Prinzessin Kate und ihr Haar: Zwischen Chemotherapie, Perücken und Typveränderungen

Es war ein Wow-Effekt, als Prinzessin Kate beim Wimbledon-Finale der Herren in London erschien. Frisch und vital wirkte sie, obwohl sie sich erst kurz zuvor einer schweren Operation und anschließenden Chemotherapie unterzogen hatte. Die Frage nach der Art des Krebses bei Kate bleibt offen. Aber wenn es um Eingriffe im Bauchraum geht, halten Experten es für wahrscheinlich, dass es sich um Krebs im Bereich des Darms oder der Eierstöcke handelt.

Prinzessin Kate beim Wimbledon-Finale

Die Chemotherapie und ihre Auswirkungen auf das Haar

Eine der belastendsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie ist der Haarausfall. Doch Kate wirkte, wenn auch sehr schmal, durchaus vital und zeigte sich, was viele verwunderte, mit flatternder Mähne. Dass sich die Herzogin von Cambridge derzeit einer Chemotherapie unterzieht, ist ihr nicht anzusehen, denn ihrer dunklen Haarpracht konnte die Behandlung offenbar nichts anhaben.

„Auch wenn es oft vorkommt, müssen bei Chemotherapie nicht zwangsläufig die Haare ausfallen“, betont Dr. Lelia Bauer, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe an der GRN-Klinik Weinheim. Aber selbst wenn Patienten Medikamente erhalten, die die Haarwurzeln angreifen, gibt es Möglichkeiten, den Haarausfall stark zu reduzieren oder gar zu verhindern.

Mithilfe von Kühlhauben wird die Kopfhaut auf 19 bis 20 Grad heruntergekühlt, wodurch die Blutgefäße verengt und die Durchblutung der Kopfhaut somit reduziert werden. Die Kühlkappen werden von den Patientinnen während der Infusion der Chemotherapie getragen. Die Blutgefäße der Kopfhaut verengen sich, das Tumormedikament dringt nur noch in deutlich geringerer Konzentration bis zu den Haarwurzeln vor und entfaltet die schädliche Nebenwirkung deutlich weniger.

„Die Anwendung dieser Kopfhautkühlung hat sich als wirksame Methode zur Bekämpfung des Haarausfalls unter Chemotherapie bewährt“, erläutert Dr. Bauer, die auch das Brustzentrum in Weinheim leitet. Im Brustzentrum der GRN-Klinik Weinheim ist ein solch innovatives Kühlsystem seit einiger Zeit etabliert. „Ich bin sehr glücklich, diese Methode in unsere Chemotherapieambulanz anbieten zu können, und insbesondere die Freude der Patientinnen mitzuerleben“, freut sich die Brustkrebs-Expertin. „Denn Haarausfall ist für die meisten Frauen die schlimmste kosmetische Nebenwirkung, die eine Chemotherapie verursachen kann.

Spekulationen über Perücken und Haarteile

Es ist nicht auszuschließen, dass die 42-Jährige bei der "Trooping the Colour"-Parade eine Perücke oder ein Haarteil getragen haben könnte. Ein Friseur-Experte hat das Haar der Prinzessin genau unter die Lupe und kommt zu dem Entschluss: "Es sieht danach aus, als trage Kate Haarteile, die in ihr vorhandenes Haar eingesetzt wurden, um es voller aussehen zu lassen und kunstvoll zu ergänzen."

Ob Kate tatsächlich eine Perücke trägt, ist reine Spekulation - und letztlich ihre Privatsache. Auffällig ist jedoch, dass ihr Haar auch während der Behandlung stets makellos wirkt. Fachleute vermuten, dass sie hochwertige Echthaar-Topper oder Haarteile verwendet, um Volumen am Oberkopf zu schaffen. Sollte sie tatsächlich Haare verloren haben, könnten auch medizinische Echthaarperücken zum Einsatz gekommen sein.

Ob Kate nun Extensions, Haarteile oder Perücken verwendet - ihr Haar ist stets ein Symbol für Eleganz und Stärke. Für Frauen, die durch Chemotherapie oder andere Ursachen unter Haarverlust leiden, können hochwertige Echthaarperücken und -teile eine ebenso diskrete wie wirksame Lösung sein.

Prinzessin Kate bei der Trooping the Colour Parade

Die neue Haarfarbe und die öffentliche Reaktion

Sichtlich verändert kehrte Catherine, Princess of Wales, aus der Sommerpause zurück - und löste damit auch unangebrachte Spekulationen aus. Ihr sonst kastanienbraunes Haar wirkte deutlich heller, fast honigblond - und lag ungewohnt voluminös. Prompt machten Spekulationen über Extensions oder gar eine Perücke die Runde.

