Warum ich mich nicht rasiere: Gründe und Überlegungen

Ich kann mich noch ganz genau an den Tag erinnern, an dem ich zum ersten Mal meine Beine rasiert habe. Obwohl ich gerne an mein eigenes Anti-Rasur Statement geglaubt hätte, hatte ich auf einmal das Gefühl, dass mich alle wegen meiner Körperbehaarung verurteilen. Es war mir zwar völlig fremd, aber ich habe es einfach als neue Regel in meinem Leben akzeptiert, weil ich - wie jeder Teenie - einfach nur dazugehören wollte.

Sieben Jahre lang habe ich mich also jeden zweiten Tag rasiert, um, wie die Damen in der NIVEA-Werbung, glatt und eben zu sein. Eines schönen Tages hat es mir deshalb endgültig gereicht. Als ich wieder mal brillenlos, mit meinen sechs Dioptrien und einem BIC-Rasierer unter der Dusche gestanden bin und mir dank verschwommener Sicht zum dritten Mal die Haut am Knöchel mit den Klingen aufgerissen habe, habe ich beschlossen: Aus. Scheiß drauf. Nicht mit mir.

Seit mehr als fünf Monaten habe ich nun behaarte Schenkel und Unterschenkel. Und ich könnte nicht glücklicher sein. Mein 13-jähriges Ich hatte nämlich Recht: Meine Freunde und Familie lieben mich, ob ich Beinbehaarung habe oder nicht. Viele meiner Freundinnen haben mir sogar öfter gesagt, wie mutig sie es finden, dass ich mich das traue. Für mich hat es aber weniger mit Mut zu tun; vielmehr mit Selbstliebe.

In meiner neu gefundenen Körperbehaarung-Euphorie habe ich mich deshalb auf die Suche nach Frauen begeben, die die Haare auf ihren Körpern ebenfalls ungezähmt sprießen lassen.

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Persönliche Gründe gegen die Rasur

Regelmäßig rasiert habe ich mich noch nie. Aber erst vor ungefähr zwei Jahren habe ich aufgehört, mein Gewand nach meiner Beinbehaarung zu richten. Denn zu genau der Zeit begann ich, Bal Folk zu tanzen, europäische Volkstänze, und da diese Szene grundsätzlich sehr offen ist, gibt es dort genauso rasierte wie auch zahlreiche unrasierte Menschen. Kurz gesagt: seitdem ich Folk tanze, rasiere ich mich noch unregelmäßiger als davor.

Und vor allem ziehe ich seither an, was ich möchte - unabhängig davon, ob ich rasiert bin oder nicht. Meine Beine rasiere ich vielleicht einmal, meine Achseln dreimal im Halbjahr. Meinen Intimbereich rasiere ich auch nicht regelmäßig. Warum ich das so tue, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht wirklich. Es sind hauptsächlich persönliche und nicht feministische oder gesellschaftskritische Gründe. Achselhaare finde ich ganz ästhetisch, Beinhaare sind mir schlicht und ergreifend egal. Ich weiß mit meinen täglichen 24 Stunden mindestens hundert andere Dinge anzufangen, als mich zu rasieren. Faulheit spielt auch eine große Rolle.

Ich bin überzeugt, dass viele - vor allem junge - Frauen und Mädchen sich unter Druck gesetzt fühlen, sobald sie Körperbehaarung bekommen. Ich hab schon alles ausprobiert, um die Zeit, die ich mit der Rasur verbringe, zu verkürzen beziehungsweise zu erleichtern. Von Rasiercremen, bis hin zu wachsen und epilieren. Letzteres spart meiner Meinung nach am meisten Zeit, tut dafür halt verdammt weh. Diesen Sommer hab ich mich immer öfter dabei erwischt, meine Bein-Epilation vor mir herzuschieben, weil ich einfach keine Lust hatte und mich meine Haare auch nicht wirklich gestört haben. Zwischen den letzten Prüfungen an der Uni und meinem Vollzeitpraktikum, hatte dieser mühsame Zeitfresser einfach keine Priorität.

“Wozu mach ich das eigentlich überhaupt?”, habe ich mich gefragt. Ich wurde sehr rasch daran erinnert, als mein Freund den Urwald entdeckt hat. “Igitt, du bist behaart wie ein Mann”, hat er zu mir gesagt. Daraufhin hab ich ihm erstmal eine Standpauke gehalten. Frauen seien auch nur Menschen - und warum ist Armbehaarung in Ordnung aber Beinbehaarung ein tabu? Das ist doch alles völlig willkürlich.

