Alice im Wunderland Glatze Theorie: Eine tiefgründige Analyse

Die "Alice im Wunderland Glatze Theorie" ist ein faszinierendes Konzept, das die tiefere Bedeutung von Literatur und ihre Interpretation in Bezug auf unsere Wahrnehmung der Realität untersucht. Diese Theorie, inspiriert von Lewis Carrolls berühmtem Werk, lädt uns ein, die verborgenen Botschaften und komplexen Symbole in literarischen Werken zu entschlüsseln und ihre Relevanz für unser Verständnis der Welt zu erkennen.

Es ist erstaunlich, wie viele van Dusen-Fälle in einem fahrenden Zug anfangen. Die Eisenbahn als Symbol der Technik, des Fortschritts, oder einfach nur, weil Prof. van Dusen und sein Begleiter, Assistent und Chronist öfter mal reisen, von einem Ort zum andern, wie an diesem 31. August.

Die dunkle Wahrheit hinter Alice im Wunderland | Okkultes Wissen

Die Bedeutung der Interpretation

Christian Enzensberger zufolge können wir uns als idealen Leser eine Person vorstellen, der die soziale Wirklichkeit als disparat, komplex sowie undurchschaubar erscheint und die deshalb ein - nicht übermäßiges - Unbehagen empfindet. Im Kontrast hierzu schaffe der literarische Autor etwas, das in all seinen Teilen untereinander sowie auf sein Ganzes bedeutungshaft bezogen ist. Im Kunstwerk stehen alle Details in einem Verhältnis einsichtiger Notwendigkeit oder sinnvollen Zusammenspiels zueinander. Manchmal braucht das Publikum einige Zeit, um das herauszufinden.

Die anspruchsvolle Lektüre sieht sich als gelungen an, wenn des Lesers Kennerblick zu folgendem Urteil gelangt: Alles im jeweiligen Werk „ist bezogen, alles bedeutet, alles heißt, alles ist interpretierbar“. Literatur stellt eine „Sinnmaschine“ dar, schrieb Enzensberger einmal in der Zeit: Sie ordnet die dargestellten Elemente „zu ebenjener Struktur an, die ich in meiner eigenen Existenz dauernd vermisse“.

Bei der Lektüre kommt es also auf ein Resultat an, das der Philosoph und Mathematiker Bernhard Bolzano bereits 1845 in seinem Text Über den Begriff des Schönen beschrieben hat: „Am Ende, wenn wir noch einmal alles überblicken, sehen wir, wie jedes Wort dem Zwecke, welchen der Dichter bei seiner Arbeit gehabt, (...) entspreche. Dass wir das eine zu ahnen, das andere noch hinterher einzusehen vermögen, (...) ergötzt uns als Beweis unserer Denkfertigkeit, und darin liegt der Grund, dass wir die Dichtung schön finden.“

Im Roman aber „können wir die Menschen durch und durch kennenlernen und (...) einen Ausgleich für ihre Undurchschaubarkeit im wirklichen Leben finden“: Allerdings findet eine Verschiebung statt: Das literarische Kunstwerk simuliert Verständnis, indem es das zu Verstehende ästhetisch zu Verständlichkeit und Sinnhaftigkeit transformiert.

Der Autor geht ähnlich vor wie ein Einbrecher. Dieser wirft dem Hund, der das Haus beschützen soll, ein Fleischstück hin, um ihn abzulenken. Der Autor beschäftigt den Leser mit bestimmten Motivgruppen und Problematiken. Ästhetisch entscheidend ist die Form. Literatur „holt sich mittels der Form eine Überprüfbarkeit zurück; aber nicht an der Erfahrungswirklichkeit, sondern immer nur innerhalb ihrer selbst“, so Enzensberger 1981 in der veränderten Zweitauflage von Literatur und Interesse. Die Schreibweise des Autors hat attraktiv und in sich stimmig zu sein. Die „Selbstübereinstimmung der poetischen Werke tritt an die Stelle der Übereinstimmung von nicht-poetischen Aussagen mit Sachverhalten“, bemerkt Jochen Hörisch 2005 in dem Aufsatz Warum lügen und was wissen die Dichter. Die Erfahrungen in der Literatur „stimmen nicht, weil darin alles stimmt“, so Enzensberger 1981.

Literatur soll also nicht nur Sinn stiften, sie kann auch nicht anders, vermag sie doch Sinnlosigkeit „aus Sinnzwang“ nicht adäquat wiederzugeben. Eine heile Welt ist damit nicht gemeint.

Selbst wenn im Text inhaltlich erschreckende Botschaften dominieren, „nistet“ sich, so Enzensberger, noch „jedes Mal durch formale Sinnkonsistenz die poetische ‚Notwendigkeit’ und der ‚tiefere’ Sinn wieder ein“.

Die Cheshire Cat und das Lächeln

Im Frühjahr 1957 empfing Lyman Spitzer einen jungen Mann aus Deutschland, der aus bloßer Wissbegierde gekommen war und keine besondere wissenschaftliche Kompetenz vorzuweisen hatte, und zeigte ihm das Laboratorium für Plasmaphysik, das er sechs Jahre zuvor gegründet hatte. Der Gelehrte trug eine Hornbrille, eine hohe Stirnglatze und ein Lächeln, das an die Cheshire Cat aus Alice im Wunderland erinnerte. Er war sich nicht zu schade, dem Gast zu erklären, was ein Plasma ist.

