Was tun gegen Rötungen nach dem Epilieren: Tipps für glatte Haut

Viele Menschen, die sich regelmäßig die Haare entfernen, kennen das Problem: Rötungen und Irritationen nach der Epilation. Diese können nicht nur unangenehm aussehen, sondern auch jucken und brennen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um diese Beschwerden zu lindern und zukünftig vorzubeugen. Dieser Artikel bietet Ihnen umfassende Tipps und Tricks für eine sanfte und effektive Haarentfernung.

Ursachen für rote Punkte an den Beinen

Die roten Flecken an den Beinen werden oft als "Erdbeerbeine" bezeichnet, da sie an Erdbeeren mit kleinen Samen erinnern. Dieser Zustand betrifft viele Menschen und kann besonders auf blasser Haut auffällig sein. Die Reizung ist auch nach der Rasur oder Epilation stärker spürbar. Um die Irritationen zu beseitigen, ist es wichtig, die Ursachen zu verstehen.

5 Fehler beim Epilieren

Verschiedene Faktoren tragen zu diesen roten Punkten bei. Eine davon ist eine Abschuppungsstörung der Haut, die follikuläre Keratose. Dies geschieht, wenn abgestorbene Hautzellen zusammen mit Schmutz, Bakterien und Talg die Öffnungen der Haarfollikel verstopfen und eine Entzündung verursachen. Dieser Zustand kann durch unsachgemäße Epilation verschlimmert werden, insbesondere wenn Sie einen unsauberen Rasierer oder stumpfe Klingen verwenden. Dies kann zu Mikroschäden um die Haarfollikel herum führen, wodurch Bakterien leichter eindringen können. Es entstehen Pickel und leichte Entzündungen!

Auch wenn die Haut nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt oder zu stark eingefettet ist, peelt die Epidermis nicht richtig ab und es entstehen unschöne rote Flecken. Die Genetik spielt ebenfalls eine Rolle: Wenn einer Ihrer Eltern unter dieser Hautreizung leidet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Sie davon betroffen sind. Lassen Sie sich nicht entmutigen, Sie können diesen Kampf gewinnen und glatte Beine und einen ebenmäßigen Hautton bekommen. Sie müssen nur ein paar wichtige Regeln für die Rasur und die tägliche Hautpflege beachten.

10 effektive Tipps, um Erdbeerbeine loszuwerden

1. Bürsten

Trockenes Körperbürsten hilft, abgestorbene Haut zu entfernen und regt die Durchblutung an. Es macht Ihre Haut straffer und glatter. Das Bürsten selbst mag vielleicht anfangs nicht Ihre Lieblingsbeschäftigung sein und lästig erscheinen, aber nach ein paar Versuchen wird sich Ihre Haut daran gewöhnen und davon profitieren.

2. Peeling einen Tag vor dem Epilieren

Mindestens einen Tag vor dem Rasieren oder Epilieren der Beine sollten Sie ein gründliches Peeling durchführen, um abgestorbene Haut zu entfernen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung um die Follikel herum verringert. Wählen Sie Peelings mit natürlichen Inhaltsstoffen - Samen, Zucker, Kaffee oder Salz -, die eine zusätzliche Pflegewirkung haben, ohne die Umwelt mit Mikroplastik zu belasten!

3. Warme Dusche oder Bad

Um rote Flecken an den Beinen nach der Rasur zu vermeiden, duschen Sie zuerst warm. Die Wärme öffnet die Poren und macht die Haut weich, wodurch Irritationen minimiert werden. Aber denken Sie daran, die Temperatur unter Kontrolle zu halten, da zu heißes Wasser reizend und austrocknend sein kann.

4. Schonend waschen

Waschen Sie Ihre Beine mit einer milden Seife und vermeiden Sie Gele mit aggressiven Reinigungsmitteln wie SLS, die die Haut weiter austrocknen können. Wichtig: Verwenden Sie keinen Schwamm, insbesondere keinen aus Kunststoff. Schon nach wenigen Anwendungen wird sie meist zu einem Nährboden für Bakterien, was zu Follikulitis (kleine Entzündungen des Haarbalgs) führen kann.

