Herren Haarschnitt: Boxerschnitt (Buzz Cut) Anleitung

Der Boxerschnitt, auch bekannt als Buzz Cut, ist eine zeitlose und vielseitige Frisur, die sich durch ihre klaren Linien und die kurzen Haare auszeichnet. Dieser Haarschnitt ist besonders bei Männern beliebt, die eine unkomplizierte und pflegeleichte Frisur suchen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den Boxerschnitt selbst schneiden können und welche Varianten es gibt.

Was ist ein Boxerschnitt (Buzz Cut)?

Ein Buzz Cut ist der kürzeste Haarschnitt überhaupt, abgesehen von einer Glatze. Die Haare werden mit einer Schermaschine so weit gekürzt, dass sie weniger als einen Zentimeter lang sind. Der Name „Buzz Cut“ geht auf das summende Geräusch von elektrischen Haarschneidern zurück.

Der Boxerschnitt ist eine Frisur, die sich durch ihre klare Kante und die ausrasierten Haare an den Seiten sowie am Hinterkopf auszeichnet. Die Haare auf dem Oberkopf sind in der Regel deutlich länger als die Haare an den Seiten und am Hinterkopf.

Grundsätzlich ist der Boxerschnitt für Männer jeden Alters geeignet, vor allem aber für diejenigen, die eine klare Linie und Struktur in ihrem Haar möchten. Auch der Rapper Bushido hat die Frisur schon getragen. Doch der Haarschnitt ist nicht nur für coole Typen geeignet.

Im Laufe der Jahre hat sich der Boxerschnitt immer wieder in der Beliebtheit gewandelt, ist aber nie ganz aus der Mode gekommen. In den letzten Jahren hat er sich wieder als beliebte Frisur für Männer etabliert. Im Zuge der Emanzipation haben ihn sogar Frauen für sich entdeckt und einige stylische Varianten davon entwickelt.

Vorteile eines Boxerschnitts

  • Pflegeleichtigkeit: Die Haarwäsche geht schnell und einfach. Außerdem sieht ein Buzz Cut so gut wie nie unordentlich aus.
  • Coolness: Mit einem Buzz Cut siehst du nicht nur cool aus, du fühlst dich auch so.
  • Praktisch an heißen Tagen: Dieser Kurzhaarschnitt hilft dir, einen kühlen Kopf zu bewahren.
  • Kaschiert Haarausfall: Wenn du Haare verlierst, kannst du mit einem Buzz Cut die Kontrolle übernehmen und einen gleichmäßigen Look erzielen.
  • Betont Gesichtszüge: Wenn du dein Haar kurz rasierst, stehen deine Gesichtszüge klar im Mittelpunkt.

Für wen ist der Buzz Cut geeignet?

Der Buzz Cut ist eine vielseitige Frisur, die sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden kann. Alle, die eine pflegeleichte Frisur bevorzugen, werden den geringen Pflegeaufwand eines Buzz Cuts zu schätzen wissen. Besonders sportlich aktive Menschen profitieren von der Praktikabilität und dem geringen Pflegeaufwand des Buzz Cuts.

Um das gewünschte ästhetische Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, die individuellen Gesichtszüge, die Beschaffenheit der Kopfhaut und den persönlichen Stil zu berücksichtigen. Ein Buzz Cut betont die Gesichtszüge und die Kopfform sehr stark.

Entscheidungskriterien für einen Buzz Cut:

  • Gesichtsform:
    • Ovale Gesichtsform: Kann fast jede Frisur tragen, einschließlich des Buzz Cuts.
    • Quadratische Gesichtsform: Starke Kieferlinien werden betont.
    • Runde Gesichtsform: Kann eine kantigere Optik verleihen.
    • Herzförmige Gesichtsform: Betont die Stirn und gleicht die schmalere Kinnpartie aus.
    • Längliche Gesichtsform: Ein etwas längerer Buzz Cut kann besser funktionieren.
  • Kopfhaut und Haarbeschaffenheit:
    • Gesunde Kopfhaut: Ideal, da der Buzz Cut die Kopfhaut stark betont.
    • Dicke und Textur: Funktioniert gut mit verschiedenen Haardichten und -texturen.
  • Haarpflege und Haarausfall:
    • Probleme mit Haarausfall: Kann eine gute Wahl sein, da er dünner werdendes Haar weniger auffällig macht.
Verschiedene Buzz Cut Varianten

Verschiedene Arten von Buzz Cuts

Es gibt verschiedene Arten von Buzz Cuts, die sich durch die Länge, den Stil und die Details des Schnitts unterscheiden. Hier sind einige der beliebtesten Varianten:

