Haarausfall (Alopezie) ist ein weit verbreitetes Problem, das für viele Betroffene sehr belastend sein kann. Es gibt verschiedene Ursachen für Haarausfall, darunter genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen und andere gesundheitliche Faktoren.
Norwood-Skala für Haarausfall bei Männern
Für Haarausfall kann es die verschiedensten Ursachen geben, beispielsweise eine Beeinträchtigung des Stoffwechsels. Bei kreisrundem Haarausfall (Alopezia areata) werden sowohl genetische Veranlagung als auch eine Schwächung des Immunsystems als häufige Ursachen vermutet.
Die häufigsten Ursachen für Haarausfall sind:
Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von speziellen Zellen produziert werden. Vereinfacht ausgedrückt werden die Haarfollikel und damit auch die Haarwurzeln über die Hormone gesteuert. Hormonelle Veränderungen haben deshalb auch unmittelbare Auswirkungen auf die Haare.
Bei Frauen tritt Haarausfall gehäuft während der Pubertät, nach der Schwangerschaft und in den Wechseljahren auf. Auch Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 20 können unter diffusem Haarausfall leiden. Bei Frauen wird oft das sog. PCOS (engl. polyzystisches Ovarialsyndrom) diagnostiziert. Von Haarausfall betroffene Frauen leiden an einer übermässigen Bildung männlicher Geschlechtshormone. Die Symptome sind neben Haarausfall auch Akne, verstärkte Körperbehaarung und oft auch Kinderlosigkeit.
Im Klimakterium verändert sich die hormonelle Zusammensetzung im weiblichen Körper grundlegend. Ausschlaggebend ist, dass der Hormonspiegel in den Keller rutscht. Etwa ab der 8. Doch auch die Stillzeit kann mit Haarausfall einhergehen. Das Hormon Prolactin, das zur Milchbildung beiträgt, verkürzt die Wachstumsphase der Haare.
Bei Frauen spielt zusätzlich eine verminderte Aktivität des Enzyms Aromatase eine Rolle. Die Aromatase wandelt Dihydrotestosteron in das protektiv wirkende weibliche Sexualhormon Estrogen um. Häufig fängt der Haarverlust rund um den Scheitel an. Das Haar dünnt mehr oder weniger deutlich aus, es entwickelt sich allerdings nur selten eine echte Glatze.
Viele Menschen versuchen, mithilfe der Schüßler-Salze Haarausfall oder andere Haarprobleme (wie brüchige Haare, Haarspliss oder Schuppen) zu bekämpfen. Generell sollen vor allem Natrium phosphoricum und Silicea (Nr. 9 und 11 der Schüßler-Salze) die Haare stärken.
Ebenfalls kräftigend auf die Haare sollen sich Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 21 Zincum chloratum auswirken. Daneben gibt es noch spezielle Empfehlungen, welche Schüßler-Salze Haarausfall beseitigen sollen, da es auch verschiedene Arten und Ursachen von Haarausfall gibt.
Die folgende Schüßler-Salze sollen einen Haarausfall bremsen können, teilweise können sie auch äußerlich angewandt werden:
Schüßler-Salze
Sie können die Schüßler-Salze Nr. 3, 5, 8, 9 und 10 auch kombiniert äußerlich anwenden, indem Sie einmal wöchentlich die Tabletten durch Auflösen in Wasser zu einem dicken Brei anrühren und als Haarpackung auftragen. Auch eine Spülung können Sie anfertigen. Wie viele Tabletten der einzelnen Schüßler-Salze Sie hierfür verwenden sollten, besprechen Sie am besten mit einem erfahrenen Therapeuten.
Generell können Sie es bei Haarausfall auch mit dem biochemischen Haar-Schema versuchen:
Die Wirkung dieser Schüßler-Salze gegen Haarausfall soll sich noch steigern lassen, wenn Sie bei den Salzen Nr. 3 und Nr. 11 öfters die Potenz wechseln - zum Beispiel jeweils zwei Wochen lang D6, dann D3 und schließlich D12 einnehmen.
Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare gleichmäßig auf dem ganzen Kopf aus. Mögliche Ursachen sind genetische und hormonelle Faktoren, Stress, Medikamente (Pille etc.), das Färben der Haare sowie Schwermetallbelastungen.
Laut dem Schüßler-Salze-Konzept kann besonders Silicea, die Nr. 11 der Schüßler-Salze, Haarausfall diesen Typs bessern. Empfohlen wird eine Einnahme über mehrere Wochen bis zur Besserung. Die Standarddosierung in der Biochemie nach Schüßler beträgt dreimal täglich zwei Tabletten, die Sie etwa 15 Minuten vor oder nach dem Essen langsam im Mund zergehen lassen.
Sinnvoll kann es sein, bei diffusem Haarausfall Schüßler-Salze Nr. 21 (Zincum chloratum), Nr. 5 (Natrium phosphoricum) und Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) mit Silicea zu kombinieren.
Die Ursache von kreisrundem Haarausfall bleibt meist ungeklärt. Für Schüßler-Salz-Experten soll zum Beispiel Kalium phosphoricum, die Nr. 5 der Schüßler-Salze, Haarausfall dieser Form stoppen können. Dazu sollten Sie täglich über den Tag verteilt acht Tabletten lutschen. Zusätzlich wird empfohlen, das Schüßler Salz in Salbenform morgens und abends sehr dünn auf die betroffene Kopfregion aufzutragen.
Daneben sollen noch weitere Schüßler-Salze Haarausfall des kreisrunden Typs stoppen können: Nr. 11 Silicea, Nr. 21 Zincum chloratum plus bei längerer Anwendung Nr. 9 Natrium phosphoricum.
Wichtig: Das Konzept der Schüßler-Salze und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.
Oft kann die Gabe von Globuli das Haar wieder aufbauen und Haarausfall vorbeugen oder aufhalten. Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Daneben gibt es je nach Symptom unterschiedliche Empfehlungen für die Vergabe von Globuli.
Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Bei der Anwendung von Globuli ist insbesondere darauf zu achten, eine halbe Stunde vor und nach der Einnahme auf Tee, Kaffee und Zähneputzen zu verzichten. Auch zum Essen sollte mindestens ein 30-minütiger Abstand eingehalten werden, damit das Arzneimittel seine Wirkung optimal entfalten kann.
Hier sind einige homöopathische Mittel, die bei Haarausfall eingesetzt werden können:
Für hormonell bedingten Haarausfall bieten sich unterschiedliche Mittel je nach Typ an:
Hinweis: Bei anhaltendem oder starkem Haarausfall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
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