Ich habe immer noch die Hoffnung, dass eines Tages behaarte Beine bei uns Frauen genauso normal sind wie bei Männern. Oder zumindest, dass man die Entscheidung selbst treffen darf, ohne gleich in die Vegane-Feministinnen-Hippie-Schublade gesteckt zu werden. Und auch, ohne sofort als stark und tapfer gelabelt zu werden.

Immer wieder plage ich mich und bringe dann die Anstrengung auf, meine Beine zu rasieren, zu epilieren oder was auch immer. So kannte ich das bis jetzt. Manchmal fühlt es sich für mich auch einfach toll an, frisch und glatt wie ein Nacktmull zu sein. Oft bin ich aber einfach zu faul oder habe zu wenig Zeit. Abgesehen davon denke ich, dass meine Haare durchaus eine Existenzberechtigung haben, weil sie ganz einfach ein Teil von mir und von Frauen generell sind. Nur weil das Rasieren in unserer Gesellschaft genormt wurde, heißt es nicht, dass wir dem blind folgen müssen. Ob ich meine Körperbehaarung jetzt wachsen lasse oder rasiere, kommt ganz auf den Tag an.

Aus diesen Gründen wachsen die Zeitabstände, in denen ich meine Härchen stutze, immer mehr. Vielleicht klingt das bescheuert, aber nachdem ich festgestellt habe, dass es meinen Freund genauso wenig kümmert, ob ich jetzt rasiert bin oder nicht, habe ich gelernt, damit noch lockerer umzugehen als zuvor.

Ich habe vor zwei Jahren aufgehört, mich zu rasieren, weil es mir damit einfach besser geht. Man spart eine Menge Zeit und Wasser beim Duschen, bekommt keine Hautrötungen und es ist medizinisch gesehen einfach gesünder. Am Anfang war es komisch, mit einem Tanktop rauszugehen und meine Arme anzuheben, ohne mir darüber den Kopf zu zerbrechen, oder mit unrasierten Beinen in der U-Bahn ein Kleid zu tragen. Aber nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass es den meisten Leuten anscheinend egal ist. Ich fühle mich allgemein femininer und mein Freund hat damit auch kein Problem.

Ich habe Achselhaare. Das sollte keine Überraschung sein, denn jeder hat Achselhaare, nur die meisten Frauen rasieren sich die Haare unter den Armen seit der Pubertät. Ich habe in den letzten zwei Jahre viele Anläufe getan und mir versucht, die Achselhaare wachsen zu lassen. Meist scheiterte ich an der Erkenntnis, dass ich mich dafür schämte und dazu tendierte, statt Trägertops T-Shirts zu tragen. Und spätestens, wenn ich mich in meiner Kleiderwahl eingeschränkt fühle, muss etwas passieren. Heute habe ich ein normales Verhältnis dazu. Das bedeutet, ich lasse mir die Achselhaare wachsen und habe kein Problem mehr, sie zu zeigen. Manchmal rasiere ich sie mir ab, wenn ich mich danach fühle. Mal so, mal so. Und trotzdem ist es mir wichtig, mir meine kleinen Härchen immer wieder nachwachsen zu lassen und sie der Welt zu zeigen: DA, sieh her, Patriarchat. Wir Frauen haben ebenso Haare unter den Achseln!!!

Warum rasieren sich bis heute noch so viele Frauen die Achseln? Die meisten sagen, es sei hygienischer, es würde weniger riechen und sie fänden es selbst ästhetischer. Die fehlende Hygiene ist dabei übrigens ein Mythos. Sich die Achselhaare nicht zu rasieren, ist nicht weniger hygienisch. Womöglich hängt sich der Geruch in den Haaren fest, aber wen es stört, kann immer noch zum Deo zurück greifen. Denn Fakt ist, uns Frauen wurde beigebracht, zum Rasierer zu greifen sei das Richtige. Und das ist okay, aber doof für die jenigen, die das eigentlich gar nicht wollen und die es nur tun, weil es von ihnen erwartet wird. Ich finde es einfach unfair. Und auch etwas merkwürdig.

