Henna Haarfarbe: Vor- und Nachteile einer natürlichen Alternative

Chemische Haarfärbemittel können das Haar angreifen und Allergien auslösen. Henna-Haarfarbe ist eine natürliche Alternative, um Ihre Haarfarbe sanft zu verändern, ohne das Haar zu schädigen. Doch auch bei der Auswahl von Henna-Produkten sollten Sie auf bestimmte Dinge achten.

Henna ist ein beliebtes, natürliches Färbemittel, das nicht nur für die Haare, sondern auch für die Haut verwendet wird. Das Färbemittel wird aus den Blättern des asiatischen Henna-Strauchs gewonnen und hat somit einen rein natürlichen Ursprung.

Henna wird aus den Blättern des Henna-Strauchs gewonnen.

Was ist Henna?

Haarfarbe aus Henna wird aus den Blättern des Henna-Strauches (Lawsonia inermis, alba, spinosa) gewonnen, der in Afrika und Teilen Asiens heimisch ist. Das tiefrote Pulver färbt die Haare je nach Naturhaarfarbe auf natürliche Weise orangerot bis rot.

Fügt man dem reinen Henna-Pulver Stoffe wie Kamille, Salbei, Walnuss, Indigo oder Metallsalze sowie Pyrogallol hinzu, färbt es von Hellorange bis Blauschwarz.

Wie funktioniert das Haarefärben mit Henna?

Färbt man Haare mit reinem Henna, entsteht damit eine rote Haarfarbe. Wie das Ergebnis konkret aussieht, hängt in erster Linie von der Naturhaarfarbe ab. Bei vielen Henna-Farben beeinflussen zudem natürliche oder künstliche Zusatzstoffe den Farbton.

Es gibt inzwischen vorgemischte Haarfärbeprodukte mit Henna, die zu Braun, Rotblond und anderen Nuancen führen.

Graue Haare mit Henna abdecken?

Einige Hersteller versprechen, dass es damit möglich ist, auch graue Haare zu färben. Wie stark die Grauabdeckung mit diesen Produkten am Ende aber ist, müssen Sie ausprobieren. Oft sind die betroffenen Haare nach dem Färbeprozess noch ein wenig heller.

Anwendung von Henna-Pulver

Wenn Sie sich die Haare mit Henna färben wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Greifen Sie zu den bereits gemischten Henna-Produkten aus dem Drogeriemarkt, müssen Sie nur die Gebrauchsanleitung beachten. Sie können sich Henna-Farben aber auch selbst mit Pulver mischen.

Wenn Sie sich für Henna-Pulver entscheiden, wenden Sie es so richtig an:

  1. Mischen Sie das Pulver mit warmem Wasser und verteilen Sie die entstandene Paste gut in den Haaren.
  2. Bedecken Sie Ihren Kopf danach mit einer Folie, damit die Paste nicht austrocknet.
  3. Je nach gewünschtem Farbton und persönlicher Ausgangsfarbe muss die Henna-Haarfarbe kürzer oder länger einwirken.
  4. Spülen Sie die Paste nach der Einwirkzeit erstmal gründlich mit Wasser ab.
  5. Shampoonieren Sie dann die Haare mehrmals, bis das Haar und die Kopfhaut wieder sauber sind.

Genauere Informationen zu Anwendung und Einwirkzeit finden Sie auf der Verpackung.

Durch wiederholtes Shampoonieren wird der Farbstoff im Laufe der Zeit teils aus dem Haar entfernt. Es bleibt jedoch, je nach Struktur, ein nicht entfernbarer Anteil der Haarfarbe permanent im Haar.

Worauf Sie achten sollten

Beachten Sie beim Haare färben mit Henna folgende Dinge:

  • Die Einwirkzeit ist deutlich länger als bei chemischen Farben - häufig beträgt sie mindestens zwei Stunden.
  • Vorsicht ist beim Umgang mit Henna wichtig. Das Pulver färbt sehr stark ab.
  • Es ist nicht ausgeschlossen, dass Henna die Haarstruktur verändert und die Haare austrocknet.

Wie lange hält Henna in den Haaren?

Henna-Haarfarbe bleibt dauerhaft in Ihrem Haar. Sie lässt sich weder entfernen noch vollständig auswaschen. Im Normalfall verblasst sie aber mit der Zeit. Wenn Sie danach wieder mit chemischen Produkten Ihre Haare färben, ist es notwendig zu warten, bis Henna rausgewachsen ist. Ansonsten kommt es eventuell zu unvorhergesehenen Ergebnissen.