5. Die richtige Epilationstechnik

Um rote Punkte an den Beinen zu vermeiden, sollten Sie auch beim Epilieren einige wichtige Regeln beachten:

  • Hygienische Rasierwerkzeuge: Ein Einwegrasierer sollte tatsächlich ein Einwegrasierer sein. Wenn Sie sich trotzdem nicht von ihm trennen möchten, sollten Sie ihn zumindest vor und nach der Rasur mit einem hochprozentigen Alkohol desinfizieren. Das Gleiche gilt für Ihren Epilierer. Die Entzündung der Follikel kann durch Bakterien und andere Mikroorganismen verursacht werden, die auf dem Rasierer gedeihen. Darüber hinaus können stumpfe Klingen eher die Haarfollikel reizen und Entzündungen verursachen.
  • Niemals trocken rasieren: Rasieren Sie Ihre Beine niemals trocken, denn dann sind Reizungen vorprogrammiert. Wenn die Beine trocken sind, treten einzelne, mikroskopisch kleine Hautstückchen hervor. Rasieren Sie nun über die Haut, entfernt die Rasierklinge leider nicht nur Haare, sondern auch Haut. Eine kleine Wunde entsteht und bietet Bakterien Gelegenheit, für eine Entzündung zu sorgen. Die Verwendung eines Rasierschaums oder anderen geeigneten Produkten minimiert dieses Risiko.

6. Kalte Dusche nach der Rasur

Geöffnete Poren nehmen alle Unreinheiten ihrer Umwelt leichter auf, daher ist es immer ratsam, die Haut nach der Rasur mit kaltem Wasser abzukühlen, um sie zu beruhigen und die Poren somit wieder zu schließen (die Haut zieht sich zusammen). Dadurch werden auch Rötungen reduziert. Denken Sie daran, den Rasierschaum vorher immer gründlich mit warmen Wasser abzuspülen, um die Reste der Rasur nicht hinterher mit den Poren einzuschließen!

7. Tonic für die Beine

Was im Gesicht funktioniert, tut´s auch auf den Beinen. Nach der Rasur einfach Tonic großzügig mit einem Wattepad auftragen. Durch das Tonic werden die letzten Reste Schmutz abgetragen, die Poren können sich wieder zusammenziehen. Deshalb besser mit dem Eincremen der Beine so lange warten, bis sich die gereizte Haut wieder beruhigt hat und die Pflege nicht wieder die Poren verstopft.

8. Regelmäßig Feuchtigkeit spenden

Damit Ihre Beine geschmeidig bleiben, ist eine Feuchtigkeitspflege nach jedem Bad ein Muss. Zur Milderung der Verhornungsstörung verwenden Sie am besten Präparate mit Harnstoff, Panthenol, Allantoin Kakaobutter, Kokosöl oder Sheabutter. Diese machen die Haut perfekt weich und wirken nebenbei entzündungshemmend, was die Entstehung von roten Flecken an den Beinen reduziert. Um ihre antibakterielle Eigenschaft zu verstärken, können Sie ein oder zwei Tropfen Teebaumöl Ihrer Körperpflege zufügen - das kann die Bildung von Pickeln nach der Epilation ebenso verhindern.

9. Eine gesunde Bräune

Rote Punkte sind auf leicht gebräunter Haut weniger zu sehen, also tragen Sie vielleicht etwas Selbstbräuner auf Ihre Beine auf, bevor Sie den Sommer in Shorts begrüßen. Im Gegensatz zur Sonnenbräune ist dies die gesündere und schnellere Variante, da Sie sofort einen Effekt erzielen und ein dunklerer Hautton entsteht. Das Auftragen von Selbstbräuner erfordert jedoch ein wenig Übung, somit beginnen Sie am besten schon einige Zeit früher mit dem Eincremen und finden für sich heraus, wie intensiv Sie sich die Bräune am Ende wünschen.