Während Männer fröhlich ihre behaarten Körper der Welt präsentieren und nur ein winziger Bruchteil seinen gesamten Körper von Haare befreit, gehört es bei der Frau nicht nur zum guten Ton, sich zu rasieren, sondern zum selbstverständlichen. Ich habe es nie hinterfragt, wieso ich 15 Jahre meines Lebens damit verschwendet habe, jeden Tag meine Achseln zu rasieren. Jeder macht es - bis heute - also habe ich mitgemacht. Ich wollte damit aufhören. Zunächst: aus Prinzip.

Das ganze sollte man natürlich weiter denken. Wieso rasiere ich noch meine Beine, wenn ich meinen Achselhaaren freie Fahrt zum Wachsen gebe? Ist das nicht dasselbe Problem? Die Antwort lautet: ja. Natürlich ist es dasselbe Problem, das an den Beinen ein noch viel größeres Tabu-Thema als unter den Achseln ist. Die Schönheit und Ästhetik der Frau fixiert sich stark auf ihre Beine. Sie müssen glatt, schmal, dünn, lang und makellos sein, und das impliziert natürlich, dass Haare hier fehl am Platz sind. So schrecklich ich das auch finde, ich kann mich der Prägung des Schönheitsideals aktuell noch nicht lösen. Ich würde mich für meine behaarten Beinen schämen und mich in meinem Körper unwohl fühlen.

Viele unter euch denken vielleicht, dass das Wachsen von Achselhaaren ein alter Hut ist. Dass es akzeptiert ist. Und in einer gewissen Bubble von Menschen stimmt das auch, doch die breite Masse hat sich noch nicht daran gewöhnt. Was mir zunächst Angst eingejagt hat, sehe ich jetzt als spannende, psychologische Fallstudie, die ich anhand der unterschiedlichen Reaktionen mache. Beim Posten eines Selfies, auf dem Achselhaare zu sehen sind, verlor ich schlagartig 30 Follower. Auch auf der Straße, beim Sport oder im Club reagiert mein Umfeld unterschiedlich.

Wie bereits erwähnt, habe ich einige Anläufe gebraucht, um meine Achselhaare ungeniert der Welt zu präsentieren. Ich wollte mir nicht eingestehen, wie schwer es mir zunächst fiel, auf ablehnende Reaktionen zu stoßen. Ich fühlte mich schwach und erbärmlich, weil ich meine Achselhaare ganz offensichtlich aufgrund der Fremdbestimmung und meinem Bedürfnis zur Anpassung rasierte, da ich persönlich kein Problem mit den haarigen Armhöhlen habe. Warum hat es so lange gedauert, bis ich ein Tanktop tragen konnte und meine Arme in die Luft werfen, ohne mich dafür zu schämen?

Der Prozess des Wachsenlassens war eine persönliche Herausforderung für mich und eine Überwindung einer Schamgrenze, die mir im Nachhinein sehr geholfen hat. Das Fazit? Mir sind Achselhaare nicht nur egal, ich finde sie manchmal sogar wirklich schön. Manchmal sehe ich mich im Spiegel an und mir gefällt der haarige Kontrast zu dem sonst eher angepassten Spiegelbild. Ich finde Achselhaare mittlerweile ästhetisch ansprechend und mir gefallen sie gerade zu edleren Kleidern und einem „gemachten“ Äußeren, da sie in der Kombination ein ungewöhnliches Bild abgeben. Sich die Achselhaare wachsen zu lassen heißt schließlich nicht automatisch, dass man sich grundsätzlich gehen lassen würde.

Viele Frauen empfinden Haare im Intimbereich als störend und nicht besonders ästhetisch, weshalb den vielen der Methoden zur Haarentfernung eine immer größere Bedeutung beigemessen wird. Viele entscheiden sich für klassische Haarentfernungsmethoden wie das Waxing oder das Rasieren. Zudem wünschen sich viele Frauen eine dauerhaft glatte Haut in der Bikinizone, unter den Achseln und an den Beinen. Die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser oder der IPL-Methode ist deutlich wirkungsvoller und bringt langfristigen Erfolg.

Wer die Behaarung in der Intimzone dauerhaft entfernen lassen möchte, hat unterschiedliche Möglichkeiten. Wer keine Lust auf nervige Haare in der Bikinizone hat, hat verschiedene Möglichkeiten. Für die Entfernung der Haare in der Intimzone bietet sich beispielsweise das Rasieren an. Eine Intimrasur mittels Rasierer geht schnell, ist zu Hause unter der Dusche möglich und kostet nicht viel. Der Intimbereich wird stoppelig und von der glatten, weichen Haut muss Frau weiterhin träumen. Eingewachsene Haare oder rote Pickelchen können durch die Intimrasur ebenfalls begünstigt werden.