Ist Henna schädlich für die Haare?

Henna legt sich um das Haar und dringt nicht in die Haarfasern ein. Es ist deshalb schonender als chemische Haarfärbe-Produkte. Einige Zeit lang stand Henna aber in Verdacht, das menschliche Erbgut zu verändern. Das haben verschiedene Studien jedoch widerlegt.

So sieht das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) heute keine Einschränkungen für die Verwendung von reiner Henna-Haarfarbe.

Das BfR warnt allerdings vor Henna-Produkten, die zusätzlich synthetische Haarfarben-Bestandteile wie p-Phenylendiamin (PPD) oder 2-Nitro-PPD enthalten, um eine dunklere Färbung zu erzielen. Diese lösen eventuell Allergien aus und wirken stark gesundheitsschädigend. Schauen Sie deshalb beim Kauf von Henna-Haarfarbe ganz genau hin und erwerben Sie nur solche Produkte, die rein pflanzlich sind und keinen der genannten Zusatzstoffe enthalten.

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Gesundheitsgefahren von Hennafarbe durch Zusatzstoffe

Die Zusatzstoffe, die dem natürlichen Henna-Pulver beigemischt werden, um zum Beispiel die Intensität der Farben oder die Haltbarkeit zu erhöhen, können allerdings eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellen. Als Farbverstärker dienen zum Beispiel Gummi aus Reifen und Schuhsohlen, sowie Rußpartikel.

Der entscheidende Risikofaktor ist das schwärzende Para-Phenylendiamin (PPD), das zu den aggressivsten Kontakt-Allergenen überhaupt gehört. Dieser synthetische Zusatzstoff ist in vielen Henna-Produkten enthalten, er kann auf der bemalten Haut leicht zu Juckreiz, Schwellungen und Wunden führen, die manchmal bleibende Narben hinterlassen.

Etwa vier Prozent der Menschen, die über Henna-Produkte mit PPD in Berührung kommen, tragen lebenslange Allergien davon. Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) warnt deshalb vor Henna-Produkten, deren Inhaltsstoffe nicht ausreichend gekennzeichnet sind. Vor allem wenn das Henna sehr dunkel färbt, enthält es wahrscheinlich künstliche Farbstoffe.

In Deutschland ist Henna offiziell nur als Haarfärbemittel - mit PPD - zugelassen, der Farbstoff ist nicht in der Kosmetikverordnung gelistet und darf daher nicht als Hautfärbemittel verkauft werden. Da die Produkte jedoch für beide Anwendungen dieselben sind, werden die Haarfarben auch für die Haut genutzt.

Achten Sie auf die Inhaltsstoffe: Hennafarben, die PPD oder andere ungewünschte Zusatzstoffe enthalten, gehören nicht auf die Haut - auch nicht auf die Kopfhaut, selbst wenn solche Produkte erlaubt sind.

Wer jedes Risiko ausschließen möchte, dem rät der BN, Henna-Produkte generell zu meiden.

Für die Bewertung von Henna-Produkten ist die Kosmetik-Kommission des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zuständig.

Worauf Sie bei Henna-Farben achten sollten

  • 100 % Bio-Henna: Das natürliche Henna ist nicht gesundheitsschädlich. Wählen Sie Farben, die ausschließlich aus (Bio-)Henna-Pulver bestehen und ohne Zusatzstoffe auskommen.
  • PPD vermeiden: Besonders der Zusatzstoff Para-Phenylendiamin (PPD) hat ein hohes Potenzial Allergien und Hautreaktionen auszulösen. Verzichten Sie insbesondere auf Produkte, die PPD enthalten.
  • Natürlich starke Farbe: Für kräftige, dunklere Farbtöne rühren Sie das Henna-Pulver mit heißem Wasser oder Schwarztee an, dessen Gerbstoffe erhöhen die Färbewirkung.

Reines Henna gilt als unbedenklich, solange es nur mit natürlichen Stoffen wie Wasser, Zitronensaft, Zucker oder Tee verarbeitet wird. In Indien und in arabischen Ländern gehört es zu den traditionellen Heil- und Färbemitteln.

Der Verdacht, dass der natürliche Farbstoff der Henna-Blätter (Lawson) krebserregend sei, wurde mittlerweile durch wissenschaftliche Studien widerlegt.

Infografik zu Pflanzenhaarfarben.

