Kokosöl gegen Spliss: Anwendung und Wirkung

Kokosöl wird längst nicht mehr nur zum Kochen verwendet, sondern findet auch in der Haarpflege immer größere Beliebtheit. Viele beschreiben Kokosöl als die beste Naturkosmetik für die Haut und besonders für die Haare. Doch ist das wirklich so? Und wie wendet man Kokosöl richtig an, um Spliss vorzubeugen und die Haare gesund zu halten? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.

Was ist Kokosöl?

Kokosöl - auch Kokosnussöl, Kokosfett, Coconut Oil oder Kokosbutter genannt - ist ein pflanzliches Öl, dem vielseitige positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Wie der Name bereits vermuten lässt, wird es aus dem getrockneten Fleisch der Kokosnuss gewonnen, der sogenannten Kopra.

Warum ist Kokosöl gut für die Haare?

Dass Kokosöl gut für die Haare ist, liegt vor allem an den wertvollen Inhaltsstoffen. Das Öl enthält wertvolle gesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium und Phosphor. Die wichtigen Spurenelemente Eisen, Zink, Mangan und Kupfer sowie die Vitamine B und E und Aminosäuren machen Kokosöl zu dem, was es ist - eine Wunderwaffe für die äußere und innere Schönheit. Vitamin E ist ein Antioxidans, welches gegen Haarschäden durch freie Radikale wirkt und so sprödes, brüchiges Haar verbessern kann.

10 Verwendungen von Kokosöl

Für welchen Haartyp ist Kokosöl geeignet?

Damit Sie das Öl optimal für sich nutzen können, sollten Sie zuerst Ihren Haartyp bestimmen:

  • Vor allem geeignet für trockenes Haar: Für diesen Haartyp ist Kokosöl besonders gut geeignet. Die enthaltenen gesättigten Fettsäuren spenden dem Haar Feuchtigkeit, ohne es unnötig zu beschweren. So werden trockene Haare optimal gepflegt.
  • Nachteile bei dünnem und/oder fettigem Haar: Kokosöl ist für fettiges Haar schlichtweg zu reichhaltig. Dasselbe gilt für feines und dünnes Haar. Nicht schön: Das Öl lässt die Haare schnell noch fettiger erscheinen.
  • Dickes und/oder strapaziertes Haar profitiert von Kokosöl: Kokosöl eignet sich besonders gut zur Pflege von sprödem, dickem Haar und trockenen Spitzen. Nach der Anwendung fühlen sich die Haare sofort weicher an. Zudem kann Kokosöl dazu beitragen, Spliss vorzubeugen. Die enthaltenen Inhaltsstoffe wirken als eine Art Schutzschild und können die Haare vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen.

Wie wendet man Kokosöl richtig an?

Hier sind einige Anwendungstipps, um das Beste aus Ihrer Kokosöl-Haarpflege herauszuholen:

  1. Abhängig von der Länge der Haare empfiehlt es sich, 1 bis 2 Esslöffel geschmolzenes Kokosöl in das nasse Haar zu geben und es gründlich in die Längen einzuarbeiten.
  2. Für bessere Kämmbarkeit, einen schönen Glanz, springende Locken und gesunde Haarspitzen kneten Sie nach dem Haare waschen eine haselnussgroße Menge Kokosöl vorsichtig in die bereits trockenen Längen und Spitzen.
  3. Um die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen, massieren Sie Kokosöl mit den Fingerspitzen ein und lassen das Fett über Nacht einwirken. Kokosöl wirkt gegen gereizte und trockene Kopfhaut, die vermehrt zu Schuppenbildung neigt. Am nächsten Morgen einfach die Haare wie gewohnt waschen.
  4. Die Längen und Spitzen der Haare werden gleichmäßig mit Kokosöl (ca. 1 bis 2 EL) in Wuchsrichtung eingerieben und zum Einwirken kompakt am Kopf befestigt. Danach binden Sie sich ein Tuch um den Kopf, damit das Fett durch die entstehende Wärme bis tief in die Haarstruktur eindringen kann.

DIY-Haarkur mit Kokosöl

Für eine Maske für gesunde Haare mischen Sie zunächst etwa 1 bis 2 Teelöffel geschmolzenes Kokosöl mit 1 bis 2 Esslöffeln Olivenöl, 1 Eigelb und 1 Teelöffel Honig. Je nachdem wie reichhaltig die Maske sein soll, nehmen Sie mehr oder weniger Öl. Grundsätzlich können Sie Kokosöl für Ihre Haare so oft verwenden, wie Sie wollen. Je nachdem was Sie für einen Haartyp haben, empfiehlt sich die Anwendung einmal pro Monat (bei dünnem/fettigem Haar) oder einmal pro Woche (bei trockenem/dickem/strapazierten Haar). Übrigens: Locken brauchen tendenziell mehr Feuchtigkeit als glatte Haare.