10. Allergie ausschließen

Werden die roten Punkte an den Beinen von juckender Haut begleitet, deutet dies in der Regel auf eine Allergie hin. Es ist eine gute Idee, Ihre Haut zu beobachten, um festzustellen, wann diese Veränderungen auftreten. Wenn das Problem jedes Mal auftritt, wenn Sie das gleiche Duschgel oder die gleiche Körperlotion verwenden, können Sie sicher sein, dass dies die Ursache des Problems ist. Bei einer Allergie gegen Farbstoffe, die der Kleidung zugesetzt werden, handelt es sich um eine Kontaktallergie, d. h. die Veränderungen treten nur an der Kontaktstelle zwischen dem Stoff und der Haut auf. Die Symptome sind denen der Neurodermitis ähnlich.

Weitere Tipps zur Vorbeugung von Rasurbrand

Rasurbrand muss nicht sein. Ein paar einfache Maßnahmen können dabei helfen, den Rötungen und Pickelchen vorzubeugen. Generell gelingt eine Rasur nach dem Baden oder Duschen besser. Das warme Wasser macht die Haare weicher, sodass sie sich einfacher abrasieren lassen.

Ein spezieller Rasierschaum weicht die Haare zusätzlich auf und lässt den Rasierer noch schonender über die Haut gleiten. Darüber hinaus sind scharfe Klingen von Vorteil. Bei stumpfen Klingen braucht man mehrere Züge, um die Haare zu entfernen. Das kann die Haut zusätzlich reizen.

Rasurtechnik

Auch die richtige Technik ist für eine glatte Rasur ohne Rötungen wichtig. Gut ist es, in die Wuchsrichtung der Haare zu rasieren, ohne dabei fest aufzudrücken. Dermatologen raten Menschen, die sehr empfindliche Haut haben oder zu Rasurbrand neigen, eher zur Trockenrasur. Diese ist zwar nicht so gründlich wie die Nassrasur, aber schonender. Am besten eignen sich dazu Elektrorasierer.

Hygiene

Das A und O, um Hautausschlag nach der Rasur zu vermeiden, ist vor allem Sauberkeit. Das gilt nicht nur für die Haut selbst, sondern auch für die verwendeten Rasierklingen und Handtücher. Dort tummeln sich oft besonders viele Keime, die über kleine Verletzungen in die Haut eindringen und Entzündungen fördern. Deshalb ist es wichtig, frisch gewaschene Handtücher zu verwenden und nach jeder Rasur die Klingen zu säubern und eventuell sogar zu desinfizieren.

Richtige Hautpflege nach der Rasur

Nach der Rasur ist die Haut angegriffen und braucht besonders viel Pflege. Gut dafür geeignet sind Cremes, die weder Alkohol noch Duftstoffe enthalten, da diese unangenehme Reaktionen wie Brennen noch verstärken und die Haut zusätzlich reizen können. Die Pflege sollte idealerweise nicht zu viel Fett enthalten. Das kann die Poren verstopfen und Entzündungen fördern.

Schonende Kleidung

Neben der richtigen Pflege nach der Rasur schont auch die richtige Kleidung die gestresste Haut. Vor allem im Intimbereich und an den Beinen kann man Rasurbrand damit vermeiden. Gut geeignet sind weiche Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide. Materialien wie Polyester oder Mikrofaser dagegen sind in der Regel nicht so atmungsaktiv und können das Abheilen kleiner Verletzungen erschweren.

Erste Hilfe bei Rasurbrand

  • Kühlen: Haut, die nach der Rasur brennt und gerötet ist, kann man am einfachsten mithilfe von kaltem Wasser oder kalten Umschlägen kühlen. Das lindert Rötungen und Juckreiz. Ein beliebtes Hausmittel bei Rasurbrand ist auch Quark, den man dünn auf die betroffenen Hautstellen aufträgt. Das funktioniert auch im Intimbereich.
  • Rasierpause: Auch wenn es schwerfällt, ist manchmal eine Rasierpause angebracht. Vor allem, wenn sich die Haut stark entzündet hat, kann eine Rasur sehr unangenehm sein und die Entzündung verstärken.
  • Spezielle Pflege: Mitunter kann es sinnvoll sein, die gereizte Haut mit einer speziellen Pflege wieder zu beruhigen, zum Beispiel mit einer Wund- und Heilsalbe. Apotheken verfügen oft über passende Produkte.