Erste graue Strähnen zeigen sich im Haar oder die eigene Haarfarbe nervt. Was tun? Mit Chemiefarben abdecken oder lieber zu Naturhaarfarben greifen? Bereits im alten Ägypten färbten sich Menschen ihre ergrauten Haare mit Henna oder Indigo.

Pflanzenhaarfarben - welche Pflanzen eignen sich zum Haarefärben?

Insgesamt gibt es etwa 150 Pflanzenarten, die Farbstoffe enthalten. Die farbgebenden Bestandteile sitzen in Blüten, Blättern, Wurzeln, Schalen, Früchten, im Holz, in der Rinde, sind Harze oder Gummi. Allerdings eignen sich nicht alle Färberpflanzen zum Färben von Haaren.

Zu den bekanntesten Pflanzenhaarfarben zählen Henna, Indigo und Cassia. Henna wächst in Nord- und Ostafrika sowie in weiten Teilen Asiens. Das Hennapulver wird aus den getrockneten und zerriebenen Blättern des Hennastrauches gewonnen und zum Färben mit warmem Wasser angerührt. Nach sechs bis acht Stunden verbindet sich Henna dauerhaft mit dem Haar.

Die Heimat des Indigos liegt in Indien, in China und im tropischen Afrika. Die Blätter und Stängel des Indigostrauches liefern den Rohstoff für einen komplizierten Herstellungsprozess des Färbemittels.

Cassia wächst wie der Hennastrauch vorwiegend in den Tropen. Die fein gemahlenen Blätter der Pflanzen bilden die Grundlage für das Haarfärbemittelpulver. Aber weit mehr Pflanzen dienen als natürliche Haarfarbe. So gehören Walnussschalen, Kamille, Hibiskus, Weizen, Kurkuma, Salbei, Oregano, Kümmel, Kaffee, schwarzer Tee und weitere pflanzliche Grundstoffe dazu.

Naturhaarfarben - welche Farbtöne gibt es?

Je nach Beimischung anderer Naturfarben reicht das Henna-Farbspektrum von knalligem Rot, strahlendem Kastanienbraun, Maronenbraun über warme Schokoladetöne bis hin zu dunklen und schwarzblauen Farbnuancen. Mit Indigo lassen sich kühle Burgundertöne, beliebig dunkle Haarfarben bis hin zu Schwarz färben. Kamille, Weizen oder Kurkuma liefern Blond- und Goldtöne und Walnussschalen sorgen für Braunnuancen.

Cassia, auch als Senna italica oder neutrales Henna bekannt, verleiht feinem Haar Fülle und Sprungkraft. Es pflegt das Haar und sorgt für einen hellgoldenen bis leicht gelblichen Farbton. Jede Anwendung hellt das Haar auf und verbessert die Struktur der Haare. Cassia bietet sich auch gut als Grundlage für andere Pflanzenhaarfarben an.

Wo liegen die Grenzen beim Einsatz von Naturhaarfarben?

Pflanzenhaarfarbe unterstreicht die natürliche Haarfarbe. Das Haar einige Nuancen dunkler zu färben, stellt kein Problem dar, allerdings lassen sich braune Haare nicht blond färben oder schwarze Haare braun. Eine komplette Farbveränderung scheidet aus. Pflanzliche Haarfarbe ergänzt das Haar um Farbpartikel. Das Aufhellen von Haaren funktioniert durch Entziehen von Farbpartikeln, dies gelingt ausschließlich mit chemischen Produkten. Blondierung erfolgt mit Wasserstoffperoxid, ein Vorgang, der Haare und Kopfhaut stark strapaziert. Mit Pflanzenhaarfarbe lässt sich nur ein natürlicher Aufhell-Effekt erzielen.

Grauhaarabdeckung mit pflanzlicher Haarfarbe ist gut möglich. Hellblonde Farbtöne lassen sich problemlos erzielen, bei dunkelblond hilft eine Zweifachfärbung und dunklere, intensive Farbtöne erfordern mehrmaliges Färben. Schwarzfärbung auf weißen, pigmentlosen Haaren könnte in Blautönen enden, daher empfiehlt es sich, dies anhand einer Probesträhne zuvor zu kontrollieren.

Graues Haar lässt sich trotzdem auch für dunklere Farbnuancen mit folgender Methode gut abdecken. Henna verbindet sich wesentlich stärker mit dem Haar als Indigo. Daher färbt der Naturfriseur die Haare zunächst mit Henna vor und bringt im zweiten Schritt den gewünschten Braunton ein. Die Indigo-Anteile haften dann besser am Haar.

