Henna Haare: Vorher, Nachher und alles, was du wissen musst

Henna ist eine natürliche Pflanzenfarbe, mit der du deine Haare schonend färben kannst. Der Hennastrauch ist eine Pflanze aus dem asiatischen sowie nord- und ostafrikanischen Raum. Aus ihren getrockneten Blättern wird Henna - auch als Hennapulver bekannt - gewonnen. Hier erfährst du, wie es geht und was du beachten musst!

Was ist Henna?

Hennapulver an sich ist nicht färbend, aber sobald es mit Wasser verrührt wird, kann es zum Färben der Haare, Haut, Nägel und tierischer Fasern wie Seide oder Wolle verwendet werden. Reines Henna färbt rötlich. Dennoch finden sich im Handel Mischfarben, die eine Farbpalette von Blond über Braun bis Schwarz ermöglichen.

Mit bestimmten Hausmitteln kannst du aber auch die Wirkung des Hennapulvers beeinflussen, so bringt Zitronensaft beispielsweise den Rotton besser hervor und schwarzer Tee dunkelt die Farbe ab.

Vorbereitung zum Haarefärben mit Henna

Für ein optimales Farbergebnis ist es wichtig, dass das Haar befreit von Rückständen (Styling, Fett und Silikonen) ist. Shampoos und Haarwäschen mit Silikonen legen sich wie eine Schicht um dein Haar und verhindern, dass das Henna die Haare färbt. Bevor du also vorhast, deine Haare mit Henna zu färben, verzichte bereits mehrere Wochen vorher auf derartige Shampoos und Conditioner.

Du benötigst:

  • Hennapulver
  • Heißes Wasser
  • Hitzebeständige Schüssel
  • Haushaltshandschuhe
  • Pinsel
  • Frischhaltefolie oder Duschhaube
  • Altes Handtuch
  • Bei Bedarf: Zeitungen, um den Boden zu schützen
  • Bei Bedarf: Etwas Balsam zum Schutz der Haut an Ohren und Stirn
  • Alte Kleidung

Achtung: Bevor du dein gesamtes Haar färbst, ist es ratsam, einen Strähnchentest zu machen: Das heißt, du färbst erst mal nur eine dünne Strähne mit etwas Henna und lässt die Paste mindestens zwei Stunden einwirken. Selbst nach dem gründlichen Ausspülen und Waschen mit Shampoo kann sich die Farbe immer noch innerhalb eines Tages verändern. Wenn dir das Ergebnis gefällt, steht dem kompletten Färben nichts mehr im Wege!

Anleitung zum Haarefärben mit Henna

Schütze Hautpartien, die möglicherweise mit dem Henna in Berührung kommen können, wie z. B. Ohren und obere Stirn, mit etwas Balsam vor dem Verfärben. Ziehe sicherheitshalber alte Kleidung an und lege den Boden mit Zeitungspapier aus.

Gib das Hennapulver in eine hitzebeständige Schüssel, rühre kochendes Wasser ein und lasse es eine Weile stehen, damit sich die Farbwirkung entfalten kann (halte dich an die Herstellerangaben). Wenn du zusätzlich natürliches Geliermittel (wie z. B. Xanthan) untermischst, bleibt die Masse geschmeidig und bröckelt nicht. Die Brocken lassen sich sonst später aus dem Haar schwer entfernen.

Ziehe dir Haushaltshandschuhe an und trage Strähne für Strähne (oben und unten) das angerührte Henna auf. Am besten startest du am Haaransatz des Hinterkopfes und arbeitest dich bis zum Deckhaar an der Stirn vor. Umwickele dein Haar mit Frischhaltefolie (alternativ mit einer Duschhaube) und einem Handtuch. Die Wärme verstärkt die Farbwirkung und hindert die Paste am Eintrocknen.

Warte mindestens zwei Stunden: Je länger die Farbe einwirkt, desto intensiver ist das Ergebnis. Anschließend spülst du dein Haar gründlich mit warmem Wasser aus. Spüle so lange nach, bis nur noch klares Wasser aus deinen Haaren rinnt. Danach wäschst du deine Haare mit einem Conditioner (silikonfrei), spülst erneut mit klarem, kalten Wasser nach und verwendest zum Auswringen am besten ein altes Handtuch, da deine Haare noch etwas färben könnten.