Bei Cleanskin werden sowohl die Laser Behandlung als auch die IPL Methode angeboten. Optimal für eine Laserbehandlung ist die Kombination aus heller Haut und dunklen Haaren. Die IPL-Technologie lässt hier mehr Spielraum, denn diese bietet ein Wellenlängenspektrum und es können unterschiedliche Haut- und Haartypen behandelt werden. Durch die Kombination verschiedener Technologien können auch feine und helle Haare dauerhaft entfernt werden.

Einer der bedeutendsten Vorteile der dauerhaften Haarentfernung ist, dass die Ergebnisse langanhaltend sind. Wichtig zu wissen ist, dass für ein zufriedenstellendes Ergebnis immer mehrere Behandlungen notwendig sind. Dass an den behandelten Stellen nach einiger Zeit wieder Haare nachwachsen liegt auch daran, dass sich die einzelnen Haare in unterschiedlichen Wachstumsphasen befinden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die IPL Haarentfernung und die Laser Haarentfernung weniger schmerzhaft sind als beispielweise das Brazilian Waxing, das Sugaring oder die Nadelepilation. Dank innovativer Laser- und IPL-Technologie werden Haare in der Bikinizone nicht nur entfernt, sondern es werden die Wurzeln zerstört. Das umliegende Gewebe wird allerdings nicht angegriffen.

Behaarung am Hintern empfinden viele Menschen als störend. Vor allem Frauen, die über einen ausgeprägten Haarwuchs in diesem Bereich klagen, wünschen sich häufig eine dauerhafte Lösung. Ein behaarter Po bei Frauen kann zum einen Veranlagung sein, zum anderen aber auch auf eine Hormonstörung hindeuten. Frauen mit einem ungewöhnlich starken Haarwuchs am Po sollten sich daher erst einmal genau untersuchen lassen, ehe sie sich für die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser oder IPL entscheiden.

Ebenso unbeliebt sind Haare, die in der Pospalte beziehungsweise Poritze wachsen. Heute geht der Trend ganz allgemein in Richtung eines optimierten, perfekten Körpers, da möchten viele Menschen auch alles für einen haarfreien Hintern tun. Die dauerhafte Haarentfernung durch den Laser bietet ganz allgemein viele Vorteile. Vor allem im Intimbereich kann es durch das Waxing und das Rasieren zu Verletzungen kommen. Nach dem Entfernen der Haare mit Wachs ist die Haut zumeist gerötet. Von vielen wird das Wachsen in intimen Regionen als besonders schmerzhaft empfunden. Wo Schmerz ist, leidet der Körper auch. Es entstehen kleine Wunden durch das Ausreißen der Haare. Durch das Enthaaren mit Wachs steigt das Risiko für bakterielle Infektionen. Nicht nur das Wachsen ist mit Risiken verbunden, auch beim Rasieren kann es zu Hautirritationen, kleinen Verletzungen, Pickelchen und Infektionen kommen. Auch die Stoppeln im Intimbereich sind unangenehm.

Wer sich die Haare unter den Achseln, an den Beinen und im Intimbereich dauerhaft entfernen lassen möchte, sollte vor einer Behandlung mittels Laser oder IPL einiges beachten. So sollten die Haare an den entsprechenden Stellen vorher nicht gezupft, epiliert oder gewachst werden. Es ist jedoch notwendig, dass Sie die betreffenden Hautareale einen Tag vor der Behandlung rasieren. Auch auf den Solariumbesuch und auf ein intensives Sonnenbad sollte man vor der IPL und Laser Haarentfernung möglichst verzichten.

Die Einnahme bestimmter Medikamente ist vor der Behandlung mit einem Laser oder der IPL-Methode ebenfalls nicht empfehlenswert. Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, ob Sie diese auch während einer Laser- oder IPL-Behandlung einnehmen können. Es kann durch die dauerhafte Entfernung der Haare mit dem Laser oder der IPL-Methode zu leichten Rötungen oder Reizungen der Haut in der Intimzone kommen. Es ist empfehlenswert, die Termine für die Behandlung nicht auf die Tage vor oder während der Menstruation zu legen. In dieser Zeit ist das Schmerzempfinden bei einer Haarentfernung erhöht. Allerdings können auch hier die Haare nach einiger Zeit wieder nachwachsen. Es sind daher mehrere Behandlungen notwendig. Zudem können sich Haarwurzeln in manchen Fällen regenerieren. Das bedeutet, es besteht die Möglichkeit, dass einzelne Härchen in einigen Jahren noch einmal entfernt werden müssen. Viele empfinden die Laser oder IPL Behandlung als nicht besonders schmerzhaft. Eventuell empfindet man ein leichtes Prickeln während der Behandlung. An sehr empfindlichen Stellen wie dem Intimbereich kann es auch zu einem unangenehmen Pieken kommen.