Besteht gegen einen Inhaltsstoff des Haarfärbemittels eine Allergie, ist von Pflanzenhaarfarben abzuraten.

Pflanzenhaarfarben kontra chemische Haarfarben

Permanent-Färbemittel gibt es erst seit 1875. Die Oxidationshaarfarben erlauben jeden gewünschten Farbton. Beim Färbeprozess entstehen durch die Mischung von Farbentwickler und Farbkoppler unauflösliche Farbpigmente. Mit dieser Erfindung rückten die jahrhundertealten natürlichen Haarfärbemittel in den Hintergrund. Allerdings verlangt dieser Färbevorgang einen hohen Gesundheitspreis. Zum einen stehen die verwendeten Chemikalien im Verdacht, krebserregend zu sein, zum anderen zerstören sie die Haarstruktur. Die Haarpracht verliert an Glanz, wird stumpf und brüchig.

Insbesondere nach einer Chemotherapie freuen sich Erkrankte über das Nachwachsen der Haare. Allerdings zeigt der Blick in den Spiegel einen Grauschopf, mit dem sich Betroffene nicht gerne anfreunden. Und Chemie ins Haar kommt meist nicht mehr infrage. In diesem Fall verhelfen Naturfarben ohne synthetische Bestandteile zu einem neuen Lebensgefühl.

Im Vergleich zu den Chemiefarben punkten Naturhaarfarben mit ihrer natürlichen Pflegewirkung. Nach dem Färben glänzt das Haar und ist ganz ohne Silikone und Chemie weich und besitzt Volumen. Die pflanzliche Haarfarbe basiert auf der Ausgangsfarbe der Haare. Damit ist sie individuell und wirkt besonders natürlich. Naturhaarfarben zählen zu den sogenannten semipermanenten Haarfarben. Diese halten je nach Haarbeschaffenheit zwischen 15 und 24 Haarwäschen. Damit handelt es sich nicht um permanente Haarfarben, sondern um Tönungen.

In den letzten Jahrzehnten erfolgte eine Wiederbelebung der natürlichen Pflanzenhaarfarbe. Der Trend zu einer nachhaltigeren und umweltbewussteren Lebensweise machte auch vor der Haarfärbung nicht halt. Und Gesundheitsaspekte rückten gezielt in den Fokus der Verbraucher.

Mogelpackung - dank Zertifizierung erkennen

Nicht alle auf dem Markt erhältlichen Pflanzenhaarfarben enthalten 100 % pflanzliche Inhaltsstoffe. Bereits 2011 untersuchte das Verbrauchermagazin „Öko-Test“ insgesamt 33 Pflanzenhaarfarben. Dabei bestanden 18 Produkte den Test mit Bravour, der Rest fiel gnadenlos durch. Denn zahlreiche Hersteller von Haar-Colorationen tarnen ganz konventionelle Produkte mit Zusätzen wie „Henna“, „Bio“ oder „Natur“.

Das ist auch nach zehn Jahren nicht viel anders. Unter diesem Deckmantel vertreiben verschiedene Hersteller Produkte mit problematischen Inhaltsstoffen, die teils als krebsauslösend gelten. Oder sie enthalten extrem allergieerregende Stoffe, die die Haut noch anfälliger für Krankheiten macht. Laut „Öko-Test“ dürften diese Produkte so gar nicht vertrieben werden. Dieses Greenwashing vertuscht die Problematik chemischer Inhaltsstoffe und die Verbraucher erkennen nicht, welchen gefährlichen Stoffen sie sich dabei aussetzen.

Um dieser fraglichen Praxis zu entgehen, lohnt sich ein Blick auf die Zertifizierung. Dabei ist auf das vom Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) vergebene BDIH-Siegel Verlass. Verbraucher können darauf vertrauen, dass es sich um kontrollierte Naturkosmetik handelt, die auf ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Aspekten basiert.

OLIEBE - pflanzliche Haarfarbe für den professionellen Einsatz

Wir von Via Natura arbeiten mit den Pflanzenhaarfarben von OLIEBE und verzichten außer auf Apfelessig auf andere Zusatzstoffe. Friseurmeister Alexander Pietschmann vertreibt seit 50 Jahren Pflanzenhaarfarben für den professionellen Einsatz in Friseursalons. Die Naturhaarfarben bestehen zu 100 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen. Sie enthalten kein Resorcin und keine gefährlichen Amine wie 2,5-Toluylendiamin (PTD), p-Phenylendiamin (PPD) oder Hydroxyethyl-p-Phenylendiamin sowie andere krebs- und erbgutverändernde Substanzen.