Das richtige Kokosöl für die Haarpflege

Am Wichtigsten ist, dass das Öl qualitativ hochwertig sein sollte. Minderwertiges Kokosöl ist oft hocherhitzt, wodurch die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Natives oder auch Bio-Kokosöl ist eine gute Wahl. Gutes Kokosöl können Sie auch in Drogerien wie dm oder Rossmann finden.

Hochwertiges Kokosöl ist kaltgepresst, nicht raffiniert, ungebleicht und aus biologischem Anbau. Nur so ist sichergestellt, dass keine wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien beim Herstellungsverfahren verloren gegangen sind.

Was hilft noch gegen trockenes Haar und Spliss?

Trockene Haare und Spliss gehören zu den häufigsten Haarproblemen und lassen das Haar glanzlos und spröde wirken. Eine gute Haarpflege kann helfen, die Struktur zu verbessern und das Haar wieder strahlen zu lassen. Besonders DIY-Haarkuren mit natürlichen Inhaltsstoffen sind eine großartige Option, um dem Haar Feuchtigkeit, Glanz und Vitalität zurückzugeben.

Ursachen für trockenes Haar und Spliss

Trockene Haare und Spliss entstehen oft durch äußere Einflüsse wie häufiges Hitzestyling, aggressive Pflegeprodukte oder UV-Strahlung. Natürliche DIY-Haarkuren bieten eine sanfte Möglichkeit, das Haar zu pflegen und ihm die benötigte Feuchtigkeit zurückzugeben. Die richtigen Inhaltsstoffe dringen tief ins Haar ein, reparieren geschädigte Stellen und machen das Haar geschmeidig.

Doch Vorsicht, wenn du unter trockener Kopfhaut leidest: Hier kann eine zu fettige Kur oder eine zu lange Einwirkzeit kontraproduktiv sein. Es könnte dazu führen, dass die Kopfhaut nur schwer wieder frei von den Inhaltsstoffen wird, was intensiveres Waschen nötig macht. Zu häufiges Waschen - vor allem mit einem aggressiven Shampoo - kann die Kopfhaut jedoch zusätzlich reizen und den gewünschten Effekt aufheben.

Tipps zur Anwendung der DIY-Haarkuren

Damit die DIY-Haarkuren ihre volle Wirkung entfalten, beachte die folgenden Tipps:

  • Haare gründlich reinigen: Entferne Rückstände von Stylingprodukten, um das Eindringen der Inhaltsstoffe zu ermöglichen.
  • Wärme nutzen: Wickele das Haar in ein warmes Handtuch, um die Wirkung der Kur zu intensivieren.
  • Regelmäßige Anwendung: Wende die Kuren etwa einmal pro Woche an, um langfristige Ergebnisse zu erzielen.
  • Vorsicht bei trockener Kopfhaut: Vermeide fettreiche Kuren oder lange Einwirkzeiten direkt auf der Kopfhaut. Sanftes Auswaschen und eine feuchtigkeitsspendende Pflege ohne übermäßige Reinigung sind hier entscheidend.

Kokosöl in der Haarpflege: Produkte und Alternativen

Es gibt unzählige Produkte für verschiedene Haartypen, die mit Kokosöl formuliert sind. Am besten wirkt es bei widerspenstigem, strapaziertem und trockenem Haar. Das Öl legt sich wie ein Film um das Haar und schützt es vor schädlichen Umwelteinflüssen. Es enthält wertvolles Vitamin E, ein natürliches Antioxidans, das die Haarstruktur stärkt. Die enthaltene Laurinsäure hat außerdem antibakterielle Eigenschaften gegen Bakterien, Pilze und Entzündungen. Durch die gesättigten Fettsäuren wird das Haar mit Feuchtigkeit versorgt.

Hier sind einige Beispiele für Haarpflegeprodukte mit Kokosöl:

Produkt Beschreibung
Aveda Nutriplenish Hydrating Shampoo Deep Moisture Versorgt trockenes Haar mit Feuchtigkeit.
Nu Skin ReNu Smoothing Conditioner Beugt Feuchtigkeitsverlust vor und füllt geschädigte Stellen im Haar auf.
Biolage All In One Spray Eine Rundumpflege für trockene Haare.

Alternativen zu Kokosöl

Kokosöl kann ein natürliches SOS-Treatment sein, wenn man sich schnell weiche Haare wünscht. Für gesunde Haare setzt man langfristig besser auf andere Produkte. Als Alternative zum Kokosöl eignen sich spezielle Haarkuren, die essentielle Fette mit hydratisierenden Wirkkomplexen kombinieren. Sie werden tief in die Haarstruktur eingeschleust und entfalten dort ihre Wirkung. Das Haar wird dann von innen heraus genährt und gekräftigt.

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