Eine richtige Haarwäsche mit Shampoo kannst du ab dem darauffolgenden Tag durchführen.

Tipp: Damit die Paste warm bleibt, kannst du die Schüssel mit dem angerührten Henna in ein heißes Wasserbad stellen.

Henna ist eine reine Pflanzenfarbe - im Gegensatz zu chemischen Tönungen und Farben belastest du mit ihr deine Haare und Kopfhaut nicht und kannst auch problemlos mehrmals nachfärben. Die Haltbarkeit der Farbe ist genauso wie bei chemischen Färbemitteln (Hinweis: Es handelt sich bei Henna nicht um eine Tönung, sondern um eine richtige Färbung).

Vorteile von Henna

  • Henna färbt nicht nur deine Haare, es pflegt sie auch und legt sich schützend um die Haarstruktur.
  • Gleichzeitig schützt es die Haare vor UV-Strahlen sowie Haarbruch und verleiht ihnen Fülle und Glanz.
  • Das Färbemittel ist einfach in der Anwendung und zaubert dir eine natürlich aussehende Haarfarbe.
  • Der Färbeansatz ist dezent und nicht so intensiv wie bei chemischen Farben.
  • Henna ist vegan.

Nachteile von Henna

  • Einige Henna-Färbemittel bestehen nicht aus dem reinen Naturprodukt, sondern sind mit weiteren Inhaltsstoffen versehen. Vor allem, wenn PPD (Phenylendiamine) enthalten sind, solltest du das Produkt meiden, da diese gesundheitsschädigende Auswirkungen haben können. Stattdessen solltest du auf qualitativ hochwertige Henna-Produkte setzen und synthetische Inhaltsstoffe ablehnen.
  • Das Färbeergebnis mit Henna ist abhängig von deiner natürlichen Haarfarbe, der vorangegangenen Behandlung deiner Haare und mit welchen zusätzlichen Zutaten du das Henna anrührst. Daher kann das Ergebnis variieren und ist nicht immer vorhersehbar.
  • Henna bietet nur eine limitierte Farbpalette zwischen Rot, Braun, Schwarz und Dunkelblond. Es kann die Haare nicht bleichen oder hellblond färben.
  • Das Färben mit Henna dauert länger als das Färben mit chemischen Mitteln.
  • Wenn du dich einmal für das pflanzliche Färbemittel entschieden hast, solltest du auch dabeibleiben. Mit chemischer Farbe nachzufärben, kann ein unvorhersehbares Ergebnis zur Folge haben.

Erfahrungsberichte mit Khadi Henna

Viele Anwenderinnen berichten positiv über ihre Erfahrungen mit Khadi Henna. Hier sind einige Auszüge aus Erfahrungsberichten:

Dada: "Das Henna färbt meine Haare intensiv rot. Vor allem wenn ich Zitronensaft hinzugebe. Kann ich sehr empfehlen, wenn einem Kupfer zu orange ist."

Sina: "Ich hatte vor vielen Jahren mal ein Henna von Khadi getestet und war damals mit der Färbung unzufrieden. Nun habe ich es also nochmal versucht und bin überrascht: das Farbergebnis war sehr schön. Ich habe straßenköterblondes Haar und durch das Henna gab es ein schönes Rot Richtung Kupfer, nach 120min färben."

Karin: "Die Farben von Khadi sind alle großartig, sie decken meine grauen Haare perfekt ab, die Farbe tropft nicht, riecht vielleiecht etwas nach Heu :-) aber mich stört das nicht. Alle Farben lassen sich perfekt untereinander mischen. Verwende sie schon seit vielen Jahren. Khadi ist mit Abstand die beste Pflanzenhaarfarbe"

Barbara: "Ich habe mittelbraunes, feines Haar mit stetig zunehmendem Grauanteil (bin 48). Für mich perfekt: Khadi Reines Henna und Khadi Mittelblond 1:1 gemischt, Wasser 80 Grad warm, ca. 45 Minuten einwirken lassen. Die braunen Haare bekommen so einen leichten Rotstich und die grauen werden kupferfarben."

