ersten Behandlung auch noch besonders weh. Dabei werden nämlich alle Härchen auf einmal entfernt, was die Behandlung so schmerzhaft macht.

Je öfter du Beine, Bikinizone und Co. epilierst, desto ungleichmäßiger wachsen die Haare jedoch nach und der Schmerz wird geringer. Durchhalten lohnt sich, versprochen.

Richtig + schmerzfrei Epilieren | Tipps zur Haarentfernung | GEWINNSPIEL | Sara Bow

Die Wahl des richtigen Epilierers

Für erfolgreiches Epilieren ist die Wahl des richtigen Geräts enorm wichtig. Auf die Verwendung billiger Geräte verzichten Sie besser, wenn es um den Intimbereich geht. Hier brauchen Sie ein richtig gutes Gerät mit extra schmalen Aufsätzen und einem Trimmaufsatz, der das Stutzen zu langer Härchen ermöglicht. Ein eingebautes Licht erleichtert das Auffinden von Haaren in kniffligen Ecken. Nass-Epilieren sollte möglich sein, damit Sie den weichmachenden Effekt von Wasser perfekt nutzen können.

Gerade in der Anfangszeit ist ein guter Epilierer Gold wert, denn er vereinfacht die Prozedur. Hochwertige Produkte haben mehrere, austauschbare Pinzettenköpfe und sind auf verschiedene Bedürfnisse und Hauttypen ausgelegt. Je mehr Pinzetten der Kopf hat, desto schneller sind die Härchen gezupft - allerdings wird es dann umso schmerzhafter. Finde zu Beginn also einfach heraus, welche Methode für dich am angenehmsten ist. Gute Geräte kommen außerdem mit Zubehör wie Massageköpfen oder Kühlhandschuhen.

Bereits beim Kauf des Epilierers kann man sein Leiden bei der Epilation minimieren. Wie? Indem man auf bestimmte Qualitätsmerkmale achtet. Der Epilierer sollte am besten unterschiedliche Aufsätze haben, damit man sowohl lästige Härchen an den Beinen, unter den Armen als auch im Intimbereich möglichst schmerzfrei los wird.

Wir empfehlen einen Epilierer mit Massage-Aufsatz. Die Massage stimuliert die Haut während des Vorgangs und mildert so das Schmerzempfinden. Ein Peeling-Aufsatz entfernt außerdem abgestorbene Hautzellen und verhindert dadurch zuverlässig eingewachsene Haare. Denn gerade im empfindlichen Intimbereich können die schnell zum unangenehmen Problem werden.

Empfohlene Epilierer

Platz Produkt Besondere Merkmale
1 Braun Silk-épil 9 Körperpflegeset Wet & Dry Technologie, Akkubetrieb, LED-Licht, Massage- und Peelingfunktion, Rasierer und Trimmer, Andruckkontrolle
2 Braun Silk-épil 9 Flex 9020 Flexibler Kopf, Micro-Grip-Pinzetten, SensoSmart-Technologie, LED-Licht, Akkubetrieb, Wet & Dry Technologie, verschiedene Aufsätze
3 Panasonic ES-EL9A-S503 Schwenkbarer Schwingkopf, sieben verschiedene Aufsätze, Nass- und Trockenepilation, 60 Pinzetten, gutes Preis-Leistungsverhältnis
4 Philips Epiliergerät Series 8000 Epilierer Extrabreiter, wasserdichter Epilierer, verschiedene Aufsätze, Massageaufsatz, Peelingaufsatz, spezieller Aufsatz für die Pediküre

Auch wenn es sicher Ausnahmen gibt: Eine hohe Qualität von einem Epilier-Gerät geht meist mit einem etwas höheren Preis einher. Wenn du richtig epilieren möchtest, solltest du nicht die günstigste Variante wählen.Durch mehrere enthaltene Aufsätze wird auf die jeweilige Körperpartie besser eingegangen, und die Anwendung fällt leichter.

Wasserfeste Epilierer sind besonders praktisch, da du sie ganz einfach mit in die Dusche oder die Badewanne nehmen kannst.

Ein kleines Lämpchen vorn am Gerät kann dir beim Epilieren dabei helfen, wirklich alle zu entfernenden Haare gut zu sehen.