  1. Induction Cut: Die kürzeste Form des Buzz Cuts, extrem kurz, fast bis zur Kopfhaut.
  2. Burr Cut: Ein wenig länger als der Induction Cut, gibt dem Haar eine leicht fühlbare Textur.
  3. Butch Cut: Länger als der Burr Cut, bietet mehr Flexibilität und einen etwas weicheren Look.
  4. Crew Cut: An den Seiten und am Hinterkopf kurz geschnitten, während das Haar oben etwas länger bleibt.
  5. Flat Top: Die Seiten sind kurz geschnitten, während die Oberseite flach und etwas länger gehalten wird.
  6. High and Tight: Eine militärisch inspirierte Frisur mit sehr kurzen Seiten und Hinterkopf, während das Haar oben etwas länger bleibt.
  7. Buzz Cut with Fade: Ein Buzz Cut, bei dem die Seiten und der Hinterkopf allmählich kürzer geschnitten sind, was einen Fade-Effekt erzeugt.
  8. Ivy League Cut: Eine längere Variante des Crew Cuts, bei der das Haar oben lang genug bleibt, um es zur Seite zu kämmen.
  9. Textured Buzz Cut: Ein Buzz Cut, bei dem die Oberseite texturiert ist, um mehr Volumen und Dimension zu schaffen.
  10. Skin Fade Buzz Cut: Extrem kurze Seiten, starker Kontrast zwischen Seiten und Deckhaar.
  11. Tapered Buzz Cut: Sanfter Übergang zum Nacken und Ohren, wirkt natürlicher als ein harter Fade.
  12. Mid Fade Buzz Cut: Fade beginnt in der Mitte des Kopfes, funktioniert bei fast allen Kopfformen.
  13. Low Fade Buzz Cut: Sehr dezenter Fade, natürlicher Look, perfekt für Anfänger.
  14. Temple Fade Buzz Cut: Fade um die Schläfen herum, Betonung der Gesichtskonturen.
  15. Mohawk Buzz Cut: Seiten sehr kurz, mittlerer Streifen länger, Punk-inspirierter Look.
  16. Bleached Buzz Cut: Komplett blondiert oder gefärbt für Statement-Look.
  17. Buzz Cut mit harter Linie: Rasierte Linie zur Trennung oder Kontur.
  18. Disconnected Buzz Cut: Starker Übergang ohne Verblendung, deutlicher Cut zwischen Oberkopf und Seiten.
  19. Buzz Cut mit Bart: Kontrast durch Bartstyling, verstärkt markante Gesichtszüge.

Jede dieser Varianten des Buzz Cuts bietet eine Kombination aus Praktikabilität und Stil, wobei der Fokus auf Einfachheit und minimaler Pflege liegt. Die Wahl der spezifischen Art hängt von den persönlichen Vorlieben, der Gesichtsform und dem gewünschten Erscheinungsbild ab.

Boxerschnitt selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Einen Boxerschnitt selber zu machen, ist gar nicht so schwer. Mit dem passenden Know-how und etwas Übung können Sie die klassische Kurzhaarfrisur zu Hause selbst schneiden.

Der Boxerschnitt ist vergleichsweise leicht umzusetzen und eignet sich daher gut für Einsteiger. Sollte das Ergebnis doch einmal nicht ganz gelingen, ist das kein Drama - bei so kurzen Haaren wachsen kleinere Fehler schnell wieder heraus.

Wichtig: Waschen und trocknen Sie Ihre Haare vor dem Schneiden gründlich. Saubere, trockene Haare lassen sich gleichmäßiger schneiden und verkleben den Haarschneider weniger. Bei schwer erreichbaren Stellen, wie dem Hinterkopf, kann es hilfreich sein, eine zweite Person um Hilfe zu bitten. Gerade für Anfänger wäre es nützlich.

Was Sie dafür brauchen:

  • Haarschneidemaschine mit verschiedenen Aufsätzen
  • Kamm
  • Haarschneideschere (optional)
  • Spiegel
  • Handspiegel
  • Handtuch oder Umhang