Grauabdeckung mit Henna

Früher oder später ergrauen wir alle, denn die Melanin-Produktion des Haares nimmt mit dem Alter ab. Ob nun erster grauer Ansatz, viele silberne Strähnen oder komplett graue Haare: Die einen lieben und feiern sie, die anderen wollen sie loswerden.

Du suchst nach einer natürlichen Grauabdeckung und überlegst, dein Haar mit Henna zu färben? Wir zeigen, wie du graue Haare mit Henna färben kannst und worauf du achten solltest.

Grundsätzlich gilt: Henna kann die Haare nicht hellblond bzw. heller färben, da dazu Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid notwendig ist, das dem Haar seine natürlichen Farbpigmente entzieht. Das bedeutet, du kannst graue Strähnen mit Henna nur dunkler färben oder Farbakzente setzen (lassen), wie etwa "Lowlights".

Anleitung für Grauabdeckung mit Henna

  1. Je nach Angabe des Herstellers, rührst du das Henna-Pulver mit kochendem Wasser an und lässt die Paste abkühlen.
  2. Ziehe dir in der Zwischenzeit ein altes Shirt an, das schmutzig werden kann und lege ein altes Handtuch um die Schultern und auf den Boden, um Flecken zu vermeiden. Damit deine Stirn, die Ohren und der Hals und der Nacken farbfrei bleiben, kannst du diese Stellen mit Vaseline einreiben.
  3. Bürste deine Haare gut durch. Je nach Hersteller, kannst du deine Haare in trockenem oder feuchten Zustand färben.
  4. Ziehe die Handschuhe an und trage die Farbe mit dem Pinsel zunächst auf dem Ansatz auf. Am besten in kleineren, als in größeren Partien. Die Haare zwischendurch durchkämmen, damit sich die Farbe optimal verteilt.
  5. Nun arbeitest du dich Schritt für Schritt auf diese Weise durch dein restliches Haar. Tipp: Die Haare in das Oberhaar und Unterhaar abteilen. Hast du sehr lange Haare, kannst du auch mehrere kleinere Partien abteilen. Mit den Fingern die Henna-Paste nochmals einarbeiten.
  6. Prüfe anschließend, ob du wirklich alle Strähnen erwischt hast. Ziehe dafür die Haare pro Partie auseinander. Sind nicht gefärbte Stellen sichtbar? Dann hier den Pinsel erneut ansetzen.
  7. Nach der angegeben Einwirkzeit die Farbe ausspülen - fertig. Shampoo solltest du erst nach 48 Stunden verwenden, da die Farbe in dieser Zeit oxidiert und erst dann den eigentlich Farbton erreicht hat.

NATÜRLICH HAARE FÄRBEN mit khadi Pflanzenhaarfarbe - So geht's

Wie lange kann man Henna auf grauen Haaren einwirken lassen?

Expert*innen empfehlen, Henna maximal drei Stunden einwirken zu lassen, jedoch mindestens eine Stunde. Danach mit warmen Wasser ausspülen und wie oben erwähnt erst nach zwei Tagen Shampoo benutzen.

Henna Vorher-Nachher: Eine persönliche Erfahrung

Eine Anwenderin berichtet von ihren Erfahrungen mit Henna und dem Versuch, von blond zu ihrer Naturhaarfarbe zurückzukehren:

„Ich war bis zum 24.12. Erster Versuch nachdem ich auf silikonfreie Prdukte und NK umgestiegen war ... am 24.12.2013: Logona Sahara und ich war dann rotblond. Es war OK aber langweilig. In welche Richtung ich genau wollte wusste ich noch nicht so recht . Vielleicht Kupfer? Ich hatte aber schon einen kleinen (1,5 cm) Ansatz in straßenköterblond der nicht mit abgedeckt wurde.“

„26.12.: Zweiter Versuch: Khadi Henna, Amla & Jatropha und ich war leuchtend Pumuckelorange. ... darüber kam dann Khadi Hellbraun und ich sah fürchterlich aus, viel zu dunkel und wie eine Kunsthaarperücke mit Rotstich. Meine Haare (besonders das strapazierte Deckhaar) waren stumpf und trocken, fast kraus obwohl ich superglatte Haare habe.“

