Hydrolysierte Proteine sind Proteine, die den Prozess der Hydrolyse durchlaufen haben. Normalerweise handelt es sich bei ganzen Proteinen um recht große Moleküle, die vom Körper aber nicht ohne Weiteres verwertet werden können. Darum werden diese großen Proteine mithilfe der Hydrolyse zerlegt. Der Begriff beschreibt die Spaltung durch Reaktion mit Wasser.
Bevor die Proteine also überhaupt in den menschlichen Blutskreislauf gelangen können, um von dort aus zu den Muskelzellen und Organen transportiert zu werden, werden sie zunächst von unserem Verdauungstrakt in Aminosäuren und Peptide zerlegt.
Der Vorteil der Proteinhydrolysate liegt also darin, dass vom Körper so gut wie gar kein Verdauungsaufwand betrieben werden muss, die Nährstoffe aber dennoch schnell und ohne Umwege ins Blut gelangen.
Proteinhydrolysate werden besonders häufig im Sport beziehungsweise in der Sportmedizin eingesetzt. Die „freien“ Aminosäuren, die in ihnen enthalten sind, können vom Körper besser aufgenommen werden, was unter anderem bei Sportlern und Bodybuildern zur gewünschten Beschleunigung der Nährstoffversorgung des Muskelgewebes führt.
Doch auch in der Kosmetik sind Proteinhydrolysate mittlerweile auf dem Vormarsch. Auch in der Kosmetik können Proteine vom Körper erst dann optimal aufgenommen werden, wenn sie einer Hydrolyse unterzogen wurden. Nur so können sie tief in Haut und Haar eindringen und dort ihre Wirkung entfalten. Hydrolysierte Proteine sind darum für anspruchsvolle Pflegeprodukte eine hervorragende Wahl.
In der Kosmetikindustrie sind Proteinhydrolysate ebenfalls beliebt. Zum Beispiel werden hydrolysierte Reis- oder Weizenproteine oft in Naturkosmetikshampoos verwendet. Sie verhindern das elektrische Aufladen der Haare beim Bürsten oder Stylen und verbessern ihre Geschmeidigkeit sowie Stärke. Darüber hinaus sind Proteinhydrolysate absolut vegan und wasserlöslich.
Hydrolysierte Weizenproteine im Shampoo besitzen die Eigenschaften eines Konditioners und tragen zu mehr Vitalität, Volumen und Haarstärke bei. Sie sorgen für mehr Geschmeidigkeit der Haare und unterstützen den Wiederaufbau der Haarfaser.
Grundsätzlich verbessern Proteinhydrolysate die Widerstandsfähigkeit der Haare und schützen sie somit vor Schäden durch äußere Einflüsse. Während intakte Proteine mit großen Molekülen nicht in das Haar eindringen können und auf der Oberfläche lediglich eine mikroskopisch feine und äußerlich glättende Schutzschicht bilden, ziehen Proteinhydrolysate (kleine Moleküle) ohne Probleme in das Haar ein.
Die Aminosäuren als kleinste Bestandteile bauen das Haar wieder auf, verstärken die Struktur und können sogar das Haarwachstum beschleunigen. Proteinhydrolysate beginnen gleich nach dem Eindringen in die inneren Haarschichten mit der Instandsetzung und Schadensbehebung, so dass sich das Haar meist sehr schnell schon deutlich gesünder und kräftiger anfühlt. Neben der Verwendung in Shampoos bieten sich Proteinhydrolysate daher auch in Haarölen und Haarkuren an.
Darüber hinaus finden Proteinhydrolysate Anwendung in Hautpflegeprodukten, wo sie die Durchblutung und Elastizität der Haut steigern sowie den Feuchtigkeitsverlust reduzieren können. Durch Proteinhydrolysate kann in vielen Fällen eine durchblutungs- und elastizitätssteigernde Wirkung erreicht werden.
Zwar standen hydrolysierte Weizenproteine einige Zeit in dem Verdacht, bei empfindlichen Menschen Kontaktallergien auszulösen, die EU-Kommission hat die Kosmetikverordnung jedoch im Jahre 2017 um neue Bestimmungen ergänzt. Der Gehalt an möglicherweise allergieauslösenden Eiweißen wurde entsprechend minimiert.