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Vorbereitung:
    • Haare waschen und gründlich trocknen.
    • Suchen Sie sich als erstes eine Vorlage, die dem gewünschten Haarschnitt nahekommt. Online oder in Styling-Apps finden Sie zahlreiche Bilder, an denen Sie sich orientieren können.
    • Entscheiden Sie sich, ob Sie einen harten Übergang von den Seiten zum Oberkopf wünschen oder einen weicheren Übergang.
  2. Seitenpartien schneiden:
    • Für gewöhnlich fängt man mit den Seiten an. Dort wird klassischerweise eine Länge von ca. 3 bis 5 mm gewählt.
    • Das Gerät wird von unten nach oben geführt, in gleichmäßigen, nicht zu schnellen Bewegungen.
  3. Übergang zwischen Seiten und Oberkopf gestalten:
    • Klare Kante: Bei dieser Variante werden Seiten- und Deckhaar jeweils auf die gewünschte Länge geschnitten - ohne Übergang oder Verblendung. Die Längen stoßen direkt aneinander, was den typischen, kantigen Look ergibt.
    • Weicher Übergang (Fade): Ein Fade erfordert etwas mehr Präzision, liefert aber ein besonders harmonisches Ergebnis. Verwenden Sie dafür mehrere Aufsätze mit gestaffelten Längen.
    • Beim Fade sollten Sie den Haarschneider beim Hochführen leicht schräg halten und jede Bahn so ansetzen, dass sie ein Stück über die vorherige hinweggeht. Indem Sie das Gerät am Übergang sanft anheben, wird der Schnitt nach oben hin weicher.
  4. Haare am Oberkopf schneiden:
    • Die Länge am Oberkopf ist Geschmackssache. Üblich sind zwischen 10 und 20 Millimetern.
    • Sie können den Schneider auf die gewünschte Länge einstellen oder bei mehr Kontrolle zur Friseurschere greifen.
  5. Feinarbeit:
    • Arbeiten Sie Nackenlinie, Schläfen und Haaransatz mit einem Präzisionstrimmer oder Rasiermesser sauber nach.
    • Pflege des Haarschneiders nicht vergessen: Damit Ihr Haarschneider dauerhaft gut schneidet, reinigen Sie ihn regelmäßig während und nach dem Schnitt von Haarresten.

Tipps und Tricks

  • Haarlänge: Wenn ihr die Frisur zum ersten mal schneidet, dann solltet ihr die Maschine nicht sofort auf wenige Millimeter einstellen. Fangt erstmal mit 10 Millimetern an und arbeitet euch dann langsam mit unterschiedlichen Einstellungen weiter runter.
  • Schneidetechnik: Während der Rasur solltet ihr immer wieder die Richtung wechseln und auch von hinten nach vorne rasieren, um wirklich überall eine gleichmäßige Länge zu bekommen. Hier solltet ihr eine andere Person hinzuziehen, die auch den Hinterkopf überprüft und helfen kann.
  • Übergang: Dieser Übergang ist etwas schwieriger hinzubekommen, weshalb ihr bei längeren Haaren über 5 Millimetern lieber den Profi ranlassen solltet.
  • Hautirritationen: Wenn ihr den Buzz Cut übrigens zum ersten Mal schneidet, kann es sein, dass ihr kleine rote Pickel oder Punkte auf der Kopfhaut findet.
  • Bart: Wenn ihr euch traut zum Rasierer zu greifen, empfehlen wir euch, an einer anderen Stelle die Haare wachsen zulassen. Ein Bart passt nämlich perfekt zum Buzz Cut und hier sind euch keine Grenzen gesetzt.

BUZZCUT TUTORIAL | FADE MIT NUR EINEN CLIPPER GUARD ??? | CERKIN BARBER

Pflege und Styling

Ein Buzz Cut hat einen großen Vorteil: Nach der morgendlichen Dusche muss das Haar nur rasch getrocknet werden und schon ist man startklar für den Tag. Aber: Auch wenn der Buzz Cut wirklich pflegeleicht ist, so ganz ohne geht es dann auch wieder nicht.

Regelmäßige Pflege:

  • Regelmäßiges Trimmen: Ein Buzz Cut sollte alle 1-2 Wochen nachgeschnitten werden, um seine Form zu erhalten. Das geht zu Hause oder beim Barber.
  • Styling-Optionen: Auch wenn die Haare sehr kurz sind, lassen sich mit etwas Produkt Textur, Glanz oder ein natürlicher Look erzielen. Wer es kreativ mag, kann den Buzz Cut auch färben oder mit Designs versehen.
  • Die wichtigsten Styling-Produkte:
    • Pflegeseife für die tägliche Reinigung.
    • Body Lotion für trockene Kopfhaut.
    • Wachs für ein schönes Finish.

Herauswachsen lassen

Die Mission Buzz Cut rauswachsen lassen, kann eine Herausforderung sein. Denn man braucht hier eins: Geduld! Hier noch ein paar Tipps:

  • Haare trocknen und eine coole Kopfbedeckung aufsetzen.
  • Wer seine Haare in der Übergangszeit flach halten mag, kann einen Conditioner oder Stylingcreme ins Haar geben.

Fazit

Der Boxerschnitt ist eine zeitlose und vielseitige Frisur, die sowohl für harte Männer als auch für friedfertige Typen geeignet ist. Mit seinen klaren Linien und strukturierten Konturen bietet er einen modernen Look, der sich gut mit verschiedenen Bartstilen kombinieren lässt. Die regelmäßige Pflege und das richtige Styling sind wichtig, um die markante Kante des Haarschnitts zu bewahren.

Einen Boxerschnitt selber zu machen, ist gar nicht so schwer. Mit dem passenden Know-how und etwas Übung können Sie die klassische Kurzhaarfrisur zu Hause selbst schneiden.

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