Das kbo-Heckscher-Klinikum in Haar ist ein bedeutendes Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Die seelische Gesundheit der jungen Patientinnen und Patienten steht hier an erster Stelle. Seit 2000 ist das Klinikum Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Jährlich werden hier rund 15.000 Kinder und Jugendliche an elf Standorten in Oberbayern ambulant, in den Tageskliniken und auf den Stationen behandelt. Das multiprofessionelle Team von Mitarbeitenden aus den Bereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychologie, Fachtherapie, Sozial- und Heilpädagogik sowie Pflege und Erziehung unterstützt Kinder und Jugendliche mit ihren Familien und Angehörigen sowohl in akuten Krisensituationen als auch während chronischer Krankheitsverläufe.
Die kbo-Heckscher-Klinik wurde 1929 gegründet und gehört seit 2007 zu den Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo). Das kbo-Heckscher-Klinikum stellt die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen in Oberbayern sicher. Das Stammhaus in München-Obergiesing versorgt rund um die Uhr alle kinder- und jugendpsychiatrischen Not- und Akutfälle.
Das kbo-Heckscher-Klinikum hat mehrere klinische sowie zwei ambulante Standorten in Oberbayern. An allen Standorten bietet es wohnortnahe Behandlungsangebote für kinder- und jugendpsychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Erkrankungen an. Die Kliniken befinden sich in Berg am Starnberger See (Rottmannshöhe), Haar, Ingolstadt, Rosenheim und Wasserburg am Inn. In Ingolstadt, Landsberg am Lech, Wolfratshausen und Waldkraiburg gibt es Ambulanzen des Klinikums, in Ingolstadt und Landsberg am Lech zusätzlich eine Tagesklinik.
Unsere Abteilung befindet sich seit April 2019 am neuen Standort in Haar. In unserer Tagesklinik behandeln wir bis zu 11 Vorschulkinder mit autistischen und sprachlich-kognitiven Entwicklungsstörungen. Darüber hinaus haben wir 10 vollstationäre Behandlungsplätze für Grundschulkinder, die soziale, sprachliche, kommunikative, emotionale oder Lern-Störungen aufweisen. Eine beschützende, bedarfsweise geschlossen geführte Station mit 10 Betten ist für junge Schulkinder mit einer Intelligenzminderung und psychischen Störungen da.
Zwar ist die Entwicklungsstörung die Grundlage der Diagnostik und der therapeutischen Behandlung. Wir behandeln aber auch Patienten mit allen bekannten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter (Depression, Angst- und Zwangsstörung, ADHS, Psychose, Essstörung usw.). In unserer Arbeit legen wir Wert auf ein individualisiertes und multiprofessionelles Vorgehen. Unsere Fachkräfte aus allen Bereichen orientieren sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und beziehen alle gängigen (psycho-) therapeutischen Richtungen ein. Unser Fokus liegt darauf, die soziale Kommunikation sowie die Bindungs- und Beziehungsfähigkeit zu fördern und die vorhandenen Ressourcen der Patienten und ihrer Familien zu stärken.
Wir unterstützen unsere Patienten dabei, ihre Emotionen und Affekte wahrzunehmen, zu regulieren und sich in Familie, Schule und unter Gleichaltrigen zurechtzufinden. Dabei ist uns wichtig, die Familien, die pädagogischen Bezugspersonen und andere Fachkräfte einzubeziehen. Die Carl-August-Heckscher-Schule hat auch einen Standort in Haar. Eine Institutsambulanz steht der Tagesklinik und den Stationen zur Seite.
Psychotherapie ist ein integratives Gesamtkonzept zur Behandlung von seelischen Störungen mit individuell ausgewählten, erprobten Methoden - eingesetzt werden insbes. In der Bewegungs- und Sporttherapie sollen das seelische und körperliche Wohlbefinden und die soziale Kompetenz gefördert werden. Ziele dabei sind z. B.
Meistens als Einzeltherapie angesetzt, werden in der Sprachtherapie Maßnahmen zur Verbesserung der Sprache, des Redeflusses und der Stimme angewendet. Vorwiegend computergestützte Verfahren werden eingesetzt u. a. zur Besserung der Negativsymptomatik bei Schizophrenien (z.B. Cogpack), zur Förderung der Konzentration bei ADHS. Erfolgt im Rahmen der Ergotherapie und von Aktivitäten auf den Stationen.
Das Heckscher-Klinikum bietet einen 9-stufigen Grund-, Haupt- und Förderschulunterricht an. Der Sozialpädagogische Fachdienst unterstützt bei der Suche nach geeigneten Hilfen für die Zeit nach der Entlassung. Bei KJP-Störungsbildern werden oftmals negative Verhaltensmuster in sozialen Beziehungsstrukturen (Familien) diagnostiziert. Durch handlungsorientierte Übungen im handwerklichen, gestalterischen und spielerischen Bereich werden Geschicklichkeit, soziale Kompetenzen, Interaktions- und Ausdrucksfähigkeit gestärkt.
Die Klinik hält Ein-Bett-, Zwei-Bett- und Mehr-Bett-Zimmer vor. Eine zielgerichtete Pflege bedarf der Planung, Organisation und Koordination. Für jeden unserer Patienten ist daher eine Pflegefachkraft als Bezugspflegeperson verantwortlich. Durch Bezugspflegegespräche werden Ziele und Maßnahmen kontinuierlich überprüft und ggfls. Das Entlassungsmanagement beinhaltet die frühzeitige Planung der Entlassung unter Einbeziehung aller an der Therapie beteiligten Berufsgruppen, der Angehörigen, komplementärer Einrichtungen (z. B. therapeutische Wohngruppen) und ggf. Um Eltern in die Behandlung des Kindes einzubeziehen, brauchen sie Unterstützung und müssen selbst gut beraten werden. Seelisch beeinträchtigte Kinder und Jugendliche können ihre Gefühle und Konflikte mit Worten oft nur schwer ausdrücken.
Unabhängige Patientenfürsprecher unterstützen die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit des kbo-Klinikums.
Die folgende Tabelle zeigt einige Eckdaten des kbo-Heckscher-Klinikums (Haar):
| Bereich | Information |
|---|---|
| Standorte | Mehrere klinische und zwei ambulante Standorte in Oberbayern |
| Tagesklinik | bis zu 11 Vorschulkinder mit autistischen und sprachlich-kognitiven Entwicklungsstörungen |
| Stationäre Behandlungsplätze | 10 vollstationäre Behandlungsplätze für Grundschulkinder |
| Betten auf beschützender Station | 10 Betten für junge Schulkinder mit Intelligenzminderung und psychischen Störungen |
| Schulunterricht | 9-stufiger Grund-, Haupt- und Förderschulunterricht |
Die seelische Gesundheit unserer jungen Patientinnen und Patienten steht für uns seit 95 Jahren an erster Stelle. Die Heckscher Klinik wurde 1929 gegründet und gehört seit 2007 zu den Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo). Wir behandeln jährlich rund 15.000 Kinder und Jugendliche an elf Standorten in Oberbayern - ambulant, in den Tageskliniken und auf den Stationen. Unser multiprofessionelles Team von Mitarbeitenden aus den Bereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychologie, Fachtherapie, Sozial- und Heilpädagogik sowie Pflege und Erziehung unterstützt Kinder und Jugendliche mit ihren Familien und Angehörigen sowohl in akuten Krisensituationen als auch während chronischer Krankheitsverläufe. Dabei legen wir Wert auf eine ausführliche, individuell zugeschnittene Diagnostik sowie eine leitlinien-orientierte Therapie entsprechend der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.
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