Henna Haarfarbe Braun Test: Natürliche Schönheit oder Chemie-Cocktail?

Der Markt für Haarfarben ist vielfältig und oft verwirrend. Während Drogeriemärkte echte Pflanzenfarben bekannter Hersteller anbieten, finden sich in Reformhäusern Produkte mit einem überraschenden Chemie-Cocktail. Hersteller werben mit natürlichen Inhaltsstoffen und der sanften Kraft von Pflanzen, doch was steckt wirklich dahinter? Öko-Test hat 12 (vermeintlich) alternative Haarfarben in verschiedenen Brauntönen getestet. Die Ergebnisse sind überraschend: Sieben Produkte sind "sehr gut", während die übrigen mit "ungenügend" komplett durchfallen.

Pflanzen- versus Chemie-Haarfarben: Der Unterschied

Reine Pflanzenhaarfarben nutzen zermahlene Blätter, Wurzeln oder Blüten wie Henna, Indigo oder Kamille, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Sie verbinden sich hauptsächlich mit der äußeren Schuppenschicht des Haars. Chemische Farben hingegen arbeiten mit Oxidation und dringen tief ins Haar ein.

Öko-Test prüfte alle Produkte im Labor auf bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe, darunter aromatische Amine. Die Permanent-Haarfarben im Test, die mit Aussagen wie "Wirkstoffe aus Bio-Anbau" werben, enthalten oft einen ganzen Cocktail davon. Einige dieser Amine werden vom EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder extrem starke Kontaktallergene eingestuft. Diese können schmerzhafte Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und lebenslange Allergien auslösen.

Auch halogenorganische Verbindungen (AOX), die teilweise als allergieauslösend oder krebserzeugend gelten, sowie PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen, wurden von den Testern berücksichtigt.

Alternative Haarfarben im Test: Gewinner und Verlierer

Alle reinen Pflanzenfarben im Test wurden mit "sehr gut" bewertet. Hier sind einige Beispiele:

  • Terra Naturi Henna Pflanzliche Haarfarbe, braun (Müller Drogeriemarkt)
  • Garnier Color Herbalia Pflanzenhaarfarbe Naturbraun
  • Logona Pflanzenhaarfarbe Creme

Die chemischen Farben hingegen erhielten alle die Note "ungenügend". Beispiele hierfür sind:

  • Sanotint Haarfarbe 3 Naturbraun: Enthält einen künstlichen Moschusduft, der sich im menschlichen Fettgewebe anreichert und die Umwelt über das Abwasser bedroht.
  • Henna Plus Long Lasting Colour Chocolate Brown 5.35: Enthält fünf extrem sensibilisierende Stoffe.
  • Biokap Haarfarbe mit Bio-Arganöl: Enthält sechs verschiedene aromatische Amine, darunter p-Aminophenol.

Henna-Haarfarbe Vergleich 2025

Hier ist eine Übersicht einiger Henna-Haarfarben im Vergleich:

7 Fakten über Henna / Pflanzenhaarfarbe

Modell Vergleichsergebnis Kundenwertung bei Amazon Nachhaltiges Produkt Farbe Geeignet für
Herbal Time Natürliches Schwarz sehr gut 6022 Bewertungen Nachhaltig Schwarz alle Haarfarben
Thats Me organic Pflanzenhaarfarbe sehr gut 43 Bewertungen Nachhaltig Bitterschokolade Braun | Blond
Ayluna Pflanzenhaarfarbe 110 sehr gut 318 Bewertungen Nachhaltig Rot alle Haarfarben
Davis Finest DFHCHP0004 sehr gut 57 Bewertungen Nachhaltig Schwarz braunes bis schwarzes Haar
Henné K1367 sehr gut 1231 Bewertungen Nachhaltig Grün alle Haarfarben
Sante Naturkosmetik Pflanzenhaarfarbe sehr gut 245 Bewertungen Nachhaltig Rot alle Haarfarben
Svatv Henna-Kräuterhaarfarbe gut 180 Bewertungen Nachhaltig Schokobraun mittelblondes bis dunkelbraunes Haar

Henna-Haarfarben-Kaufberatung

Bei der Wahl der richtigen Henna-Haarfarbe sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Inhaltsstoffe: Achten Sie auf reine Pflanzenhaarfarben ohne chemische Zusätze.
  • Grauabdeckung: Pflanzenhaarfarben decken graue Haare nicht vollständig ab, sondern überziehen sie wie eine Lasur.
  • Farbergebnis: Das Ergebnis hängt von Ihrer Ausgangshaarfarbe ab. Dunkler färben ist einfacher als heller.
  • Anwendung: Die Anwendung kann etwas aufwendiger sein als bei chemischen Farben.

Es gibt Haarfarben im Handel, die für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund ihrer Aufmachung rein pflanzlich daher kommen, es allerdings nicht sind. Aromatische Amine gehören zu synthetischen Farbstoffvorstufen. Einige dieser Stoffe werden vom EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene einstuft. Haben solche Stoffe erst eine Kontaktallergie mit schmerzhaften Rötungen, Schwellungen und Juckreiz ausgelöst, besteht die Allergie ein Leben lang.

Tipps zur Anwendung von Pflanzenhaarfarben

Gute Vorbereitung ist wichtig. Vor dem Färben Reste von silikonhaltigen Shampoos oder Spülungen mit einer Tiefenreinigung auswaschen. Ganz entscheidend ist die richtige und konstante Temperatur des Färbebreis: Richten Sie sich dabei akribisch nach den jeweiligen Angaben. Während des Auftragens die Farbe konstant auf Temperatur halten, am besten in einem Wasserbad. Solange sie einwirkt, die Haare mit Folie oder Handtuch warm und am besten auch feucht halten. Die Haare sind trocken und haben einen Grünstich? Probieren sie es mit heiß föhnen. Im Laufe der ersten beiden Tage können sich die Farben auch noch entwickeln oder nachdunkeln und sollten deshalb nicht mit Shampoo gewaschen werden.

Wer eine neue Haarfarbe auf Basis natürlicher Stoffe möchte, kann zu pflanzlichen Haar­farben mit Henna, Indigo oder Walnuss greifen. Wer natürlich färben möchte. Alle Natur­haar­farben im Test färben ausschließ­lich mit Pflanzenin­halts­stoffen. Aromatische Amine in Permanent­farben lösen häufig Kontaktal­lergien aus. Daher sollten unter 16-Jährige sie nicht nutzen. Jugend­liche und alle, die auf Permanent­farben allergisch reagieren, können es mit reinen Pflanzen­farben versuchen. Sie haben ein schwächeres all­ergenes Potenzial.

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