Was muss sich Prinzessin Kate nicht alles an Kommentaren in den sozialen Medien gefallen lassen: "zu hell", "zu unnatürlich", "wirkt strohig" oder "macht sie älter". Viele Menschen zeigten sich irritiert von der ungewohnten Typveränderung. Einige glauben sogar, dass es sich um eine Perücke handelt. Immerhin hat Kate wegen ihrer Krebserkrankung eine Chemotherapie über sich ergehen lassen müssen.

Es darf einen allerdings verwundern, dass die Veränderung einer Frau von Brünett zu Blond für derartigen Wirbel im Netz sorgt und mittlerweile auch in „ernst zu nehmenden“ Medien kommentiert wird. Und zwar gar nicht nach der feinen englischen Art. Da war von Straßenköterblond die Rede oder gar einer schlecht gemachten Perücke. Kates neue Frisur sei „zu lang, zu Blond und mache die Prinzessin zu alt“.

Aus seiner Erfahrung heraus sehe er bei Typveränderungen seiner Kundinnen eher einen drastischen Lebenseinschnitt, einen Neuanfang oder Richtungswechsel und damit eine gewollte Neuinszenierung der eigenen Persönlichkeit. „Haare halten Emotionen“, so Momsen. Verwunderlich wäre das im Falle der Herzogin nicht: Nach einer Krebserkrankung und insbesondere einer Chemotherapie, die an Körper, Seele und so auch am äußeren Erscheinungsbild zehrt, ist jeder Mensch geschwächt.

Die Bedeutung von Haarfarbe und Aussehen

Die Geschichte hat wirklich nicht sehr viel dafür getan, graue Haare mit offenen Armen zu begrüßen. Schon die Alten Ägypter benutzen Henna, um erstes Grau zu kaschieren. Jeder Mensch, abhängig von seiner Hautfarbe und seinem persönlichen Lebensstil, ergraut zwischen seinem 20. und 60. Lebensjahr irgendwann.

Richtig eingesetzt, kann laut dem Londoner Star-Coloristen Josh Wood eine Haarfarbe einen Menschen bis zu zehn Jahren jünger wirken lassen, „wenn man darauf achtet, dass die Farbe zum Hautton und zur Augenfarbe passt. Und zum eigenen Stil“, so Wood in einem Interview mit WELT. Schwarz, braun oder blond statt grau und damit rot zu sehen, wenn man in den Spiegel schaut, kann einen denken und in der Konsequenz auch fühlen lassen, man sei jünger als man tatsächlich ist. Da wundert es kaum, dass Menschen diesen Weg wählen.

Während ein Mann im Salt-and-Pepper-Look als sexy „Silverfox“ durchgeht, wird grau melierten Frauen nicht selten noch vorgeworfen, sie würden sich gehen lassen. Steht graues Haar beim Mann für Reife, Erfahrung und Weisheit, so wird der Verlust von Melanin in der Haarwurzel bei Frauen mit dem Verlust von Schönheit und Fruchtbarkeit gleichgesetzt und sogar mit körperlichem Verfall assoziiert.

Fest steht: Es gibt sicherlich niemanden, der sein erstes graues Haar mit Enthusiasmus begrüßt. Doch es gibt glücklicherweise immer mehr (prominente) Frauen, die zeigen, wie eine Frau in der Mitte ihres Lebens wirklich aussieht - in der Regel nämlich grau. Und meistens großartig.

Herzogin Kate spendet Haare für krebskranke Kinder

Herzogin Kate hat ihre Haare für krebskranke Kinder gespendet. Sie hat die Haare schön und ist doch nicht zu eitel, etwas vom edlen Schopf abzugeben. Herzogin Kate hat die Schere angesetzt - dabei geht es selbstverständlich um einen guten Zweck.

Was für eine wundervolle Geste: Herzogin Kate hat rund 18 Zentimeter ihrer Haare gespendet, damit eine Echthaarperücke für ein krebskrankes Kind angefertigt werden kann. Das berichtet die britische Zeitung "Daily Express". Die Organisation kümmert sich darum, dass Kinder und junge Erwachsene, die beispielsweise wegen einer Chemotherapie mit Haarausfall zu kämpfen haben, eine Echthaarperücke bekommen.

Die von Kate gespendeten 18 Zentimeter wurden anonym eingereicht. Der "Little Princess Trust" habe aber einen Telefonanruf bekommen, der bestätigt habe, dass die Frau von Prinz William großzügig ihr eigenes Haar gespendet habe.

Laut Angaben der Organisation werden im Schnitt rund sieben bis zehn Spenden für eine Perücke benutzt.

Herzogin Kate spendet Haare

Prinzessin Kate: Neue Details über ihre Chemotherapie

tags: #herzogin #kate #perücke

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