Die dauerhafte IPL oder Laser Haarentfernung eignet sich sowohl für Frauen als auch für Männer. Hier werden Sie rund um die Haarentfernung mittels Laser und IPL beraten. Dabei werden auch Ihr Haut- und Haartyp analysiert, um festzustellen, welche dieser Verfahren für Sie besonders geeignet ist. Kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin.

Ob du Lippenstift trägst, dir Botox spritzen lässt oder dich von Kopf bis Fuß in Neonpink kleidest: Was du mit deinem Körper machst, ist komplett deine Entscheidung. Und das gilt logischerweise auch beim Thema Rasur. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die sich tierisch aufregen, wenn sie eine Frau mit unrasierten Achseln sehen - auf einem roten Teppich zum Beispiel oder am Strand oder noch schlimmer: im Büro.Celebritys wie Amandla Stenberg und Lourdes Leon sorgten im letzten Jahr für Gesprächsstoff, weil sie ihre Haare öffentlich zeigten. Obwohl (glücklicherweise) viele Menschen diese Promis feiern, gibt es leider auch ein paar Hater, die ein Problem damit haben, wenn jemand sich bewusst gegen die noch immer anhaltenden Mainstream-Schönheitsideale entscheidet.

Oft meinen sie dann auch noch, ungefragt auf Instagram verletzende oder beschämende Kommentare hinterlassen zu müssen.Warum sich einige weiblich gelesene Personen, egal ob cis, trans oder nicht-binär, die Achselhaare nicht rasieren? Zum Beispiel, weil sie ganz einfach keine Lust oder aber nicht die Zeit dafür haben. Manche wollen auch ein Zeichen setzen, weil sie die Erwartungen anderer Leid sind. Zero waste und eine makellos glatte Körperrasur vertragen sich nicht, oder? Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich immer mehr Frauen gegen das vermeintliche Schönheitsideal der haarlosen Frau wehren und schlicht auf das Rasieren verzichten. Wer sagt, was schön ist? Tagtäglich wirken Bilder auf uns ein, die uns vermitteln, was als schön definiert wird. Durch das Aufkommen der Social-Media-Kanäle, die von Bildern leben, hat sich das Phänomen zusätzlich verstärkt. Damit soll Schluss sein, meinen Vertreterinnen der Body Positivity Bewegung. Dabei geht es darum, den eigenen Körper als schön anzusehen, Idealbilder neu zu definieren und sich selbst wohler zu fühlen. Unabhängig davon, welche Kleidergröße man trägt.

Ableger dieser Bewegung beschäftigen sich mit dem Thema Körperbehaarung bei Frauen. Neben der Kleidergröße XS ist nämlich eine glänzende, stoppelfreie und makellose Haut ein Bild, das uns im Internet und in Hochglanzmagazinen begegnet. Eine Utopie, vor allem wenn man berufstätig ist, Kinder versorgt und nebenbei noch gerne ein paar Minuten für sich selbst hätte. Warum also nicht einfach wachsen lassen, was die Natur vorgesehen hat? Seit ca. 1915 werden Haare am Frauenkörper in den USA entfernt. Es gilt als besonders weiblich. Der Trend sollte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges brauchen, bis er bei uns in Europa ankommt. Frauen rasieren sich demnach erst seit knapp 80 Jahren! Haare am Körper gehören dazu. Wir neigen dazu, unseren Körper zu kritisieren und als unschön oder unzulänglich zu kategorisieren.