Vorbereitung der Haut

Die richtige Vorbereitung ist entscheidend. Nimm dir zum Epilieren ruhig ein wenig Zeit und entwickle dein eigenes kleines Beautyritual. Wenn du entspannt bist, ist auch dein Schmerzempfinden geringer. Um deine Haut optimal auf die Haarentfernung vorzubereiten, solltest du mit einem sanften Peeling beginnen, um abgestorbene Zellen zu entfernen. Damit vermeidest du, dass Haare einwachsen, was zusätzlich für Schmerzen sorgen kann. Spüle das Peeling mit warmem Wasser ab, um die Poren zu öffnen und die Haare einfacher entfernen zu können.

Einige Geräte sind sogar wasserfest und du kannst sie direkt in der Badewanne oder Dusche nutzen. Pflege die Haut bereits einige Tage vor dem Epilieren mit einem Peeling und denk daran, dich immer gut einzucremen. Weiche Haut macht die Haarentfernung deutlich angenehmer.

Trockene Haut ist oft der Grund, wenn es beim Epilieren ziept. Daher am besten schon ein paar Tage vor der Epilation ein Körperpeeling anwenden und die Haut mit einer reichhaltigen Creme (zum Beispiel mit Urea) versorgen. Wenn die Haut weicher ist, ist auch das Epilieren angenehmer - gerade an empfindlichen Stellen.

Auch eine Nass-Epilation unter der warmen Dusche oder während eines warmen Bads ist ein guter Trick, um die Epilation weniger schmerzhaft zu machen. Durch das warme Wasser öffnen sich die Poren und die Haare lassen sich leichter entfernen. Einwachsenden Haaren wird so außerdem effektiv vorgebeugt und das Ergebnis an Beinen oder im Intimbereich wird sanft erzielt.

Wer bei den Epilier-Profis abguckt, kann außerdem beobachten, dass die Haut vor der Haarentfernung gesäubert und desinfiziert wird. Dasselbe solltest du auch zu Hause tun: Gehe sicher, dass deine Haut sauber ist.

Die richtige Technik

Setze das Gerät senkrecht an und epiliere ohne Druck immer gegen die Wuchsrichtung. Wenn du die Haut dabei straffziehst, spürst du nur wenig Schmerz. Gerade bei den ersten Anwendungen kann es sein, dass du nicht gleich alle Härchen erwischst. Nimm dir genügend Zeit und lass den Epilierer langsam über die Haut gleiten, damit das Ergebnis schön gleichmäßig wird. Dafür ist übrigens auch die Haarlänge entscheidend. Je kürzer die einzelnen Haare sind, desto weniger tut es weh. Perfekt ist eine Länge zwischen zwei bis fünf Millimetern. Sollten sie länger sein, trimmst du sie vorher am besten mit dem passenden Aufsatz.

Anders als beim Waxing geht es beim Epilieren nicht darum, so schnell wie möglich zu sein - im Gegenteil: Es ist besser, den Epilierer ganz langsam über die zu enthaarende Körperstelle zu führen. Ist man zu schnell, geht man das Risiko ein, dass Haare nicht erwischt werden und das Ergebnis ungleichmäßig wird. Zieht man die Haut bei der Anwendung straff, hat der Schmerz keine Chance - das gilt übrigens vor allem beim Epilieren der Bikinizone.

Wie so oft bei der Haarentfernung gilt: stets gegen die Wuchsrichtung der Haare epilieren. Der Epilierer sollte einen 90-Grad-Winkel zur Haut haben, so kann das Gerät die Haare am besten greifen.

Mit der freien Hand kannst du den jeweiligen Bereich, der als Nächstes epiliert werden soll, etwas spannen. Je glatter und gespannter er ist, desto besser kann das Epilier-Gerät alle Härchen erwischen.

Umgang mit empfindlichen Zonen

An Achseln und Bikinizone trauen sich oft nur die besonders Erfahrenen heran, dabei ist die Anwendung an diesen Stellen eigentlich halb so wild. Entscheidend ist auch hier die richtige Technik: Kürze die Härchen auf die richtige Länge und zieh die Haut beim Epilieren schön straff. Beginne bei der Bikinizone am besten mittig und arbeite dich vom Bauchnabel langsam herunter. Erst danach kommen die Seiten dran. Bei den Achselhaaren solltest du öfter die Richtung wechseln, um alle Härchen zu erwischen. Gute Epilierer haben für diese Zonen spezielle Aufsätze mit beweglichen Köpfen, die die Anwendung zusätzlich erleichtern.