In der Verordnung EU 2017/2228 heißt es, dass die mittlere Molekülmasse von Peptiden im hydrolysierten Weizenprotein bei einer Verwendung in kosmetischen Präparaten auf höchstens 3,5 kDa (Kilodalton) zu begrenzen ist. Der wissenschaftliche Ausschuss „Verbrauchersicherheit“ (SCCS) stufte die Verwendung von hydrolysiertem Weizenprotein in kosmetischen Produkten für Verbraucher in einer überarbeiteten Stellungnahme als sicher ein, sofern der Höchstwert von 3,5 kDa nicht überschritten wird.
Einsatzbereiche: für Haut- und Haarpflegeprodukte: Cremes, Lotionen, Shampoos und Conditioner. Verbessert den Sonnenschutz gegen freie Radikale.
Keratin, insbesondere in seiner hydrolysierten Form, ist ein Schlüsselinhaltsstoff in der Kosmetikindustrie, bekannt für seine stärkenden und reparierenden Eigenschaften für Haar und Haut. Hydrolysiertes Keratin dringt in die Haarfollikel und Hautzellen ein, um von innen zu reparieren und zu stärken. Für das Haar bedeutet dies eine Verbesserung der Elastizität, Verringerung von Bruch und Spliss, sowie einen gesunden Glanz. Auf der Haut hilft Keratin, Feuchtigkeit zu binden, die Hautstruktur zu verbessern und Zeichen der Hautalterung entgegenzuwirken.
Zusätzlich zur Reparatur und Stärkung kann hydrolysiertes Keratin auch schützende Eigenschaften haben, indem es einen Film auf Haar und Haut bildet, der vor Umweltschäden schützt.
Die Gewinnung von hydrolysiertem Keratin beginnt mit der Sammlung von Keratin-reichen Materialien wie Schafwolle oder Tierfedern. Diese werden dann einem Hydrolyseprozess unterzogen, bei dem das Keratin in kleinere Peptidketten aufgespalten wird, die leichter von Haut und Haar absorbiert werden können.
Hydrolysiertes Keratin wird im Allgemeinen gut vertragen und ist sicher in der Anwendung für Haut und Haar. Allergische Reaktionen sind selten, aber Personen mit empfindlicher Haut oder Allergien gegen Keratinquellen sollten Vorsicht walten lassen. Es sind keine negativen Wechselwirkungen mit anderen kosmetischen Inhaltsstoffen bekannt.
Hydrolysiertes Keratin kann effektiv mit Feuchtigkeitsspendern, Ölen und anderen Proteinen kombiniert werden, um die Haar- und Hautpflege zu optimieren.
Hydrolysiertes Keratin wird häufig mit Feuchtigkeitsspendern wie Glycerin und Hyaluronsäure, sowie mit Ölen wie Arganöl oder Kokosöl kombiniert, um die Pflegewirkung zu verstärken.
Proteine sind eine besonders wesentliche Gruppe der Substanzen, weil sie das Hauptelement der Haare sind. Sie sind Eiweißstoffe oder anders Makromoleküle, die aus Aminosäuren bestehen. Proteine verstärken die Widerstandsfähigkeit der Haare und bewirken, dass sie nicht zu schnell beschädigt werden. Sie sind am besten für Haare mit hoher Porosität und geöffneter Schuppenschicht. Dicke Haare mit geringer Porosität können mit solchen Proteinen beschwert werden.
Dieser Typ der Proteine bildet auf der Oberfläche der Haare eine schonende Schicht, die für die Glättung und den Glanz der Haare verantwortlich ist. Die großen Proteine können durch die Hydrolyse verkleinert werden. So entstehen kleine Moleküle, die imstande sind, in die tiefen Haarstrukturen einzuziehen und sie gründlich wiederaufbauen. Proteine mit kleinen Molekülen ergänzen Verluste in im Haarschaft, infolgedessen die Haare wieder elastisch, vital, weich und unempfindlich gegen Schäden werden. Kleine Moleküle der hydrolysierten Proteine sind angemessen für jeden Haartyp - von geringer bis zu hoher Porosität.