Entgegen den weniger intelligenten Sprüchen, die man oft zu hören bekommt, sind behaarte Achseln kein Zeichen eines unhygienischen Lebenswandels. Hygiene ist ein gutes Stichwort, denn manche haben Sorge, dass sie plötzlich unangenehm nach Schweiß riechen, wenn sie die Haare unter den Armen nicht mehr rasieren. Das ist ein Mythos, denn Haare verstärken weder das Bakterienwachstum noch haben sie einen Eigengeruch, der irgendwie dazu beitragen könnte. Männer sind meist großflächig am ganzen Körper behaart. Was kümmert da der im Vergleich spärliche Haarwuchs von Frauen? Keine Pickel mehr nach dem Rasieren, keine Rötungen und nie mehr brennende Haut beim Auftragen von Deo. Das sind doch ganz gute Aussichten.

Wir scheinen ständig zu wenig Zeit zu haben. Volle Terminkalender in Arbeit und Freizeit verhindern, dass wir uns wirklich Zeit für uns selbst nehmen. Wäre es nicht schön, wenn wir 30 Stunden mehr pro Jahr zur Verfügung hätten?

Zugegeben, wichtige und richtige Argumente für eine frei wachsende Achselbehaarung aufzuschreiben ist leichter, als sie tatsächlich wachsen zu lassen. Für viele ist dieser Trend noch eine große Herausforderung, oder sie haben schlicht keine Lust auf schwarze Härchen zum weißen Sommerkleid. Der Zwang, sich zu rasieren und Make-up zu tragen, funktioniert auch in die andere Richtung. Da wird man plötzlich zum Außenseiter, wenn man mit glatten Beinen und Mascara zum gemeinsamen Treffen kommt. Lass dich nicht verunsichern, auch wenn deine Freundinnen zukünftig auf das Rasieren verzichten. Wenn man schon als Jugendliche mit dem Rasieren angefangen hat, ist es ungewohnt, sich plötzlich nicht mehr zu rasieren.

Wir streben alle ein bisschen nach einem Ideal oder müssen uns in harter geistiger Arbeit davon befreien. Das ist in Ordnung so, denn die Natur hat das für uns eingerichtet. Du musst dich nicht schlecht fühlen, wenn du gerne schimmernde, superglatte Beine hättest. Im Winter verhindern dicke Pullover und Strumpfhosen, dass jemand unsere Härchen sieht. Kaum wird es draußen wärmer, sieht die Sache anders aus. Wenn du dich mit dem trägerlosen Top und den Haaren unter den Armen unwohl fühlst, dann rasiere dich einfach. Du treibst viel Sport und nass zusammenklebende Haare sind nicht so dein Ding? Du bist keine schlechte Feministin, wenn du dich rasierst. Niemand soll dich dazu zwingen, niemand soll dich davon abhalten, ganz einfach.

Eine glatte Rasur funktioniert auch ohne Plastik. Die Körperbehaarung der Umwelt zuliebe nicht zu entfernen, ist also kein gültiges Argument! Wenn du dich weiterhin rasieren, die Umwelt aber nicht zusätzlich belasten möchtest, ist ein Rasierhobel genau das richtige Werkzeug für dich. Dieser Rasierer aus rostfreiem Edelstahl sieht nicht nur edel aus, sondern hält auch ewig. Die dünne Klinge ist ebenfalls plastikfrei, kann beidseitig verwendet werden und lässt sich einfach durch Aufschrauben des Rasierers wechseln. Auch für den Rasierschaum aus der Dose gibt es eine haut- und umweltfreundliche Alternative. Die Rasierseife lässt sich leicht aufschäumen, der Schaum ist feinporig und lässt den Rasierer mühelos über die Haut gleiten. Damit du die Seife gut verarbeiten und auf den zu rasierenden Stellen verteilen kannst, brauchst du einen Rasierpinsel.

Die Entscheidung, ob du dich zukünftig weiterhin rasieren möchtest, können wir dir nicht abnehmen. Du musst dich selbst in deinem Körper wohlfühlen, unabhängig davon, was andere sagen.

Vor- und Nachteile verschiedener Haarentfernungsmethoden

Hier ist eine Übersichtstabelle, die verschiedene Haarentfernungsmethoden vergleicht:

Methode Vorteile Nachteile
Rasieren Schnell, günstig, einfach zu Hause durchführbar Kurze Haltbarkeit, Stoppeln, Hautirritationen, eingewachsene Haare
Waxing Langanhaltend, glatte Haut Schmerzhaft, Risiko für bakterielle Infektionen, Hautrötungen
IPL/Laser Dauerhaft, weniger schmerzhaft als Waxing Mehrere Behandlungen notwendig, teuer, nicht für alle Haut- und Haartypen geeignet
Epilieren Langanhaltend Schmerzhaft, zeitaufwendig

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