Fast jeder hat sich schon einmal Sorgen wegen Haarausfalls gemacht - ob berechtigt oder nicht. Einige Anlässe dafür sind besonders verbreitet. Meist gibt es erprobte Behandlungen dagegen. Dieser Artikel befasst sich mit den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall, der durch das Ziehen an den Haaren entsteht, auch bekannt als Traktionsalopezie.
Alopecia areata
Bei der Traktionsalopezie handelt es sich nicht um eine körperliche Erkrankung, sondern um einen Haarausfall durch übermäßige mechanische Belastung des Haars. Traktion bedeutet "Ziehen" oder "Zugkraft". Eine Traktionsalopezie tritt durch eine übermäßige mechanische Belastung der Haare auf.
Besonders betroffen sind Frauen, die häufig enge Frisuren wie Pferdeschwänze, Dutts oder geflochtene Zöpfe tragen. Meistens sind Frauen betroffen, die häufig enge, straffe Zöpfe tragen. Aber auch Männer mit langen Haaren, die oft einen Pferdeschwanz tragen, können betroffen sein.
Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Eine Traktionsalopezie entsteht durch wiederholte mechanische Reizung bestimmter Haarbereiche. Durch Druck, Zug oder Reibung kommt es zu einer Verkrümmung der Haarwurzel. Dadurch werden die Haare immer dünner und die Wachstumsphase verkürzt sich. Schließlich fällt das Haar aus.
Zusätzlich gibt es psychische Faktoren, die eine Traktionsalopezie hervorrufen. Bei einer Erkrankung namens Trichotillomanie reißen sich Betroffene die Haare selbst aus. Betroffene geben an, dass sie sich oft aus einem emotionalen Zustand heraus die Haare ausreißen. Auslöser können Langeweile, das Gefühl von innerer Leere, Traurigkeit, Angst oder Nervosität sein.
Hormone spielen eine Schlüsselrolle in unserem Haarwachstums- und -ausfallszyklus, und viele Phasen unseres Lebens können zu Veränderungen unserer Hormone führen. Körperliche Veränderungen wie Schwangerschaft, Menopause oder Pubertät können sich auf die Haarfollikel auswirken und zu weiblichem Haarausfall führen.
Der Haarausfall tritt dort auf, wo die Haare der Belastung ausgesetzt sind. Bei engen Haarbändern oder straffen Frisuren ist dies meist der Haaransatz an der Stirn und den Seiten - denn dort liegt die größte mechanische Belastung vor. Wer erste Symptome nicht bemerkt und entsprechend handelt, riskiert ein weiteres Fortschreiten des Haarverlusts.
Meist bemerkt man zuerst, dass die strapazierten Haare am Haarschaft abbrechen und Frizz entsteht - einzelne Härchen, die aus der Frisur abstehen. Das Haar wird an den betroffenen Stellen dünner, es können vermehrt kurze abgebrochene Härchen auftauchen (zum Beispiel am Haaransatz), der Haaransatz kann zurückweichen, es können kahle Stellen entstehen.
| Symptom | Beschreibung |
|---|---|
| Dünner werdendes Haar | Besonders am Haaransatz und an den Schläfen |
| Abgebrochene Haare | Kurze, abgebrochene Härchen am Haaransatz |
| Zurückweichender Haaransatz | Der Haaransatz verschiebt sich nach hinten |
| Kahle Stellen | Lokale Bereiche ohne Haarwuchs |
| Juckreiz und Spannungsgefühl | An der Kopfhaut durch die Zugbelastung |
Die meisten Arten des Haarausfalls bilden ein charakteristisches Muster. Bei der Traktionsalopezie fallen die Haare in den Regionen aus, die mechanisch belastet sind, also meistens an den Haaransätzen der Stirn und der Schläfen.
Zur weiteren Absicherung der Diagnose kann eine Trichoskopie - also eine digitale Mikroskopuntersuchung der Kopfhaut - hilfreich sein. Dabei lassen sich Zustand und Dichte der Haarfollikel beurteilen sowie mögliche Narbenbildungen oder Entzündungen erkennen, die typisch für eine fortgeschrittene Traktionsalopezie sind.
Mit einer Blutentnahme und anschließender Laboruntersuchung kann festgestellt werden, ob ein Mangel an Vitaminen, Nährstoffen oder Spurenelementen vorliegt, die den Haarausfall verstärken. Besonders häufig kommt ein Eisenmangel vor.
Die Behandlung von Haarausfall beginnt damit, die Ursache korrekt zu identifizieren, weswegen wir empfehlen, eine qualifizierte medizinische Fachkraft zu konsultieren, wenn Sie sich Sorgen aufgrund ausfallenden Haares machen. Prinzipiell ist eine Traktionsalopezie keine Krankheit. Es liegt keine körperliche Ursache vor, die den Haarausfall bedingt.
Eine Traktionsalopezie wird behandelt, indem man ihren Auslöser vermeidet. Frisuren oder Kopfbedeckungen sollten so gestaltet sein, dass sie keine Zugkraft oder Druckbelastung auf das Haar und die Haarwurzel ausüben. Das Haar sollte öfter mal einfach locker oder offen getragen werden. Auch das tägliche Styling kann die Haare überstrapazieren.
Wenn keine andere Therapie hilft, kommt als letzte Option eine Haartransplantation infrage. Sie ist jedoch erst dann sinnvoll, wenn der Stress der Haare so weit reduziert wurde, dass der Haarausfall nicht weiter fortschreitet und wenn alle alternativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind.
Haarpflege
Einer Traktionsalopezie lässt sich vorbeugen, indem man Stress für die Haare so weit wie möglich reduziert. Dazu gehört insbesondere das richtige Styling und der richtige Haarschmuck. Es spricht nichts dagegen, auch mal eine straffe Frisur zu tragen. Das sollte man aber nicht täglich tun. Wenn die Frisur durch Zug an den Haaren schmerzt, sollte man sie direkt lösen.
Auch chemischen Stress für die Haare sollte man vermeiden - dazu gehören vor allem Färben, Tönen und Blondieren. Psychisch mit sich im Reinen zu sein ist auch gut für die Haare - manche Menschen neigen dazu, bei Stress an den Haaren zu ziehen oder sich die Haare auszureißen.
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