Honig Shampoo selber machen: Natürliche Haarpflege für gesundes Haar

Immer mehr Menschen suchen nach natürlichen Alternativen zu herkömmlichen Shampoos, um ihre Haare schonend zu pflegen und die Umwelt zu schonen. Honig und Ei sind beliebte Zutaten für selbstgemachte Shampoos, die sanft reinigen und die Kopfhaut mit Feuchtigkeit versorgen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr eigenes Honig-Shampoo herstellen können und welche Vorteile es bietet.

Warum Honig und Ei für die Haarpflege?

Honig ist nicht nur ein leckeres Lebensmittel, sondern auch ein bewährtes Hausmittel. Er wirkt entzündungshemmend und kann bei Erkältungen Hustenreiz lindern. Auch für die Haarpflege ist Honig ideal:

  • Feuchtigkeitsspendend: Der Zuckergehalt im Honig bindet Feuchtigkeit in den Haaren, was zu einem natürlichen Glanz führt.
  • Gut für die Kopfhaut: Honig versorgt die Kopfhaut mit Feuchtigkeit und beugt Schuppen vor.
  • Haarwachstum: Die regenerierenden Eigenschaften des Honigs können das Haarwachstum anregen.
  • Juckreizlindernd: Die antiseptische Wirkung des Honigs hilft gegen Juckreiz auf der Kopfhaut.

Ei gilt als besonders sanfte Alternative zu chemischen Haarpflegeprodukten.

Honig-Ei-Shampoo: Ein Selbstversuch

Nach den Wintermonaten kann die Kopfhaut stark strapaziert sein und zu Juckreiz, Spannungen und Trockenheit neigen. Ein selbstgemachtes Honig-Ei-Shampoo (HES) kann hier Abhilfe schaffen. Viele Anwender berichten von einer Kopfhaut, die mit Feuchtigkeit versorgt und sanft gereinigt wird.

Zutaten und Zubereitung

Für die Basiszutaten vermischt man ein Eigelb mit drei gehäuften Teelöffeln Honig. Es gibt verschiedene Mischungen, die in Foren empfohlen werden: Mit Zitrone, mit Natron, nur Honig und Ei oder Ei und anschließend eine Essigspülung.

Anleitung:

  1. Haare nass machen und darauf achten, dass das Wasser lauwarm ist.
  2. Das Honig-Ei-Shampoo auf der Kopfhaut und in den Haaren verteilen und einmassieren.
  3. Die Mischung kurz einwirken lassen (ca. vier Minuten).
  4. Gründlich mit Wasser ausspülen, um Rückstände zu entfernen.

Wichtig: Geronnenes Ei lässt sich nur schwer aus den Haaren entfernen.

Erfahrungen und Tipps

Nach der Anwendung fühlen sich die Haare weich an, können aber schwer durchzukämmen sein. Der Geruch kann etwas unangenehm sein, da der Honigduft verfliegt und nur noch das Ei riecht. Allerdings ist die Kopfhaut nicht mehr trocken, spannt nicht und juckt nicht mehr.

Tipp: Wer sich mit der Mischung wohlfühlt, kann sie verwenden. Reinigen in dem Sinn, dass sie Fett entfernt, kann sie aber nicht. Sie ist eher als eine pflegende Haarkur einzustufen. Daher ist sie auch für fettige Haare nur bedingt zu empfehlen.

Haarexperte Professor Gerhard Lutz von "Hair & Nail" in Bonn rät von Essig und Zitrone ab, da diese irritierend auf die Kopfhaut wirken und keine Rückfettung beinhalten. Auch Natron ist nicht empfehlenswert. Grundsätzlich rät er aufgrund der Unwägbarkeiten von solchen Versuchen ab.

Wer unter Entzündungen, Ekzemen, nässenden Wunden oder sehr starkem Juckreiz leidet, sollte von Hausmitteln besser die Finger lassen und einen Hautarzt aufsuchen.