Der Mangel an Proteinen ist sofort sichtbar: die Haare werden schlaff, widerspenstig und nicht mehr vital. Sie bereiten zudem Probleme beim Haarstyling. Es fehlt ihnen Elastizität und Energie. Proteine sind unbedingt solchen Haaren, die sehr oft gefärbt, geföhnt, gestylt, geglättet oder gelockt werden und einfach strapaziert sind. Je mehr schädliche Faktoren einen Einfluss auf die Haare hat, desto mehr Proteine brauchen die Haare.
Die angemessene Haarpflege besteht in der ausgeglichenen Lieferung der Nährstoffe. Das Übermaß an einem Stoff kann ähnliche Folgen haben, wie ein Mangel daran. In Bezug darauf ist es möglich, den Haaren zu viel Proteine gegenüber anderen Nährstoffe zu liefern. Die Balance zwischen Emollientien, Feuchthaltemitteln und Proteinen wird dann ins Wanken gebracht.
Eine solche Situation führt dazu, dass die Strähnen steif, trocken und rau werden. Sie plustern zudem auf, anstatt elastisch zu werden. Es gibt aber auch eine gute Nachricht. Das Übermaß an Proteinen kann sehr einfach „ausgespült“ werden. Es ist ausreichend, die Haare mit einem stärkeren Shampoo zu reinigen. Das Kosmetikprodukt beseitigt die Proteinschicht. Es lohnt sich danach die Haare mit einem Öl zu pflegen. Moleküle der Haaröle schwächen die Wirkung der Proteine.
Bei der Beschreibung der Proteine muss ebenfalls die Funktion der kleinen Aminosäuren im Rahmen der Haarpflege erwähnt werden. Aminosäuren sind wie kleine Ziegelsteine, die Eiweißstoffe bilden. Sie stimulieren die Haare zum schnelleren Wachstum und stoppen den Haarverlust.
Hydrolyzed Soy Protein ist ein pflanzliches Protein, das aus Sojabohnen gewonnen wird. Es wird in der Hautpflege und Kosmetikindustrie aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden und reparierenden Eigenschaften eingesetzt.
Hydrolyzed Soy Protein wird durch enzymatische Hydrolyse von Sojabohnen hergestellt, wobei lange Proteinketten in kleinere Peptide zerlegt werden.
In der Hautpflege kann Hydrolyzed Soy Protein dazu beitragen, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, ihre Elastizität zu verbessern und feine Linien und Falten zu reduzieren. Es kann auch dazu beitragen, die Haut zu beruhigen und zu regenerieren, was bei empfindlicher oder geschädigter Haut von Vorteil ist.
Hydrolyzed Soy Protein ist reich an Aminosäuren, insbesondere an Glutaminsäure, Asparaginsäure und Arginin.
Ein weiterer Vorteil von Hydrolyzed Soy Protein ist, dass es eine antioxidative Wirkung hat und die Haut vor Schäden durch freie Radikale schützen kann.
Shampoos und Conditioner sind aus der Welt der Haarpflege nicht mehr wegzudenken. Doch was steckt eigentlich hinter diesen alltäglichen Produkten?
Shampoos dienen in erster Linie dazu, das Haar von Schmutz, Fett und Stylingprodukten zu befreien. Ihre wichtigsten Inhaltsstoffe sind Tenside, die die Reinigungsarbeit übernehmen.
Tenside: Diese Molekülverbindungen haben einen hydrophilen (wasseranziehenden) Kopf und einen hydrophoben (wasserabweisenden) Schwanz. Sie umhüllen Schmutz- und Fettpartikel, lösen sie vom Haar und ermöglichen das Ausspülen mit Wasser. Beispiele sind Sodiumlaurylsulfat und Sodiumlaurethsulfat.
Feuchtigkeitsspender:Glycerin und Panthenol ziehen Feuchtigkeit an und helfen, das Haar geschmeidig zu halten. Dies ist besonders wichtig bei trockenem oder strapaziertem Haar.
Verdickungsmittel und Stabilisatoren: Stoffe wie Xanthan und Cellulose sorgen dafür, dass das Shampoo die richtige Konsistenz hat und stabil bleibt.
Konservierungsstoffe: Sie verhindern das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen in der Shampooflasche.
Spülungen sollen das Haar pflegen, entwirren und schützen. Ihre Inhaltsstoffe ergänzen die Reinigungswirkung des Shampoos und bieten zusätzliche Vorteile.