Für eine glatte Bikinizone gilt nochmal ein eigenes Verfahren. Die richtige Methode beim Epilieren des Intimbereichs ist, nicht an den Seiten zu starten, sondern unter dem Bauchnabel und sich langsam vertikal hinunter zu arbeiten.

Bei den Achseln ist mehr Präzision gefragt: Achselhaare wachsen in alle Richtungen, daher sollte man immer nur partiell arbeiten und mit dem Epilierer immer wieder die Richtung wechseln, sodass man alle Härchen erwischt.

Der richtige Zeitpunkt

Wann epiliert man am besten? Empfehlenswert ist es, Beine, Intimzone und Co. abends mit dem Epilierer von Haaren zu befreien - dann sind kleine Hautirritationen am nächsten Morgen garantiert verschwunden.

Bereits nach der ersten Anwendung wird die Epilation angenehmer und je öfter man zum Epilierer greift, desto weniger schmerzvoll ist die Prozedur für die glatte Haut.

Pflege nach dem Epilieren

Schon fertig? Perfekt, das war doch einfacher als gedacht. Weil die Haut nach dem Epilieren gereizt und gerötet ist, solltest du im Anschluss besonders behutsam mit ihr umgehen. Trag eine Body Lotion mit milden Inhaltsstoffen wie Aloe Vera oder Kamille auf. Achte darauf, dass die Creme nicht zu reichhaltig ist, um die Poren nicht zu verstopfen. Zum Kühlen und Beruhigen eignet sich auch After Sun Lotion wunderbar. Einige Tage nach Anwendung solltest du deine Haut außerdem regelmäßig peelen oder mit einer weichen Bürste massieren, um die Durchblutung anzuregen und eingewachsenen Härchen vorzubeugen.

Nach der Epilation sollte man die Haut kühlen und mit Feuchtigkeit versorgen - mit kühlendem Aloe-Vera-Gel schafft man beides zugleich und sorgt damit für seidig glatte Haut.

Nach dem Epilieren die Haut kühlen. Eine Kühl-Kompresse beruhigt die Haut direkt nach dem Epilieren. Tiefgekühlte Erbsen eignen sich gut in diesem Fall, weil sich die kleinen Kügelchen an die Haut anschmiegen. Eine naturreine Creme oder Lotion, zum Beispiel ein Gel mit Aloe vera, pflegt die Haut, nachdem sie sich beruhigt hat. Nach dem Epilieren vermeiden Sie enge Kleidung mehrere Stunden lang. Idealerweise führen Sie die Haarentfernung abends durch, sodass Sie anschließend auf Unterwäsche verzichten können.

Weitere Tipps

  • Haarlänge: Die Länge der Härchen sollte zwischen zwei und fünf Millimeter sein. Wenn du schon länger keine Haare mehr entfernt hast, kannst du auch erst mal einen Rasierer verwenden und dann einige Tage warten, bis du gewünschte Bereiche richtig epilieren kannst.
  • Entspannung: Vermeide es möglichst, dich beim Epilieren vor Angst vor dem Ziepen zu verkrampfen und stark anzuspannen. Das kann dafür sorgen, dass es sogar mehr wehtut. Stelle dich mental darauf ein, dass es kurz ziepen kann, und versuche, es eher als regelmäßiges Wellness-Ritual zu sehen.

Übung macht den Meister, auch beim Epilieren. Epilieren ist schmerzhaft. Am Anfang müssen Sie die Zähne zusammenbeißen. Allerdings gewöhnt sich die Haut relativ schnell an diesen Vorgang. Falls Sie zum ersten Mal epilieren, empfiehlt es sich, die Technik an den Beinen zu üben. So bekommen Sie ein Gefühl für das Gerät und machen sich mit der Technik vertraut.

Falls Sie sehr schmerzempfindlich sind, das Epilieren aber dennoch ausprobieren möchten: Nehmen Sie eine Ibuprofen-Pille eine halbe Stunde vor dem Epilieren. Das vermindert Schmerzen und beugt Entzündungen vor. Planen Sie für das Epilieren genügend Zeit ein, mindestens eine Stunde.

Nicht vergessen: Ein Spiegel zeigt Sie seitenverkehrt.

Nach dem Epilieren ist es wichtig, das Einwachsen von Härchen zu verhindern.

Reinige den Epilierkopf regelmäßig. So vermeidest du Infektionen und Entzündungen.

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