Thunfisch: Informationen zu Schuppen, Lebensweise und Bedrohung

Der Thunfisch ist wohl einer der bekanntesten Fische überhaupt. Ob von lahmen Witzen („Was sollen wir t(h)un, Fisch?“ - „Du hast die Wa(h)l, Fisch“), über die Lieblingspizza bis zum Lieblings-Sushi, Thunfisch scheint allgegenwärtig. Und obwohl Thunfisch hauptsächlich kommerziell gefischt wird, kann man als ehrgeiziger Angler auch mal seinen Köder nach diesem Fisch auswerfen. Zunächst einmal eine wichtige Information vorweg: unter Thunfisch versteht man gemeinhin sieben verschiedene Arten. Diese sind der rote Thun, der weiße Thun, der Blauflossen-Thunfisch, der Gelbflossen-Thunfisch, der Schwarzflossen-Thunfisch, der Langflossen-Thunfisch und der Großaugen-Thunfisch.

Thunfische gehören zu den wichtigsten Speisefischen. Ihr Fleisch ist rot und fettig. Auch sehr beliebt ist Thunfisch in der Dose.

Ein Weißer Thunfisch (Thunnus alalunga)

Merkmale und Lebensweise

Thunfische leben im Meer. Man trifft sie in fast allen Klimazonen an, außer im Polargebiet. Thunfische werden bis zu zweieinhalb Meter lang. In der Regel wiegen Thunfische mehr als 20 Kilogramm, manche sogar über 100 Kilogramm. Ein besonderes Merkmal der Thunfische sind ihre Zacken hinten an Rücken und Bauch.

Der Name Thunfisch kommt aus der Sprache der Alten Griechen: Das Wort „thyno“ bedeutet so viel wie „ich eile, stürme“.

Thunfische gehören zur Gattung der Makrelen. Der Thunfisch zeichnet sich primär durch seine enorme Größe beziehungsweise Länge, sowie durch die Tatsache aus, dass er fast keine Schuppen besitzt. Schuppen sind beim Thunfisch nur an Brust, Rücken und der Seitenlinie bis hin zur Rückenflosse vorhanden. Thunfische haben kaum Schuppen und eine spitze Rückflosse mit harten Strahlen. Ihre elegante Körperform lässt sie geschmeidig durch das Wasser gleiten.

Thunfische haben einen grau-silbernen oder blau-silbernen Körper. Ihre Schuppen sind eher klein und nur aus der Nähe erkennbar. Aus der Ferne sieht es so aus, als hätten sie eine glatte Haut.

Thunfische zählen zu den Warmblütern. Die Körpertemperatur der Thunfische beträgt zwischen sechs Grad Celsius und 12 Grad Celsius.

Thunfische sind Gruppentiere und ziehen daher in Schwärmen durch die Meere, wobei sie sehr große Strecken zurücklegen können. Die meisten Thunfischarten laichen immer an der gleichen Stelle und das oftmals in Küstennähe. Je nach Art werden Thunfische zwischen einem Meter und 4,5 Metern lang und wiegen bis zu 700 Kilogramm. Aufgrund ihrer Größe haben Thunfische nur wenige Fressfeinde, dazu zählen aber Haie und Schwertfische.

Ein Gelbflossen-Thunfisch (Thunnus albacares)

Ernährung und Jagdverhalten

Thunfische gehören zu den Raubfischen. Das heißt, sie jagen andere Fische, um sich zu ernähren. Dazu gehören beim Thunfisch vor allem Heringe, Makrelen und Krebstiere. Sie sind Hochseebewohner, die im Schwarmverband über tausende Kilometer die Ozeane durchqueren.

Thunfische sind Wanderfische, die bei der Nahrungssuche sehr weite Strecken bis zu 160 Kilometer pro Tag zurücklegen und als Räuber auf der Jagd Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometer pro Stunde erreichen können. Praktisch der ganze Antrieb kommt aus der schnellen Bewegung der sichelförmigen Schwanzflosse. Thunfische haben fast keine seitlichen Bewegungen - diese Art der Fortbewegung ist einmalig unter den Knochenfischen.

Wie alle Thunfische ernährt sich auch der weiße Thun von kleineren Fischen, Tintenfischen und Krebstieren. Die Wanderungen der weißen Thunfische orientiert sich hauptsächlich an der Wasserschicht. Weiße Thunfische bewegen sich in Wandergruppen, die aus Artgenossen und teilweise anderen Thunfischarten bestehen. Auf ihren Wanderungen legen die Gruppen sehr große Entfernungen zurück.

Der Thunfisch ist ein Salzwasserfisch und gehört zur Gattung der Makrelen. Er ist ein Raubfisch, der sich überwiegend von von kleinen Fischen, Tintenfischen und Krebsen ernährt.