Alternativen zur Rasur

Wer zu Rasurbrand neigt und auf die Haarentfernung nicht verzichten möchte, kann auch andere Methoden ausprobieren:

Enthaarungscremes

Beliebt neben der Rasur mit Trocken- oder Nassrasierer sind spezielle Enthaarungscremes. Sie enthalten Stoffe, die über eine chemische Reaktion die Hornsubstanz der Haare über der Hautoberfläche aufweichen und dazu führen, dass sich die Haare leicht ablösen lassen.

Epilation

Eine weitere Methode der Haarentfernung ist die sogenannte Epilation, bei der das Haar nicht gekürzt, sondern samt Wurzel ausgerissen wird. Das funktioniert entweder mit Wachs oder mit elektrischen Epiliergeräten. Epilieren muss man nur alle paar Wochen, denn bis die neuen Haare nachgewachsen sind, dauert es einige Zeit. Allerdings ist die Prozedur nur für Menschen geeignet, die nicht allzu schmerzempfindlich sind. Dafür bleibt Rasurbrand in der Regel aus.

Lasern

Wer Haare an bestimmten Körperstellen dauerhaft entfernen möchte, kann auf die Behandlung mit einem Lasergerät setzen. Dabei wird das Haar bis in die Wurzel zerstört, sodass es nicht mehr nachwachsen kann. Mehrere Sitzungen sind nötig, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Eine Laserbehandlung sollte allerdings nur von einem erfahrenen Dermatologen durchgeführt werden. Denn bei nicht fachkundiger Anwendung drohen Nebenwirkungen wie Pigmentflecken, Verbrennungen oder Narben.

Pflege nach dem Waxing & Sugaring

Nach dem Waxing oder Sugaring ist es wichtig, den Waschlappen feucht und kühl zu halten. Die Kühlung beruhigt und entspannt die Haut und sorgt dafür, dass Rötungen und Reizungen nachlassen. Außerdem ist es wichtig, dass Sie der frisch gewachsten Haut genug Raum zum Atmen lassen. Lockere Kleidung, am besten aus Baumwolle, ist also angesagt. Synthetik oder zu enge Kleidung können die Hautirritationen hingegen verstärken. Außerdem ist es wichtig, genug Wasser zu trinken. Nur eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr stellt sicher, dass sich die Haut nach der Behandlung richtig regenerieren kann.

Tipps für die richtige Epilationstechnik

  • Schon einige Tage vor dem Epilieren kann die Haut vorbereitet werden. Durch Peelings und anschließende Versorgung mit rückfettenden Cremes wird die Haut geschmeidig, was die Schmerzen bei der Haarentfernung reduziert.
  • Längere Haare bedeuten auch größere Schmerzen beim Entfernen - daher immer möglichst kurze Haare epilieren (5 mm ist die obere Grenze). Es kann helfen, die zu epilierende Stelle etwa eine Woche vorher zu rasieren, damit die Haare nicht zu lang sind.
  • Tatsächlich ist Nassepilieren etwas weniger schmerzhaft. Während des Duschens oder Badens in warmem Wasser wird die Haut weicher, die Poren öffnen sich und geben die Haare wesentlich leichter und schmerzloser frei. Zusätzlich werden auch kleine Härchen besser erfasst, sodass das Ergebnis besser ist.
Methode Vorteile Nachteile
Rasieren Schnell, schmerzfrei (sofern man sich nicht schneidet) Ergebnis hält nicht lange an, Stoppeln
Enthaarungscreme Einfach anzuwenden Kann Hautreizungen verursachen
Epilation Langanhaltendes Ergebnis Kann schmerzhaft sein
Lasern Dauerhafte Haarentfernung Teuer, mehrere Sitzungen nötig

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