Das Abenteuer um den schwarzen Magier, der vom Teufel geholt wurde, und zwar aus einem hermetisch verschlossenen Raum im Leichenschauhaus, dieses rätselhafte, unheimliche, und über alle Maßen makabre Abenteuer begann in einem gar nicht makabren Ambiente im Chambre Separee bei Delmonico an der Fifth Avenue, es war am Sonntag, dem 6. August.

Bei mir war der Groschen gefallen, endlich, wir waren im Wunderland, im Wunderland von Alice, in Lewis Carrolls Wunderland am 4. Juli.

Das konnte ich mir denken, jedes Mitglied des exklusiven Kreises spielte am 4. Juli eine Figur aus Alice im Wunderland, Hutmacher, Märzhase weißes Kaninchen usw die qualmende Raupe hieß Dr. vanDusen.

Es ist schon erstaunlich, meine Damen und Herren, wie viele van Dusen Fälle in einem fahrenden Zug anfangen, vielleicht hat das ja einen tieferen Sinn, die Eisenbahn als Symbol der Technik, des Fortschritts und so, vielleicht liegts aber auch nur daran daß wir beide, Prof van Dusen und ich öfter mal reisen, von einem Ort zum andern, wie an diesem 31. August.

Kaputtes in Kunst verwandeln

Elfriede Jelinek lässt in ihren Texten keine Abgründe aus und stellt sie zugleich in eine Reihe des Austauschbaren. Jelineks Schreibweise jedoch sorgt zuverlässig dafür, dass „die bitteren Tropfen niemanden zum Würgen bringen, sie lassen sich problemlos schlucken wie auf einem Stück Zucker“, so Andreas Heinz 2011 in der Zeit. Der anspruchsvolle Leser genießt die ästhetische Meisterschaft, Kaputtes in Kunst zu verwandeln.

Besonders passionierte Leser stört dann an der Realität, dass sie nicht so sei wie ein Roman. Aus der Perspektive der großen Kunst, so formuliert Arno Schmidt, erscheint die prosaische Wirklichkeit als lachhafte Kopie.

Eine zu große Nähe zwischen Kunstwerk und Rezipient ist dem ambitionierten Leser indes suspekt. In der Begegnung mit dem exquisiten ästhetischen Text will ein avancierter Leser sich gefordert fühlen. Er will die „Verfremdung der Dinge und die Komplizierung der Form, um die Wahrnehmung zu erschweren (...). Denn in der Kunst ist der Wahrnehmungsprozess ein Ziel in sich und muss verlängert werden“, wusste der russische Literaturtheoretiker Viktor B. Slovskij in seiner Theorie der Prosa. Die Lektüre soll bloß nicht zu schnell enden.

So geben uns manche Schriftsteller schier unendliche Entschlüsselungsarbeiten auf. In seinem Buch Die Bildungs-Lüge schildert Werner Fuld prägnant, wie Literatur sich nur noch auf andere Literatur bezieht. So arbeitet Arno Schmidt in Zettels Traum „ständig mit verdeckten Zitaten, Anspielungen und Vieldeutigkeiten, sodass der Leser den Sprachspuren wie ein Detektiv folgen muss. Nehmen wir nur die erste Zeile: Links steht ‚Anna Muh-Muh!‘ So, ‚ana moo-moo‘ rufen die Eingeborenen in Poes ,Gordon Pym‘. Die deutsche Lautschrift sagt uns, dass wir vor einer Kuhweide stehen, deren Stacheldrahtzaun wir in der ge-x-ten Doppelreihe erkennen. Er wird in der Mitte auseinandergedrückt, um die Personen durchzulassen, wobei eine hängen bleibt, was den Metallton ‚king‘ und den nur angedeuteten Fluch ‚fu‘(cking) verursacht. Das ist aber nicht alles, denn das umrahmte ‚king!‘ bedeutet nämlich vor allem: Jetzt tritt König Arno auf, der sich hier seinen Traum erfüllen wird. Der Titel ,Zettels Traum‘ verweist natürlich auf die seit Wielands Erstübersetzung ‚Zettel‘ genannte Figur aus Shakespeares ,Sommernachtstraum‘, deren originalen Namen Bottom man aber auch mit Arsch übersetzen könnte, womit wir bei Ar(no) Sch(midts) und Po(e)s Traum angelangt wären.“

Ein Text von Volker Stelzmann über Erkenntnis und Genuss steht für die geschäftige Kunstbegleit-Rhetorik. Sie lobt vorhersehbar und gratismutig die „Verweigerung bequemer Identifikation“. Sie flicht solchen Lesern Kränze, die die „widersprüchliche Komplexität produktiv annehmen“.

Tabelle: Vergleich von Realität und Literatur

Aspekt Realität Literatur
Verständlichkeit Oft undurchschaubar und komplex Strukturiert und bedeutungshaft
Sinnhaftigkeit Kann disparat und zufällig erscheinen Alle Details sind miteinander verbunden
Erfahrung Begrenzt und fragmentarisch Erhöht und existenziell

tags: #Alice #im #Wunderland #Glatze #Theorie

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