In Conditionern werden oft Inhaltsstoffe wie Silikone und Polyquaternium verwendet und machen das Haar glatt, geschmeidig und glänzend. Sie umhüllen die Haarsträhnen und verhindern, dass sie sich verheddern oder statisch aufladen. Ein niedriger PH-Wert schließt außerdem die äußere Schuppenschicht des Haares und sorgt für eine Extraportion Glanz.
Kationische Tenside: Diese positiv geladenen Moleküle, wie zum Beispiel Behentrimoniumchlorid, lagern sich an die negativ geladenen Stellen des Haares an, glätten die Haaroberfläche und machen das Haar leichter kämmbar.
Fette und Öle: Inhaltsstoffe wie Kokosöl, Arganöl und Sheabutter spenden intensive Feuchtigkeit und Nährstoffe. Sie dringen in das Haar ein und helfen, die Haarstruktur zu reparieren und zu stärken.
Proteine: Hydrolysierte Proteine wie Keratin oder Seidenproteine dringen in das Haar ein und reparieren geschädigte Stellen.
Die Wissenschaft hinter Shampoos und Pflegespülungen ist komplex und faszinierend. Durch die sorgfältige Auswahl und Kombination der Inhaltsstoffe bieten diese Produkte eine umfassende Pflege, die weit über die reine Reinigung hinausgeht.
Im trockenen Zustand sind Haare fest und widerstandsfähig. Nass quellen sie auf und werden empfindlich. Die Schuppenschicht des Haares, die sonst glatt anliegt, steht sperrig und plusterig ab. Wenn die Haare sowieso schon etwas rau sind, verhaken sie sich miteinander und reißen leichter. ) veranlasst das Zusammenziehen der Schuppenschicht und gleicht den pH-Wert aus. Somit wird das Haar leichter kämmbar und vor Haarbruch geschützt.
Da das Hydrofluid antistatisch wirkt, hilft es besonders gut, wenn die Haare elektrisch geladen sind. Bei welligem und lockigem Haar, ist dieses Produkt auch ideal um die Struktur zu definieren. Knete es hierfür einfach in die Haare ein. Es kann zusätzlich zur Feuchtigkeitskur verwendet werden.
Keratin ist ein körpereigenes Protein und Hauptbestandteil unserer Haut und Haare. Etwa 90 % des menschlichen Haares bestehen aus Keratin. Konventionelles Keratin stammt aus tierischen Quellen wie Wolle, Federn oder Hörnern. Diese Bestandteile werden chemisch aufbereitet und extrahiert.
Pflanzliche Alternativen wie hydrolysiertes Weizenprotein bieten ähnliche pflegende Eigenschaften wie tierisches Keratin - ohne auf tierische Bestandteile zurückzugreifen. Weizenkeimproteine, auch als Phyto-Keratin bekannt, bestehen aus Aminosäuren - den Bausteinen aller Proteine. In der Naturkosmetik sind sie unter der INCI-Bezeichnung „Hydrolyzed Wheat Protein“ bekannt. Die Proteine werden aus Getreidekörnern durch Hydrolyse gewonnen. Glutenhaltige Proteine sind in Haarpflegeprodukten für Zöliakie-Betroffene unproblematisch, solange sie nicht über den Mund aufgenommen werden.
Tabelle: Vergleich von traditionellen und modernen Methoden der Proteinversorgung für Haare
| Methode | Proteinform | Wirkung | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Rohes Ei | Intakte Proteine | Kurzfristiger Glanz durch Ablagerung auf der Haaroberfläche | Geringe Tiefenwirkung, kann bei Kontakt mit warmem Wasser gerinnen |
| Gelatine, Mayonnaise, Quark & Joghurt | Kollagen, Ei- und Milchproteine | Beruhigende Wirkung auf die Kopfhaut (Quark & Joghurt), Glanz (Mayonnaise) | Begrenzte Wirkung auf die Haarstruktur, Anwendung oft umständlich |
| Moderne Proteinwirkstoffe (hydrolysierte Proteine) | Weizen-, Seiden-, Reis-, Kaschmirprotein | Gezielte und wirksame Pflege, dringt tief in die Haarstruktur ein, Restrukturierung, Glättung, Aufbau | Potenzielle allergische Reaktionen bei empfindlichen Personen (Weizenprotein), aber durch EU-Verordnung minimiert |
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