„Dann eine Woche warten, möglichst nicht in den Spiegell gucken (mein Mann fand die Farbe überaschenderweise sehr schön) und die Farbe verblasste etwas. Immer wieder Khadi vitalisierendes Haaröl drauf und warten, ob ich mich an die neue Haararbe gewöhne. Dann folgten Farbziehkuren mit Joghurt, Honig, Zitronensaft, Cassia neutrales Henna (als Emulgator, damit es nicht so sehr runterläuft) und die Farbe wurde heller, das (strapazierte) Deckhaar war schon fast wieder blond.“

„Dann fragten mich einige Leute wann ich denn wieder mit Henna färbe, "das rotbraun war doch so schön" also kaufte ich mit Logona Indian Summer und gab es aufs Haar. Ergebnis, ein schönes Kupferrot was ich gerne behalten hätte ABER der Straßenköterblondansatz wurde immer größer und wurde wieder nicht mit abgedeckt.“

„Dann wurde mir klar, dass ich niemals mit PHF ein helles Kupferrot haben werde sondern nun mal dunkel-straßenköterblond bin und dass ich dann mal Richtung Naturhaarfarbe gehen will. Das Logona Indian Summer verblasste auch recht schnell und so waren dir Rotpigmente gerade noch genug um mit Katam und Cassia (Verhältnis 1:3) nicht grün zu werden. Ich war also dunkelaschblond (ich hätte das nicht mehr als blond bezeichent) was in der Sonne einen Rotstich hatte. Kein Ansatz mehr zu sehen, nicht überfärbt aber angeglichen. So sehe ich also mit meiner NHF aus ... hmmm ...“

„Als es nach einigen Wäschen wieder heller wurde färbte ich Anfang letzte Woche ich nochmal mit wenig Katam und viel Cassia (im Verhältnis 1:4) aschig. Kolleginnen und Freunde die mich länger nicht gesehen haben fragen plötzlich ob ich krank sei - ich sehe wirklich ziemlich fertig aus was nicht nur am Stress liegt. OK, wir haben gerade ein Haus gebaut und sind umgezogen auf eine Noch-Baustelle aber daran liegt es nicht nur sondern wohl sehr an der Haarfarbe.“

„Fazit; meine NHF steht mir überhaupt nicht, alle sagen dass das blond so schön war, dass mich das Dunkle deutlich älter macht (bin 49) und zugegeben fand ich mich blond immer noch am besten. Ich bin das Dunkle und die Kommentare leid und mir ist auch klar, dass ich langsam grau werde und dann geht das dunkle eh nicht mehr.“

„Also habe ich mich entschieden - ich weill mein Blond zurück, vielleicht nicht ganz so hell (und strapaziös für die Haare aber bitte bitte wieder blond!!! Habe gestern nochmal die 52 seiten über Farbe rausziehen gelesen (mit einer Farbziehkur auf dem Kopf) und habe nun ein stumpfes, leicht rötliches, leicht aschiges dunkelblond-baungemisch, die trockenen Deckhaare (vom Haarspray und Styling -habe sehr feine, dünne Haare, zwischen Kinn- und Schulterlang) sind ganz rauh .....“

Zusammenfassung

Henna ist eine natürliche und schonende Methode, um die Haare zu färben. Es bietet viele Vorteile, wie die Pflege der Haare und den Schutz vor UV-Strahlen. Allerdings gibt es auch Nachteile, wie die begrenzte Farbpalette und die längere Färbezeit. Erfahrungsberichte zeigen, dass die Ergebnisse mit Henna sehr unterschiedlich sein können und von der individuellen Haarstruktur und den verwendeten Produkten abhängen.

Tabelle: Vor- und Nachteile von Henna

Vorteile Nachteile
Natürliche Inhaltsstoffe Begrenzte Farbpalette
Schonend für Haar und Kopfhaut Längere Färbezeit
Pflegt und schützt das Haar Ergebnis kann variieren
Vegane Option Nicht zum Aufhellen geeignet
Dezenter Färbeansatz Chemische Nachbehandlung kann problematisch sein

tags: #henna #haare #vorher #nachher

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