Verbreitung und Lebensraum

Thunfische sind in tropischen sowie subtropischen Meeren heimisch und leben dort in einer Tiefe von bis zu 500 Metern. In diesen Gewässern werden sie auch gefischt, vor allem in den Meeren vor Japan und Südkorea.

In allen Ozeanen der gemäßigten und tropischen Breiten kann man den weißen Thunfisch antreffen. Dazu gehört auch das Mittelmeer. Er hält sich bevorzugt in Tiefen von mindestens 600 Metern im Atlantik und 380 Metern im Pazifik auf. Die Temperaturen, in denen sich der weiße Thun aufhält, liegen zwischen 15,6 °C und 19,4 °C.

Ihr könnt den roten Thun nördlich des Äquators im Atlantik, im Mittelmeer, in der Karibik, der Ostsee, vor der Küste Südafrikas und im Golf von Mexiko finden. Dabei bevorzugt er es, sich in Tiefen bis 100 Metern aufzuhalten.

Gelbflossen-Thunfische, eine Art, die wirtschaftlich besonders relevant ist, sind in tropischen und subtropischen Meeren weltweit zu finden.

Verbreitungsgebiet des Roten Thunfischs (Thunnus thynnus)

Bedeutung für den Menschen

Thunfische gehören zu den wichtigsten Speisefischen. Jährlich werden über zwei Millionen Tonnen Thunfisch verarbeitet, 60 Prozent der Bestände gelten als überfischt. Thunfisch wird heute in Konserven angeboten der kann als Frischware erworben werden. Er eignet sich für Sushi, zum Braten oder aber auch zum Grillen.

Thunfisch ist wohl einer der bekanntesten Fische überhaupt. Ob von lahmen Witzen („Was sollen wir t(h)un, Fisch?“ - „Du hast die Wa(h)l, Fisch“), über die Lieblingspizza bis zum Lieblings-Sushi, Thunfisch scheint allgegenwärtig.

Am meisten Thunfisch wird in Japan, den USA und Südkorea gefangen. Thunfische werden mit Reusen gefangen. Das sind Netze, in die sie hineinschwimmen, aber nicht hinausschwimmen können. In Japan und anderen Ländern gibt es auch große Treibnetze, welche die Schiffe hinter sich herziehen. Das ist verboten, weil so viele Delfine und Haie eingefangen werden, die man eigentlich schützen müsste.

Thunfisch enthält, wie die meisten Fische, für den Körper lebenswichtige Omega-3-Fettsäuren, die unter anderem regulierende Wirkung auf den Blutdruck haben. Daneben ist Thunfisch ebenfalls Lieferant von Vitamin D und versorgt den Körper mit Zink und Jod.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Die Überfischung berechnen | Data Science | ARTE

Der weiße Thun hat große Bedeutung für den kommerziellen Fischfang und ist auf Grund dessen bei der IUCN als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Damit das nicht passiert und die Thunfische in gewissen Teilen des Meeres überfischt werden, gibt es heute Aufdrucke auf Dosen, welche die Nachhaltigkeit belegen sollen.

Die rasch zunehmende Meeresverschmutzung und einige wenige Rekordfangjahre der industriellen Fischerei löschten das Vorkommen noch in den 1960er-Jahren praktisch aus. Keine zwei Jahrzehnte später kollabierten auch die ersten Bestände in den Binnenmeeren, allen voran im Mittelmeer.

Seitdem überwachen EU-Fischereibeobachter jeden Trawler und jede Farm auf Einhaltung der Quote und sorgen für empfindliche Strafen sobald die angegebene Zahl der gefangenen Fische um einen zweistelligen Prozentsatz überschritten wird. Sowohl Kontrolleure der Fischerei, als auch Fischereigenossenschaften kennen Gesetze und Gesetzeslücken genau. Entsprechend wird der Kampf zwischen Ökonomie und Ökologie täglich auf See ausgefochten.

Andere Fische, Meeressäuger und sogar Reptilien, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind oder einfach ihrer natürlichen Beute nachstellen - allen voran Mantas, Haie, Schwertfisch-artige und Schildkröten - werden als „Beifang“ in einer Größenordnung erbeutet, dass das Überleben einiger Arten allein durch diese Methode des Thunfisch-Fangs auf des Gourmet-Messers Schneide steht.

Achten Sie auf MSC- oder ASC-zertifizierten Fisch bzw. Fisch aus Wildfang oder bei Garnelen beispielsweise Bio-Qualität. Das ist hier besonders wichtig, da Fische und Meeresfrüchte leider aufgrund unserer verschmutzten Meere häufig Schwermetalle wie Quecksilber und andere Gifte enthalten, da sie das Wasser ständig in ihren Körper aufnehmen.

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