OLIEBE produzierte bereits pflanzliche Haarfarben, als es noch keine Öko-Siegel gab. Das Renommee der Firma basiert auf Vertrauen, das Friseurprofis dem Unternehmen seit vielen Jahren europaweit entgegenbringen. Daher verzichtet OLIEBE auch weiterhin auf eine Zertifizierung durch andere Organisationen.

Ist ein Umstieg von chemischen Haarfarben auf Pflanzenfarben möglich?

Für viele Kunden erhebt sich die Frage: „Ist ein Wechsel von chemisch gefärbtem Haar zu Naturprodukten möglich?“ Die Antwort darauf lautet selbstverständlich ja, allerdings gilt es einiges dabei zu beachten. Befindet sich von der Haarpflege oder -wäsche noch Silikon im Haar, liefert das Färben mit pflanzlicher Haarfarbe nicht das gewünschte Resultat. Der Kunststoff umschließt das Haar, verleiht ihm dadurch zwar Volumen, bremst aber die Wirkung der Naturfarbe aus. Silikone stehen auf der Liste der Inhaltsstoffe und enden auf „-cone“ oder „-xane“. Je weiter hinten sie erscheinen, desto niedriger ist ihr Anteil. Wer umsteigen möchte, sollte daher im Vorfeld auf silikonhaltige Produkte verzichten.

Für Neukundinnen kann daher der erste Termin im Friseursalon, in einer kostenlosen Beratung enden, denn die Umstellung der Haarfärbemethode ist beratungsintensiv. Um Fehlfärbungen zu vermeiden, empfiehlt sich zu Beginn eventuell nur eine Probesträhne zu färben. Gerade beim Umstieg können zwei bis drei Nachbehandlungen erforderlich sein, da die Pflanzenfarbe anfangs möglicherweise nicht so gut hält.

Insgesamt ist das Endergebnis beim Färben mit Henna immer abhängig von der Naturhaarfarbe und der Haarstruktur. Generell ist das Ergebnis nicht so vorhersehbar wie bei chemischen Farben.

Lange hatte das Färben mit purer Henna-Haarfarbe den Nachteil, dass nur Nuancen in Rot möglich waren. Doch für alle, die lieber Schwarz, Braun oder Blond mögen, gibt es gute Nachrichten: Das Färben mit dem natürlichen Haarfärbemittel ist mittlerweile auch ohne Rot möglich.

Manche Hersteller mischen allerdings auch synthetische Inhaltsstoffe unter die Henna-Haarfarbe, um die Farbauswahl zu vergrößern. Werft deshalb vor dem Kauf immer einen Blick auf die Bestandteile und vermeidet Produkte, die zum Beispiel Phenylendiamine (PPD) enthalten.

Vorteile von Henna-Haarfarbe Nachteile von Henna-Haarfarbe
Natürliche Inhaltsstoffe Begrenzte Farbauswahl
Schonender für das Haar Unvorhersehbares Farbergebnis
Kann das Haar stärken Längere Einwirkzeit
Weniger Hautreizungen Mögliche allergische Reaktionen
Umweltfreundlicher Nicht zum Aufhellen geeignet

Pflanzenhaarfarbe mit Henna gibt es mittlerweile von vielen unterschiedlichen Firmen zu kaufen. Die Farben von Khadi Naturkosmetik zählen zu den beliebtesten im Netz, da sie wunderschöne, natürliche Farben zaubern und dabei sogar die Haare pflegen. Zudem soll die Henna-Haarfarbe von Khadi besonders gut auch graue Haare abdecken. Dabei sind die Inhaltsstoffe von Khadi komplett natürlich und bestehen aus Pflanzenextrakten wie Henna, Indigo, Amla und Bhringaraj.

Auch die Haarfarben von Sante Naturkosmetik sind super beliebt, da sie mit natürlichen Wirkstoffen wie Henna, Indigo, Cassia, Weizenprotein, Alginat, Walnussschalen, Kaffee oder rote Beete die Haare färben. Die Henna-Haarfarbe Radico „Colour Me“ ist ebenfalls zu 100% natürlich und wird aus Kräutern hergestellt. Inhaltsstoffe wie Henna, Indigo, Amla, Brahmi oder Bhringraj sollen für intensive Farben sorgen. Erhältlich ist sie sowohl in Schwarz, Braun und Blond als auch Rot.

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