Honig-Shampoo selber machen: Die einfache Variante

Für ein einfaches Honig-Shampoo benötigen Sie nur zwei Zutaten:

  • Honig
  • Wasser

Zubereitung:

  1. Drei Teelöffel Honig mit 100 ml kaltem bis lauwarmem Wasser in einer kleinen Schale mischen.
  2. Für eine festere Konsistenz drei Teelöffel Honig mit drei Teelöffeln Wasser mischen.
  3. Die Haare wie gewohnt waschen, das Honig-Shampoo einmassieren und auch in die Längen geben.
  4. Gut mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Vorteile:

  • Mild und schonend
  • Natürliche Inhaltsstoffe
  • Kostengünstig

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Weitere DIY-Shampoo-Rezepte

Neben Honig und Ei gibt es viele weitere natürliche Zutaten, die sich für die Herstellung von Shampoos eignen. Hier sind einige Ideen:

Basis-Rezept für Flüssigseife

Zutaten:

  • Naturseife (am besten in Bioqualität)
  • Destilliertes Wasser

Zubereitung:

  1. Die Seife (ca. 15 Gramm) raspeln, falls sie nicht schon in Flockenform vorliegt.
  2. Das destillierte Wasser im Topf auf dem Herd zum Kochen bringen.
  3. Die Seife ins Wasser mischen und auflösen.

Fertig ist die Flüssigseife als Grundlage für das eigene Shampoo.

Shampoo für blondes Haar mit Kamille

Zutaten:

  • Kamillenblüten
  • 250 ml kochendes Wasser oder Kamillentee
  • Kokosmilch
  • Seifenlauge
  • Öl

Zubereitung:

  1. Die Kamillenblüten mit kochendem Wasser oder Kamillentee übergießen und eine Stunde ziehen lassen.
  2. Den Sud durch ein Sieb in eine Schale abgießen.
  3. Die Kokosmilch mit der Seifenlauge in einer Schüssel verrühren.
  4. Das Öl dazugeben und alles noch einmal gut verquirlen.

Shampoo für fettiges Haar mit Brennnessel

Zutaten:

  • Brennnesselblätter
  • Wasser
  • Seifenlauge
  • Ätherisches Öl

Zubereitung:

  1. Die Brennnesselblätter kurz im Wasser aufkochen, die Flüssigkeit abkühlen lassen und etwa fünf Stunden ziehen lassen.
  2. Den Brennnesselsud durch ein Sieb in eine Schüssel geben und die Seifenlauge dazumischen.
  3. Das ätherische Öl hinzufügen.

Shampoo mit Lavendel

Zutaten:

  • Lavendelblüten
  • Kochendes Wasser
  • Lavendeltinktur
  • Ätherisches Öl

Zubereitung:

  1. Die Lavendelblüten mit kochendem Wasser übergießen und drei Stunden ziehen lassen.
  2. Den Lavendelsud durch ein Sieb in eine Schüssel gießen.
  3. Die Lavendeltinktur und das ätherische Öl dazugeben.

Haarwäsche mit Heilerde

Zutaten:

  • 2 Teelöffel Heilerde
  • 1 Esslöffel Wasser

Zubereitung:

  1. Beide Zutaten mit einem Löffel vermischen.

Hinweis: Diese Art von Haarpflege schäumt nicht.

Saure Rinse als natürliche Spülung

Nach dem Waschen der Haare mit einer selbstgemachten Haarpflege ist das Spülen mit einer sauren Rinse sinnvoll. Diese sorgt für weiches Haar.

Zutaten:

  • 2 Esslöffel Apfelessig
  • 1 Liter Wasser

Zubereitung:

  1. Apfelessig in eine Flasche mit Wasser füllen, Deckel drauf und kräftig schütteln.

Alternativ können Sie auch Zitronensaft oder Kräuteressig nehmen.

Wichtige Hinweise

  • Lagern Sie Ihr selbstgemachtes Shampoo nicht in der Sonne oder draußen auf dem Balkon, sondern unbedingt im Kühlschrank.
  • Die Haltbarkeit beträgt in der Regel ein bis zwei Wochen.

Weitere Tipps und Tricks

  • Ei-Shampoo für fettiges Haar: Für fettiges Haar kann man etwas mehr Ei verwenden (z.B. 2 ganze Eier). Das Eigelb ist waschwirksamer als das Eiweiß.
  • Senf für Glanz: Ein bisschen Senf in der Mischung sorgt für schönen Glanz.
  • Zitrone vorsichtig dosieren: Zu viel Zitronensaft kann die Mischung zu dünnflüssig machen. Alternativ kann man den Saft von Mandarinen oder Orangen verwenden.

Mit diesen Tipps und Rezepten können Sie Ihr eigenes Honig-Shampoo und andere natürliche Haarpflegeprodukte herstellen und so Ihre Haare schonend und umweltfreundlich pflegen.

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