Mark Forster Haarausfall: Ursachen und mögliche Lösungen

Mark Forster, der bekannte deutsche Sänger und Songwriter, ist nicht nur für seine Musik, sondern auch für sein Markenzeichen bekannt: seine Kopfbedeckungen. Doch der Grund dafür ist weniger ein modisches Statement als vielmehr ein persönliches Problem: Haarausfall. In einem Interview mit RTL äußerte sich der 40-Jährige zum Thema Haartransplantation und verriet, dass er darüber nachdenkt.

„Ich denke viel über eine Haartransplantation nach“, sagte Forster mit einem Augenzwinkern. „Vielleicht überrasche ich ja irgendwann mit einer wunderschönen Tolle.“


Mark Forster mit seiner typischen Kappe

Haarausfall: Ein weitverbreitetes Problem

Mark Forster ist mit seinem Haarausfall nicht allein. Geschätzte 40 Prozent aller Männer ab 20 Jahren leiden unter erblich bedingtem Haarausfall. Auch bei Frauen ist Haarausfall ein häufiges Problem, etwa 20 Prozent sind betroffen.

Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben:

  • Erbliche Veranlagung
  • Hormonelle Veränderungen
  • Krankheiten
  • Stress
  • Nährstoffmangel

Haarausfall bei Männern: Häufigkeit, Arten, Ursachen

Unabhängig von der Ursache kann Haarausfall Betroffene psychisch stark belasten. Oft geht der Haarverlust mit einem mangelnden Selbstbewusstsein und starker Verunsicherung einher.

Mögliche Behandlungen gegen Haarausfall

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln. Shampoos oder Extrakte mit Koffein sowie chemische oder hormonelle Wirkstoffe wie Minoxidil oder 17-alpha-Estradiol sollen Abhilfe schaffen. Allerdings wirken diese teuren Kosmetika oft mehr schlecht als recht.

Eine immer beliebter werdende Alternative ist die sogenannte Haartransplantation, bei der Haarfollikel von dicht besiedelten Haarregionen an kahle Stellen am Kopf versetzt werden. Mark Forster erwägt diese Möglichkeit derzeit noch mit einem Augenzwinkern. Immer mehr Prominente allerdings haben sich der Methode bereits unterzogen, darunter Jürgen Klopp, Elton John, Wayne Rooney oder AJ McLean. Cristiano Ronaldo hat sogar ein eigenes Zentrum für Haartransplantationen in Madrid eröffnet.

Haartransplantation: Wie funktioniert das?

Bei einer Haartransplantation werden die aktiven Follikel aus Bereichen mit dichtem Haar entnommen und an kahle Stellen am Ober- und Vorderkopf verpflanzt. Dafür wird meist auf den Haarkranz am Hinterkopf zurückgegriffen, da die Haarwurzeln hier auf Weiterwachsen programmiert sind und optisch mit dem restlichen Kopfhaar übereinstimmen.

Es gibt zwei verschiedene Verfahren zur Entnahme der Haarwurzeln:

  • FUT (Follicular Unit Transplantation): Hierbei wird ein Hautstreifen vom Hinterkopf entnommen, aus dem dann die einzelnen Haarfollikel präpariert werden.
  • FUE (Follicular Unit Extraction): Hierbei werden einzelne Haarwurzeln direkt mit einer Hohlnadel vom Hinterkopf entnommen.

Letztere Methode ist mittlerweile am weitesten verbreitet, da sie weniger Risiken als die Entnahme eines ganzen Hautstreifens mit sich bringt. Vor der Operation wird der gesamte Haarkranzbereich rasiert. Dann wird die Haut um die Haarwurzelgruppen herum mithilfe von Hohlnadeln durchtrennt, um die Haargruppen im Anschluss freilegen und herausziehen zu können.

Zum Einsetzen der Haare werden die Haare in die gestanzten Stellen platziert. Sie wachsen von selbst ein und müssen nicht fixiert werden. Die Entnahmestelle muss bei der FUE meist nicht genäht werden, die hinterlassenen Wunden verheilen von selbst.

Nach der Haartransplantation

Unter örtlicher Betäubung können pro Eingriff etwa 500 bis 2000 Transplantate verpflanzt werden. Oft sind mehrere Operationen erforderlich, bis eine ausreichende Haardichte erreicht und beispielsweise Geheimratsecken aufgefüllt oder ein zurückgewichener Haaransatz nach vorne gelagert wurden.

Etwa drei bis vier Monate nach dem Eingriff beginnt das Haarwachstum - zunächst als Flaum. Im Laufe der Monate wird der Haarwuchs dann immer dichter.

Eine Haartransplantation wird in der Regel bei unumkehrbarem Haarausfall eingesetzt, wenn alternative Maßnahmen wie eine hormonelle oder medikamentöse Behandlung mit Minoxidil nicht anschlagen.

Bei hormonell bedingtem Haarausfall des Mannes wird ein Mindestalter von 30 bis 35 Jahren empfohlen, sodass der Haarausfall bereits weitgehend zum Stillstand gekommen ist.


Ablauf einer Haartransplantation

Risiken und Nebenwirkungen

Durch den operativen Eingriff sind sowohl Spender- als auch Empfängerstellen zunächst stark gerötet und empfindlich. Gerade in den ersten drei Tagen raten Experten zu extremer Vorsicht, da die platzierten Haarfollikel in dieser Zeit in die Kopfhaut einwachsen. Die Kopfhaut sollte weder berührt noch gestoßen werden, um den Heilungsprozess zu fördern.

Die Rötungen im Spenderbereich sowie die leichten Schwellungen sollten nach ein paar Tagen verschwunden sein. Dennoch können sich Krusten bilden, die nach etwa 15 Tagen vollständig verschwunden sein sollten. Wichtig ist, dass die Krusten eigenständig abfallen, da sie die Follikel in der Anfangszeit stabilisieren.

Schlafen Sie in den ersten Wochen auf einem Nackenhörnchen, damit der Kopf nicht direkt auf dem Kissen liegt. Verzichten Sie für etwa vier Wochen auf sportliche Aktivitäten, die den Blutdruck erhöhen.

Manche Patienten berichten von einem Taubheits- oder Kribbelgefühl im Operationsgebiet nach dem Eingriff, das in den meisten Fällen jedoch nach zwei bis vier Wochen wieder von selbst verschwindet.

Eine Operation bringt grundsätzlich immer Risiken mit sich. Werden die Einstichstellen zu tief gesetzt, kann es nach der Behandlung zu Blutungen kommen. Es entstehen starke Schwellungen, die bis ins Gesicht reichen können. Es besteht die Gefahr einer Infektion, da Keime und Bakterien neigen dazu, sich in schlecht durchbluteten Bereichen anzusiedeln.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Haarausfall ein weitverbreitetes Problem ist, das viele Männer und Frauen betrifft. Mark Forster ist nur einer von vielen Prominenten, die offen über ihren Haarausfall sprechen und sich mit möglichen Behandlungen auseinandersetzen.

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